Es war bereits Abend, als der Schwiegersohn seine Schwiegermutter nach Hause brachte: Zwei Taschen stellte er im Flur ab, die Mutter ging zu ihrer Tochter Sarah – doch als diese ihre Mutter sah, war die Enttäuschung groß: „Jetzt muss ich mich also für den Rest meines Lebens um dich kümmern? Willst du etwa nicht mehr zurück in dein Dorf?“ – Die verblüffende Geschichte einer alten Freundin, deren Mutter in eine teure Klinik kam und von ihrem Schwiegersohn gepflegt wurde, während Sarah nicht ahnte, was geschehen war – bis ihr Mann verkündete: „Deine Mutter bleibt vorerst bei uns, sie braucht Betreuung – oder stört dich das etwa?“ Saras unverständliche Reaktion enthüllt ein neues Gesicht, das sogar ihren Mann überrascht: „Ich wollte einmal Kinder, aber nach heute weiß ich nicht, ob ich so eine Mutter für sie will – vielleicht solltest du erstmal ins Haus deiner Mutter im Schwarzwald ziehen, bis du zur Besinnung kommst.“

Es war schon spät am Abend. Mein Schwiegervater hatte meine Schwiegermutter nach Hause gebracht. Er stellte ihre beiden Taschen im Flur ab, und sie ging direkt auf meine Frau Anna zu. Als Anna ihre Mutter sah, war ihre Enttäuschung nicht zu übersehen.

Soll ich mich jetzt mein ganzes Leben lang um dich kümmern? Du willst doch sicher nicht mehr in dein kleines Dorf zurück, oder?

Kürzlich hörte ich die Geschichte einer alten Studienfreundin von mir, die mit dem Schicksal ihrer betagten Mutter nicht sonderlich freundlich umgegangen ist. Zum Glück ging am Ende alles gut aus, denn ihr Schwiegersohn kümmerte sich um die Schwiegermutter und brachte sie in eine ordentlich bezahlte Pflegeeinrichtung. Damals jedoch wusste Anna noch gar nicht, was geschehen war, und erfuhr erst später, nach der Entlassung ihrer Mutter aus der Klinik, von den Ereignissen.

Ich hatte Annas Mutter zu uns nach Hause gebracht und erzählte meiner Frau:
Deine Mutter ist jetzt wieder auf dem Damm, ich habe alles für sie organisiert, was sie braucht, doch sie steht noch ein Weilchen unter Beobachtung. Deshalb bleibt sie zunächst bei uns. Das stört dich doch nicht, oder?

Es wäre eigentlich logisch gewesen, dass Anna sich dafür bedankt hätte, dass ich mich um ihre Mutter kümmerte. Stattdessen reagierte sie ziemlich heftig und irgendwie auch nachvollziehbar:
Mama, ich bin gerade erst nach Berlin gezogen, fange an, mein Leben neu zu ordnen, und dann tauchst du auf! Und jetzt willst du wirklich bei mir bleiben? Soll ich jetzt mein Leben lang für dich sorgen? Du gehst also wirklich nicht mehr zurück in dein Dorf?

Natürlich war ihre Mutter tief betroffen von diesen Worten, doch am meisten erstaunte mich Annas Reaktion.

Da zeigte sich eine Seite in Anna, die ich vorher nicht gekannt hatte, als ich ihr damals den Heiratsantrag gemacht habe. Die besorgte Schwiegermutter begann im Wohnzimmer ihre Sachen zu packen, während Anna verärgert die Wohnungstür hinter sich zuzog und zu einer Freundin verschwand. Spät in der Nacht kam Anna wieder nach Hause und fand ihre gepackten Taschen sowie ein Zugticket auf dem Küchentisch vor. Verwirrt fragte sie mich:

Warum ist meine Mutter noch da? Oder fährst du fort?

Nein, das sind deine Sachen und dein Bahnticket. Vielleicht ist es besser, wenn wir für eine Weile getrennte Wege gehen. Ich hatte gehofft, wir könnten zusammen eine Familie gründen, aber heute habe ich gemerkt, dass ich mir für unsere zukünftigen Kinder eine andere Mutter vorstelle. Überleg dir, was du wirklich willst. Zieh für eine Zeit zu deiner Mutter ins Dorf, sie bleibt erstmal bei mir. Und wenn du irgendwann wieder mit klarem Kopf zurückkommst, können wir reden, sagte ich ruhig zu ihr.

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Homy
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Es war bereits Abend, als der Schwiegersohn seine Schwiegermutter nach Hause brachte: Zwei Taschen stellte er im Flur ab, die Mutter ging zu ihrer Tochter Sarah – doch als diese ihre Mutter sah, war die Enttäuschung groß: „Jetzt muss ich mich also für den Rest meines Lebens um dich kümmern? Willst du etwa nicht mehr zurück in dein Dorf?“ – Die verblüffende Geschichte einer alten Freundin, deren Mutter in eine teure Klinik kam und von ihrem Schwiegersohn gepflegt wurde, während Sarah nicht ahnte, was geschehen war – bis ihr Mann verkündete: „Deine Mutter bleibt vorerst bei uns, sie braucht Betreuung – oder stört dich das etwa?“ Saras unverständliche Reaktion enthüllt ein neues Gesicht, das sogar ihren Mann überrascht: „Ich wollte einmal Kinder, aber nach heute weiß ich nicht, ob ich so eine Mutter für sie will – vielleicht solltest du erstmal ins Haus deiner Mutter im Schwarzwald ziehen, bis du zur Besinnung kommst.“
Saison des Vertrauens