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033
Am Silvesterabend gingen meine Mutter und ich ins “Kinderparadies” – und dort verliebte ich mich Hals über Kopf in ein rotes Strickkleid mit leuchtend blauen Bündchen, das ich unbedingt anprobieren musste… Wir wollten eigentlich nur schnell ein paar Kleinigkeiten besorgen, vielleicht eine Girlande oder Lametta, doch ich bat meine Mutter so lange, bis ich das Kleid anziehen durfte – es passte wie angegossen, als wäre es eigens für mich gemacht. In meinen Gedanken malte ich mir sofort aus, wie ich auf der Klassenfeier damit einem Jungen gefiel, den ich sehr mochte. Fast kamen mir die Tränen, weil ich das Kleid nicht mehr ausziehen wollte, und meine Mutter versprach: „Wenn ich mein Gehalt bekomme, kaufen wir es.“ Überglücklich fuhren wir heim, schmückten die Wohnung und den Baum – im Kühlschrank nur ein Rest Butter und Eis. Wir warteten sehnsüchtig auf das Gehalt, doch am 31. Dezember kam meine Mutter mit Tränen heim: Das Geld war ausgeblieben, kein festliches Essen. Aber traurig war ich trotzdem nicht – mit Mama, Kartoffeln und Möhren am Fernseher, mitten in den wenigen Silvesterfilmen im DDR-Fernsehen, fühlte sich der Abend trotzdem besonders an. Kurz nach Mitternacht klopfte unsere grummelige Nachbarin, die uns Kinder sonst ständig zurechtwies, an die Tür, sah unseren kargen Tisch, verschwand wortlos – und kam kurze Zeit später mit Taschen voller Leckereien, Champagner, Salaten, Wurst, Huhn, Bonbons und Mandarinen zurück. Mama weinte vor Dankbarkeit, und Berta, wie wir die Nachbarin nannten, wischte ihr die Tränen ab und verschwand wieder. Später im Hausflur blieb Berta so streng wie eh und je, aber als sie Jahre später verstarb, begriff das ganze Haus, dass sie trotz aller Schroffheit eigentlich allen geholfen hatte – besonders an diesem unvergesslichen Silvesterabend.
Tagebucheintrag, Silvester 1985 Gestern war ich mit Mama im Spielzeugparadies am Alexanderplatz.
Homy
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018
Und ich habe meinen Mann nie geliebt: Eine lebenslange Ehe in Deutschland, erzählt von zwei Frauen auf einer Bank zwischen Gräbern – über Jahrzehnte, Kompromisse, BAU-Umzüge, schwarzen Tee, Berliner Krankenhäuser, verlorene und wiedergefundene Liebe, Familie und das späte Erkennen, was Glück wirklich bedeutet
Weißt du, ehrlich, ich habe meinen Mann nie geliebt. Ach, wirklich? Und wie lange wart ihr verheiratet?
Homy
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0916
Als plötzlich die Schwiegermutter durch die Wohnungstür stürmte: „Na, liebe Schwiegertochter, welche Geheimnisse hast du eigentlich vor deinem Mann?“ – Ein Familienstreit um eine vererbte Wohnung in München und den Umgang mit Geld, der die ganze Familie in Aufruhr versetzt
Die Glocke ertönte In die Wohnung stürmte ohne Gruß und nachdem sie ihren Sohn beiseite geschoben hatte
Homy
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014
Wir renovierten die Wohnung meiner Schwiegermutter – und kaum war alles fertig, setzte sie uns vor die Tür
Wir hatten die Wohnung meiner Schwiegermutter renoviert, und sie hat uns direkt danach höflich gebeten
Homy
Wir haben uns getroffen, doch wir haben einander nicht verstanden — „Kommst du nicht zu spät? Wann fährst du los, Daniel?! Daniel…“ — Alina rüttelte ihren Mann an der Schulter, während er so tat, als würde er noch schlafen, und mit der Hand abwinkte, als wolle er sagen, er wolle noch nicht aufstehen und werde trotzdem nicht zu spät kommen. Alina blickte auf ihr Handy — es war erst sieben Uhr morgens. „Und warum bin ich an einem Samstag so früh aufgewacht?! Ich habe nichts zu tun, seine Reisetasche habe ich gestern schon gepackt…“, sagte sich Alina innerlich und überlegte, wieder unter die warme Decke zu kriechen, doch plötzlich … Mehr entdecken Zeitung Lebensmittel Tagebuch Familienspiele Plötzlich überkam sie wieder dieses