Educational
06
Als bei Luisa die Wehen einsetzten, war Michael wieder einmal als Fernfahrer unterwegs
Als bei Helene die Wehen einsetzten, war Matthias wieder mal auf Fernfahrt. Ein paar Tage später ohne
Homy
Als mein Mann seiner Mutter erlaubte, mich im eigenen Zuhause wie eine Dienstmagd zu behandeln, schwieg ich drei Monate lang – doch dann zeigte ich als Schwiegertochter der respektlosen Verwandtschaft, wo der Hammer hängt.
Die Luft im Schlafzimmer war schwer und silbergrau, als Magdalene am Fenster stand und auf das verschleierte
Homy
Educational
011
Stiefvater – Eine bewegende Vater-Tochter-Geschichte über Verlust, Neuanfang und die Kraft der Familie in Deutschland
STIEFVATER Kathrinchen, wir müssen reden. Worüber denn? Kathrin schaute ihre Mutter verblüfft an.
Homy
Educational
07
Bitte lasst mich gehen – Ich will nicht weg von hier… das ist mein Zuhause, und ich werde es nicht aufgeben. Aleksej stand traurig daneben, als seine Mutter, Svetlana Petrowna, erschöpft auf dem alten Sofa ihres Elternhauses in einem kleinen, beinahe verlassenen Dorf saß. Nach einem Schlaganfall war klar, dass sie eigentlich Pflege in der Stadt benötigte, doch Svetlana weigerte sich standhaft: „Ich komme alleine zurecht, lasst mich hier.“ Aleksej hatte in letzter Zeit gutes Geld verdient und wollte eigentlich das Elternhaus renovieren, damit es seiner Mutter besser ging – nun aber stand ein Umzug an. Marina, die Schwiegertochter, packte schweigend die Sachen, während Svetlana nur aus dem Fenster starrte, in dem der Herbstwind die gelben Blätter der alten Bäume wirbelte. Svetlana hatte ihr Leben lang in diesem Dorf als Schneiderin gearbeitet – der Verlust des Zuhauses und ihrer Selbstständigkeit war ein tiefer Schmerz. Der Umzug in die anonyme Stadtwohnung war für sie kaum zu ertragen, während Marina unter der Belastung litt – nicht nur wegen der Pflege der Schwiegermutter, sondern auch, weil der Traum vom eigenen Kind durch weitere erfolglose IVF-Versuche zerbrach: „Ich kann nicht mehr… Ich halte das nicht aus…“ Auch die Ärzte konnten Aleksej keine Hoffnung auf Besserung geben: Svetlana hatte offenbar keinen Lebensmut mehr. Als Svetlanas Zustand sich im März drastisch verschlechterte, erfüllte Aleksej ihr den letzten Wunsch und brachte sie nach Hause: Inmitten des ersten Tauwetters, während der Schnee schmolz, saß sie im Garten, atmete die Dorfidylle und lächelte – sie war endlich wieder daheim. Svetlana verstarb in dieser Nacht mit einem Lächeln auf den Lippen. Beim Ausräumen des Elternhauses, bevor es zurück in die Stadt ging, fühlte sich Marina plötzlich unwohl – der Schwangerschaftstest zeigte zum ersten Mal zwei Streifen. „Das war deine Mama, Aleksej…“, flüsterte Marina durch Tränen. Aleksej blickte zum strahlend blauen Himmel – dankbar für das letzte, wertvolle Geschenk seiner Mutter.
Lass mich bitte gehen Ich werde nirgendwohin gehen…, murmelte die Frau leise. Das ist mein Zuhause
Homy
“Er sagte, ich sei ‘nicht geeignet, ein Vater zu sein’ – aber ich habe diese Kinder von Anfang an großgezogen.”
Er sagte, ich sei nicht geeignet, Vater zu sein aber ich habe diese Kinder von Anfang an großgezogen.
Homy
Educational
07
Ein Eremit aus den Alpen lebte dreißig Winter lang allein und sprach nur mit dem Wind – bis eines Tages zehn verstoßene, hungernde Frauen aus einem ausgestoßenen Roma-Lager an seine Berghütte klopften und um Zuflucht baten. Inmitten von Sturm und Schnee schenkte der alte Bergmann ihnen nicht nur Feuer, sondern Hoffnung – und nach und nach erwachte in der eisigen Einsamkeit ein neues Zuhause, das Menschen versammelte, die niemand sonst wollte. Die Kälte prüfte ihren Mut, Bedrohung von außen stählte ihren Zusammenhalt. So wurde aus Stille und Schmerz etwas Dauerhaftes: eine Gemeinschaft, so rau wie die Berge, so warm wie ein neu entzündetes Herdfeuer.
