„Mein Nachbar (51) lebt seit 12 Jahren allein. Gestern habe ich ihn gefragt: Warum suchst du keine Partnerin? Er hat mir 6 Gründe genannt. Jetzt verstehe ich, warum er recht hat.“

Gestern bin ich zu meinem Nachbarn Klaus rübergegangen, um mir eine Bohrmaschine zu leihen. Klaus öffnete mir in seiner Jogginghose und einem alten T-Shirt die Tür.

Komm rein, ich habe gerade gegessen, meinte er.

Ich trat ein. Es roch noch nach gebratener Hähnchenkeule, die Wohnung war ordentlich alles an seinem Platz, in der Küche ein geputzter, gedeckter Tisch, der Laptop offen, daneben ein Glas Rotwein.

Klaus ist einundfünfzig, geschieden seit zwölf Jahren, lebt allein. Er arbeitet als Ingenieur bei Bosch, verdient rund 3.500 Euro netto. Ich kenne ihn seit fünf Jahren, seitdem ich in dieses Haus gezogen bin. Ich habe nie eine Frau bei ihm gesehen, nicht einmal zu Besuch.

Er drückte mir die Bohrmaschine in die Hand, schenkte dann jedem von uns einen Whisky ein.

Setz dich doch. War ja lange kein Plausch mehr.

Wir saßen in der gemütlichen Küche und stießen an.

Ich fragte ihn:

Klaus, warum bist du eigentlich allein? Versuchst du gar nicht, jemanden kennenzulernen?

Er grinste leicht:

Nicht aktiv, nein. Weißt du, Thomas, nach zwölf Jahren allein habe ich gemerkt, dass es mir so besser geht.

Wirklich? Warum das?

Er schenkte nach, lehnte sich entspannt zurück.

Ich sags dir. Sechs gute Gründe. Alle persönlich erfahren.

Erste Begründung: Risiko finanziellen Ruins nach Scheidung

Klaus begann:

Ich habe mich vor zwölf Jahren von Steffi scheiden lassen. Wir waren achtzehn Jahre verheiratet, unsere Tochter Annika ist jetzt achtundzwanzig und lebt schon lange eigenständig.

Er nahm einen Schluck.

Die Trennung kam, weil sie fremdgegangen ist mit ihrem Kollegen. Ich habs rausbekommen und die Scheidung eingereicht.

Und?

Das Gericht hat alles zur Hälfte geteilt. Obwohl ich fast alles bezahlt habe: Kredit, Raten alles. Ende vom Lied: Wir mussten unsere Eigentumswohnung verkaufen, und das Geld wurde zu gleichen Teilen aufgeteilt. Davon hab ich mir diese kleine Wohnung hier gekauft.

Er blickte mich an.

Ich musste die Hälfte meines Vermögens abgeben wegen ihres Fehltritts. Und das ist laut deutschem Recht ganz normal. Verstehst du? Ich zahle, sie betrügt und bekommt trotzdem noch die Hälfte.

Klar, das ist eben die Scheidung

Eben. Sag mir, wieso sollte ich jetzt noch mal alles aufs Spiel setzen? Neue Beziehung, gemeinsame Anschaffungen, vielleicht irgendwann Ehe, Auto? Und am Ende wieder alles verlieren, wenn sie geht?

Ich schwieg. Er fuhr fort.

Zweiter Grund: Frauen unterstützen Männerträume nicht

Weißt du Thomas, ich habe einen Traum. Ich will mir eine alte BMW R75 kaufen, restaurieren und am Wochenende durch den Schwarzwald cruisen.

Super Plan!

Finde ich auch. Ich spare schon seit letztem Jahr, im Winter kann ich sie mir leisten. Wenn ich damals, mit Steffi, so eine Idee hatte, wurde ich ausgelacht oder vertröstet. Gitarre lernen war ähnlich Gitarre gekauft, mir Unterricht genommen. Sie meinte nur: Spinnst du? Mit vierzig lernst du kein Instrument mehr, du bist doch nicht Udo Lindenberg. Dann hab ichs gelassen. Oder wenn ich zum Kanufahren an die Lahn wollte sie nur: Die Kreditraten, schon vergessen? Am Ende blieb ich zu Hause.

Er sah durch das Fenster in den Frühlingsabend.

Die meisten Frauen sehen diese kleinen Männerträume als Blödsinn an. Jetzt, allein, kann ich machen, was ich will.

Dritter Grund: Überzogene Ansprüche der Frauen

Klaus fuhr fort:

Vor drei Jahren hab ich mal Tinder ausprobiert. Hab mein Profil ehrlich ausgefüllt: Alter, Beruf, Gehalt, Hobbys. Die einzige, mit der ich länger schrieb, war Sabine, 46, Empfangsdame in einer Physiopraxis. Verdient so 1.500 Euro. Nach ein paar Mails schreibt sie: Du bist sympathisch, aber eigentlich suche ich einen Mann mit mind. 5.000 Euro Einkommen.

Er lachte trocken.

Ich fragte zurück, wie viel sie denn verdiene. Sie war beleidigt, hat mich geblockt.

