Das sind nicht meine Kinder. Wenn du willst, hilf deiner Schwester aber nicht auf meine Kosten. Sie hat ihre Familie zerstört und versucht jetzt, uns ihre Kinder unterzuschieben, während sie ihr Leben neu ordnet.
Ihr habt es euch aber schön gemacht, Bruderherz. Da werde ich ja ganz neidisch, meinte Annegret, während sie mit dem Finger die Tischdecke befühlte und die Küche musternd betrachtete. Heike stellte die Salatschüssel auf den Tisch und setzte sich gegenüber von ihrem Mann. Bernd lächelte seiner Schwester zu, und bemerkte dabei nicht, wie Heike das Stofftuch vor Anspannung in der Faust hielt.
Wir haben uns Mühe gegeben. Ein halbes Jahr gesucht, bis wir endlich das richtige Haus gefunden hatten, erwiderte er.
Sie hatten ihre Wohnung verkauft, um hierher nach Göttingen zu ziehen, näher an Bernds Familie. Ein eigenes Grundstück, Gemüsebeet, Ruhe davon hatte Heike seit Jahren geträumt. Vor zwei Monaten war dieser Traum endlich Wirklichkeit geworden.
Tja, mit meiner Familie hat es ja leider nicht geklappt, seufzte Annegret und blickte auf ihren Teller. Drei Monate sind vorbei, aber ich stehe immer noch neben mir. Nachts wache ich auf, und neben mir ist niemand. Die Kinder fragen nach ihrem Vater. Was soll ich ihnen nur antworten?
Helga, Bernds und Annegrets Mutter, die am Kopf der Tafel saß, streichelte ihr beruhigend den Arm. Das wird schon, Kind. Hauptsache, die Kleinen sind gesund. Der Kerl wird es noch bereuen.
Ihr vierjähriger Neffe, Philipp, rutschte in diesem Moment vom Stuhl und rannte ins Wohnzimmer. Wenig später polterte es dort heftig offenbar war etwas zu Boden gefallen.
Philipp, sei bitte vorsichtig!, rief Annegret, ohne vom Tisch aufzustehen.
Die dreijährige Lina begann auf dem Schoß ihrer Mutter zu quengeln, wollte Aufmerksamkeit. Annegret schaukelte sie gedankenverloren hin und her und sprach weiter:
Zum Glück wohnt ihr jetzt in der Nähe. Mama kann nach ihrer OP kaum noch laufen, helfen kann ihr auch niemand.
Helga seufzte und rubbelte ihr schmerzendes Knie. Mich haben sie gerade so im Taxi abgeliefert vierter Stock ohne Aufzug, Kreislauf im Keller. Bis ich oben war, dachte ich, ich fall um. Da kann ich nicht aufpassen.
Heike erhob sich, um die Hauptspeise zu holen. Auf dem Fensterbrett standen Tomatenpflänzchen kleine grüne Keime in Torftöpfen. In einem Monat wollte sie sie ins Freie setzen. Zum ersten Mal Tomaten aus eigenem Anbau.
Da ertönte Annegrets Stimme aus der Küche: Hoffentlich macht es euch nichts aus, wenn ich die Kinder hin und wieder mal schnell lasse? Nur wenns wirklich brennt, selten ich muss mich ja um Job, Ärzte, Anwalt kümmern … Wohin denn sonst mit denen?
Heike drehte sich um. Annegret blickte den Bruder an, mit einem hilflosen Ausdruck, den Heike mittlerweile genau kannte. Sie war siebenundzwanzig, aber wusste, wie man die richtigen Töne anschlug.
Bernd nickte seiner Schwester mitfühlend zu. Na klar, Annegret. Wir helfen natürlich. Oder, Heike?
Drei erwartungsvolle, fordernde Blicke richteten sich auf sie.
Ja, natürlich, sagte sie. Wenns dringend ist.
Annegret strahlte. Ihr seid meine Rettung. Es geht ja auch nicht lange. Nur ein, zwei Stunden.
