Scheidung, Verrat und Lügen

Scheidung, Verrat und Lügen

Ich muss gestehen, ich wusste oft nicht mehr weiter! Meine neue Ehe erwies sich als weitaus schwieriger, als ich je erwartet hatte. In meinem Kopf kreisten immer öfter düstere Gedanken über eine Scheidung. Ich konnte einfach nicht länger das respektlose Verhalten eines aufgebrachten Teenagers ertragen schon gar nicht, wenn dabei meine kleine Tochter darunter leiden musste!

Ich weiß, dass du mir sehr ablehnend gegenüberstehst, begann ich das Gespräch, wobei mein Blick auf der bockigen Stieftochter ruhte. Das Mädchen war mir völlig entglitten, zeigte keine Bereitschaft zu Gesprächen und vor ihrem Vater schien sie stets ein Engel. Ich kann dich ganz gut verstehen. An deiner Stelle wäre ich vermutlich auch enttäuscht, mühte ich mich um ein freundliches Lächeln. Ja, ich habe den Platz deiner Mutter eingenommen. Aber: Dein Vater war bereits längst geschieden, als wir uns begegneten. Ich habe niemanden weggenommen und keine Familie zerstört! Ich verdiene so ein Verhalten wirklich nicht! Martin war komplett frei!

Luisa verzog vor Verachtung spöttisch den Mund, ihre Blicke wurden wütend. Sie konnte einfach nicht akzeptieren, dass ihr Vater so rasch Ersatz für ihre Mutter gefunden hatte. Gerade ein halbes Jahr war vergangen seit der Scheidung, und schon brachte er diese Frau ins Haus. Luisa war überzeugt: Ohne mein Auftauchen hätten ihre Eltern sich wieder versöhnt und wären heute glücklich vereint.

Wärst du nicht dagewesen, hätte Papa Mama längst vergeben. Dann wäre wieder alles wie früher, fauchte sie. Innerlich tobte ein Sturm. Die Scheidung der Eltern war für sie ein gewaltiger Schock, mein Auftauchen machte alles nur noch schlimmer. Nicht einmal ansatzweise wollte sie glauben, dass zwischen ihrem Vater und mir erst nach der offiziellen Trennung etwas begonnen hatte. Sicherlich, so glaubte sie, war ich schuld an allem.

Ich atmete schwer. Mir war klar, dass es nicht leicht werden würde, Luisa zu überzeugen. Dafür war sie zu verletzt, zu wütend. Doch so konnte es unter keinen Umständen bleiben! Die damals Sechzehnjährige wurde ständig gegen meine fünfjährige Tochter, Annalena (die nach der Heirat von Martin adoptiert wurde), aktiv. Ein Stoß im Flur, ein zerbrochenes Lieblingsspielzeug, gemeine Worte all das musste Annalena ertragen.

Du hast jedes Recht auf deine eigene Meinung, entgegnete ich so ruhig ich nur konnte. Aber ich habe nur eine Bitte: Lass meine Tochter aus dem Streit heraus! Sie trifft keine Schuld! Machst du so weiter, dann werde ich mit Martin sprechen, und er wird sich selbst um das Problem kümmern! Vielleicht kannst du mir nicht glauben, aber mit deinem Vater solltest du reden er wird dich nicht anlügen.

Doch Luisa schlug die Tür hinter sich zu. Sie weigerte sich, auf meinen Unsinn zu hören, zumal ihre Mutter ihr angeblich alles ehrlich erzählt hatte. Und Mama lügt ja nie

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Gespräche halfen wenig. Das Klima bei uns zu Hause blieb eisig. Luisa hasste mich weiterhin offen, war voller Missgunst bei jedem Aufeinandertreffen einzig Annalena wurde mittlerweile nur noch ignoriert.

Oft fragte ich mich, ob Luisa wirklich die tatsächlichen Hintergründe der elterlichen Trennung nicht ahnte, oder einfach ihr kindlicher Schutzmechanismus wirkte.

Dabei war die Wahrheit eine andere: Karin, Luisas Mutter, führte ein Doppelleben. Sie war ihrem Mann längst untreu geworden, verbarg ihre Eskapaden akribisch. Trotz Ehevertrages, der bei Untreue sofortige Scheidung ohne Unterhaltsregelung vorsah.