seltsame Gefühl der Unruhe, das sie in letzter Zeit immer öfter heimsuchte. Dabei gab es keinen Grund zur Sorge: Der Ehemann lag neben ihr, die Wohnung lag zentral, war geschmackvoll renoviert, Designer-Möbel, teure Elektrogeräte. Ihr Mann hatte ein Auto, Alina ein weiteres. Vor Kurzem hatten sie auch ein Haus am Stadtrand gekauft. Sie hatten alles – auf den ersten Blick. Viele träumen nicht einmal davon. Versuch mal, zur Miete zu wohnen, mit der Straßenbahn zur Arbeit zu fahren, abends die Hausaufgaben der Kinder, für alle das Abendessen zuzubereiten, Raten abzuzahlen, Geld für die Schule zu zahlen… Kaum schläfst du ein, klingelt schon wieder der Wecker, und alles beginnt von vorn. Ich hätte gern deine Probleme! Was ist das bloß wieder für eine düstere Vorahnung? Was soll das?! Genau dieses Gefühl! Alina hatte gelernt, es zu erkennen. Eine grundlose Unruhe, ein Stechen in der Brust, eine dunkle Vorahnung und das Gefühl, dass ihr etwas Wichtiges entgeht. Es kam ganz plötzlich und verschwand ebenso. Ließ sie eine Weile in Ruhe, dann kehrte es zurück. Auch an diesem Morgen überfiel Alina dieses unangenehme Gefühl wieder ohne Vorwarnung mitten ins Herz. Sie stand auf, warf noch einen Blick auf den schlafenden Mann und ging in die Küche. Daniel war schon wieder auf Geschäftsreise – wie sehr das Alina in letzter Zeit quälte! Vor anderthalb Jahren war ein neuer Chef gekommen, das Gehalt war deutlich gestiegen, die Firma, in der Daniel arbeitete, war groß und vielversprechend. Er war einer der besten Mitarbeiter, Abteilungsleiter. Aber der Job verschlang einfach zu viel Zeit! Nun schickten sie ihn sogar an den Wochenenden auf Dienstreise. Alina machte Frühstück und ging zurück ins Schlafzimmer, um ihren Mann zu wecken. — „Daniel, los, stehst du jetzt endlich auf oder nicht?! Beeil dich, sonst kommst du zu spät zur Dienstreise. Ihr wolltet doch am Nachmittag losfahren?“ — „Ja. Nach…“, antwortete Daniel noch halb im Schlaf und stand schließlich auf. — „Komm, Frühstück ist fertig.“ — „Ja, ja“, nuschelte Daniel und folgte ihr in die Küche. Beim Frühstück versank ihr Mann sofort in sein Handy. Alina hatte bemerkt, wie wenig sie und ihr Mann in letzter Zeit noch miteinander redeten, wie fremd sie sich geworden waren. Nein, sie stritten nicht. Alles war in Ordnung — ab und zu brachte er ihr Blumen mit, manchmal schaffte sie es, ihn zu einem Restaurantbesuch zu überreden, und Daniel stimmte dann zu. Sie konnten im Park spazieren gehen, Freunde besuchen oder ins Kino… aber es war nicht mehr wie früher. Mehr entdecken Lebensmittel Tagebuch Familienspiele Zeitung — „Daniel, nimm mich doch mit auf deine Dienstreise?“, fragte Alina plötzlich. — „Mhm“, antwortete Daniel, ohne vom Bildschirm hochzusehen. — „Los, ehrlich, was spricht denn dagegen? Ihr wohnt doch eh im Hotel, tagsüber bist du bei den Kollegen, abends bei mir.“ — „Wie bitte? Nein! Was ‚bei mir‘?!“ — Daniel zuckte zusammen, als er verstand, was sie vorschlug. — „Warum denn nicht, Daniel? Was ist daran so schlimm? Du fährst doch mit dem Auto, oder?“ — „Ja, schon mit dem Auto. Aber was willst du da? Es ist Wochenende, ruh dich zu Hause aus. Ich bin Montag oder Dienstag zurück.“ — „Wieso? Ich war noch nie in dieser Stadt. Ich würde spazieren, shoppen… vielleicht ins Museum…“ — „Ach bitte! Das ist ein Kaff, da gibt’s nichts. Wir haben hier genug Geschäfte, an jeder Ecke!“ — „Daniel, mir ist langweilig hier! Ich störe dich doch nicht…“, jammerte Alina. — „Alina, nein! Wenn du Urlaub machen willst, buch dir einen Flug!“, antwortete Daniel gereizt. — „Allein? Ich will mit dir! Wir sind ein Ehepaar, falls du das vergessen hast!“ — „Alina, fang jetzt nicht schon wieder damit an! Ich hab dir doch schon hundert Mal gesagt, dass auf der Arbeit gerade Land unter ist! Mein Chef ist ein Tyrann! Was soll ich machen, dass er mich am Wochenende schickt?!