Ein Bergmann lebte 30 Winter lang allein in einer Hütte hoch über der Schwäbischen Alb, so abgeschieden
Homy
Educational
05
Sturmbö: Das Pferd, das Lily Grace rettete – Eine wahre Geschichte, die dein Herz zerbricht und wieder heilt
Sturmwind: Das Pferd, das Lotte rettete Stell dir vor: Prasselnder Regen peitscht gegen die Scheiben
Homy
Educational
011
Wir geben den Hund ab – oder wie ein stilles Ritual unsere Familie zum Sprechen brachte
Wir geben den Hund ab, sagte der Mann und stellte die Transportbox wie einen Koffer mit schnappenden
Homy
Elena war 47, als sie sich zur Adoption entschied. Kein Kind. Kein Hund. Nicht einmal eine Katze – so dachte sie. Was sie aufnahm… war die Stille. Sie lebte allein in einer kleinen Wohnung in Berlin, umgeben von Zimmerpflanzen, mit Notizen gespickten Büchern und Tassen, die sie sammelte, ohne zu wissen warum. Ihr Leben bestand aus Aufschieben. Die Liebe, Reisen, Kinder – immer war etwas anderes wichtiger. Bis zu jenem Tag, an dem sie plötzlich merkte: Es gibt nichts mehr Dringendes. Nichts mehr. An einem gewöhnlichen Dienstag, als sie den Müll hinunterbrachte, hörte sie es. Ein leises Miauen. Zart. Hartnäckig. Gebrochen. Sie sah sich um. Nichts. Bis sie den Deckel einer Tonne öffnete. Und ihn sah. Ein kleiner, schmutziger Kater, mit gebrochenem Schwanz und verkrusteten Augen. Kaum am Leben. Sie zögerte nicht, wickelte ihn in ihren Schal und trug ihn nach oben. Badete ihn. Trocknete ihn. Sprach mit ihm. „Ich weiß nicht, ob du es schaffst, Kleiner… aber du wirst nicht allein sterben.“ Die Nacht verbrachte sie wach. Er, zusammengerollt auf ihrer Brust. Sie, ihn haltend, als müsste sie mehr als nur eine Katze festhalten. Entgegen aller Erwartungen überlebte der Kater. Und mehr noch: Er lernte wieder zu laufen, zu essen, zu schnurren. Und jedes Mal, wenn Elena von der Arbeit kam, sprang er zur Tür – auch ohne Schwanz, auch mit seinem hinkenden Bein. Sie nannte ihn Remo. Weil es Kraft kostet, gegen den Strom zu rudern. Monate vergingen. Mit der Katze kam die Gewohnheit. Die Routine. Die Wärme. Elena lachte wieder. Schlief entspannt ein. Redete laut, weil jemand zuhörte… auch wenn keine Antwort kam. An einem Sonntagnachmittag, während Remo auf ihrem Schoß schlief, fragte ihre Freundin Julia: „Ist dir klar, dass nicht du ihn gerettet hast?“ Elena sah auf. „Was meinst du?“ – „Dieser Kater kam genau dann, als du ihn am meisten brauchtest. Als du dabei warst, zu verschwinden. Er war deine Erinnerung.“ Elena blickte nach unten. Remo lag da, mit offenem Bauch, feuchter Nase und seinem kleinen Körper eng an ihren geschmiegt, als wären sie eins. Da begriff sie: Sie hatte ihn nicht adoptiert. Er hatte sie ausgesucht. Nicht jede Adoption braucht Formulare. Manchmal genügt ein Zufall, eine Wunde und ein Herz, das bereit ist, das zu lieben, was noch nicht heil ist. Seitdem antwortet Elena, wenn jemand fragt, warum sie nie geheiratet, nie Kinder bekommen oder nie „wie erwartet“ eine Familie gegründet hat: „Nicht jeder adoptiert Kinder. Manchmal adoptieren wir Seelen. Und manchmal… miauen diese Seelen.“ „Es gibt Wesen, die kommen, ohne dass wir sie rufen – und bleiben, als wären sie ein Versprechen.“
Stefanie war 47, als sie beschloss, etwas zu adoptieren. Kein Kind. Kein Hund. Nicht einmal eine Katze
Homy
Educational
010
Mama – Eine berührende Geschichte über Familie, Schwiegermütter und den Mut, in schweren Zeiten zusammenzuhalten
Mutter Johannes heiratete mit vierundzwanzig Jahren. Seine Frau, Gertrud, war zweiundzwanzig.
Homy