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06
Befreit — Im Ernst? Ich glaub dir kein Wort. So hätte deine Mutter doch niemals handeln können! — rief Sonja aus. — Doch, das konnte sie, — entgegnete Andreas düster. — Aber wir haben das doch so oft besprochen, alles gemeinsam geplant … — Wir! Das ist das Stichwort — «wir»! — sagte Andreas. — Sie aber, sie hatte offensichtlich ganz eigene Pläne … Andreas war Sonja gegenüber ziemlich verlegen. Aber was sollte er machen?! *** — Was für eine Idylle! Der Schrebergarten! Weißt du noch, Andi, wie dein Vater immer von einer Laube geträumt hat? — schwärmte Margarita Wassiljewna, Andreas’ Mutter und Sonjas Schwiegermutter. — Ach was frag ich, du warst ja damals noch ein kleiner Junge! Papa und ich haben jahrelang für diesen Garten gespart, das weiß ich noch genau … Margarita Wassiljewna saß beschattet unter dem weit ausladenden Apfelbaum auf ihrem geflochtenen Lieblingssessel. Andreas hatte ihn fürsorglich hinausgetragen und direkt vor die Gartenlaube gestellt, damit seine Mutter beim Plaudern alles im Blick hatte. Margarita Wassiljewna schwelgte in Erinnerungen und beobachtete zufrieden, wie ihre Schwiegertochter Sonja und Andreas Kartoffeln anhäufelten, während die fünf und sechs Jahre alten Enkel zwischen den Beeten Fangen spielten. Die Sonne war schon am Untergehen, doch es blieb viel zu tun. Aber kein Problem! Die Kinder würden mithelfen, dafür waren sie schließlich auch da. — Ach Kinder, danke euch! Was täte ich nur ohne euch? — seufzte Margarita Wassiljewna. — Gestern wollte ich eigentlich noch selbst mit der S-Bahn in den Garten fahren, sind ja auch nur etwa vierzig Minuten. Aber am Abend hat’s mir so schlimm den Rücken verrissen! Da blieb mir nichts übrig, als euch zu bitten. Die Arbeit türmt sich – Kartoffeln müssen gehäufelt, Karotten gejätet und ausgedünnt werden, und und und; aber ich bin nur noch Klotz am Bein. Weder bücken noch setzen kann ich mich, eine richtige Last … — Machen Sie sich keine Sorgen, Margarita Wassiljewna, — entgegnete Sonja höflich lächelnd. — Natürlich helfen wir Ihnen, wir sind doch eine Familie. Auch wenn ihr nicht wirklich nach Lächeln zumute war. Wieder einmal hatte Andreas’ Mutter all ihre Pläne über den Haufen geworfen! Eigentlich wollten sie dieses Wochenende mit den Kindern im Erlebnisbad entspannen. Die Jungs hatten sich schon so darauf gefreut, endlich einmal dorthin zu fahren. Aber Margarita Wassiljewna … Sie ging natürlich vor – wichtiger als jedes Erlebnisbad oder sonstige Pläne. Sie brauchte ja Hilfe. So sah das eben Andreas, der gute, wohlerzogene, hilfsbereite und einzige Sohn. Und Sonja ertrug es und wollte keinen Streit. — Erlebnisbad?! — wunderte sich Margarita Wassiljewna damals am Telefon. — Wozu das denn, nur Chlorluft! Gleich daneben ist doch die Havel! Da kann man auch baden! Wer geht denn bei so schönem Wetter ins Erlebnisbad? Unsinn. Baden wurde es nicht. Keine Zeit. Und der Fluss war eben doch nicht das Erlebnisbad – das Wasser war eher schmutzig. — Was soll man dort denn machen? — sagte Margarita Wassiljewna und drückte Andreas und Sonja, kaum aus dem Auto gestiegen, reichlich angerostete Spaten und Hacken in die Hand. — Mücken füttern? Die Einheimischen springen schon alle noch in die Havel, aber es wird von Jahr zu Jahr dreckiger dort. Die Enten schwimmen direkt bei den Badenden vorbei, und im Fernsehen hieß es heute noch: Bloß nicht bei Enten baden, sonst bekommt man irgendwelche Ausschläge! In Berliner Teichen, na gut, da sind Enten vielleicht harmlos, aber im Fluss? Nein danke. Sonja schwieg, biss