Wir beschlossen, meine Eltern fast ein halbes Jahr nach unserer Hochzeit zu besuchen – ich wusste, es würde eine Prüfung, aber das Ausmaß hätte ich mir nie vorgestellt.
Wir hatten beschlossen, meine Eltern in Bayern fast ein halbes Jahr nach unserer Hochzeit zu besuchen.
Homy
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07
Undankbare Töchter – Ira, mit schweißnasser Stirn und klebendem T-Shirt, hockt über dem Erdbeerbeet, während ihre Zwillingsschwester Ljudmila neben ihr schimpft und versucht, widerspenstige Haarsträhnen unter die Basecap zu stecken. Seit Kindheitstagen verbringen sie endlose Sommerurlaube auf dem elterlichen Bauernhof bei Kassel, im ständigen Kampf gegen Unkraut, Hitze und den ewigen Vorwurf der Eltern, sie seien “undankbare Töchter”, weil sie lieber im Freibad wären wie ihre Freunde Sven, Dimi und Steffi, die jauchzend an der Gartenpforte vorbeiradeln und zum Grillabend an der Fulda einladen. Doch auch jetzt, wo Ira und Ljudmila längst eigene Familien in Frankfurt und Hannover haben, gelingt kein Sommer ohne dringende Hilferufe der Eltern Anna und Max: “Kommt aufs Land, ohne euch schaffen wir’s nicht!” Urlaubsreisen werden verschoben, die Ehemänner nörgeln, die Kinder wollen ans Meer und niemand hat Lust auf Kartoffeln häufeln und Marmelade einkochen – aber Ablehnen ist unmöglich, denn das schlechte Gewissen sitzt immer mit am Küchentisch. Als sich Ira und Ljudmila nach Jahren endlich trauen, Nein zu sagen, geraten alte Werte und neue Wünsche heftig aneinander, bis eine Krankheit alles verändert und beide Schwestern vor der Entscheidung stehen, was “Familienpflicht” in Deutschland heute wirklich heißt.
Undankbare Töchter Ines ist über das Erdbeerbeet gebeugt. Sie spürt, wie der Schweiß ihren Rücken hinabläuft
Homy
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06
Gut für alle
Herr Friedrich Müller, sagt die Nachbarin, sind Sie ganz allein? Kommt hier niemand zu Besuch?
Homy
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09
Der undankbare Stiefsohn
Ein herbstliches Blatt legt sich auf Lukas’ ausgestreckte Hand. Er wendet es, betrachtet die gezackten
Homy
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011
Als Papa mit seiner neuen Frau ankam: Wie Opa plötzlich „müde“ wurde, nachdem Mama 30 Jahre alles für ihn getan hatte – und warum die Familie an einer Pflegekraft, einer unerwarteten Liebe und den letzten Erinnerungen zu zerbrechen drohte
Vater bringt eine neue Frau ins Haus Und wie machen wir das jetzt, Roman? fragte Dieter, der als Erster
Homy
Vor der Scheidung kümmerte sich Lina allein um ihr Kind, doch später suchte sie eine Betreuung – und fand sie bei der Schwiegermutter.
Vor der Scheidung kümmerte sich Lina alleine um ihr Kind, doch später machte sie sich auf die Suche nach
Homy
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08
Streit ums Zuhause: Wer ist hier eigentlich der Herr im Haus? Wenn der Vater seinen eigenen Sohn vor die Tür setzt… Ein typischer Morgen in einer deutschen Familie, bei Kaffee, Diskussionen über Geld – und die Frage, wer wirklich über die Wohnung bestimmen darf.
– Schon wieder das alte Spiel? Ich bin hier der Hausherr ich bestimme, wer einzieht und wer nicht.
Homy
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012
Scheidung im Alter: Ein neues Kapitel für Anna Leonidowna mit 60+ Jahren!
