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010
Tanja brachte eine Tochter zur Welt – doch das Mädchen war sehr schwach und verstarb bald… So fügte es das Schicksal. Ihr Mann, Michael, kam nach der traurigen Nachricht kein einziges Mal ins Krankenhaus. Am Tag der Entlassung wartete auf Tanja nur ein Koffer mit ihren Sachen, den ihr Mann per Boten in die Klinik schicken ließ. Er selbst erschien nicht, auch nicht beim Personal… Tanja hätte mit allem gerechnet, aber nicht mit solch einem Verrat! Ohne Bleibe, fand sie im Koffer einen Brief von Michael. Tanja las und konnte ihren Augen kaum trauen.
Vor vielen Jahren brachte Katharina ein kleines Mädchen zur Welt. Das Kind war sehr schwach, und schon
Homy
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0167
Mein Haus, meine Küche, – stellte Schwiegermutter klar — Danke dafür, dass Sie mir nicht einmal das Recht auf einen Fehler lassen? In meinem eigenen Zuhause… — In MEINEM Haus, – korrigierte Rima Markwitz leise, aber mit Nachdruck. – Das ist mein Haus, Julia. Und in meiner Küche haben ungenießbare Dinge keinen Platz. Es breitete sich Stille in der Küche aus. — Julchen, du verstehst doch selbst, das konnte man wirklich nicht auf den Tisch bringen. Deine Eltern sind anständige Leute, ich konnte nicht zulassen, dass sie auf dieser Schuhsohle herumkauen, – Rima Markwitz goss mit unbewegtem Gesicht Tee in hauchdünne Porzellantassen. Julia stand am Tischrand und spürte, wie in ihrem Inneren alles zu einem dicken, heißen Knoten wurde. Es rauschte in ihren Ohren. Auf den Tellern ihrer Eltern, die gerade mit Kirill ins Wohnzimmer gegangen waren, lagen die Reste eben dieser „Schuhsohle“ – saftige Entenbrust mit Preiselbeer-Soße, die Julia vier Stunden lang gekocht hatte. Zumindest dachte sie das. — Das ist keine Schuhsohle, – Julias Stimme zitterte, aber sie zwang sich, der Schwiegermutter in die Augen zu sehen. – Ich habe sie nach Mamas Rezept mariniert. Extra eine Freilandente gekauft. Wo ist sie denn, Frau Markwitz? Die Schwiegermutter stellte die Teekanne elegant beiseite und wischte sich die Hände an ihrem makellos weißen Handtuch ab, das über der Schulter lag. Ihr Gesicht zeigte keine Spur von Reue – nur gönnerhaftes Mitleid, wie bei einem welpenhaften Tollpatsch. — Im Müllschlucker, mein Kind. Deine Marinade… Wie soll ich sagen… die roch so nach Essig, dass einem die Tränen kamen. Ich habe ein anständiges Confit gemacht. Mit Thymian, ganz langsam gegart. Hast du gesehen, wie dein Papa Nachschlag wollte? DAS ist Niveau. Was du da zusammengekleckert hast, taugt für eine Imbissbude, nicht mehr. — Sie hatten kein Recht, – flüsterte Julia. – Das war mein Abendessen. Mein Geschenk an meine Eltern zur Hochzeitstag. Sie haben mich nicht einmal gefragt! — Wozu fragen? – Rima Markwitz hob die Augenbraue, in ihrem Blick blitzte die Autorität einer Chefköchin, die gewohnt ist, das Regiment zu führen. – Wenn es brennt, fragt auch keiner, ob er löschen darf. Ich habe die Familienehre gerettet. Kirill hätte sich auch geärgert, wenn die Gäste sich übergeben müssten. Los, bring’ den Kuchen. Den habe ich übrigens auch ein wenig verbessert – die Creme war zu flüssig, ich habe sie angedickt und etwas Zitronenschale reingetan. Julia sah auf ihre Hände. Sie zitterten leicht. Den ganzen Tag hatte sie in der Küche gewirbelt, während Rima Markwitz angeblich „in ihrem Zimmer ausruhte“. Mit Akribie wog Julia jedes Gramm ab, strich die Sauce durch ein Sieb, dekorierte die Teller. Sie wollte beweisen, dass sie nicht nur eine Mitbewohnerin auf Zeit, nicht nur „Kirills Mädchen“ war, sondern eine Gastgeberin, die den Tisch decken kann. Doch kaum war sie eine halbe Stunde im Bad, um sich für die Gäste frisch zu machen, übernahm „der Profi“ die Küche. — Julia, was ist los, kommst du? – Kirill erschien