die Zähne zusammen und erwiderte nichts auf die Tirade ihrer Schwiegermutter. Die Kinder hatten sich aufs Baden gefreut, und auch ihr war danach gewesen. Aber wann hätten sie das machen sollen? Im Garten gab es zu viel zu tun. Sie waren ja zum Helfen gekommen. Der Schrebergarten war in schlechtem Zustand. Die betagte Laube musste renoviert werden. Der Zaun hing windschief, das Tor war kaum mehr nutzbar. Die Regentonnen waren durchgerostet, die Himbeer-, Stachelbeer- und Johannisbeersträucher waren zu einer undurchdringlichen Hecke verwachsen – wie im Märchen vom Dornröschen, das von einem hinausreisenden Prinzen befreit werden musste. Unkraut überall, die Gemüsebeete wild verstreut im Schatten der ungepflegt auswuchernden Bäume, deren Kronen längst niemand mehr gestutzt hatte. Nachdem Andreas’ Vater, Dietmar, gestorben war, hatte Margarita Wassiljewna den Garten jahrelang vernachlässigt. Das Auto des Mannes hatte sie verkauft – sie hatte ja keinen Führerschein, und Andreas hatte ein eigenes Fahrzeug. Plötzlich entschied sie dann, sie dürfe die Gartenlaube aus Respekt vor dem verstorbenen Mann nicht vergammeln lassen. Es war sein großer Traum, sein Lebenswerk! Wie viel Arbeit habe er da reingesteckt! Sie fühlte sich auf einmal schuldig, das alles versanden zu lassen und legte mit Feuereifer wieder los. Anfangs schuftete sie noch alleine, fuhr mit der S-Bahn raus; aber Pflanzen und Gartenarbeit hatten immer Dietmar erledigt, Margarita hatte keine Ahnung. Doch sie beschloss tapfer, sich einzuarbeiten – ihrem Mann zuliebe. Geld hatte Margarita nie übrig: Also flackerte sie den Zaun notdürftig, an einer Stelle flocht sie sogar ein Stück aus Zweigen und Ästen, wie ein wackliges Buschwerk. Als Andreas einmal zu Hilfe kam und das sah, schüttelte er nur seufzend den Kopf. Am selben Abend beschlossen er und Sonja, zumindest den billigsten neuen Zaun aufstellen zu lassen. Das Dach der Laube reparierten sie selbst, ersetzten die Tür, und besorgten ein neues Gewächshaus. — Ach Kinder, macht euch doch keinen Stress, — wiegelte Margarita Wassiljewna freundlich ab. — Ich bastle hier nur ein bisschen für unseren Dietmar, und damit mir zu Hause nicht die Decke auf den Kopf fällt. Ihr habt euer Leben, ich meins … Aber frisches Gemüse, Kartoffelchen, die Beeren für die Enkel – das ist doch toll! Ihr profitiert ja auch selbst davon. Für Grillfeste könnt ihr den Garten immer nutzen, Feiertage feiern, und irgendwann, wenn es so weit ist, bekommt ihr alles. Du bist ja mein einziger Sohn, Andi. — Ach Mama, lass doch das Traurige, — bremste Andreas die Mutter und küsste sie auf die Wange. Sie umarmte ihn dann immer lange und wischte sich verstohlen eine Träne weg. So fing es an. Nach und nach wurde die ganze Freizeit von Sonja und Andreas vom Garten beansprucht. Wie verhext, überfiel Margarita Wassiljewna jedes Mal eine andere „Krankheit“, sobald sie zusammenkamen. Dann saß sie auf ihrem Sessel, in eine Decke gehüllt, jammerte über Kopf, Rücken oder Seite – und dirigierte mit kräftiger Stimme die Gartenarbeiten. — Mein Junge! Da, nimm den Spaten mit dem blauen Griff, der ist schärfer! Genau, der steht neben dem Rechen, — rief sie. — Und da steht noch Farbe auf dem Boden, das Gartentor muss gestrichen werden. Das eilt aber nicht. Aber wenn du willst, ich sag dir gleich, wo ich den Pinsel hingelegt hab, ich hab alles schon besorgt. Andreas führte sogfältig alle Anweisungen der Mutter aus und tat so, als gäbe es nichts Schöneres, als Beete umzugraben und Tore zu streichen. Dabei träumte er eigentlich von anderen Aktivitäten am Wochenende. Aber