“ — „Komisch, dass IMMER nur du losgeschickt wirst! Letzte Woche hab ich Roman aus deiner Abteilung mit Frau und Kindern im Center gesehen. Aber du hattest ‚natürlich‘ dienstlich zu tun!“, konnte Alina sich den Seitenhieb nicht verkneifen, obwohl sie keinen Streit wollte. — „Jetzt fangen wir noch an, Buch zu führen, wer wo war! Danke für das Frühstück!“ — Daniel stand auf und ging ins Bad. Alina räumte auf, während Daniel fernsah. Dann machte sie ihm für unterwegs noch ein paar Sandwiches und füllte Tee in eine Thermoskanne. — „Alina, wo ist meine Tasche?“ — rief Daniel aus dem Flur. — „Auf der Kommode“, antwortete Alina ruhig. — „Gut, dann fahr ich jetzt. Mach dir keinen Kopf, dort gibt‘s eh nichts zu tun.“ — „Ist schon in Ordnung, bin nicht sauer. Bis dann.“ Daniel fuhr los, Alina blieb zurück. Es war Samstag, sie könnte eine Freundin anrufen, abends schön essen gehen, quatschen. Mehr entdecken Lebensmittel Tagebuch Familienspiele Zeitung Aber wen sollte sie anrufen? Julia hatte Mann und zwei Kinder — die ging nirgendwohin! Maria hatte sich ein Haus auf dem Land gekauft, wohnte jetzt dort – auch sie würde nicht extra in die Stadt kommen. Catrin war nach Berlin gezogen, seitdem hatte sie sich kaum noch gemeldet! Jede hatte ihre Probleme, Sorgen, Kinder… Alina war fast achtunddreißig, und sie und Daniel hatten keine Kinder. Wegen eines Fehlers in der Jugend — einer schlecht verlaufenen Abtreibung. Damals hatten sie gerade erst zusammengewohnt, zur Miete. Frisch im Job, wenig Geld. Jahre später feierten Alina und Leonhard ihren Hochzeitstag, und die inzwischen jugendliche Katharina, Leonhards Tochter, erhob das Glas auf ihre Stiefmutter und sagte mit Tränen in den Augen: „Danke, Mama, dass du in unser Leben gekommen bist und uns wieder zu einer richtigen Familie gemacht hast.“
Wir sind uns begegnet, aber nicht wirklich verstanden Wirst du nicht zu spät kommen? Wann fährst du los, Klaus?
Homy
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06
Die Schwägerin versprach, im Garten zu helfen – brachte aber stattdessen Sonnenliegen und ihre Freundinnen mit – „Ach, wir sind doch im Nu fertig, Leni, mach dir keine Sorgen!“, schallte Marinas Stimme mit so ansteckender Begeisterung aus dem Hörer, dass Elena sogar kurz innehalten musste, das Kraut zu schneiden. – „Wir kommen in einer starken Truppe: Ich, die Sveti, vielleicht schnapp ich noch die Tanja auf dem Weg mit. Packen wir alle mit an, ist die Kartoffel in ein paar Stunden okkupiert und die Beeren sind schnell gesammelt. Du musst nur schon mal den Grill anfeuern – wir bringen die Arbeitskraft, ihr die Bewirtung!“ Elena seufzte, wischte sich die nassen Hände an der Schürze ab und blickte aus dem Fenster hinaus über die Kartoffelbeete und die schweren Büsche voller schwarzer Johannisbeeren. Allein war die Arbeit kaum machbar, zumal ihr Rücken nach dem letzten Wochenende noch immer schmerzte. – „Marina, bist du dir wirklich sicher?“, fragte Elena misstrauisch. – „Es gibt so viel zu tun, es ist richtig heiß, das ist kein bisschen ‚mal so eben’.“ – „Jetzt beleidige uns mal nicht, wir sind ja keine Prinzessinnen! Ich weiß schon: Der Bruder hat sich den Rücken verhoben, dir bleibt alles alleine. Wir helfen aus voller Überzeugung, du kannst dich freuen. Also, rechne gegen zwölf mit uns – Dresscode: Garten-Party-tauglich!“ Mit einem Klicken war das Telefonat beendet. Elena schaute zu ihrem Mann Viktor, der mit schmerzverzerrtem Gesicht am Küchentisch sein Butterbrot bestrich. – „Und, kommen sie?“, fragte Viktor. – „Sie kommen. Marina bringt gleich die ganze Brigade“, entgegnete Elena und schnitt weiter Kraut. – „Marina und Arbeit – das kommt selten in einer Raumzeit zusammen. Erwart dir mal nicht zu viel“, schmunzelte Viktor. – „Ach, vielleicht hat sie ja tatsächlich ein schlechtes Gewissen. Ich hab auf jeden Fall gesagt, dass es das Grillfleisch erst nach getaner Arbeit gibt – das motiviert.