in der Küchentür. Zufrieden, ein wenig beschwingt vom Wein. – Mama, die Ente war der Hammer! Julia, du hast dich echt selbst übertroffen, ehrlich. Ich wusste gar nicht, dass du das kannst. Julia drehte sich langsam zu ihrem Mann. — Das war nicht ich, Kirill. — Wie meinst du das? – Er blinzelte verwundert. — Genau so. Deine Mutter hat mein Essen weggeworfen und ihres gekocht. Alles, was ihr gerade hattet – vom Salat bis zum Hauptgang – war ihr Werk. Kirill erstarrte für einen Moment, schaute von seiner Frau zur Mutter. Rima Markwitz begann just in diesem Moment, die blitzblanke Arbeitsplatte abzuwischen. — Ach Julia… – Kirill trat an sie heran und wollte sie umarmen, aber sie wich ihm aus. – Mama wollte nur helfen. Wenn sie einen Fehler sieht… sie ist halt Profi. Und beim Geschmack hat sie halt ihre Prinzipien. Aber dafür war es super lecker! Deine Eltern sind begeistert. Ist doch egal, wer am Herd stand, Hauptsache der Abend war schön. — Egal? – Julia spürte, wie ihr Tränen der Bitterkeit in die Augen stiegen. – Der Unterschied ist, dass ich hier nichts bin. Möbel. Deko. Drei Tage habe ich das Menü geplant! Wollte MEINE Eltern mit dem eigenen Essen erfreuen! Und deine Mutter hat mich wieder mal als unfähigen Tollpatsch hingestellt, der nicht mal Sauce aufschlagen kann. — Dich hat niemand bloßgestellt, – mischte sich Rima Markwitz ruhig ein, faltete das Handtuch sorgfältig zusammen. – Wir haben nichts gesagt. Sie denken, alles ist dein Werk. Ich habe dir dein Gesicht gewahrt, Julia. Da könntest du statt dieser dramatischen Szene auch mal Danke sagen. — Danke? – Julia lachte bitter auf. – Danke dafür, dass Sie mir nicht mal das Recht auf einen Fehler lassen? In meinem eigenen Zuhause… — In MEINEM Haus, – stellte Rima Markwitz noch leiser, aber sehr bestimmt klar. – Das ist mein Haus, Julia. Und auf meiner Küche ist kein Platz für Essbares unter Standard. Stille. Im Hintergrund dudelte leise der Fernseher, Julias Vater erzählte ihrer Mutter, begleitet von Gelächter, etwas. Denen geht es gut. Sie denken, ihre Tochter hat geglänzt. Dabei fühlt sie sich, als hätte man ihr öffentlich eine Ohrfeige verpasst und die Schramme dann mit Salz bestreut. Julia verließ wortlos die Küche. Sie ging an ihren Eltern vorbei. — Mama, Papa, entschuldigt, mir geht es nicht so gut. Kopfschmerzen. Kirill bringt euch raus, ja? — Julchen, was ist denn? – die Mutter sprang auf. – Die Ente war göttlich, vielleicht hast du dich beim Kochen übernommen? So viel Mühe! — Ja, – Julia nickte, den Blick irgendwo über Mamas Schulter. – Sehr überarbeitet. Mache ich nie wieder. Sie schloss sich im Schlafzimmer ein, setzte sich aufs Bett. In ihrem Kopf kreiste nur ein Gedanke: „So geht’s nicht weiter.“ Das ging nun ein halbes Jahr so – seit sie mit Kirill gemeinsam beschlossen hatten, „vorübergehend“ zu Rima Markwitz zu ziehen, um für die Eigentumswohnung zu sparen. Wenn sie einkaufte, sortierte Rima Markwitz mit angewiderter Miene die Tüten: — Wo hast du diese Tomaten her? Die sind wie Plastik. Kann man höchstens im Film nehmen, aber nicht für Salat. Versuchte Julia Kartoffeln zu braten, stand die Schwiegermutter seufzend hinter ihr, als würde sie Zeugin eines Verbrechens. Am Ende mied Julia die Küche, wenn Rima da war. Doch der Abend, der ihr Triumph werden sollte, geriet zur Kapitulation. Die Tür quietschte leise. Kirill trat ein. — Die sind jetzt weg. War doch alles in allem ein guter Abend, mal abgesehen von deinem Gefühlsausbruch. Mama ist übers Ziel hinausgeschossen, ich rede mit ihr, aber… — Musst du nicht, – unterbrach Julia. Sie begann, den Reiserucksack aus dem Schrank zu ziehen. — Was machst du da? – Kirill blieb stehen. — Packe meine Sachen. Ich fahre zu meinen Eltern. Jetzt gleich. — Julia, bitte nicht. Wegen der Ente? Ehrlich? Es ist doch nur