die Mutter betonte immer wieder, sie täten das nicht für sie, sondern für sich und die Kinder. — Schließlich wird alles euer! Ihr arbeitet für euch, — so beschwor es die Schwiegermutter. Schließlich bekam der Garten ein neues Gesicht. Nur ein paar Erdbeerstauden blieben, viele Felder wichen Blumenbeeten und frisch eingesätem Rasen. Jetzt konnte man endlich Grillfeste feiern und Gäste einladen. Platz war da genug. — Sonja, lass uns deinen Geburtstag im Garten feiern, — schlug Andreas vor. — Wir laden Freunde ein, grillen, gehen an die Havel, angeln … — Klingt super! — Sonja lächelte. Sie hatten so viel investiert, jetzt war es höchste Zeit, ihren Lohn zu genießen. Sonja rief gleich ihre beste Freundin an, mit der sie und die Familie schon lange befreundet waren — ihre Kinder waren auch im passenden Alter. Sogar Sonjas Cousine mit Ehemann lud sie ein. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren – gemeinsames Einkaufen im Großmarkt begeisterte die Kinder. Alle redeten nur noch vom Fest. Freunde und Familie waren voller Vorfreude. Doch als Sonja und Andreas den Tag vor dem Fest zum Garten fuhren, um ein paar Sachen abzuladen, hing am Tor ein großes, fremdes Vorhängeschloss. — Was soll das? — Andreas runzelte die Stirn, hielt die plötzlich nutzlosen alten Schlüssel in der Hand. Im offenen Kofferraum lagen neuer Grill, Spieße, Angelruten – alles, was sie gekauft hatten. Die Kinder hüpften herum und fingen gleich an zu spielen. Sonja schwieg ratlos. — Weißt du … — setzte Andreas an. — Meine Mutter hat mich gestern angerufen, ich war aber gerade am Steuer und konnte nicht rangehen. Später sah ich ihre Nachricht, sie hätte eine Überraschung für uns. Ich hab dem keine besondere Bedeutung beigemessen – und dann völlig vergessen … Ich ruf sie gleich an. — Mama, hast du das Schloss am Gartentor ausgewechselt? — fragte Andreas direkt, als sie am Telefon war. — Na toll, jetzt ist die ganze Überraschung futsch … — seufzte Margarita Wassiljewna. — Warum seid ihr denn überhaupt dahin gefahren? Da kam die schockierende Nachricht: Sie hatte den Garten vor zwei Tagen verkauft. — Ich habe ein super Angebot bekommen, — erklärte sie am Telefon dem völlig fassungslosen Andreas. — Wie hätte ich da ablehnen können! Ihr seid doch immer nur widerwillig rausgefahren, das hab ich genau gesehen. Ihr habt mich sicher verflucht … Jetzt müsst ihr nicht mehr, freut euch! Bin die Last endlich los! Und ihr auch. Die Abwicklung ging schnell, alles ganz sauber – und die Käufer sind keine Betrüger, sondern eine zuverlässige Kollegin von der Arbeit. Sie hat sich um alles gekümmert. — Du hast UNSEREN Garten verkauft?! — stammelte Andreas fassungslos. — Nicht unseren, mein Sohn, meinen — das muss ich dir klar sagen, — entgegnete Margarita Wassiljewna. — Er gehörte dir ja nie. Aber egal, ich hab schon alles geplant! Von dem Geld fahren wir alle zusammen ans Meer! Das war die Überraschung, aber jetzt hast du sie verdorben. Ich wollte es euch feierlich bei euch zuhause erzählen, weil Sonja ja bald Geburtstag hat. Ihr wart doch noch nie am Meer – immer nur Arbeit, Arbeit! Jetzt gönne ich es euch allen. Den Rest leg ich auf ein Sparbuch. Aber jetzt verrate mir doch mal, warum ihr heute überhaupt in den Garten gefahren seid? Die Nachricht traf Sonja so sehr, dass sie im Auto in Tränen ausbrach. Andreas schwieg düster und trommelte mit den Fingern auf das Lenkrad. Die Jungs tobten schon längst um die geparkte Karre herum – sie fanden immer eine Beschäftigung. — Weißt du was, Schwamm drüber … — sagte Andreas schließlich. — Jede Last hat ihr ausgedient. — Ich