Gegen elf löste sich die Runde auf. Bernd bestellte ein Taxi für seine Mutter, half ihr vorsichtig die Stufen hinunter an jedem Treppenabsatz stöhnte sie und hielt sich fest. Annegret verfrachtete die müden Kinder in ihren alten VW Golf und fuhr los. Zum Abschied rief sie noch aus dem Fenster: Danke für den schönen Abend, ihr seid die Besten!
Heike räumte den Tisch ab und spülte das Geschirr. Bernd umarmte sie von hinten, küsste sie auf den Hinterkopf.
War doch nett, oder? Mutter zufrieden, bei Annegret hebt sich die Laune. War richtig, dass wir hergezogen sind.
Hm.
Was hast du? Bist du müde?
Ein bisschen.
Heike wollte nicht sagen, was sie beschäftigte. Wenns ganz dringend ist das klang ihr im Kopf nach. Zu oft wird daraus: Jeden Tag, weils halt praktisch ist.
Eine Woche später rief Annegret morgens an.
Heike, kannst du einspringen? Ich muss dringend zum Arzt, Mama kann keinesfalls auf die Kinder aufpassen. Wirklich nur drei Stunden, bis mittags hol ich sie wieder ab.
Heike schaute auf ihren Laptop die Tabellen fürs Quartals-Reporting waren offen, der Kunde erwartete alles bis Freitag.
Annegret, ich bin mit dem Bericht total im Verzug…
Die sind ganz ruhig, beschäftigen sich selbst! Mach einfach den Fernseher an. Bitte, Heike, ich muss wirklich.
Eine halbe Stunde später waren die Kinder da. Mittags kam Annegret nicht, dann wurde es langsam Abend.
Um sechs war Bernd zurück, steckte kurz den Kopf ins Wohnzimmer, sah die Kinder fernsehen.
Ach, Annegret hat sie noch nicht abgeholt?
Nein. Sie wollte schon mittags da sein, hat dann noch geschrieben, sie kommt später.
Kein Ding, meinte er und holte sich ein Bier aus dem Kühlschrank. Das sind doch keine Fremden. Sollen sie halt bleiben.
Heike schwieg. Philipp hatte inzwischen Saft auf den Teppich verschüttet, und Linas Windeln waren verbraucht im Rucksack lag etwa nur eine.
Annegret kam um kurz vor neun, frisch, fröhlich, nach Kaffee duftend.
Sorry, hab mich verquatscht. Ihr habt mich mal wieder gerettet!
Den Report erledigte Heike bis um drei Uhr nachts. Der Kinderlärm rauschte ihr noch lange im Kopf.
Vier Tage später wars wieder so: Vorstellungsgespräch, sehr wichtig. Annegret brachte die Kinder um neun, wollte sie um drei holen. Bernd hatte Nachtdienst gehabt und schlief noch. Zum Mittag kam er in die Küche.
Sind die beiden immer noch da?
Wie du siehst.
Ach, egal”, er schenkte sich Tee ein, schaltete den Fernseher ein. “Lass dich nicht stressen, ich bin ja hier.
Er war da sah aber nur Fußball, während Heike versuchte, neben der Kinderbetreuung am Laptop zu arbeiten. Philipp kam zweimal zu ihm Onkel Bernd, spiel mit mir , aber der winkte nur ab: Gleich, ich schau das Spiel noch zu Ende.
Annegret holte die Kinder um acht ab.
Nach drei Wochen war es Routine: Drei-, manchmal viermal die Woche. Ärzte, Anwälte, Bewerbungen, Freunde. Ganz kurz wurde immer zu ganzen Abenden.
Eines Abends, als die Kinder endlich wieder weg waren, setzte sich Heike zu ihrem Mann.
Bernd, so geht das nicht.
Was geht nicht?
Drei Mal die Woche. Ich komme zu nichts mehr.
Er runzelte die Stirn. Heike, das ist gerade schwer für sie. Ihr Mann ist weg, sie steht mit zwei Kindern allein da. Wir sind ihre Familie.
