Educational
09
Ich weigerte mich, am freien Wochenende auf die Enkelkinder meiner Schwägerin aufzupassen – nun nennt mich die Verwandtschaft eine Egoistin, aber ich habe einfach das Handy ausgeschaltet
Kommt gar nicht in Frage, Lukas. Frag mich bitte nicht nochmal. Ich habe schon am Dienstag nein gesagt
Homy
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06
Schwager bittet, das Arbeitszimmer für seine neue Flamme zu räumen – ich habe beide kurzerhand vor die Tür gesetzt
25. März Na, Frauke, du verstehst doch, es ist die Sache der Jugend sagte Bastian ganz entspannt, lehnte
Homy
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05
Die unerzogenen Kinder meiner Schwägerin bringen mich auf die Palme – Warum ich nicht möchte, dass meine 11-jährige Tochter weiterhin Kontakt zu ihren Cousins hat, und wie ich es meiner Schwiegermutter und Schwägerin erklärt habe
Du, ich muss mich mal ein bisschen auskotzen. Die Kinder von meiner Schwägerin Nadja machen mich echt
Homy
Mama, der ich nichts schulde – Die Geschichte von Elena und Mihai, ihrer turbulenten Hochzeit und einer Schwiegermutter, die das Leben auf eigene Kosten genießt
Die Mutter, der ich nichts schuldeKatharina und Markus standen kurz vor ihrer Hochzeit. Am Tag davor
Homy
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07
Es war bereits Abend, als der Schwiegersohn seine Schwiegermutter nach Hause brachte: Zwei Taschen stellte er im Flur ab, die Mutter ging zu ihrer Tochter Sarah – doch als diese ihre Mutter sah, war die Enttäuschung groß: „Jetzt muss ich mich also für den Rest meines Lebens um dich kümmern? Willst du etwa nicht mehr zurück in dein Dorf?“ – Die verblüffende Geschichte einer alten Freundin, deren Mutter in eine teure Klinik kam und von ihrem Schwiegersohn gepflegt wurde, während Sarah nicht ahnte, was geschehen war – bis ihr Mann verkündete: „Deine Mutter bleibt vorerst bei uns, sie braucht Betreuung – oder stört dich das etwa?“ Saras unverständliche Reaktion enthüllt ein neues Gesicht, das sogar ihren Mann überrascht: „Ich wollte einmal Kinder, aber nach heute weiß ich nicht, ob ich so eine Mutter für sie will – vielleicht solltest du erstmal ins Haus deiner Mutter im Schwarzwald ziehen, bis du zur Besinnung kommst.“
Es war schon spät am Abend. Mein Schwiegervater hatte meine Schwiegermutter nach Hause gebracht.
Homy
Educational
010
Du bist mein Wunder. Als Eva die Klinik verließ, hallten die Worte des Arztes wie ein Donnerschlag in ihrem Kopf: „Es tut mir leid, es ist zu spät… Sie sollten Ihre Angelegenheiten regeln… nur ein Wunder könnte jetzt noch helfen…“ Diagnose: Schonungslos, laut, unerbittlich – obwohl sie „die stille Krankheit“ genannt wird. Dieser heimliche Fresser hatte sich unbemerkt herangeschlichen. Vielleicht in jenem Jahr, als Eva nicht zum Medizinstudium zugelassen wurde, ihre Träume wie Seifenblasen zerplatzten. Vielleicht auch damals, als ihre Mutter hinter dem Haus ausrutschte, stundenlang auf dem eisigen Boden lag und nach wenigen Tagen leise für immer ging. Zu viele „Vielleichts“ sammelten sich in Evas Gedanken. Was wirklich der Auslöser war, blieb ungewiss. „Bringen Sie Ihre Angelegenheiten in Ordnung“, klang es nach. Doch was sollte sie noch regeln? Kinder hatte sie keine, Vermögen auch nicht, niemandem verpflichtet. Nur das Warten blieb. Und die vage Hoffnung