finds so schade, um all die Zeit und Kraft, die wir in diesen Garten gesteckt haben! Unsere freien Wochenenden – immer nur Arbeit, nie Erholung, — murmelte Sonja traurig. Sie saßen im Auto, blickten auf das frisch reparierte Dach, den Apfelbaum voll Früchten, den neuen Zaun. Aber all das war jetzt Eigentum eines Fremden. — Schon wahr … — stimmte Andreas zu. — Aber was willst du machen? Und weißt du – aufs Meer hab ich gar keine Lust mehr. Soll sie doch alleine fahren … *** Letztlich fuhr die ganze Familie doch – Margarita Wassiljewna bestand darauf. Zusammen verbrachten Andreas, Sonja, die Kinder und sie ein paar Tage am Meer. — Seht ihr, was ich euch für ein fürstliches Geschenk gemacht habe? Alles für euch! — lobte sich Margarita Wassiljewna. — Dima hätte das auch so gewollt. Die Trauer um ihren verstorbenen Mann ließ sie nicht ganz los. Doch jetzt war sie überzeugt, mit dem Garten genug für ihn getan zu haben. Es war Zeit, an sich zu denken. — Man lebt nur einmal. Oder wie sagt man? „Man muss das Leben genießen!“ — erklärte Margarita Wassiljewna zufrieden, voller Stolz, während ihre fröhlichen, gebräunten Enkel wieder einmal durch die Wohnung tobten. Bereut hat sie nichts. *** — Ich vermisse den Garten trotzdem, — sagte Sonja immer wieder zu ihrem Mann. — Er wuchs uns ans Herz. — Wie auch nicht, wir haben ja jeden Stein dort selbst verlegt, jedes Beet liebevoll gepflegt, — erwiderte Andreas. — Für Mutter war der Garten eine Bürde. Und sie hat mir klargemacht, dass es nie meiner war – solche Dinge muss man sich eben selbst erarbeiten … — Ja. Selbst … — sagte Sonja nachdenklich. Was sie noch alles dachte, behielt sie für sich. Warum Andreas weiter traurig machen?
Losgeworden Ernsthaft? Das glaube ich dir nicht. Deine Mutter würde doch nie so was tun, meinte Mechthild.
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0106
Meine Schwiegermutter hat beschlossen, in meine Wohnung einzuziehen und ihre eigene meiner Tochter zu überlassen
Meine Schwiegermutter hat beschlossen, in meine Wohnung einzuziehen und stattdessen ihrer Tochter ihre
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025
Meine ehemalige Schwiegermutter überwacht unsere Familie
Weißt du, meine ehemalige Schwiegermutter verfolgt uns regelrecht. Sie ist jetzt 52 und die Mutter von
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0130
Der Ehemann schenkte unserer Tochter eine Wohnung – doch die Schwiegermutter war außer sich vor Wut und versuchte, ihre ganze Familie dort einziehen zu lassen
Unsere Tochter hat vor kurzem geheiratet, und zwar einen jungen Mann, der zwar aus einfachen Verhältnissen
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07
Als meine Schwiegermutter mir und meinem Sohn den Zutritt zur Wohnung verweigerte – und mein Mann schwieg und zog das bequeme Leben bei Mama der eigenen Familie vor
Meine Schwiegermutter ließ mich und meinen Sohn nicht in die Wohnung mein Mann schwieg und entschied
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DER KÄNGURU, DAS SEINEN MENSCHEN RETTETE Bayern, 2020. Auf einem abgeschiedenen Bauernhof, umgeben von Buchen und sanften Hügeln, lebte Hans Krämer, ein 71-jähriger pensionierter Landwirt, der die Gesellschaft von Tieren dem Lärm der Städte vorzog. Seine Frau war vor einem Jahrzehnt gestorben, und seitdem beschränkte sich sein Leben auf Haus, Garten und ein verwaistes Känguru, das er gerettet hatte, als es noch so klein wie eine Milchflasche war. Er nannte es Miro. „Das ist kein Haustier“, sagte Hans. „Es ist ein Lebensgefährte.