Essen! — Nein, Kirill! – Sie drehte sich ruckartig zu ihm, knüllte dabei ihren Lieblingspulli. – Es geht nicht um Essen! Es geht um Respekt. Deine Mutter sieht mich als störende Beilage in ihrer perfekten Welt. Und du lässt es zu: „Mama will nur helfen“, „Mama ist Profi“… Und ich? Bin ich nur Praktikantin in ihrer Küche? — Sie wollte dich nicht kränken, sie ist nun mal so. Ihr Leben ist Restaurant. Da muss alles tadellos sein. — Dann soll sie in ihrer perfekten Welt bleiben. Allein. Oder mit dir. Ich will in meinem eigenen Zuhause auch mal eine versalzene Suppe und ein angebranntes Ei machen dürfen, ohne dass jemand meine Mühe in den Müll wirft, während ich dusche. — Wohin willst du denn? – Kirill versuchte, ihr die Hand zu nehmen. – Es ist mitten in der Nacht. Lass uns morgen in Ruhe reden. — Nein. Wenn ich bis morgen bleibe, höre ich beim Frühstück wieder, dass ich den Kaffee falsch aufgebrüht habe. Ich kann so nicht mehr, Kir. Entweder suchen wir uns sofort eine Wohnung, notfalls ein Zimmer, oder… keine Ahnung. — Du weißt doch, dass wir gerade kein Geld übrig haben, – Kirill wurde ernst, leicht gereizt. – Wir sparen doch. Noch ein halbes Jahr, dann haben wir genug. Müssen wir jetzt wirklich Miete raushauen? Halte es einfach aus. Julia schaute ihn an, als sähe sie ihn zum ersten Mal. In seinen Augen lag keine Empathie für ihren Schmerz – nur Kalkulation und die Hoffnung, dass der Streit sich von selbst erledigt. — Ein halbes Jahr? – Sie lachte bitter. – In einem halben Jahr bin ich hier ein Geist. Schnell stopfte sie das Nötigste in die Tasche: Kulturbeutel, Wäsche, T-Shirts. Der Reißverschluss schloss sich nur schwer und ächzte. Im Flur stand Rima Markwitz mit verschränkten Armen. Defensive Kälte im Blick. — Das ist jetzt eine große Abschiedsszene, ja? – fragte die Schwiegermutter. – Dritter Akt: „Das verkannte Genie verlässt die Bühne“? — Nein, Frau Markwitz, – sagte Julia beim Schuheanziehen. – Das ist der Schlussakt. Sie haben gewonnen. Die Küche gehört Ihnen. Werfen Sie ruhig auch meine Gewürze weg, die sind bestimmt auch nicht „gut genug“. — Julia, jetzt hör auf! – Kirill eilte ihr hinterher. – Mama, sag du doch was! — Was soll ich sagen? – Rima Markwitz zuckte mit den Schultern. – Wer wegen einem Kochtopf die Familie sprengt, da war nie eine Familie. In meinem Alter konnte man noch Fehler zugeben und von den Älteren lernen. Heute sind alle stolz, alle Individualisten… Julia hörte nicht länger zu, griff ihren Koffer und trat hinaus auf den Flur. Die kühle Nachtluft schmeckte ihr nach all dem Küchendunst fast süß. Sie ging zum Aufzug, hinter ihr die gedämpften Stimmen – Kirill stritt mit seiner Mutter, sie konterte ruhig, streng „pädagogisch“. *** Eine Woche wohnte Julia bei ihren Eltern. Die ahnten eh alles, mischten sich aber nicht ein. Die Mutter seufzte nur und schob ihr Pfannkuchen auf den Teller – ganz normale, keine „Confits“, kein „Demiglace“, einfach leckere Pfannkuchen. Kirill rief jeden Tag an, erst beleidigt, dann bittend, dann gelobte er, ernst mit seiner Mutter zu reden. Am fünften Tag tauchte er auf. — Julia, komm zurück, – er sah elend aus, mit dunklen Ringen, die Hemdtaschen zerknittert. – Mama… sie ist krank geworden. Julia erstarrte mit der Teetasse. — Wieder der Blutdruck? — Nein, – Kirill setzte sich, verbarg das Gesicht in den Händen. – Sie hat wohl so einen schlimmen Virus erwischt. Drei Tage lang fast vierzig Fieber. Jetzt schläft sie, aber… sie ist apathisch. Sie isst nichts. Sagt, sie schmeckt gar nichts mehr. — Wie, schmeckt nichts mehr? — Nichts. Sie sagt, alles schmeckt wie Papier. Kein Geruchssinn mehr, nichts. Für sie ist das… Du weißt schon. Gestern hat sie ein Glas mit ihren Lieblingsgewürzen kaputtgemacht, weil sie den Duft nicht erkannt hat. Saß am Boden und hat zum ersten Mal geweint. Ich