Scheidung im hohen Alter Ich lasse mich scheiden!, beschloss Anna-Leonie Müller spontan mit ihren 60
Homy
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011
Er wird immer wieder zu seiner Geliebten zurückkehren. Eine Erzählung Herzlichen Dank für eure Unterstützung, die Likes, das ehrliche Mitgefühl und euer Feedback zu meinen Geschichten, fürs Folgen und ein ganz besonderes Dankeschön für alle Spenden von mir und meinen fünf Katzen! Teilt bitte gern die Geschichten, die euch gefallen haben, in den sozialen Netzwerken – das bedeutet der Autorin viel! – Auf Drängen seiner Mutter trennt sich Anton schließlich doch von Lilia. Auch ihm selbst war ihr Lebensstil nicht wirklich verständlich. Und dann übte seine Mutter zusätzlichen Druck aus, setzte die Akzente und lieferte die Fakten: Lilia sei keine anständige Frau, mit der man eine Ehe eingehen sollte. Anton spürte selbst, dass bei ihnen nichts wirklich passte. Lilia war ständig in ihrem Job unterwegs – mal in Cafés, mal in Restaurants, auf Hochzeiten, Jubiläen, Beerdigungen und bei Kinderfesten. Sie arbeitete als Event-Moderatorin, aber als Antons Mutter davon erfuhr, war sie empört: – Du bist ein anständiger Mensch, verkaufst Sofas und Matratzen. Morgens gehst du aus dem Haus, abends kommst du zurück, wie es sich gehört. Und diese Lilia schläft morgens aus, abends empfängt sie den Ehemann noch nicht einmal, kommt selbst erst gegen Mitternacht heim. Sie wird nach Rauch, Alkohol und fremden Männern riechen – willst du das? Ihr Blick – da sieht man es schon! Schau nur, wie sie lächelt! Antons Mutter hatte Lilia nur einmal gesehen, sich aber sofort ihr Urteil gebildet. Anton beugte sich dem; er litt und war eifersüchtig, wenn sie sich schick machte und zur Arbeit ins Café oder Restaurant ging. Schon das erschien ihm unanständig. Die Meinung seiner Mutter bestätigte ihn darin – auch wenn sie grummelig war, irrte sie sich selten. Nach einem Jahr heiratete Anton die Bibliothekarin Nadine. Seiner Mutter gefiel sie auf Anhieb: leise, bescheiden, fleißig. – Das ist eine richtige Ehefrau. Schau sie dir an! Die schminkt sich nicht für die Arbeit, kleidet sich anständig und zurückhaltend, alle Blusen hochgeschlossen, keine kurzen Röcke. Abends eilt sie nach Hause und wie sie dir in die Augen schaut – Goldstück! Jetzt bin ich stolz auf deine Wahl, Anton… Seine Mutter war eine wunderbare Frau, hatte einfach ein schweres Schicksal. Sie selbst war nie eine Schönheit gewesen, eine bescheidene Postangestellte. Sie hatte sich sehr eine Familie und ein Kind gewünscht, doch mit fünfunddreißig Jahren war ihr klar, dass eine Heirat unwahrscheinlich sein würde. Deshalb entschied sie sich, ein Kind ohne Ehemann zu bekommen, obwohl ihr das eigentlich sehr unangenehm war. So wurde Anton geboren, den sie nach ihrem Vater benannte. Anfangs halfen die Eltern, aber später starben Antons Großeltern, und er war allein mit seiner Mutter … Anton liebte seine Mutter sehr und half ihr, wo er nur konnte. Er war kein besonders guter Schüler, strengte sich aber an. Nach der neunten Klasse machte er seinen Abschluss an der Berufsschule und begann als Fachverkäufer im Möbelhaus zu arbeiten. Seine Mutter war sehr stolz: Ihr Sohn ging im Anzug zur Arbeit und verdiente gut. Und jetzt fand er endlich das passende Mädchen – Nadine. Nun würde das junge Paar glücklich leben, Kinder bekommen, Enkel für Inna Antonovna – davon träumte sie … Die Hochzeit feierte man zu Hause: keine Verwandten, nur Antons Freund Klaus von der Arbeit, dazu ein Schulfreund und zwei Bibliothekskolleginnen von Nadine. Wozu viele Freundinnen, wenn man jetzt eine Familie gründet … So verheiratete sie also ihren Sohn, Gott sei