“ Miro wuchs schnell. Er hüpfte frei über das Gelände, schlief aber immer in der Nähe der Veranda. Wenn Hans Radio hörte, legte sich Miro neben ihn. Wenn Hans die Erde umgrub oder den Zaun reparierte, folgte ihm das Känguru wie ein stiller Schatten. Eines Morgens arbeitete Hans in der Scheune und stolperte über ein loses Brett. Er stürzte schwer. Der Aufprall auf den Rücken lähmte ihn. Sein altes Nokia lag im Haus, und niemand würde die nächsten zwei Tage kommen. „Miro…“, flüsterte er durch zusammengebissene Zähne. „Hilf mir, Junge.“ Das Känguru näherte sich, beschnupperte sein Gesicht. Hans griff so gut er konnte nach seiner Pfote und zeigte in Richtung Haus. „Geh. Hol Hilfe… geh.“ Es schien absurd. Wie sollte ein Känguru das verstehen? Aber Miro verschwand Richtung Haus. Hans dachte, das Tier sei davongehüpft. Bis er fünfzehn Minuten später ein vertrautes Geräusch hörte. „Herr Krämer! Alles in Ordnung?!“ Es war Sarah, die junge Tierärztin, die gelegentlich nach den Wildtieren schaute, die Hans pflegte. Miro war bis zur Straße gesprungen, wo Sarahs Wagen stand, trommelte mit den Füßen auf den Boden, machte seltsame Geräusche, sah sie an, rannte hin und her und kehrte wieder. So lange, bis sie ihm folgte. „Ich habe ihn nie so erlebt“, sagte sie später. „Es war, als hätte er ohne Worte um Hilfe gebeten.“ Hans kam ins Krankenhaus. Drei gebrochene Rippen und eine Hüftverletzung. Hätte Miro keine Hilfe geholt, hätte Hans mehr als einen Tag dort allein, ohne Wasser, verbringen können. Die Geschichte erschien in den lokalen Zeitungen. „Das Helden-Känguru“, nannte man es. Miro wurde sogar im bayerischen Fernsehen gezeigt, mit einem roten Halstuch um den Hals. Hans erholte sich. Doch sein Blick hatte sich für immer verändert. „Ich dachte, ich hätte ihn gerettet“, sagte er mit brüchiger Stimme. „Aber er hat mir gezeigt, dass echte Liebe keine Worte braucht, nur mutige Sprünge.“ Am Eingang seines Hofes hängt heute ein handgemaltes Schild: „Hier lebt ein Mann… und das Känguru, das ihn nicht allein sterben ließ.“ Und wenn du in der Dämmerung ganz leise vorbeigehst, siehst du vielleicht Miro auf der Veranda liegen, die Augen halb geschlossen, wie er über den alten Mann wacht, der ihm eine zweite Chance gab – und sie, ohne es zu ahnen, zurückbekam.
Bayern, 2020.Auf einem abgelegenen Bauernhof zwischen Buchenwäldern und sanften, grünen Hügeln lebt gerade
Homy
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Drei Tage vor der Hochzeit von einem Seitensprung erfahren – abgesagt habe ich nicht, sondern habe die ganze Wahrheit direkt im Restaurant ans Licht gebracht
Ich erfahre von seinem Betrug drei Tage vor der Hochzeit, sage aber nicht ab sondern zeige allen die
Homy
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05
In dieser Wohnung wird es weder dich noch deine Sachen geben
In dieser Wohnung wird es weder dich noch deine Sachen geben Warum hast du den Teller so an den Rand gestellt?
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09
Nach dem Tod meines Mannes warf mich meine Schwiegermutter aus unserer Villa – mittellos, verleumdet und verraten, doch jetzt kämpfe ich um Gerechtigkeit und die Wahrheit über Olegs Tod.
Die Beerdigung von Henrik war wie ein endloser, grauer Traum, durch den ich taumelte. Grauer Marmor
Homy
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036
Als mein Vater uns verriet, holte mich meine Stiefmutter aus der Hölle des Kinderheims. Für meine zweite Mutter, die mein zerbrochenes Leben rettete, werde ich dem Schicksal ewig danken.
Als mein Vater uns verraten hat, hat meine Stiefmutter mich aus der Hölle des Kinderheims gerettet.
Homy