hab sie noch nie weinen sehen. Julia spürte, wie die sorgsam gepflegte Wut in ihr zu tauen begann. Sie wusste ja, wie Rima Markwitz jeden Tag mit ihrem „Ritual“ begann: Kaffee mahlen, daran riechen, als wäre es Lebenselixier – erst dann begann der Tag. Für jemanden, dessen Leben aus Geschmack und Geruch besteht, ist der Verlust all dessen, als würde man einem Maler das Augenlicht nehmen. — Hat sie einen Arzt gerufen? — Ja. Die meinten, Komplikation. Vielleicht kommt’s zurück – vielleicht nie. Jetzt schließt sie sich nur noch ein. Sagt, ohne Geschmack gibt es sie nicht mehr. Julia starrte aus dem Fenster in den vom Laternenlicht beleuchteten Schnee. Sie stellte sich Rima Markwitz vor – die eiserne Herrscherin der Küche – jetzt allein mit ihrem schönen Herd und ohne einen Hauch von Aroma. Es war unheimlich. — Julia, ich bitte dich nicht zurück wegen mir, – Kirill sah sie an. – Aber hilf ihr. Sie kann nicht mal mehr kochen wagen. Neulich versuchte sie Suppe zu machen, so versalzen, dass ich’s nicht essen konnte – sie hat’s nicht mal bemerkt, bis sie’s mir vorsetzen wollte. Sie ist völlig verzweifelt. — Ja und? – Julia verzog schmerzlich das Gesicht. – Ich bin doch der Tollpatsch. Sie ließ mich ja nie an den Herd! — Du bist ihre letzte Hoffnung. Sagen würde sie das nie, der Stolz… Aber ich hab gesehen, wie sie auf deine leere Kühlschrank-Etage geschaut hat. Am nächsten Tag kam Julia zurück. Nicht, weil sie vergeben hatte, sondern aus einer fast familiären Verantwortung. Rima Markwitz gehörte halt doch zu ihrem Leben, auch wenn sie stach wie ein Kaktus. Die Wohnung roch anders. Keine Gebäck-, keine Brataromen. Staub. Und Traurigkeit. In der Küche saß Rima Markwitz am Tisch, plötzlich zehn Jahre gealtert. Die Haare, sonst sorgfältig frisiert, jetzt schnoddrig zusammengebunden. Vor sich eine Teetasse, an der sie nicht nippte. — Hallo, Frau Markwitz, – sagte Julia leise. Die Schwiegermutter zuckte zusammen, hob langsam den Kopf. — Kommst du, um dich zu amüsieren? – ihre Stimme klang dumpf. – Los, brate deine Schuhsohle, ich merke den Unterschied zu Filet Mignon eh nicht. Julia stellte ihren Koffer ab, trat näher. Sie sah, dass die Hände der Schwiegermutter zitterten – die Meisterhände, die sonst selbst Fische chirurgisch zerlegten. — Ich bin nicht zum Amüsieren da. Ich will kochen. — Wozu? – Rima Markwitz wandte sich ans Fenster. – Ich schmecke nichts. Die Welt ist grau, Julia. Wie ohne Ton und Farbe. Brot ist Watte. Kaffee heißes Wasser. Wozu Zutaten verschwenden? Julia atmete tief durch, zog den Mantel aus. — Weil ich dann Ihr Mund und Ihre Nase bin. Sie sagen, was ich tun soll, ich koste. Rima Markwitz lachte bitter. — Du? Du schmeckst doch Thymin nicht mal von Majoran. — Dann lernen Sie es mir. Sie sind doch Profi. Oder geben Sie schon auf? Die Schwiegermutter schwieg lange. Schaute auf ihre Hände, dann auf Julia. In ihren Augen flackerte einen kurzen Moment wieder Leben auf. — Du kannst nicht mal ein Messer anständig halten, – brummte sie. – Schneidest dich nach einer Minute. — Dann werden Sie halt Pflaster kleben, – Julia nahm das Fleisch aus dem Kühlschrank. – Was machen wir? Bœuf Bourguignon? Rima Markwitz stand langsam auf, legte die Hand auf die kalte Herdplatte. — Für Bourgignon muss das Fleisch richtig gebräunt werden. Kruste, keine Kohle. Aber du… du wässerst das sicher. — Dann passen Sie auf, – Julia packte das Fleisch und das Brett. – Setzen Sie sich hier. Und geben Sie mir Anweisungen. Aber keine Beleidigungen mehr. Ich bin Praktikantin, kein Boxsack. Rima Markwitz setzte sich schwer an den Schneidetisch, sah Julia beim etwas unbeholfenen Schneiden zu. — Halte das Messer anders, – sagte sie plötzlich scharf. – Daumen auf den Klingenrücken, Zeigefinger an die Seite. Nicht drücken, mit dem Handgelenk arbeiten. Fleisch