Dank, mit einem guten Mädchen … Jetzt empfing Nadine Anton stets mit einem warmen Abendessen. Sie kochte recht fade und immer das Gleiche – daran war sie gewöhnt, ihr Vater hatte Gastritis. Nadine war langsam und zurückhaltend, lachte selten und las ständig Bücher. Den Fernseher hielt sie für überflüssig; Inna Antonovna schämte sich nun sogar, ihre geliebten Serien zu schauen, und stellte den Ton leiser. Auch die geliebten Berliner briet sie nicht mehr – Nadine fand das ungesund, genau wie Letscho, Plow, Soljanka und andere gebratene und scharfe Gerichte. Ihre Wohnung war jetzt immer ruhig und fade; Anton wirkte niedergeschlagen … Sechs Monate später blieb Anton eines Abends länger auf der Arbeit, schaltete dann ganz das Telefon aus und kam nicht nach Hause. Nadine weinte die ganze Nacht, nahm am nächsten Tag frei, packte ihre Sachen und ging zu ihren Eltern, mit einem bitteren Abschiedswort an Inna Antonovna: – Ich dachte, Ihr Sohn wäre ein anständiger Mensch, aber er hat mich betrogen … Die stille und nachgiebige Nadine erwies sich als stur und prinzipienfest wie ein Fels. Doch Anton versuchte sie nicht einmal zurückzuhalten, entschuldigte sich nur, ihre Erwartungen enttäuscht zu haben. – Wo warst du? Sag schon! – hakte Inna Antonovna nach, bald gab Anton nach. – Mama, es ist so gekommen: Lilia kam in mein Geschäft, um ein Sofa zu kaufen, sie wusste nicht, dass ich in genau diesem Laden arbeite. – Wusste sie nicht? Diese Frau hat sich das genau überlegt, dich so zurückzuholen, dir das Leben zu verderben! – empörte sich Inna Antonovna. – Mama, du weißt nichts, sie ist anders, als du denkst! Ich wollte sie nur nach Hause begleiten und ihr alles erklären, doch sie hat mich weggeschickt! – widersprach Anton. – Oh, wegschicken … das kennen wir. Wegschicken, damit du um sie bittest! Triff dich nicht mehr mit ihr, Anton, sie wird dir das ganze Leben zerstören! – Inna Antonovna war ehrlich besorgt, dass ihr Sohn wieder an diese Abenteurerin geriet … – Du weißt nichts, Mama, es ist kompliziert – versuchte Anton noch, doch seine Mutter schnitt ihn ab: – Schluss jetzt, Anton, meine Nerven machen das nicht mehr mit … Nach diesen Turbulenzen und der Scheidung von Nadine war ihr Sohn für lange Zeit völlig niedergeschlagen. Als Anton schließlich eine neue Freundin fand, war Inna Antonovna fast erleichtert – ohne Freundin würde sie wohl nie Enkel bekommen! Aline war nun Antons Kollegin im Möbelhaus. – Mama, wir wollen erstmal nur zusammenwohnen, ausprobieren, ob es passt, bevor wir heiraten, – sagte Anton bald zu Inna Antonovna – das gefiel ihr schon wieder nicht. Als Aline sich danach jedoch als schlampig und faul herausstellte und sogar den Job verlor wegen ihres groben Tons mit Kunden, war Inna Antonovna entsetzt. Aline lag den ganzen Tag auf dem Sofa mit dem Handy, trank Kaffee und tat so, als suche sie Arbeit. Warum hat ihr Sohn nur so ein Pech mit Frauen? Tag für Tag wurde Inna Antonovna reizbarer. Als Aline dann auch noch erklärte, dass sie und Anton bald heiraten würden, platzte es aus ihr heraus: – Heirate ihn nicht. Er kehrt immer wieder zur „Anderen“ zurück, – sagte die zukünftige Schwiegermutter, – Er hat längst eine andere, die sogar ein Kind von ihm hat! Zu ihr läuft er immer wieder, zahlt für das Kind. Die streiten und versöhnen sich dauernd – kapiert? Doch Aline lachte nur – sie glaubte, Inna schimpfe nur aus Bosheit, weil Anton nur sie liebte und ihr das Leben schön machte … Inna Antonovna blickte die dritte Freundin ihres Sohnes mitleidig an, wusste, mit Aline war nichts zu besprechen und winkte ab: – Lebt doch, wie ihr wollt, macht euren Kram, mir reicht das alles jetzt. Doch dann begab sie sich zu Lilia, wollte