auf ein Wunder. Tränen liefen über ihr Gesicht, während sie mechanisch die Hand hob, um sie fortzuwischen. Ohne es zu bemerken, hatte sie bereits das große Kliniktor hinter sich gelassen, war durch die platanengesäumte Allee auf die belebte Straße gelangt – Autos rauschten vorbei, die Menschen hetzten dem Leben entgegen. „Alle haben es so eilig zu leben, und ich…“ Eva seufzte. Plötzlich überkam sie ungeheure Müdigkeit, das Herz hämmerte wild. Sie lehnte sich an einen massiven Baum, rang nach Fassung. Ein, zwei, drei Minuten, dann schlug ihr Herz wieder gleichmäßig. Da kam auch schon das Taxi. Nur noch nach Hause. Zu den Wänden, zu den Erinnerungen, zu den Fotos. Gegenüber von Evas Wohnhaus begann der Wald – fernab der Neubauten blühte Alt-Berlin: Birken, Tannen, Fichten, Büsche, Pilze. Stille. Dort tankte Eva Kraft, lauschte dem Vogelgesang, atmete Nebel und betrachtete Spinnweben im Licht. Auch heute zog es sie dorthin. Im Regenmantel betrat sie den Wald, das Himmel trüb, ein feiner Niesel. Ungewohnte Stille empfing sie; die Natur hielt, als erwarte sie ein Gewitter, selbst die kleinen Stechmücken fehlten. Ein Schritt nach dem anderen, Biegung um Biegung – bis Eva plötzlich inne hielt: Ein seltsames Gefühl, etwas Schweres in der Seele. Sie lauschte – und sah dann, ein paar Meter neben dem Weg, einen verdreckten, kaum beweglichen Haufen. Hatte das Ding gestöhnt? Mit zwei Sätzen war sie bei dem Bündel. „Was ist das? Ach du meine Güte – ein Hund!“ Unterm Baum lag ein völlig verdreckter, abgemagerter Hund, festgebunden am Stamm. Mit blutigen Fingern öffnete Eva die klammen Knoten. Endlich frei, sah sie das Tier genauer an – eine riesige, faustgroße Geschwulst im Bauchbereich. Eva sackte nieder, weinte still, die Finger verschmierten Tränen und Dreck im Gesicht. Schließlich redete sie leise auf den Hund ein, bekam aber nur ein Stöhnen als Antwort. Kein Leben mehr in den müden Augen. Eva bastelte aus Regenmantel und Jacke eine Decke, wickelte das kaum wiegende Fellbündel vorsichtig ein und rannte Richtung Stadt. Die Tierärzte waren beim Anblick des Hundes erschüttert, stellten aber keine Fragen. „Alle Untersuchungen, alles was nötig ist, bitte – ich will ihr helfen“, keuchte Eva, dann fiel sie vor Erschöpfung auf der Liege in Ohnmacht. Der Hund blieb in der Praxis, Eva musste heim. Am nächsten Morgen wartete sie an der Klinikpforte. Der Tierarzt kam: „Noch ist es zu früh für Einschätzungen – wir päppeln sie erst einmal auf, machen weitere Untersuchungen. Ein paar Tage Geduld.“ „Übrigens: Wissen Sie, wie der Hund heißt? Sie ist gechippt, und wir haben den Eigentümer ermittelt.“ Eva schüttelte den Kopf: „Ich habe sie im Wald gefunden, krank, allein, angebunden.“ „Ich hab den Namen und meine Nummer notiert“, sagte der junge Mann und überreichte ihr einen Zettel. Im Krankenhaus blieb Eva täglich an der Seite der Hündin, streichelte, flüsterte, versorgte sie liebevoll – doch das Tier ignorierte alles. Kein Fressen, kein Trinken, keine Reaktion. „Sie will nicht mehr“, murmelte die Schwester, „sie ist verraten worden.“ Die Ergebnisse aller Untersuchungen kamen bald. Abends bat der Tierarzt Eva zum Gespräch. „Ich will nichts beschönigen: Es sieht schlimm aus, fast hoffnungslos. Wenn sie Hoffnung hätte, Lebenswillen und Fürsorge, dann vielleicht – aber auch dann… nur ein Wunder.