muss das Metall spüren, nicht deine Kraft. Julia korrigierte den Griff. — So? — Besser. In drei-Zentimeter-Stücke. Größere werden nicht gleichmäßig gar. Das ist Grundwissen, Julia. So begann ihre erste merkwürdige Kochlektion. Julia schnitt, briet, rührte. Rima Markwitz saß daneben, ihre Nasenflügel zuckten manchmal vor Reflex, dann verzog sich ihr Gesicht vor Schmerz – es roch nach nichts. — Jetzt Wein, – wies sie an. – Gieß etwas in den Bräter, koch den Alkohol ab. Julia goss ein. Es zischte, dicker aromatischer Duft von Trauben und Wärme lag in der Luft. — Wie riecht’s? – flüsterte Rima. Julia atmete ein. — Nach Spätsommer, nach Regen im Wald. Ein bisschen sauer, aber irgendwie auch süß. Die Schwiegermutter schloss die Augen. Lippen bewegten sich, als wollte sie sich die Worte einprägen. — Tannine, – flüsterte sie. – Gut. Gib einen Tick Zucker dazu für die Harmonie. — Und jetzt? – Julia probierte die Sauce. – Schmeckt… lecker, aber irgendwas fehlt. So ein Hauch Schärfe… — Senf. Aber Dijon. Nur eine Messerspitze. Das gibt Tiefe. Julia rührte Dijon-Senf unter, probierte erneut. Die Augen wurden groß. — Wow… Jetzt ist es ganz anders! Wie machen Sie das? Sie schmecken ja nicht mal! Rima Markwitz lächelte zum ersten Mal, kaum sichtbar. — Erinnerung, Kindchen. Geschmack ist nicht nur am Gaumen. Ich hab Tausende Seiten Kochbuch im Kopf. Den ganzen Abend verbrachten sie in der Küche. Als Kirill heimkam, stand deutlich duftendes Fleisch auf dem Herd. — Mann, was für Düfte! Mama, bist du wieder gesund? Rima Markwitz saß im Sessel, erschöpft, aber ruhiger als jemals. — Nein, Kirill. Julia hat gekocht. Ich habe sie nur genervt. Kirill sah die Frau erstaunt an. Julia zwinkerte beim Händeabtrocknen. — Setz dich und iss, – sagte sie. – Kein Wort über Salz. Jedes Körnchen wurde diskutiert. Als Kirill schon die zweite Portion verdrückte, sagte Rima Markwitz leise ins Nichts: — Weißt du, Julia… Warum ich damals deine Ente weggeschmissen habe? Julia sah auf. — Warum? Rima Markwitz hob den Blick und Julia sah darin etwas, das sie nie erwartet hätte – Angst. Menschliche, echte Angst. — Weil ich nicht wollte, dass du sie perfekt zubereitest. Dann wäre ich überflüssig. Ganz. Mein Sohn ist erwachsen, hat sein eigenes Leben, seine Frau. Doch ich… ich bin Köchin. Wenn ich niemanden mehr bekoche, existiere ich nicht mehr. Ich wäre einfach nur… eine alte Frau, die einer zu viel ist. Ich wollte zeigen, dass es ohne mich nicht geht. Dass ich die Herrin hier bin. Julia stellte die Gabel langsam ab. Nie hatte sie die Schwiegermutter aus dieser Perspektive gesehen. Für sie war Rima Markwitz ein unerschütterlicher Felsen gewesen, eine Diktatorin mit Prinzipien. Nun sah sie eine verängstigte Frau, die sich an ihre Küche klammerte wie an einen Rettungsring. — Sie werden nie unwichtig sein, Frau Markwitz, – sagte Julia leise und trat zu ihr. – Wer bringt mir sonst bei, ein Messer zu halten? Ich habe heute gemerkt, wie wenig ich über Essen weiß. Rima Markwitz schniefte und richtete sich plötzlich auf, wieder streng. — Allerdings. Deine Finger sind krumm wie Haken. Morgen lernen wir Vanillecreme machen. Und wehe, du haust wieder Bindemittel rein – dann fliegst du raus! Julia lachte. — Abgemacht. Und wenn ich es schaffe: Ihr Rezept für Bienenstich ist dann aber fällig. — Das sehe ich dann noch, – brummte die Schwiegermutter, aber ihre Hand legte sich für einen Moment auf Julias Hand auf dem Tisch.
Mein Haus, meine Küche, sagte meine Schwiegermutter Danke, dass Sie mir das Recht auf einen Fehler genommen haben?
Homy
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011
„So, mein Sohn, hast du der kleinen Anne schon die frohe Botschaft überbracht? Hast du ihr gesagt, dass du die Scheidung eingereicht hast?“ – zischte die Schwiegermutter ins Telefon.