Ich versteh das ja. Aber sie verspricht, die Kinder rechtzeitig zu holen stattdessen bleiben sie wieder bis abends. Das ist nicht Hilfe, das ist
Was denn?
Heike wollte Dreistigkeit und sich ausnutzen sagen, aber sie musste sich zurückhalten.
Mama hat auch angerufen, meldete Bernd. Meint, Annegret braucht Zeit zum Klarkommen. Ich bin ihr Bruder, ich muss doch helfen.
Und ich?
Du bist meine Frau, erklärte er, als sei das selbstverständlich. Wir sind Familie.
Heike sah zum Fenster. Draußen wurde es dunkel, auf dem Sims reckten sich die Tomatenpflanzen. Am Samstag wollte sie sich um sie kümmern.
Diskutieren war zwecklos.
Am Freitagabend kam Bernd von der Arbeit nach Hause: Annegret hat angerufen. Sie will morgen die Kinder bringen. Zwei Bewerbungen, und das Auto muss auch in die Werkstatt.
Heike legte das Notebook zur Seite, schaute ihn an.
Bernd, wir haben schon drüber gesprochen. Ich kann nicht jedes Wochenende…
Ach, jetzt tu nicht so. Ist doch meine Schwester. Stell dich nicht an, du bist ja eh zuhause.
Ich arbeite von zuhause. Das ist was anderes.
Mach halt, während die Kinder Zeichentrickfilme schauen. Ist doch kein Drama.
Heike wollte widersprechen, doch sie sah sein müdes, genervtes Gesicht und schwieg. Morgen war Samstag. Sie wollte endlich die Setzlinge einpflanzen.
Na gut, sagte sie. Soll sie kommen.
Am nächsten Morgen tauchte Annegret gegen elf auf. Heike öffnete die Tür und stutzte: Die Schwägerin war frisch frisiert, neu gekleidet, geschminkt, als ginge sie auf ein Date.
Danke, danke, danke! Ihr seid meine Retter!, drückte sie den Kindern ihre Rucksäcke in die Hand. Hol sie um fünf ab, spätestens um sechs!
Und der Rucksack?
Ach so, liegt im Auto! Einen Moment.
Sie kam sofort zurück, drückte Heike die Tasche in die Hand. Da sind Windeln drin, Wechselsachen. Ich muss los!
Die Tür fiel zu, Heike stand mit zwei Kleinkindern im leeren Flur. Bernd war draußen in der Garage, werkelte am Auto, wollte noch dem Nachbarn helfen.
Um eins hatte Philipp genug vom Zeichentrick, tobte durchs Haus. Lina quengelte erst Hunger, dann Durst, dann wollte sie herumgetragen werden. Heike rannte zwischen Kindern und Küche hin und her.
Um zwei sah Bernd ins Haus: Und, alles in Ordnung?
Lässt du mich bitte kurz machen? Die Tomaten müssen jetzt raus ins Beet.
Klar, ich wasch kurz die Hände.
Heike ging in den Garten, holte die Pflänzchen und die Werkzeuge. Kaum hatte sie angefangen zu graben, gab es im Haus einen lauten Knall und Kindergeschrei.
Sie ließ die Schaufel fallen und eilte ins Wohnzimmer.
Bernd saß mit dem Handy auf dem Sofa. Philipp stand daneben, zwischen zerbrochenen Tonscherben, überall Erde, zerdrückte Tomatenkeime ihre Tomaten, die sie wochenlang gepflegt hatte.
Was ist passiert?
Er ist ans Fenster, auf die Fensterbank geklettert, murmelte Bernd, ohne vom Bildschirm aufzuschauen. Habs nicht gesehen.
Heike starrte auf die Erde, auf die zarten Pflänzchen. Zwei Monate hatte sie sie gehegt.
Tante Heike, bist du böse?, fragte Philipp unsicher.