“ „Lassen Sie es uns versuchen!“, Eva griff nach der Hand des Arztes. „Was, wenn genau das Wunder passiert?“ Am nächsten Morgen saß Eva wieder am Krankenbett. Die Hündin baute weiter ab, Eva weinte, redete ihr zu, kraulte sie. „Wenn du stirbst, sterbe ich auch“, hörte die Schwester. Schnell drehte sie sich weg, die Tränen liefen. Da spürte Eva, wie die Hundezunge sanft die Hand leckte. Sie schob ihr vorsichtig den Napf hin. Die Operation dauerte drei Stunden. Endlich kam der erschöpfte Chirurg heraus: „Die OP ist gut verlaufen, aber garantieren kann ich nichts. Bitte bleiben Sie bei ihr, wenn sie wieder zu sich kommt. Vielleicht ist heute ein Wunder geschehen.“ Eva nannte den Hund Marvel – ihr Wunder. Die Genesung war mühsam: Fieber, Medikamente, schlaflose Nächte, viele Spritzen. *** Vier Monate später: Der Herbst zog ins Land. Eva und Marvel spazierten wieder gemeinsam durch den Wald – Marvel blieb an ihrer Seite, vertraute ihr nun vollkommen, während Eva immer öfter mit Schrecken daran dachte: Wer wird sich kümmern, wenn meine Krankheit zurückkommt? Deshalb suchte sie eine Familie für Marvel. Ein Treffen wurde vereinbart, doch am Vormittag musste Eva noch zu ihren Kontrolluntersuchungen ins Krankenhaus. „Morgen erfahre ich die Wahrheit“, dachte sie angsterfüllt. „Ich muss es schaffen, bevor Marvel sich an jemand Neues gewöhnt. Oh Gott, wie fürchte ich mich…“ Nach schlafloser Nacht ging sie apathisch in die Klinik – nur Marvel zählte für sie. Die Schwester rief sie ins Arztzimmer. „Ihre Ergebnisse sind erstaunlich“, sagte der Onkologe mit warmer Stimme. „Es ist selten, doch in Ihrem Körper haben sich Veränderungen vollzogen – zum Guten. Sie sind in Remission. Sie müssen weiterhin unter Beobachtung bleiben, doch die Zeichen stehen gut – ein wahres Wunder!“ Zuhause erwartete sie Marvel mit freudigem Schwanzwedeln, als wolle sie fragen: „Wo warst du so lange? Ich hab mir Sorgen gemacht!“ Eva sank zu ihr auf den Boden, küsste die treue Schnauze. „Marvel! Du bist mein Wunder! Mein ganz persönliches Wunder!“ Und sie blieben noch lange gemeinsam auf dem Boden sitzen, in glücklichster Umarmung. Gibt es ein größeres Glück, als zu wissen: Das Universum schenkt uns Zeit – und wir schenken einander Liebe?
Du bist mein Wunder. Johanna schlenderte ziellos durch die Straßen Hamburgs. In ihrem Kopf hallten immer
Homy
Educational
07
Ein Familienfest mit Hindernissen – Wenn das traditionelle Silvester-Treffen bei uns diesmal nicht mehr pure Freude, sondern Frust bedeutet: Zwischen Plätzchenduft, Gastgeberstress und dem Wunsch nach einem eigenen Fest zu dritt bröckelt das Miteinander – bis zum großen Knall unter dem Weihnachtsbaum
FAMILIENFEST Mama hat gesagt, dass wir dieses Jahr wieder Silvester bei uns feiern, Markus Augen leuchteten
Homy
Educational
016
Überraschung für die Ehefrau: Als Marusja nach dem Firmenfest die Wohnung betritt – mit einem Arm voll Blumen, den Füßen in Pantoffeln statt passender Gummistiefel, und überall Wasser, Rauch und Chaos vorfindet – erwartet sie alles, aber sicher nicht ihren Ehemann Sascha, der rußverschmiert, mit verbrannter Stirn und „Turban“, nassen Kater, einer übergelaufenen Waschmaschine, brennendem Kalbsbraten und randalierenden Nachbarn einen ganz eigenen Weltuntergang inszeniert hat – und all das nur als liebevolle Überraschung zum Frauentag!