“ In der Hoffnung auf helfende Hände startete Elena emsig durch. Sie kochte einen riesigen Topf neue Kartoffeln, bereitete eine Schüssel Okroschka vor – das perfekte Sommeressen – und marinierte fünf Kilo Schweinehals für Schaschlik. Mittags war alles vorbereitet, aber von Marina und den Freundinnen keine Spur. Zeit verstrich, das Essen kühlte ab, Viktor schwieg. Erst am frühen Nachmittag rollte der silberne SUV an: Aus den Fenstern pumpte poppige Musik, und heraus stieg zuerst Marina – in riesigen Sonnenbrillen, Strohhut und einem luftigen Sommerkleid, das an den Strand, nicht aufs Land passte. Ihre Freundinnen Sveti und Tanja folgten – beide ähnlich aufgebrezelt in schrillen Badelooks, mit massig Schmuck und Flip-Flops. – „Hallo, liebe Landwirte!“, jauchzte Marina, breit ausgebreiteten Arme. – „Boah, was für eine Hitze! Wir sterben vor Durst – gibt’s Kwas oder Limo?“ Statt Gummistiefel zogen sie Liegestühle, eine Kühltasche, einen aufblasbaren Flamingo und eine Musikbox aus dem Kofferraum. – „Äh… und das alles… wofür?“, fragte Elena erstaunt. – „Zum Sonnen, was denn sonst? Du hast doch gesagt, Wetter passt! Also, arbeiten und genießen – beides geht!“, gluckste Tanja. Viktor versuchte höflich, die Damen an die eigentliche Absicht zu erinnern – Gartenarbeit. Die Reaktion: „Wir chillen jetzt erstmal, trinken was, dann – später – legen wir los!“ Während sie sich auf dem Rasen gemütlich machten und lachte, deckte Elena widerwillig den Tisch. Schampus, Okroschka, lauter Lachen – aber keine Bewegung zur Arbeit. Ihr Geduldsfaden wurde dünner. Als Elena endlich auf Mithilfe bestand, wurde abgewiegelt: Zu heiß, zu voller Magen, der Crem muss erst einziehen, morgen geht’s ganz bestimmt los. Wut brodelte in Elena – sie schuftete schließlich alleine stundenlang im Beet, während von der Terrasse Gelächter und Musik gellten. Am Abend verlangten die Freundinnen endlich das Grillfleisch, bestanden auf ihre „Belohnung“, trotz Null-Einsatz auf dem Feld. Da riss Elena endgültig der Geduldsfaden. – „Fleisch gibt’s für die, die mitgeholfen haben. Ihr habt mein Haus als Ferienclub genutzt – jetzt ist Schluss damit!“, stellte Elena klar. Sicherheitsmaßnahmen, entschiedene Worte, Tränen und Gezeter – doch am Ende packte Marina samt Gefolge kleinlaut die Sachen ins Taxi. Als sie verschwunden waren, kehrte Ruhe ein. Viktor und Elena feierten ein herrliches Abendessen zu zweit – in Stille, mit Selbstgemachtem und dem beruhigenden Bewusstsein: Wahre Gemeinschaft gibt’s nur, wenn jeder seinen Teil beiträgt. Die Moral? „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ – so hieß fortan augenzwinkernd das neue Datscha-Gesetz. Hat dir die Geschichte gefallen? Dann abonniere den Kanal und lass ein Like da – so verpasst du keine neuen Alltagsgeschichten. Schreib uns in die Kommentare: Was würdest du an Elenas Stelle tun?
Es war damals, als die Sommer unsere Jahre auszudehnen schienen und die Felder rund um unser kleines
Homy
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015
Erwachsene Kinder fordern die Aufteilung unserer großzügigen Dreizimmerwohnung – doch mein Mann und ich fanden eine ganz eigene Lösung für unser Zuhause
Erwachsene Kinder verlangten, dass wir unsere Dreizimmerwohnung aufteilen, doch meine Frau und ich fanden
Homy
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040
