Mein einziger Sohn, Lukas, hat vor Kurzem geheiratet. Ich war nicht bei seiner Hochzeit. Nicht, weil
Der Mann kehrte eines Abends heim und noch ehe er die Schuhe auszog oder den Mantel ablegte, erklärte
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Wir bezahlen meine Mutter dafür, dass sie sich um unser Enkelkind kümmert – und unsere Schwiegermutter nimmt es uns übel, dass wir uns diese Unterstützung leisten können
Seit sechs Monaten zahlen mein Mann und ich meiner Mutter ein Gehalt für die tägliche Betreuung unseres Sohnes. Für uns ist alles wunderbar organisiert, doch meine Schwiegermutter versteht es nicht – sie kann nicht nachvollziehen, wie man von den eigenen Kindern Geld annehmen kann, um auf das Enkelkind aufzupassen!
Ich finde jedoch, jede Arbeit sollte fair entlohnt werden – besonders, wenn meine Mutter so viel für uns leistet.
Vor etwa einem Jahr standen wir vor einer schwierigen Situation: Mein Mann verlor seinen Arbeitsplatz, der unsere Familie bisher finanziell getragen hatte. Gemeinsam mit der Familie beschlossen wir schweren Herzens, dass ich in Elternzeit gehe, da unser Sohn erst eineinhalb Jahre alt war.
Weder mir noch meinem Mann passte diese Entscheidung, aber mit Hypothek und kleinem Kind mussten wir berufstätig bleiben. Trotz meines Jobs reichte das Geld kaum und mein Mann konnte wegen unseres Kindes nicht einmal zu Bewerbungsgesprächen gehen. Jeden Monat wurde das Geld knapper.
Wir baten also unsere Eltern um Hilfe, ob sie für ein paar Monate die Betreuung übernehmen könnten, solange, bis mein Mann wieder Arbeit findet und wir uns eine Tagesmutter leisten können. Doch alle hatten Mitleid, konnten aber nicht helfen, da meine Eltern noch berufstätig waren. Wir kamen kaum über die Runden, bis meine Mutter schließlich anbot, früher in Rente zu gehen, wenn wir ihre Stromkosten übernehmen. Das Angebot nahmen wir gern an.
Von da an kümmerte sich meine Mutter jeden Tag liebevoll um unseren Sohn, übernahm Hausarbeit und ließ mich in Ruhe arbeiten, während mein Mann Bewerbungen schrieb. Dank ihrer Unterstützung fand er schnell wieder einen neuen Job, und auch ich konnte mich im Büro beweisen und wurde befördert. Meine Mutter wollte kein Geld annehmen, aber wir haben sie überzeugt, dass ihre Hilfe für unser Familienleben unbezahlbar ist – und dass es ein verdienter Lohn ist, kein Almosen.
Seitdem ist bei uns zuhause alles im grünen Bereich: Das Kind glücklich und gepflegt, das Haus aufgeräumt, alle zufrieden – bis auf meine Schwiegermutter. Seit meine Mutter ihr beiläufig beim Gespräch über einen Urlaub erwähnte, dass sie jetzt Geld für ihre Enkelbetreuung spart, herrscht bei der Schwiegermutter Empörung. Sie meint, in der Familie sollte Hilfe selbstverständlich und unbezahlt sein. Mein Mann hat ihr jedoch klargemacht, dass wir dank der Unterstützung meiner Mutter unseren Alltag stemmen und sie ohnehin nie Zeit hatte, uns ähnlich zu helfen.
Trotzdem beklagt sich meine Schwiegermutter immer wieder, dass meine Mutter „für die Familie abkassiert“. Ich denke, sie ist einfach neidisch, dass bei uns alles nun so harmonisch läuft. 28. März Seit einem halben Jahr bezahlen meine Frau und ich meine Mutter für die Betreuung unseres Sohnes Jonas.
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