Tagebuch, 8. März Als ich heute nach einem langen Tag die Tür aufgeschlossen habe, habe ich erstmal einen
Homy
Die Ex-Freundin „Danke, Jürgen! Ich weiß gar nicht, was ich ohne dich machen würde“, erschien als Nachricht auf dem Handybildschirm. Das Handy ihres Mannes vibrierte direkt in Elenas Hand. Sie warf einen automatischen Blick auf das Display. Absenderin: Mariechen. Die Nachricht endete mit einem rosa Herzchen, wie ein kleiner Kuss. Elena starrte mit großen Augen. Mariechen? Jürgen? Sie hätte denken können, es sei eine entfernte Verwandte oder Kollegin – wenn nicht ein Detail gewesen wäre: Ihr Mann hatte nie jemanden mit diesem Namen erwähnt. Oder hatte er sie absichtlich verschwiegen? Sie blickte abrupt auf. Erst die Wahrheit, dann Schlüsse ziehen. Doch das Herz zog sich vor Eifersucht zusammen. — Wer ist Mariechen? fragte Elena, bemüht, ihre Stimme zu kontrollieren. Jürgen, der gerade entspannt seinen Kaffee trank, sah fragend auf. — Was? — Mariechen, wiederholte sie und zeigte ihm das Handy. Wer ist das? Er warf einen Blick aufs Display, in seinen Augen funkelte ein kaum erkennbares Unbehagen. Er drehte sich schnell weg und zuckte mit den Schultern. — Ach… Das ist Marina. Elena erstarrte. — Welche Marina? — Na… Meine Ex. Aber da ist nichts mehr zwischen uns. Er legte das Handy auf den Tisch und verschränkte die Arme. — Deine Ex nennt dich „Jürgen“ und bedankt sich mit Herzchen? Findest du das etwa normal? Jürgen zuckte wieder mit den Schultern, als wäre es keiner Diskussion wert. — Klar, ich habe ihr etwas Geld geliehen. Sie brauchte einen Kredit, ich habe ausgeholfen. Elena spürte, wie der Zorn in ihr aufstieg. — Du gibst deiner Ex Geld?! — Ja und? Was ist da so schlimm? — Was da so schlimm ist?! spottete sie. Ernsthaft? Du nimmst aus unserem gemeinsamen Geld und gibst es irgendeiner Mariechen? Endlich schaute er ihr in die Augen. — Elena, du machst aus einer Mücke einen Elefanten. Wir kennen uns seit Ewigkeiten. Warum sollte ich ihr nicht helfen? Sie lachte bitter, ohne jede Freude. — Du bist verheiratet, Jürgen. Mit mir! Und trotzdem kümmerst du dich um sie, deine Ex. Genervt stieß Jürgen einen Seufzer aus, als müsste er einem Kind etwas Offensichtliches erklären. — Unsere Trennung war nicht schlimm. Sie ist keine Fremde für mich. — Und ich bin eine Fremde? Jetzt schwieg Jürgen. Kopfschüttelnd seufzte Elena schwer. — Wie lange geht das schon? — Was denn? — Eure wundersame Freundschaft. Er schaute weg. — Wir haben immer Kontakt gehalten. Schon vor dir. Ich wollte dich nur nicht beunruhigen. Enteilt vor Wut spürte Elena fast, wie ihr ganzer Körper sich erhitzte. — Heißt: Zwei Jahre hast du es mir verheimlicht? — Ich habe es nicht verheimlicht! Ich sah keinen Grund, es zu sagen. Ich betrüge dich nicht! Warum regst du dich auf? Tief durchatmend versuchte Elena, nicht zu schreien. — Wie oft hilfst du ihr denn? — Manchmal. Kleine Dinge. Mal was reparieren, mal den Computer einstellen. — Also rennst du als mein Mann für eine andere Frau als Handwerker herum? — Was redest du da?! schnaubte er. Ich helfe ihr, habe ihr Geld gegeben! Ist das etwa ein Verbrechen?! Ich würde dir genauso helfen! Mit eisiger Entschlossenheit blickte Elena ihn an. — Wenn du darin nichts Falsches siehst, haben wir verschiedene Vorstellungen von Familie. Familienspiele Sie wandte sich ab und verließ die Küche. Jetzt wollte sie ihn nicht mehr sehen. Für Elena verging der Tag wie im Nebel: Wut, Schmerz, Verwirrung. Sie analysierte alles immer wieder, aber in ihrem Kopf schwirrte nur eine einzige Frage: „Wie konnte ich das übersehen?