Du, stell dir Folgendes vor ich steh bei uns am Fenster, halte mein Handy in der Hand, und draußen tanzen
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046
Ich war 36 Jahre alt, als mir nach fast acht Jahren in derselben Firma eine Beförderung angeboten wurde – nicht irgendeine, sondern der Wechsel von einer operativen Stelle zur Regionalkoordinatorin mit deutlich höherem Gehalt, unbefristetem Vertrag und besseren Konditionen. Die einzige Änderung: Zwei Tage pro Woche musste ich in eine etwa eine Stunde entfernte Stadt pendeln, dort übernachten und am nächsten Tag zurückfahren. Als ich meinem Mann die Neuigkeit zuhause erzählte, dachte ich, er würde sich freuen – doch das Gegenteil war der Fall: Er bestand darauf, dass eine Frau mit Familie keinen Job haben sollte, der Reisen erfordert, sprach nur von Kindern, Haus und Stabilität, nicht vom Geld. Wochenlang stritten wir, bis ich schließlich nachgab, die Beförderung ablehnte und auf meiner alten, schlechter bezahlten Position blieb – und nur wenige Monate später verließ er mich für eine Kollegin, während mir die Chance auf diese Karriere für immer verloren ging. Heute frage ich mich: Hätte ich den Traumjob angenommen, wäre ich vielleicht allein, aber zumindest selbstbestimmt. Mein Rat: Gib niemals deine Träume für einen Mann auf.
Ich war 36 Jahre alt, als man mir in der Firma, in der ich bereits fast acht Jahre arbeitete, eine Beförderung anbot.
Homy
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07
Nimm deine Tochter und verlasst mein Leben – das war meine Ansage an meinen Mann und seine unverschämte Tochter
12. Oktober 2023 Heute ist einer dieser Tage, an denen der Berliner Himmel so typisch grau und regnerisch
Homy
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052
Wer braucht dich schon mit Anhang? – Die Geschichte einer jungen Mutter zwischen Liebe, Enttäuschung und Neubeginn
Bist du dir sicher, meine Kleine? Klara legte ihre Hand auf die ihrer Mutter und versuchte zu lächeln.
Homy
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05
Andreas, du hast das völlig falsch verstanden, er ist nur ein Freund von mir – behauptete meine Frau, während sie auf dem Schoß eines anderen Mannes saß
Martin, du hast alles falsch verstanden, er ist nur ein Freund, sagte meine Frau, während sie auf dem
Homy
Wer mit uns leben wird… Die Türklingel läutete hartnäckig und verkündete Besuch. Frau Lehmann legte die Schürze ab, wusch sich die Hände und öffnete die Tür. Auf der Schwelle standen ihre Tochter Laura und ein junger Mann. Die Mutter ließ sie in die Wohnung eintreten. – Hallo, Mama, – sagte Laura und gab ihr einen Kuss auf die Wange, – Das ist Tim, er wird ab jetzt bei uns wohnen. – Guten Tag, – grüßte der junge Mann höflich. – Und das ist meine Mutter, Tante Sabine. – Sabi, bitte, – korrigierte Sabine freundlich. – Mama, was gibt es zum Abendessen? – Erbsenpüree und Würstchen. – Ich esse kein Erbsenpüree, – sagte Tim, schlüpfte aus den Schuhen und verschwand im Wohnzimmer. – Also, Mama, Tim mag keine Erbsen, – Laura riss die Augen auf. Tim ließ sich auf dem Sofa nieder und warf seufzend seinen Rucksack auf den Boden. – Das ist eigentlich mein Zimmer, – erklärte Sabine sachlich. – Tim, komm, ich zeige dir, wo wir wohnen werden, – rief Laura. – Aber hier gefällt es mir, – brummte Tim, stand dann aber widerwillig auf. – Mama, mach doch bitte irgendetwas für Tim zu essen. – Ich weiß nicht, wir haben noch einen halben Pack Würstchen, – Sabine zuckte mit den Schultern. – Passt mit Senf, Ketchup und Brot, – rief Tim aus dem Wohnzimmer. – Na gut, – sagte Sabine und ging in die Küche. – Früher brachte sie Kätzchen und Hundewelpen mit nach Hause, jetzt bringt sie ihn mit und ich soll ihn auch noch füttern. Sie nahm sich Erbsenpüree, zwei gebratene Würstchen und einen Teller Salat und genoss ihr Abendessen. – Mama, warum isst du denn allein? – kam Laura in die Küche. – Weil ich gerade von der Arbeit komme und Hunger habe, – entgegnete Sabine, während sie die Wurst kaute. – Wer