„Gefällt es euch nicht, dass ich meine eigene Familie will? Ich bin vor euch geflohen, habe angefangen, mein eigenes Leben aufzubauen – und kaum komme ich zur Ruhe, seid ihr da und macht wieder alles wie früher!“ „Zina, mach dir keine Sorgen! Ich weiß, dass es als Städterin auf dem Dorf nicht einfach sein wird, aber ich helfe dir!“, versuchte Dimitri seine Freundin zu beruhigen. „Ich schaffe das, du musst nur an meiner Seite sein!“ Zina war hin- und hergerissen. Warum habe ich mich bloß in einen Dorfjungen verliebt? Und dann auch noch so sehr, dass mir die Knie weich werden! Sie ist mittlerweile 28 und hat eine erfolgreiche Karriere, während der 30-jährige Dimitri viele Verwandte und ein eigenes Haus auf dem Land hat, keine 30 Kilometer von München entfernt. Kennengelernt hatten sich die beiden im Freizeitpark im Englischen Garten – Dimitri war zufällig dort gelandet, während seine Mutter in der Kaufingerstraße shoppen war, Zinas Freundinnen hatten sie mitgeschleppt. Sie tauschten Nummern aus, fingen an zu schreiben. Dimitri versuchte immer, Zina zu überraschen, besuchte sie in der Stadt, war aufmerksam und zuvorkommend – und Zina taute auf. Außerdem war er – im Gegensatz zu anderen Männern – ehrlich, offenherzig und gutmütig! Wenig später machte Dimitri ihr auf bayerisch schlicht, aber herzlich einen Antrag – und Zina sagte Ja. „Na dann, mein Kind, probier’s! Dimitri ist fleißig und nett – wenn’s nicht läuft, komm einfach zurück nach München“, meinte Zinas Mutter. Zina hatte nichts zu verlieren. Dank Homeoffice konnte sie ihren Job von überall machen und mit 28 musste sie nicht mehr alles richtig machen. Außerdem, sagt man, ist auf dem Land ja die Luft viel besser! Aber … „In welcher Rolle soll ich eigentlich aufs Land fahren?“, fragte sie Dimitri. „Als meine Verlobte. In einem Jahr heiraten wir, dann fahren wir schön in die Flitterwochen. Bis dahin hab ich sicher genug gespart, damit wir uns keine Sorgen ums Geld machen müssen“, sagte Dimitri verlegen. „Ich weiß ja, dass du anderes gewöhnt bist.“ Es klang alles gut, aber irgendwas ließ Zina nicht los. Was, das wusste sie selbst nicht – also dachte sie: Augen zu und durch! So nahm Zina eine Woche Urlaub, packte ihren kleinen Koffer, schloss ihre geliebte Zwei-Zimmer-Wohnung in Schwabing ab, für die sie lange gespart hatte, stieg ins Auto und fuhr ins Dorf, wo Dimitri schon auf sie wartete. Der erste Abend gefiel ihr. Es war Sommer; gemeinsam arbeiteten sie im Gemüsegarten, kochten zusammen und waren ein gutes Team. „Schatz, meine Eltern kommen zu Besuch!“, rief Dimitri am Freitagabend, als er früher von der Arbeit heimkam als sonst. „Warum das?“, fragte Zina irritiert. „Sie wollen uns kennenlernen – und mithelfen. Außerdem kommt mein Bruder Vlad mit Frau.“, sagte er aufgeregt. „Wie lange bleiben sie?“, fragte Zina erschrocken. „Hoffentlich nicht zu lange! Keine Sorge, wir schaffen das, zusammen“, beruhigte Dimitri sie. Doch Zinas Nervosität wuchs. „Kind, das ist eine Prüfung. Schaffst du es, bleibst du – wenn’s nicht geht, komm zurück. Hauptsache, du hast immer eine Tür offen!“, meinte Zinas Mutter am Telefon. „Mach’s, wie es dir passt – die werden sich schon dran gewöhnen. Oder eben nicht. Das ist dann Dimitris Problem.“ Was soll’s, dachte Zina – ich bin ja nicht mal seine Frau! Gerade deckte sie den Tisch, da fuhr draußen das Auto vor. „Sie sind da!“, rief Dimitri. Sie begrüßten die Gäste. „Na, Grüß Gott, Schwiegertochter!“, sagte eine große, korpulente Frau im bunten Kleid, mit kurzem dunklem Haar und schwarzen Wimpern, lächelte schief und drückte erst mal ihren Sohn. Ihr Mann, ebenfalls stattlich und gemütlich, begrüßte Dimitri und nickte Zina zu. Vlad, Dimitris Bruder, war noch jung, ein Spaßvogel, aber Vlads Frau, eine junge, bayerisch-blonde Schönheit, schaute Zina mit einer Mischung aus Skepsis und Neid an, wandte sich dann aber an ihren Mann: „Was glotzt du? Pack mit an!“, rief sie und ging zum Auto. Zina bat alle zu Tisch – vielleicht entspannte sich ja die Stimmung bei gutem Essen, schließlich konnte sie kochen! „Na, das ist ja mal ein Empfang!“, lobte Schwiegermutter Maria. Vater Peter fand alles lecker. „Und was ist das? Hähnchen? Wer bereitet denn das so zu? Sowas isst man doch nicht!“, nörgelte Vlads Frau Elena und stocherte lustlos im Teller. „Das ist sehr lecker!“, empörte sich Vlad. „Dir geht’s nur ums Essen. Egal, was!