Doch wie so oft kommt die Wahrheit ans Licht. Einmal kehrte Martin unerwartet früh von der Arbeit zurück. Die Wohnung war ungewohnt still Luisas Mutter hatte behauptet, krank zu sein und deshalb nicht auszugehen.

Wo ist Mama? fragte er, das Jackett aufhängend.

Sie ist mit einer Freundin unterwegs, antwortete Luisa, den Blick abwendend. Sie schämte sich, ihn anzulügen, aber ihre Mutter hatte sie darum gebeten. In Wahrheit wollte Karin sich mit einem alten Bekannten treffen, den Martin nicht ausstehen konnte.

Mit Sabine? schmunzelte Martin ironisch. Traf ihn heute das Glück?

Ja, bestätigte das Mädchen scheinbar unschuldig. Wieso fragst du?

Bist du dir sicher, dass es Sabine war? hakte Martin nach.

Ganz bestimmt, beharrte Luisa. Ich selbst habe gesehen, wie Mama zu ihr ins Auto stieg. Ist was passiert? Kannst du sie nicht anrufen?

Das Lächeln ihres Vaters wurde frostig. Gedankenverloren trat er ans Fenster. Alles, um das Puzzle weiterzulegen.

Nein, nichts ist, sagte er nach einer Pause, ohne sie anzusehen. Ich wollte nur wissen Nur

Luisa fror regelrecht ein, spürte die wachsende Unruhe.

Was? flüsterte sie schließlich.

Martin drehte sich zu ihr. Ernste Entschlossenheit ließ seine Stimme fest klingen.

Du kannst einfach nicht lügen, stellte er trocken fest. Du bist rot geworden, weichst mir aus. Mach dir keine Sorgen, ich werde deine Mutter finden. Und dann werden wir reden. Sehr bald.

Luisa stürmte zum Telefon, um ihre Mutter zu warnen doch die hatte ihr Handy freilich ausgeschaltet, damit niemand sie störte. Verzweifelt tigerte das Mädchen durchs Zimmer.

Martin hingegen handelte schnell. Mit moderner Technik ließ sich Karins Standort schnell bestimmen und die schlimmsten Vermutungen bestätigten sich. Mit den Beweisen war die Gerichtssache klar.

Die Scheidung war formell bald erledigt und das mit deutlichem Vorteil für Martin. Karin verlor alles: ihren hohen Lebensstandard, gesellschaftlichen Status, finanzielle Sicherheit. Es blieb ihr nur eine kleine Wohnung am Stadtrand von München und keinerlei Einkünfte sie hatte nie gearbeitet und keinerlei Rücklagen.

Luisa blieb beim Vater. Eine Selbstverständlichkeit: Ihre Mutter konnte ihr nicht das Leben bieten, das sie gewohnt war, sie konnte weder Schule noch Hobbys finanzieren. Außerdem war Karin mehr mit sich als mit ihrer Tochter beschäftigt.

Dennoch brach Luisa den Kontakt zu ihrer Mutter nie ab. Heimlich überwies sie monatlich Geld von ihrem Konto, immer in der Hoffnung, die Eltern würden sich wieder versöhnen.

Doch Überraschung! Nur ein halbes Jahr nach der Scheidung verliebte sich Martin erneut. Und nicht nur das: Melanie, die neue Frau, brachte auch ihre eigene kleine Tochter Annalena mit, die er sogar adoptierte. Und nun schenkte er Annalena davon noch jede Menge Aufmerksamkeit. Das traf Luisa besonders. Sie fand, sein ganzes Interesse sollte ihr gelten, nur ihr!

Bei einem ihrer Treffen suchte sie Trost bei ihrer Mutter:

Wenigstens haben sie noch nicht geheiratet, murmelte Karin nachdenklich, überlegte im Stillen, wie sie die neue Frau wieder loswerden könnte. Versöhnung mit Martin strebte sie nicht an, den Verlust der Alimente aber umso weniger. Das kann man bestimmt verhindern. Dann können wir vielleicht alles zurückdrehen.