Nein, antwortete sie ruhig und fing an, Scherben und Erde aufzusammeln. Geh zu Onkel Bernd.
Bernd legte das Handy weg. War doch nur Setzlinge. Kannst neue machen.
Heike schwieg. Ihr schnürte es die Kehle zu. Das waren nicht nur Setzlinge. Das war ihr Stück vom Glück, immer wieder beiseite geschoben für fremde Kinder.
Um fünf kam Annegret nicht, um sechs eine Nachricht: Bin noch etwas aufgehalten. Um sieben Funkstille. Heike rief an, aber das Handy blieb aus.
Gegen acht hörte sie draußen einen Motor. Ein glänzender schwarzer SUV fuhr vor sicher nicht aus der Werkstatt. Ausstieg Annegret, vergnügt, etwas wackelig auf den Absätzen. Am Steuer ein Mann mittleren Alters in Lederjacke.
Danke Alex! Meld mich! winkte sie und kam zum Haus.
Hallo! Sorry, hat sich alles gezogen. Ein alter Bekannter hat mich nach dem Gespräch auf einen Drink eingeladen.
Heike roch Wein und Likör. Es hatte kein Gespräch und keine Werkstatt gegeben. Sie hatte die Kinder nur abgeladen und war feiern gegangen.
Wie war das Gespräch?
Was? Ach so, die stellen sich nächste Woche, gibt wohl Wartelisten.
Sie log ohne mit der Wimper zu zucken.
Kannst du Mittwoch wieder einspringen? Noch ein Bewerbungstermin.
Nein.
Das Nein war fest und eindeutig. Annegret sah sie überrascht an.
Was heißt das?
Heißt, ich kann Mittwoch nicht.
Du bist doch eh zuhause!
Ich arbeite von zuhause. Und habe meine eigenen Pläne.
Annegret zog den Schmollmund, ihre Augen glänzten plötzlich. Heike, du weißt doch, wie schwer es für mich ist. Zwei kleine Kinder ich dachte, ihr helft mir. Aber nicht einmal einen Tag kannst du nehmen…
Ich helfe dir seit drei Wochen. Aber ich bin kein Babysitter.
Was ist bloß mit dir los? Die Kinder sind doch Familie!
Es sind nicht meine Kinder, sagte Heike ruhig. Die Verantwortung liegt bei dir, Annegret.
Im Flur war Bernd aufgetaucht, hatte das Gespräch mitangehört.
Was ist hier los?
Annegret wandte sich gleich an ihren Bruder: Bernd, deine Frau will nicht helfen. Nur einmal bitte ich sie
Annegret schluchzte, legte die Hand aufs Herz. Ihr wisst doch, wie schlecht es mir geht. Ich dachte, meine Familie hält zu mir
Sie drehte sich um und verließ das Haus. Ein bisschen mehr Herz, Heike. Ein bisschen mehr Herz
Sie schaltete das Handy ein, setzte sich schweigend auf die Treppe, holte später die müden Kinder und fuhr ohne Abschied davon.
Heike blieb auf der Treppe stehen. Da kam ein unangenehmes Gefühl Schuld oder Scham? War sie vielleicht zu hart gewesen?
Bernd beobachtete das wegfahrende Auto, dann drehte er sich zu ihr um.
Warum nur so stur?
Wie meinst du?
Sie hat dich ganz normal gebeten. Und du…, er brach ab und ging ins Haus.
Eine Woche war Ruhe.
Dann kam Bernd nach Hause und meinte: Annegret braucht wieder für ein Bewerbungsgespräch Hilfe. Komm, nur ein Mal.
Heike schaute ihn an. Müde, verunsichert. Zwischen Schwester und Ehefrau gefangen.
Na gut. Ein letztes Mal.
Am nächsten Morgen rauschte Annegret herein, küsste die Kinder, rief Danke danke! Muss los!
Heike blieb mit Philipp und Lina zurück.