“, fauchte Elena zurück. Dimitri warf Zina einen entschuldigenden Blick zu. „Elena, benimm dich mal! Und, hör auf so zu sticheln! Zina hat sich Mühe gegeben“, mischte sich Dimitri ein. „Und wer tauft das Kind bloß Zina? Wie unsere Kuh – die hieß auch so!“, stichelte Elena. Zina kicherte. „Was gibt’s?“, fragte Dimitri leise. „Meine Freundin hat ne Meerschweinchendame namens Elena“, flüsterte Zina zurück, aber alle hörten es. Maria war wenig begeistert, die Männer hatten Mühe, ihr Lachen zu unterdrücken, während Elena regelrecht zu kochen schien. „Wer bist du eigentlich? Wieso erlaubst du dir sowas?“, keifte sie Zina an. „Weil du’s auch kannst. Ich dachte, so sprichst du immer mit Leuten.“, zuckte Zina nur die Schultern. Vlad schaute amüsiert zu. „Ich bin Vlads Ehefrau – also rechtmäßig! Und du? Nur Mitbewohnerin!“, fauchte Elena und stand auf. „Dafür bin ich wenigstens höflich, wenn ich irgendwo zu Besuch bin“, konterte Zina. „Aber ich bin nicht deinetwegen da!“, grinste Elena überheblich. „Ich hab dich aber nicht eingeladen“, ließ Dimitri nicht locker. „Und, wie lange wollt ihr eigentlich bleiben?“ Stille. „Wir zeigen deinem Stadtpüppchen mal das Landleben. Dann sehen wir weiter!“, sagte Maria. „Mama, lass gut sein. Wir haben das auch alleine hinbekommen.“, entgegnete Dimitri. „Na klar, hast dir die faule Stadt-Mieze ins Haus geholt. Bin gespannt, wie lange das gut geht!“, stichelte Elena. „Eine faule haben wir hier im Haus – aber das ist sicher nicht Zina“, hielt Dimitri dagegen. „So, und jetzt: Danke fürs Essen, wir räumen ab. Ihr könnt schon mal entspannen.“ Hand in Hand räumten sie unter den spitzen Blicken der Familie ab. Zina dachte: Es ist wichtig, wenn jemand hinter dir steht – einen guten Rückhalt zu haben. Sie würde sich nicht unterkriegen lassen. Und zur Not hatte sie ja immer noch ihr Zuhause in München. Am Samstagmorgen war die Idylle vorbei. „Wieso schläft ihr noch? Hier wird nicht bis mittags geschlafen! Und Frühstück sollte auch schon fertig sein!“, bellte Schwiegermutter Maria und stürmte ins Schlafzimmer. Zina schaute verzweifelt auf ihr Handy: acht Uhr! „Maria, im Kühlschrank findest du alles fürs Frühstück. Ich zieh mich schnell an, ja?“, meinte Zina und zog die Decke höher. „Na sowas – Diva ist auch noch! Wer was im Kühlschrank ist, muss auch gemacht werden. Aufstehen!“, schimpfte Maria, verließ verärgert das Zimmer und warf die Tür laut zu. Zina zog sich an, machte sich frisch. „Na, du bist ja schon wach?“, begrüßte sie Dimitri an der Pfanne. „Wenn ich sie nicht geweckt hätte, würde sie noch pennen!“, kicherte Maria. Zina biss sich auf die Zunge. „Mama, warum gehst du überhaupt ins Schlafzimmer? Ich hatte dich doch gebeten …“, wunderte sich Dimitri. „Faulheit und Unfähigkeit scheint ja bei uns öfter vorzukommen“, lästerte Elena. „Niemand hat dich gefragt!“, giftete Zina. „Tja, so ist das Landleben: Früh aufstehen. Und wenn ihr schon ne Kuh habt – um sechs muss gemolken werden!“, lästerte Elena. „Eine Kuh werden wir nicht anschaffen“, meinte Dimitri ruhig. „Wie jetzt? Milch, Sahne … Ach so! Zina kann ja gar nicht melken! Muss früh aufstehen – das kann sie sicher nicht“, lachte Elena. „Du auch nicht, und trotzdem überlebst du irgendwie“, grinste Dimitri. „Seit Zina da ist, bist du mürrisch!“, polterte Maria. „Ich fahr wieder nach Hause. Wenn der Zirkus hier durch ist, ruf an.“, platzte es aus Zina heraus. „Was? Seitdem du hier bist, hat mein Sohn keine Zeit mehr für uns! Ruinierst die Familie!“, fauchte Maria. „Genug!“, donnerte Dimitri. „Gefällt euch nicht, dass ich meine eigene Familie will? Ich bin vor euch geflohen, hab mein Leben aufgebaut – und kaum klappt’s mal, seid ihr da und macht wieder alles wie früher!“ „Aber Sohn, du hast doch total den Kopf verloren! Gibst alles für die da aus! Sie will doch nur dein Geld!“, jammerte Maria. „Sie sitzt dir auf dem Nacken – wir wollen dich nur retten!