Luisa verzog die Nase:

Und wie will man die beiden trennen? fragte sie genervt. Die sind so eng, das ist zum Kotzen! Melanie wagt kaum, Martin zu widersprechen, aus Angst um ihren Status. Und ihre Tochter erst! Papa verbringt mit Annalena so viel Zeit Wozu? Er ist nicht ihr Vater! Ich bin seine einzige Tochter!

In ihr brannte Enttäuschung. Warum hatte ihr Vater ihre Mutter so leicht vergessen und verwöhnte jetzt Fremde? Sie fühlte sich verraten, verlassen, plötzlich überflüssig.

Bald wirds noch schlimmer, seufzte Karin dramatisch, Leider musst du für meine Fehler büßen. Bald schickt dich Martin zu mir und dann gibts nur noch mickrige Unterhaltszahlungen

Luisa wurde blass, die Vorstellung an ein Leben in der beengten Stadtrandwohnung voller alter Möbel, ohne Luxus und Komfort, ließ sie erschauern. Keine Designerkleidung mehr, keine schicken Handys alles könnte sich auflösen, mit einem Schlag.

Nie im Leben! rief sie, voller Empörung. Ich lasse mir nicht nehmen, was mir zusteht!

Die Panik stand ihr ins Gesicht geschrieben.

Karin, die den Effekt ihrer Worte spürte, legte nach:

Eigentlich wollte ich es dir nicht sagen, aber du erfährst es eh bald: Papa begann mit dieser Frau schon vor unserer Scheidung! Was immer er behauptet. Und ich weiß aus sicherer Quelle, Melanie ist schwanger.

Luisa traute ihren Ohren nicht:

Was? Unmöglich! Sie sprang heftig auf, stieß den Stuhl um. Das halte ich nicht aus! Ein schreiendes Baby im Haus Als ob Annalena nicht schon genug wäre!

Der Gedanke, dass noch ein Kind in Papas Familie kommen könnte, war ein Alptraum. Mit niemandem wollte sie teilen weder Zunehmen der Liebe ihres Vaters noch das Erbe.

Karin beugte sich mit verschwörerischem Flüstern vor:

Es ist leider wahr. Eine Freundin von mir arbeitet in einer Privatklinik Melanie ist mehrfach zur Untersuchung gekommen, neulich war Martin sogar mit dort. Deine Patentante hat mich sofort informiert.

Luisas Herzschlag beschleunigte sich.

Es ist ein Junge! Das ist sicher! Und weißt du noch, was für eine Enttäuschung dein Vater damals war, als du geboren wurdest? Wochenlang wollte er dich nicht in den Arm nehmen, schimpfte die ganze Zeit

Das hast du mir nie erzählt meinte Luisa tonlos, Tränen traten in die Augen. Ich dachte, Papa liebt mich.

Damals wollte ich dich nur schützen. Heute liebt er dich wirklich, aber bald wird sein kleiner Sohn die Nummer eins sein. Auch deine Launen hat er längst satt, das hat er mir schon gesagt.

Luisa ballte die Fäuste. Erreichte Melanie wirklich einen Jungen, war Streit mit dem Vater aussichtslos.

Was soll ich tun? wisperte sie.

Ein listiges Grinsen erschien auf Karins Gesicht.

Das ist leicht. Triff Melanie an ihrer schwächsten Stelle ihrer Tochter. Annalena ist ihr alles. Also nimm das Mädchen mit in den Park, verhalte dich freundlich

Luisa lauschte und schmiedete im Stillen längst Pläne, noch ohne das Ziel zu kennen, nur eines war klar: Es musste gehandelt werden. Und zwar bald.

Und was bringt das, sie spazieren zu führen? fragte sie schließlich.

Karin beugte sich noch näher heran:

Du gehst mit ihr zum Westpark und lässt sie ganz hinten im verlassensten Teil einfach zurück, sagte sie langsam. Aber keine Sorge, jemand wird aufpassen, dass nichts passiert. Dann rufst du deinen Papa, sagst unter Tränen, Annalena sei dir davongelaufen. Und dass du sie verzweifelt gesucht hast, aber nicht finden konntest.

Aber das ist gefährlich! Da wird Papa nur gegen mich! gab Luisa zu bedenken. Er wird mir nie verzeihen!