endlich wissen, was ihr Sohn an dieser Frau fand und warum er sie einfach nicht vergessen konnte, dafür aber jeder anderen das Herz brach … Sie kannte Lilias Wohnungsnummer nicht, aber das Schicksal meinte es gut: Kaum angekommen, kam Lilia aus dem Haus – an der Hand ein kleiner Junge. Inna Antonovna sah genauer hin – und blieb stehen. Das konnte nicht wahr sein – das war noch schlimmer, als sie geahnt hatte, das Herz hatte nicht getrogen, als sie Aline von dem Kind erzählte. Denn der Junge, den Lilia an der Hand führte, sah ihrem kleinen Anton wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich: dieselben lebhaften hellen Augen, dieselben Segelohren, dieselbe Nase, dasselbe Lächeln, eine Kopie! – Lilia, warte bitte, ich wollte mit dir sprechen – rief Inna Antonovna voller Flehen, die Knie wurden ihr weich. Wie konnte das sein – ihr Enkel lief schon, redete, und sie wusste nichts davon! Lilia sah sie an, erkannte sie sofort und presste die Lippen aufeinander, hielt aber an. – Guten Tag, Frau Antonovna, was möchten Sie? – Wie kann das sein, Lilia – ich wusste von nichts. Und Anton, wie konnte er nur – aber mein Sohn ist doch anständig – versuchte Inna Antonovna, irgendeinen Grund für ihren Sohn zu finden. – Keine Sorge, er wusste es einfach nicht, – erwiderte Lilia kühl und wollte gehen. Aber Inna Antonovna ließ nicht locker. – Er liebt dich doch. Ich bin Schuld, habe ihn durcheinandergebracht. Schmeiß ihn nicht raus, rede mit ihm in Ruhe, – bat sie und konnte den Blick vom Jungen nicht abwenden – er war wie Anton als Kind, ein Ebenbild! – Wie heißt dein Sohn? – fragte sie mit zitternder Stimme und sah so verzweifelt aus, dass Lilia weich wurde, – Er heißt Niklas. Komm, Niklas, wir müssen los. Ich moderiere jetzt nur noch Kinderfeste, Niklas ist immer dabei, wir haben ja sonst niemanden. – Aber ich könnte doch! Ich bin doch seine Oma! – bot Inna Antonovna an, doch Lilia antwortete nicht und zog mit Niklas davon. – Mama, warst du bei Lilia? – fragte Anton wenige Tage später. Sie war immer noch in schwermütiger Stimmung, hatte nicht einmal gemerkt, dass Aline ausgezogen war. – Mama, danke – Lilia hat mir verziehen, ich darf jetzt meinen Sohn sehen, aber ich werde sie überzeugen, mich zu heiraten. Inna Antonovna sah ihren Sohn überrascht an. Er war immer ein Muttersöhnchen gewesen, schien willensschwach – deshalb führte sie ihn immer. Aber jetzt war er anders. Und sie sagte nur: – Bravo, mein Sohn! Vergib mir, ich war dumm! Um das eigene Glück muss man kämpfen – manchmal sogar gegen die eigene Mutter. Anton und Lilia Anton und Lilia heirateten bald, wohnen jetzt gemeinsam bei Lilia, die Großmutter Inna passt auf Niklas auf, während beide arbeiten oder Enkel Niklas zu Besuch kommt. Und das Schönste: Bald kommt ihr zweites Kind – dieses Mal wird es ein Mädchen, sagt der Arzt. Nun kann Oma Inna sich von Anfang an um das kleine Enkelkind kümmern – sie träumt schon davon. In ihr Leben mischt sie sich nun nicht mehr ein. Lilia ist eine tolle Hausherrin, Anton ist einfach nur glücklich. Gut, dass ihr Herz ihr damals gezeigt hat, dass Anton nur mit Lilia glücklich sein kann, und ohne sie verkümmern würde. Man kann kein Glück auf den Ruinen fremder Leben bauen und die Ehefrau für den Sohn wählen oder für ihn entscheiden, mit wem er leben soll. Er soll die heiraten, ohne die er einfach nicht leben kann …
Wieder zur Geliebten zurück. Ein Tagebucheintrag Ich danke euch für die Unterstützung, fürs Liken, für
Homy
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06
“Ein guter Vater und eine schlechte Mutter”
– Sebastian, du verstehst wohl gar nicht, was du da angerichtet hast, oder? strahlte Frau Schuster
Homy