Mittags schaute sie aufs Handy, wollte Mails prüfen. Da fiel ihr ein neues Foto im sozialen Netzwerk auf Annegret im Café, fröhlich mit einer Männerhand um ihre Schultern, Sektglas hochhaltend. Darunter stand: Endlich wieder normale Leute treffen!
Gepostet vor zwanzig Minuten.
Heike schaute auf den Bildschirm und alles wurde ihr klar. Keine Bewerbungen, keine Ärzte. Nur Spaß, Kinder bei anderen abladen. Und vielleicht war der Ex-Mann deshalb gegangen irgendwann reicht’s jedem.
Heike griff zum Telefon.
Bernd, komm und kümmer dich selbst um deine Neffen.
Was ist denn los? Ich bin auf der Arbeit.
Dann soll deine Mutter die Kinder abholen. Ich mache das nicht mehr.
Heike, was ist passiert?
Schau ins Netzwerk deiner Schwester. Dann reden wir.
Stille am Telefon. Dann seufzte er.
Okay. Ich versuche früher zu gehen.
Bernd kam nach zwei Stunden und schaute Heike an:
Ich hab die Fotos gesehen.
Und?
Vielleicht war es nur ein Zufall
Bernd, sie war jedes Mal schon halb beschwipst. Letztes Mal hat sie sich von einem Typen im SUV bringen lassen. Merkst du gar nichts?
Es sind meine Neffen, sagte er lauter. Die können doch nichts dafür.
Und ich? Das sind nicht meine Kinder. Ich muss sie nicht betreuen. Willst du helfen, mach es selbst. Aber nicht über meinen Rücken.
Sie ist meine Schwester!
Sie hat ihre Familie selbst ruiniert. Jetzt sollen wir ihre Kinder nehmen, während sie Spaß hat.
Was redest du da!
Die Wahrheit. Jedes Mal war sie verabredet. Sie hat uns belogen. Ich bin fertig damit. Bist du es auch?
Bernd schwieg lange, rieb sich das Gesicht.
Okay. Ich sehe es ein.
Annegret kam spätabends. Die Kinder schliefen längst auf der Couch. Sie murmelte etwas von Stau und leerem Akku, aber Bernd hielt sie auf.
Annegret, so machen wir das nicht mehr. Die Kinder einfach bei uns abladen geht nicht.
Sie starrte ihn an. Hat sie dich aufgestachelt?
Nein. Ich will das so.
Sie schnaubte, hob den schlafenden Philipp hoch.
Schon klar. Ihr seid ja tolle Verwandte.
Sie ging ohne sich zu bedanken. Die Tür knallte.
Am nächsten Morgen am Küchentisch klingelte das Telefon. Mama stand auf dem Display.
Bernd nahm ab.
Ja, Mama?
Heike hörte nur ihre scharfe Stimme.
Was ist das? Kannst deiner Schwester nicht helfen? Ich kann doch selber nicht …
Mama, wir können auch nicht mehr. Wir haben unser eigenes Leben.
Ach, so redest du jetzt! Haus gekauft und Herz verloren! Ich habs verstanden!
Sie legte auf, kurze Töne im Hörer. Bernd sah Heike an.
Sie ist sauer.
Hab ich gemerkt.
Sie schwiegen. Draußen schien die Sonne, das leere Pflanzgefäß stand auf der Fensterbank. Heike dachte daran, warum sie hergezogen waren für Ruhe, Garten, ihr eigenes Leben. Was sie bekam, war Kinderlärm, fremde Probleme und Familie, die Ansprüche stellte.
Bernd legte seine Hand auf ihre.
Es tut mir leid, sagte er leise. Ich hätte es früher stoppen müssen.
Heike erwiderte nur den Druck seiner Finger. Es war kein Sieg. Die Schwiegermutter war beleidigt, Annegret außer sich, der Frieden würde lange fehlen. Aber zum ersten Mal seit Wochen fühlte sie Erleichterung. Sie hatte Nein gesagt. Und ihr Mann hatte es gehört.
Alles andere später.