“ „Mama, Zina verdient selbst ihr Geld – und ich spare fürs Hochzeitsfest. Wollt ihr wirklich Glück? Dann fahrt jetzt heim! Und kommt nur noch mit Einladung – besonders du, Elena!“ Die Familie war schockiert. „Na, dann entscheid dich: Ich oder diese …!“, forderte Maria. „Elena habt ihr doch auch akzeptiert …“, seufzte Dimitri. „Vergleich mich nicht!“, keifte Elena. Vater Peter und Bruder Vlad verfolgten das Schauspiel neugierig. „Und?“, drängte Maria. „Ich entscheide mich fürs Glück!“, erwiderte Dimitri. Maria ging wutentbrannt, Elena folgte ihr. Die Koffer ließ sie ihrem Mann zurück. „Wenn was ist, sind wir auf deiner Seite!“, grinste Vater Peter. „Um Mama kümmern wir uns!“ Vlad umarmte Dimitri. „Pass auf dein Glück auf. Wir müssen was ändern in der Familie!“ Mit diesen Worten fuhr die Familie nach Hause – und Zina merkte: Dimitri meint es ernst. Zusammen packten sie wieder alles an. Zina unterstützte ihren Mann. Und auch Vlad sorgte für gute Stimmung: „Mama, Elena! Wir haben euch eine Kuh gekauft!“, grinste er. „Wie bitte?“, runzelte Maria die Stirn. „Elena melkt jetzt morgens um sechs – gehört zum Landleben!“, meinte Vlad grinsend. „Vlad, das ist nicht lustig!“, fauchte Elena. „Ihr wolltet doch Zina immer das Landleben beibringen – jetzt dürft ihr ran!“, feixte Vater Peter. „Und Frühstück gibt’s ab jetzt immer um sieben! Keine Semmeln, was Warmes! Bauern stehen früh auf!“ Und so begann das “Landleben-Training” für die Schwiegermutter und die Schwägerin! Was sie Zina gesagt hatten, fiel ihnen nun selbst auf die Füße. Und als es um den eigenen Unterhalt ging, mussten sie erkennen: Mit Zinas Können konnten sie nicht mithalten – dafür fehlte die Ausbildung und die Zeit. Maria vertrug sich wieder mit Dimitri, aber zu Besuch kam sie nur vorsichtig – wer weiß, was Zina noch alles kann? Und Dimitri machte Zina schließlich einen romantischen Antrag. Die Hochzeit wurde ein rauschendes Fest! Und Maria und Elena haben Zina zwar nie geliebt – aber schweigen lieber, denn sie wissen: Es ist gefährlich, sich mit Zina anzulegen. Zina ist glücklich! Die beiden meistern weiterhin alles gemeinsam und für Gäste sind sie jetzt bestens gewappnet!
Gefällt es euch etwa nicht, dass ich eine eigene Familie haben will? Ich bin vor euch geflohen, habe
Homy
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08
Als meine Freundin spontan bei mir übernachtete und plötzlich begann, in meiner Wohnung ihre eigenen Regeln aufzustellen – Eine Geschichte über Gastfreundschaft, Grenzen und das Recht auf die eigenen vier Wände
Eine Freundin bat mich, bei mir zu übernachten, und fing sofort an, in meiner Wohnung ihre eigenen Regeln
Homy
Saskia hat für alle entschieden – Das Telefon klingelte pünktlich um sieben Uhr morgens, als Anne gerade aufstand und in die Küche ging, um den Wasserkocher anzustellen. Sie sah aufs Display und runzelte die Stirn – es war ihre jüngere Schwester, Miriam. „Hallo, Miriam, was ist passiert? Du weißt doch, ich bin gerade erst aufgestanden.“ „Anne, komm sofort zu Mama!“, Miriams Stimme klang aufgeregt. „Ich habe die Entscheidung getroffen, die ganzen Unterlagen erledigt. Wir verkaufen Mamas Wohnung und bringen sie in ein gutes Seniorenheim.“ Anne ließ vor Schreck fast das Telefon fallen. „Was hast du gesagt? Welches Heim? Wovon redest du?“ „Tu nicht so, als würdest du es nicht verstehen! Mama verliert immer mehr den Überblick. Gestern hat sie vergessen, den Herd auszumachen, vorgestern hat die Nachbarin sie im Treppenhaus gefunden – sie wusste nicht mehr, in welchem Stock sie wohnt. Es geht so einfach nicht weiter!“ „Miriam, stopp mal. Lass uns in Ruhe reden. Welche Unterlagen hast du gemacht?“ „Die Vollmacht für den Wohnungsverkauf. Mama hat alleine unterschrieben. Ich habe es ihr für ihr Wohl erklärt.“ Anne spürte, wie alles in ihr kochte. „Bist du verrückt geworden? Wie konntest du so etwas machen, ohne mit mir zu reden? Mama hat zwei Töchter, falls du das vergessen hast!“ „Und wo warst du die ganze Zeit?