Im Ernst?

Klar. Ganz viele Frauen von heute halten sich für Prinzessinnen. Selber kein Vermögen, wohnen zur Miete, aber vom Mann erwarten sie ein Haus, Autos, Luxusreisen. Und selbst geben sie wenig.

Er kippte sein Glas.

Ich verdiene solide, hab mein Auto, mein Eigentum, das reicht manchen aber nicht. Ich bin für sie kein Millionär also wertlos. Warum sollte ich jemanden suchen, der mich nicht zu schätzen weiß?

Vierter Grund: Alltagskompetenz und Haushalt

Ich frage:

Vermisst du denn das klassische Familienleben? Kochabende, jemand, der mit dir den Alltag teilt?

Er lachte wieder.

Guck dich um ist es hier dreckig? Nein. Ich mach jede Woche sauber, brauche eine Stunde. Kochen kann ich heute gab es Hähnchen mit Gemüse aus dem Ofen. Waschen? Schmeiß ich in die Maschine. Kurz gesagt, ich krieg alles geregelt.

Er zeigte auf die Küche:

Ich brauche keine Frau, um den Alltag zu meistern. Und ehrlich: Die Hälfte der Frauen heutzutage kann gar nicht mehr richtig kochen, die bestellen lieber Pizza oder Mikrowellenfraß.

Es gibt doch sicher noch gute Hausfrauen?

Sicher, aber warum bräuchte ich eine, wenn sie dann auch will, dass ich alles finanziere? Dann koche ich lieber selbst.

Fünfter Grund: Angst vor Manipulation und Lüge

Klaus schenkte noch mal ein.

Nach der Scheidung hatte ich zwei Beziehungen. Beide waren unehrlich.

Wie meinst du das?

Die erste, Petra, meinte sie sei geschieden. Nach ein paar Wochen kam raus: Sie ist verheiratet, sucht nur einen zweiten Standbein, weil ihr Mann zu wenig verdient. Die zweite, Ines, behauptete, sie habe keine Kinder. Nach zwei Monaten tauchten die beiden Söhne auf sie hatte sie einfach verschwiegen.

Harte Nummer

So ist es. Frauen lügen da ohne Skrupel, meinen, das wäre schon in Ordnung. Kein Wunder, dass Männer misstrauisch werden.

Sechster Grund: Initiativen von Männern werden heute bestraft

Klaus lehnte sich zurück.

Vor einem Jahr hab ich es nochmal versucht im Buchladen. Da stand eine interessante Frau, Mitte 40, im Regal mit Klassikern. Ich habe sie freundlich angesprochen sie schaute mich an, als hätte ich sie beleidigt: Danke, ich komme allein klar. Und weg war sie.

Er lächelte bitter.

Jeder Versuch, als Mann, Kontakt zu knüpfen, wird heute missverstanden. Sprichst du eine Frau an: bist du ein Aufdringlicher. Schreibst du bei WhatsApp: Stalker. Das macht keinen Spaß.

Aber so sind doch nicht alle.

Natürlich nicht. Aber viele. Ich hab keine Lust mehr, ständig Körbe zu kassieren. Soll sich doch mal eine Frau bemühen, wenn sie Interesse hat. Ich renn niemandem mehr hinterher.

Warum mich seine Worte beschäftigt haben

Klaus leerte sein Glas, sah mich an.

Weißt du Thomas, ich sage ja nicht, dass alle Frauen schlecht sind. Es gibt tolle Frauen. Aber sie zu finden, ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Und jeder Fehler tut weh finanziell, nervlich, emotional.

Er stand auf.

Ich bin einundfünfzig, gute Arbeit, Eigentumswohnung, Auto, Hobbys, Freunde. Ich bin glücklich. Warum das alles aufs Spiel setzen? Für ein Risiko, das vermutlich schiefgeht?

Ich ging nach Hause und lag lange wach. Ich selbst bin neunundvierzig, seit dreiundzwanzig Jahren verheiratet. Es läuft gut mit Marion. Aber wenn ich allein wäre würde ich so handeln wie Klaus?

Wahrscheinlich schon.

Ist Klaus nur vernünftig, seinen Frieden und sein Vermögen zu schützen? Oder ist es ein Ausdruck von Angst und Rückzug vor dem Leben?

Stimmt es wirklich, dass Scheidung Männer enteignet, auch wenn die Frau schuld ist? Oder ist das alles Schwarzmalerei?

Ist es gerechtfertigt, mit fünfzig Beziehungen abzulehnen, weil der Preis des Irrtums zu hoch ist? Oder ist das nur eine Ausrede vor dem Risiko?

Unterstützen Frauen wirklich keine Männerträume? Oder suchen sich Männer einfach die Falschen aus?

All diese Fragen gingen mir durch den Kopf, während ich in die Dunkelheit starrte.