Hunger hat, kann sich selbst nehmen oder etwas kochen. Und ich hätte da noch eine Frage: Warum wird Tim eigentlich bei uns wohnen? – Wieso? Er ist mein Mann. Sabine verschluckte sich fast. – Dein Mann? – Ja. Ich bin erwachsen und entscheide selbst, ob ich heirate oder nicht. Ich bin schon neunzehn. – Und warum war ich nicht zur Hochzeit eingeladen? – Es gab keine Feier, wir haben einfach standesamtlich geheiratet. Jetzt sind wir Mann und Frau und wohnen hier zusammen, – erwiderte Laura mit einem Seitenblick auf ihre kauende Mutter. – Na toll, dann herzlichen Glückwunsch. Und warum ohne Hochzeit? – Wenn du Geld für eine Feier hast, gib’s uns, wir wissen schon, wofür wir es ausgeben. – Verstehe, – Sabine aß weiter, – Und warum wollt ihr ausgerechnet bei uns wohnen? – Weil sie zu viert in einer Ein-Zimmer-Wohnung leben. – Habt ihr nicht an eine eigene Wohnung gedacht? – Warum mieten, wenn es mein Zimmer gibt? – staunte Laura. – Alles klar. – Also, bekommst du was für uns zu essen? – Laura, der Topf mit dem Püree steht auf dem Herd, die Würstchen sind in der Pfanne. Wenn’s nicht reicht, im Kühlschrank ist noch ein halber Pack. Bedient euch. – Mama, du verstehst nicht, du hast jetzt einen SCHWIEGERSOHN, – Laura betonte das letzte Wort besonders. – Ach ja? Soll ich jetzt einen Freudentanz aufführen? Laura, ich komme von der Arbeit, bin müde, lass uns die Rituale weglassen. Ihr habt Hände und Füße, sorgt bitte selbst für euch. – Deswegen bist du auch immer noch nicht verheiratet! Laura warf ihrer Mutter einen zornigen Blick zu und verschwand in ihrem Zimmer. Sabine aß, spülte ihr Geschirr, wischte den Tisch ab und fuhr ins Fitnessstudio. Ein paar Mal pro Woche gönnte sie sich Sport und das Schwimmbad – sie war eine unabhängige Frau. Gegen zehn kam sie zurück. Sie freute sich auf einen Tee, aber in der Küche herrschte totales Chaos, offensichtlich hatte jemand „gekocht“. Der Deckel des Püree-Topfs war verschwunden, das Essen war vertrocknet und rissig geworden. Die leere Würstchenpackung lag auf dem Tisch, daneben ein angebissenes Roggenbrot. Die Pfanne war angebrannt und der Antihaftbelag zerkratzt. Das Spülbecken quoll über vor Geschirr, auf dem Boden klebte ein süßer Getränkepfütze. Die Wohnung roch nach Zigaretten. – Wow, das ist mal was Neues. Laura hätte das nie erlaubt. Sabine öffnete die Tür zum Zimmer ihrer Tochter. Die beiden tranken Wein und rauchten. – Laura, geh bitte und bring die Küche in Ordnung. Und morgen kaufst du eine neue Pfanne, – sagte Sabine und ging in ihr Zimmer, die Tür ließ sie offen. Laura sprang auf und lief hinterher. – Warum müssen wir das machen? Und woher soll ich das Geld für die Pfanne nehmen, ich verdiene nichts, ich studiere jetzt. Ist dir das Geschirr so wichtig? – Laura, du kennst die Regeln: Wer isst, räumt auf, wer was kaputt macht, kauft es neu. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Und ja, die Pfanne ist mir wichtig, die war teuer – und jetzt ist sie ruiniert. – Du willst gar nicht, dass wir hier wohnen! – brüllte Laura. – Nein, – antwortete Sabine ruhig. Jetzt zu diskutieren, darauf hatte sie echt keine Lust – und das war ihr noch nie so bewusst gewesen wie jetzt. – Aber das ist mein Zuhause! – Nein, die Wohnung gehört ganz mir. Ich habe sie bezahlt. Du bist nur zum Schein gemeldet. Mach deine Probleme nicht auf meine Kosten. Wenn ihr hier wohnen wollt, haltet euch an die Regeln, – sagte Sabine ruhig. – Ich habe immer nach deinen Regeln gelebt. Aber jetzt bin ich verheiratet und du kannst mir nichts mehr vorschreiben, – weinte Laura. – Und überhaupt, du hattest dein Leben, jetzt solltest du uns das Feld überlassen. Erleben Sie mehr – Ich überlasse euch gerne den Hausflur und eine Bank draußen, meine Liebe. Ach, du bist verheiratet? Mich hast du nicht gefragt. Du kannst gern woanders mit deinem Mann schlafen, aber nicht hier. Er bleibt hier nicht wohnen, – antwortete Sabine streng. – Soll er doch ersticken an der Wohnung! Tim, wir gehen! – schrie Laura und begann, ihre Sachen zu