Die unerzogenen Kinder meiner Schwägerin bringen mich auf die Palme – Warum ich nicht möchte, dass meine 11-jährige Tochter weiterhin Kontakt zu ihren Cousins hat, und wie ich es meiner Schwiegermutter und Schwägerin erklärt habe

Du, ich muss mich mal ein bisschen auskotzen. Die Kinder von meiner Schwägerin Nadja machen mich echt fertig, und ehrlich gesagt will ich nicht, dass meine Tochter so viel mit denen zu tun hat.

Letzte Woche habe ich auch echt ein ernstes Wörtchen mit meiner Schwiegermutter Gerda gesprochen: Gerda, ich weiß, du meinst es gut, aber ich will wirklich nicht, dass die Kinder von Nadja zu uns kommen, wenn ich gerade im Homeoffice bin. Die benehmen sich einfach unmöglich, sorry, aber das geht gar nicht.

Und Gerda dann nur so: Aber macht es dir denn nichts aus, dass Lara (meine Tochter) dann den ganzen Tag allein zuhause sitzt? Wenigstens spielen Svenjas Kinder mit ihr so langweilt sie sich nicht.

Ich: Mach dir keine Sorgen, Lara kommt auch allein super klar. Wenn ich Zeit habe, können sie sich gerne treffen, aber ehrlich gesagt will ich das so nicht.

Gerda kann das gar nicht verstehen. Was ist denn passiert? Was haben sie euch denn getan?

Solche Gespräche hab ich echt ständig mit ihr. Sie will nicht akzeptieren, dass ich die Entscheidung bewusst so getroffen habe.

Lara ist jetzt elf, wir wohnen in einem ruhigen Vorort von München. Nadja wohnt mit ihren Kids nur ein paar Straßen weiter sie hat einen dreizehnjährigen Sohn, Paul, und eine zehnjährige Tochter, Mia. Früher verstanden sie sich mit Lara immer super, ich hab das oft beobachtet. Meine Schwiegermutter meint sowieso, Nadjas Erziehung sei das Nonplusultra. Aber, ganz ehrlich, die Realität sieht anders aus.

Gerda bekommt die zwei eigentlich nur in den Ferien zu Gesicht, sie hat keine Ahnung, wie es im Alltag aussieht. Während Lara ruhig ist und sich an die Regeln hält, sind Paul und Mia wie kleine Tornados unterwegs. Sie greifen sich Laras Spielsachen, und letztens da bin ich fast ausgerastet haben sie mir mein Portemonnaie aus der Handtasche geklaut, sind zum Kiosk gelaufen und haben sich Eis und Fanta gekauft.

Und weißt du, wie die drauf sind? Die stehen unangemeldet vor Tür, plumpsen rein, machen es sich auf der Couch gemütlich, spielen wie die Wilden, mampfen bei uns alles weg und interessieren sich null, was wir gerade machen. Wenns dann zum Mittagessen Suppe gibt, höre ich nur: Nee, Suppe ess ich nicht. Kannst du mir Geld geben, dann geh ich zum Bäcker? Das hat Paul mal ganz frech zu Lara gesagt. Die war völlig perplex: Ich hab kein Geld. Und er nur: Dann nimm halt das von deiner Mutter, hol die Tasche. Wenn dus nicht bringst, such ichs halt selber.

Natürlich hat er tatsächlich mein Portemonnaie gefunden, sich ein paar Scheine rausgenommen und ist einfach los. Lara hat davon nichts abbekommen war ja nicht ihr Geld. Als ich Nadja angerufen hab, kamen von ihr dann Vorwürfe à la: Du kannst das Geld doch nicht so rumliegen lassen, wenn die Kids da sind

Ich meinte dann zu ihr: Nadja, das geht gar nicht. Paul hat in MEINEN Sachen rumgesucht. Kannst du bitte mal mit ihm reden? Bei uns nimmt man nichts, was einem nicht gehört, und ich will nicht, dass deine Kinder das als okay sehen. Nadja war natürlich beleidigt, hat sich dann aber wieder beruhigt.

Immer wenn ich Urlaub hatte, waren die beiden ständig bei uns. In der Zeit hab ich streng aufgepasst, damit nix passiert. Eines Tages kam dann der Nachbar, Herr Krüger, der ist Polizist, und holte Lara zum Gespräch Paul hatte im Supermarkt Schokolade geklaut, und Lara war dabei gewesen.

Natürlich hat sich Nadjas Mann Peter dann noch aufgeregt: Jetzt macht doch nicht so ein Theater!

Nach der Geschichte hab ich meinen Mann Chris gebeten, endlich mal Klartext mit Nadja zu reden. Er hats dann auch gemacht und später hieß es von allen Seiten Wir geben uns Mühe, die Neffen versprachen artig zu sein aber hat sich nicht wirklich was geändert.

Ich hab dann mit Lara ernst geredet: Sie soll sich nicht provozieren lassen. Sie hat auch versucht, Abstand zu halten, aber Paul und Mia ließen nicht locker. Die sind dann einmal in unseren Garten, haben einfach Zweige vom Kirschbaum abgebrochen die wollten ein kleines Feuerchen für ihr Picknick machen, weil sie kein Holz gefunden haben. Echt, da ist mir fast der Kragen geplatzt. Danach habe ich endgültig gesagt: Schluss, ich will nicht mehr, dass Lara mit denen Zeit verbringt.

Natürlich gabs wieder Stress mit Gerda: Du lässt deine eigene Tochter nicht mal mehr zu ihren Cousins? Ihr seid doch Familie! Ich: Nee, solche Freunde braucht meine Tochter echt nicht.

Und Nadja auch: Dann muss deine Lara halt lernen, sich durchzusetzen und nicht einfach immer mitzulaufen, dann gibt’s auch keine Probleme!

Ich hab dazu einfach nichts mehr gesagt. Mir ist es nicht peinlich, wie ich Lara erziehe. Eher sollte Nadja mal drüber nachdenken. Lara hat genug tolle Freunde, sie hängt nicht bei jedem an Rockzipfel und kommt gut zurecht. Ich glaube wirklich, dass ich das Richtige für sie entschieden habe.

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Homy
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