“, entgegnete Miriam scharf. „Du kommst einmal die Woche für eine Stunde und meinst, das reicht als Tochterpflicht? Ich komme jeden Tag nach der Arbeit, kaufe ihr ein, achte auf die Medikamente!“ „Ich arbeite von morgens bis abends, das weißt du genau! Und ich wohne nicht gleich um die Ecke wie du!“ „Eben! Deshalb treffe ich die Entscheidungen für Mama. Wenn du willst, komm dich von der Wohnung verabschieden. Morgen kommt der Makler zur Begehung.“ Miriam legte auf. Anne blieb in der Küche stehen, das Telefon in der Hand, fassungslos. Ihre kleine Schwester, die sie bis vor Kurzem noch für verwöhnt hielt, hatte ganz alleine das Schicksal ihrer 75-jährigen Mutter entschieden. Anne zog sich schnell an und fuhr zu ihrer Mutter. Auf dem Weg erinnerte sie sich, wie sie nach dem Tod des Vaters als Älteste alle Verantwortung übernommen hatte. Sie hatte mit Geld geholfen, das Haus organisiert, die Arztbesuche übernommen. Miriam war damals noch Studentin, lebte ein unbeschwertes Leben. Die Wohnung der Mutter lag im vierten Stock eines alten fünfstöckigen Hauses. Anne stieg die bekannten Stufen hoch und klingelte. Ihre Mutter, Veronika Schulze, eine kleine, zierliche Frau mit braunen Augen und eindringlichem Blick, öffnete die Tür. „Anne, mein Schatz!“, freute sie sich. „Was für ein früher Besuch. Ist was passiert?“ „Mama, wir müssen reden. Ernsthaft.“ Sie gingen in die Küche. Die Mutter stellte den Wasserkocher an und holte Kekse hervor. „Mama, erzähl mir von gestern. Was hast du gemacht?“ Veronika überlegte. „Ich bin aufgestanden, habe gefrühstückt. Dann… kam Miriam. Wir haben irgendwas besprochen. Sie hatte Papiere dabei.“ „Welche Papiere, Mama?“ „Weiß nicht mehr genau. Sie sagte, es sei wichtig für mein Wohl. Dass ich unterschreiben soll.“ „Und du hast unterschrieben?“ „Ja, sicher. Miriam kennt sich mit sowas besser aus. Sie ist doch Wirtschaftlerin.“ Anne ballte die Fäuste. Mama wurde vergesslicher, aber das bedeutete nicht, dass sie ihr Recht, über ihre Zukunft zu entscheiden, verloren hatte. „Mama, erinnerst du dich noch, was Miriam sonst gesagt hat?“ „Irgendwas von einem Seniorenheim. Sie meinte, es ginge mir dort besser, weil man sich um mich kümmert. Aber ich möchte nicht weg, Anne. Das hier ist mein Zuhause.“ Tränen glitzerten in Veronikas Augen. Anne nahm sie in den Arm. „Du gehst nirgendwohin, Mama. Das lass ich nicht zu.“ Da klingelte es. Miriam kam herein – energisch, mit kurzem Haar, im Business-Outfit. „Oh, du bist schon da“, sagte sie zu Anne. „Gut. Dann können wir jetzt erwachsen reden.“ „Erwachsen?“, Anne stand auf. „Nennst du es erwachsen, eine hilflose alte Frau zu überrumpeln?“ „Ich habe niemanden überrumpelt! Mama hat selbst unterschrieben.“ „Mama wusste gar nicht, was sie unterschreibt!“ „Und Mama ist übrigens auch hier!“, mischte sich Veronika ein. „Hört auf, in meiner Wohnung zu schreien!“ Die Schwestern schwiegen. Die Mutter erhob selten die Stimme, aber wenn doch, hörten alle zu. „Miriam, erklär mir bitte noch einmal, was ich da unterschrieben habe.“ Miriam setzte sich zu ihr, nahm ihre Hand. „Mama, ich habe eine Vollmacht gemacht, damit wir die Wohnung verkaufen können. Und ich habe ein schönes Heim gefunden, sauber, ruhig, mit Arzt, netter Köchin, eigenem Zimmer, und wir können dich jederzeit besuchen.“ „Ich will meine Wohnung aber nicht aufgeben“, flüsterte die Mutter. „Hier ist mein ganzes Leben. Hier hat euer Vater gelebt.“ „Mama, das ist gefährlich hier, du…“ Am Ende, nach vielen Diskussionen und dem Rat von Verwandten, fanden die Schwestern einen Kompromiss: Sie engagierten eine Betreuerin für den Tag und kümmerten sich abwechselnd abends selbst, sodass alle zufrieden waren und das Zuhause voller Erinnerungen blieb.
Ich habe immer geglaubt, dass wichtige Entscheidungen in der Familie gemeinsam getroffen werden sollten.
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