packen. Fünf Minuten später stürmte der neue Schwiegersohn in Sabines Zimmer. – Keine Sorge, „Mutti“, bleib cool, dann läuft das schon. Wir bleiben mit Laura hier. Und wenn du lieb bist, sind wir nachts sogar ganz leise, – lallte er. – Was für Eltern wir wohl sind, – empörte sich Sabine, – Die Eltern wohnten zu Hause, also geh dorthin zurück und nimm deine frisch angetraute Frau gleich mit. – Gleich kriegst du eine… – Tim hob drohend die Faust. – Ja was…? Sabine griff fest nach seiner Faust mit ihren manikürten Nägeln. – Au, spinnst du?! – Mama, was machst du denn?! – schrie Laura und zog an ihrer Mutter. Sabine drängte die Tochter beiseite, kniete Tim einen Stoß in die Mitte und gab ihm mit dem Ellbogen einen Hieb gegen den Hals. – Ich zeige dich wegen Gewalt an! – jammerte Tim, – Ich verklage dich! – Nur zu, ich rufe die Polizei, dann wird sofort alles dokumentiert, – erwiderte Sabine. Das junge Paar flüchtete aus der schönen Zwei-Zimmer-Wohnung. – Du bist nicht mehr meine Mutter! – rief Laura zum Abschied, – Und du wirst NIE Enkelkinder sehen! – Welch ein Verlust, – bemerkte Sabine ironisch, – Endlich kann ich wieder richtig leben. Sie betrachtete ihre Hände – einige Nägel waren abgebrochen. – Und das alles wegen euch … – murmelte Sabine. Nachdem sie gegangen waren, machte sie die Küche sauber, warf das eingetrocknete Püree und die kaputte Pfanne weg und ließ das Schloss austauschen. Drei Monate später wartete Laura vor Sabines Arbeit. Sie war abgemagert, hatte tiefe Augenringe und wirkte unglücklich. – Mama, was gibt es zum Abendessen? – fragte sie leise. – Keine Ahnung, – Sabine zuckte mit den Schultern, – Habe ich noch nicht überlegt. Worauf hättest du Lust? – Hühnchen mit Reis, – schluckte Laura. – Und einen gemischten Salat. – Dann lass uns Hähnchen einkaufen gehen, – sagte Sabine. – Den Salat kannst du selbst machen. Sie stellte Laura keine Fragen mehr, und Tim tauchte nie wieder in ihrem Leben auf.
Wer Wird Bei Uns WohnenDie Türklingel läutet penetrant und kündigt Besuch an. Birgit zieht ihre Schürze
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07
Pack deine Sachen und geh – deine Mutter wartet auf dich. Ich habe jetzt eine neue Familie, erklärte mein Mann eiskalt. Worte krachten auf den Küchenboden wie zersplitterndes Glas – scharf, verletzend, unwiderruflich.
10. Januar Pack deine Sachen und geh, deine Mutter wartet auf dich. Ich habe jetzt eine neue Familie.
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025
Ich bin 60 Jahre alt und werde in zwei Monaten 61. Es ist kein runder Geburtstag, nicht die 70 oder 80, aber für mich bedeutet er viel – ich möchte ihn feiern. Nicht einfach mit einer hastig gekauften Torte oder einem schnellen Mittagessen „nebenbei“, sondern mit einem echten, gut organisierten Fest: Abendessen, schön gedeckte Tische, dekorierte Stühle, Service, leiser Musik – etwas, das mich lebendig fühlen lässt, das mir Wertschätzung gibt für alles, was ich erlebt habe. Das Problem: Meine beiden erwachsenen Söhne, die mit ihren Partnerinnen und Kindern bei mir wohnen, sind dagegen. Das Haus ist immer voll, immer laut, ich habe nie einen ruhigen Moment. Ich bezahle die meisten Ausgaben, von der Rente, dem kleinen Geschäft und dem, was mein verstorbener Mann hinterlassen hat. Trotzdem entscheiden meine Kinder mittlerweile alles für mich. Als ich von der Feier sprach, hieß es: „Verschwendung – gib lieber das Geld uns, das ist sinnvoller“. Und dann der Satz, der mich tief getroffen hat: „Mama, das ist nichts mehr für dich.“ Ich frage mich, ob ich falsch liege, weil ich meinen Geburtstag feiern möchte, weil ich manchmal Ruhe will, weil ich darüber bestimmen will, wie mein Geld verwendet wird und weil ich mir wünsche, dass mein Zuhause nicht immer eine Gemeinschaftsentscheidung ist. Darf ich so denken – und sollte ich die Feier trotzdem machen, obwohl sie es ablehnen? Was raten Sie mir?
Weißt du, ich bin jetzt 60 Jahre alt in zwei Monaten werde ich 61. Kein rundes Jubiläum, es ist nicht der 70.
Homy