“ Jürgen wirkte nicht schuldbewusst. Inzwischen verschwieg er den Kontakt zu Marina nicht mehr, tat aber, als sei es völlig harmlos. In den nächsten beiden Wochen wurde alles offensichtlich. Ihr Mann kam immer später von der Arbeit. Alle paar Tage gab es bei Marina ein Problem, das ganz dringend gelöst werden musste. — Ich gehe heute Abend zu Marina, sagte er beim Abendessen gleichgültig. Ihre Waschmaschine ist kaputt. Elena legte die Gabel hin und sah ihn scharf an. — Gibt es keine Handwerker in der Stadt? — Komm, ist es wirklich so schwer, jemandem zu helfen? — Für dich nicht. Für mich ist es schwer, das zu akzeptieren. — Schon wieder! Müssen wir immer darüber reden? — Ja, schon wieder, erwiderte sie kühl. Weil deine Ex ständig Hilfe braucht. Wenigstens habt ihr keine gemeinsamen Kinder. Jürgen seufzte und aß weiter. — Wäre es die Nachbarin oder meine Mutter, würdest du auch so reagieren? — Der Unterschied ist, dass andere dich nicht jeden Tag rufen. — Elena, sagte er erschöpft. Du tust so, als hätte ich sie betrogen. — Ob du betrügst, weiß ich nicht, aber das ist einfach nicht normal. Und es stört mich, konterte sie scharf. Er grinste. — Du vertraust mir nicht. — Und hast du Gründe gegeben, dass ich es sollte? Stille senkte sich über den Tisch. Drei Tage später meldete sich Marina wieder. — Marina hat angerufen, verkündete er gleichgültig. Sie will einen Kühlschrank kaufen, kann ihn aber nicht transportieren. Langsam drehte sich Elena zu ihm. — Heißt: Du lässt alles stehen und liegen und hilfst ihr beim Kühlschrank? — Ist doch nicht der Rede wert. — Jürgen, merkst du wirklich nicht das Problem? — Ich seh nur, dass du aus nichts ein Drama machst. — Das Drama machst nicht ich, sondern du. Und ich will kein Teil mehr davon sein. Wenn du Marina so sehr helfen willst, zieh doch gleich zu ihr. Spart Sprit. — Wie meinst du das? — Genau so. — Du willst mich rauswerfen? — Nein, Jürgen. Du hast die Wahl: Entweder stehst du zu unserer Familie, oder du gehst deinen eigenen Weg. Ich will dich nicht mehr hier haben. Sie verließ den Raum. Sie wollte sich nicht von ihm manipulieren lassen. Vielleicht dachte er, es sei leichter, ehrlich zu sagen, wohin er ging. Doch für Elena war das keine Ehrlichkeit – sondern Verrat. Vierundzwanzig Stunden nach dem letzten Streit saß Elena in der Küche und starrte aufs Handy. Jürgen hatte weder geschrieben noch angerufen. Er war gegangen. Wahrscheinlich zu Marina. Nach zehn Tagen Funkstille wurde Elena klar: Eine Trennung ist nicht immer ein Verlust – manchmal ist sie eine Lektion, niemals weniger anzunehmen, als man verdient.
Danke dir, Jürgen! Ich weiß wirklich nicht, was ich ohne dich machen würde, blinkt als Nachricht auf
Homy
Educational
015
Verzaubert – Die Liebesaffäre des Igors: Wie ein scheinbar normales Familienleben durch eine leidenschaftliche Begegnung in einem aufstrebenden deutschen Unternehmen aus den Fugen geriet, sich in ein geheimes Doppelleben mit der charmanten Kollegin Sabine verwandelte, das nach drei Jahren abrupt endete und Igor schließlich durch mysteriöse Krankheit zu einer alten Heilerin nach Quedlinburg führte, die ihm offenbarte, dass er Opfer eines Liebeszaubers geworden war – und wie er nur durch einen radikalen Neuanfang wieder zu sich selbst fand.
Verhext Eines Nachts, die so unwirklich war wie ein Gemälde von Caspar David Friedrich, begann für Ulrich
Homy