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Homy
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„Mein Nachbar (51) lebt seit 12 Jahren allein. Gestern habe ich ihn gefragt: Warum suchst du keine Partnerin? Er hat mir 6 Gründe genannt. Jetzt verstehe ich, warum er recht hat.“
Meine Mutter verlangte plötzlich Geld von uns für das Gemüse aus ihrem eigenen Garten Letztes Jahr hat meine Mutter etwas Unerwartetes getan – sie beschloss, uns das Gemüse aus ihrem Garten zu verkaufen. Sie meinte, wir hätten sie nicht besucht, ihr nicht geholfen, also soll es so laufen. Und wer habe schließlich das Wasser bezahlt, das Gewächshaus, die Helfer, die das ganze Beet vorbereitet und beim Aufbau geholfen haben? Das hatte sie anscheinend schnell vergessen. Das Obst und Gemüse kaufen wir eigentlich günstig im Supermarkt. Wir hatten nie ein eigenes Wochenendhaus. Wir lebten in der Stadt und vermutlich hat mein Vater nie gesehen, wie Kartoffeln aussehen, bevor er sie im Laden kaufte. Meine Mutter hingegen kommt vom Land und hatte sich in ihrer Kindheit und Jugendzeit an Gartenarbeit sattgesehen – sie wollte das nicht mehr. Zu Lebzeiten meines Vaters musste niemand Selbstversorger sein. Er unterstützte die Familie, auch wenn es fast unmöglich erschien. Mama hat ebenfalls gearbeitet, aber Papa war der, der die Hauptlast trug. Nach seinem Tod änderte sich daran kaum etwas. Bis ich erwachsen wurde und arbeiten ging, konnte ich meine Mutter unterstützen, was ich auch getan habe. Wir wohnten lange zusammen und teilten uns die Kosten. Erst als ich vor zwei Jahren heiratete, zog ich aus. Letztes Jahr ging meine Mutter in Rente und wollte unbedingt ein Kleingarten-Grundstück samt Häuschen kaufen. Sie sehnte sich nach Erinnerungen an den riesigen Garten ihrer Großmutter aus Kindheitstagen. Sie hob ihr Erspartes von der Bank ab und erfüllte sich den Wunsch. Meiner Meinung nach nicht sonderlich komfortabel, aber Hauptsache, sie ist glücklich. Natürlich mussten mein Mann und ich finanziell helfen, um das Haus und das Grundstück in Schuss zu bringen. Wir hatten einen guten Job, das ging schon. Für eine Villa reichte es nicht, aber genug, um das Häuschen ordentlich zu machen, Wasser zu legen und die Veranda zu sanieren. Mitarbeiten wollten wir dort aber nie – weder Zeit noch Lust. Wir sind beide echte Städter und keinen Sinn für Gartenarbeit. Am Wochenende schlafen wir lieber aus, gehen mit Freunden weg oder verbringen Zeit zu zweit. Für diese Nachlässigkeit gegenüber Mamas Gartenambitionen bekamen wir regelmäßig Vorwürfe von ihr – meistens hörten die aber auf, wenn die nächste Finanzspritze kam. Und die gab es oft: Für das Gewächshaus, für die neuen Beete (diesmal in Kisten – warum auch immer), fürs Umgraben und Entfernen von Büschen. Wir zahlten alles, Mama musste sich nicht belasten. Auch Taxifahrten haben wir bezahlt, wenn sie sich mal wieder mit Großeinkäufen überhoben hatte und nicht alles mit der Bahn transportieren wollte. Ab und zu erzählte sie mir stolz, was im Garten alles blühte, schickte Fotos von der farbenfrohen Pracht – ich verstand nie wirklich viel davon. Und so lief es, bis sie mir Bilder von ihren Erdbeeren schickte. Groß, rot und saftig! Da lief mir gleich das Wasser im Mund zusammen. Ich bat sie, sie für mich zur Seite zu legen, ich würde sie nach der Arbeit holen. Nie wäre mir in den Sinn gekommen, dass Mama mir jetzt Fotos von verschieden großen Erdbeerboxen schickte – mit Preisschild! Ich habe die Nachricht ein zweites Mal gelesen – vielleicht hatte ich etwas falsch verstanden. Ich rief an: Meint sie wirklich, sie will mir als Tochter Erdbeeren verkaufen? Ja, genau das. „Was erwartest du?“, sagte sie, „Ich erarbeite mir hier jede einzelne Erdbeere. Ihr zwei, du und dein Mann, seid zu faul zum Helfen – warum sollte ich euch was schenken? Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!“ Mamas Ansage. Ich erinnerte vorsichtig daran, wie viel wir ihr für den Garten ermöglicht hatten. Darauf wurde sie richtig empört: „Wie kannst du sowas zu deiner Mutter sagen?“ Aus Prinzip kaufe ich kein Obst oder Gemüse von meiner eigenen Mutter. Dann soll sie ihr Gemüse eben an jemand anderen verkaufen. Wir holen uns alles auf dem Markt – heutzutage kein Problem. Versuche, uns Gurken und Zucchini zu verkaufen, haben wir konsequent abgelehnt. Wir werden sie jetzt beim Garten auch nicht mehr unterstützen, selbst wenn sie fragt. Für Dinge wie Strom, Medikamente oder Wichtiges zur Gesundheit werden wir ihr helfen, aber für den Garten? Nicht mehr!