Karin winkte ab, als rede sie zu einem Kind.

Keine Sorge, Liebling! Wenn du in Tränen ausbrichst und dich entschuldigst, dann rettet jemand das Kind zufällig, versteht sich und bringt es euch. So bleibst du die Unschuldige, Annalena wird sagen, du hast sie zurückgelassen, aber Martin glaubt doch dir! Melanie dagegen sie wird toben. Und packt vielleicht gleich ihre Sachen.

Luisa räusperte sich. Sie dachte an die möglichen Folgen; alles konnte nach hinten losgehen.

Annalena kann sprechen! Die wird erzählen, was passiert ist!

Doch Karins Lächeln war kalt:

Genau! Sie wird dich beschuldigen, aber du bleibst standhaft und verneinst alles. Martin glaubt dir, schließlich bist du seine Tochter. Die andere wird wahnsinnig, und ich kann dann für ihn da sein

Luisa reagierte nach kurzem Zögern mit einem spöttischen Lachen:

Der Kleinen schadet es sicher nicht, mal Angst zu haben.

Was sie wirklich beschäftigte, war Annalenas Wohl.

Nur ein Bedingung: Annalena darf nichts passieren.

Natürlich, mein Schatz, säuselte Karin. Wir wollen doch niemandem schaden. Nur ein kleiner Schrecken.

Zufrieden breitete sich ein siegessicheres Lächeln auf ihrem Gesicht aus. Triumph lag in der Luft. Sie hatte ihre Tochter überzeugend für ihr schäbiges Spiel eingespannt.

Karin ließ sich auf dem Sofa nieder, scrollte auf dem Handy. Im Grunde wollte sie Martin gar nicht zurück sie hatte längst einen neuen Mann in Aussicht, wohlhabend und attraktiv.

Nein, mein Lieber, dachte sie bei sich, ich brauche deine Vergebung nicht. Ich will nur, dass du leidest.

Der Plan war in seiner Boshaftigkeit erschreckend simpel: Erst sollte Martin einen schmerzlichen Verlust erleiden. Karin hatte jemanden, der ihr dabei helfen würde.

Lass ihn nur leiden! dachte sie grimmig. Verdient hat er es für die Scheidung, für die Demütigung, für all seine Vorwürfe

Die Freude am geplanten Rachefeldzug glänzte in ihren Augen. Die Schwangerschaft von Melanie war dabei nichts als eine Lüge. Alles Berechnung.

Würde Melanie weinen, wäre Gerechtigkeit hergestellt zumindest in Karins Augen. Sollen doch andere das Leid ertragen, das sie selbst gespürt hatte.

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Alles lief nach Plan. Luisa spazierte mit Annalena durch den Park. Die Kleine redete fröhlich, Luisa tat gelangweilt. An der abgelegenen Stelle lenkte sie Annalena ab, ließ sie zurück.

Als Annalena sah, dass Luisa verschwunden war, bekam sie Angst. Sie wollte weglaufen, doch plötzlich tauchte ein unheimlicher Mann auf, griff nach ihr. Doch zum Glück sprang eine große Dogge aus dem Gebüsch, knurrte, und der Mann ließ erschrocken von Annalena ab.

Das Mädchen rannte panisch los, wusste nicht wohin, aber sie hatte gelernt: Im Notfall einen Erwachsenen um Hilfe bitten! Sie stieß fast mit einer Frau zusammen und brach in Tränen aus.

Annalena trug eine Kette mit Notfallnummer, wie ihre Mutter es geraten hatte. Die hilfsbereite Frau rief Melanie sofort an und berichtete alles.

Als ich den Anruf erhielt, schnappte ich mir mein Handy und erreichte Martin er war in Minuten im Park! Wütend erhielt er fast zeitgleich einen Anruf von Luisa, die ihm beichtete, Annalena verloren zu haben. Seine Sorge ließ ihn beinahe rasen.

Luisa spielte die Zerknirschte, doch ihr fahriger Blick verriet sie. Als Annalena die Wahrheit erzählte und Luisa aus Angst vor dem Vater ihre Mutter verriet, verlor Martin vollkommen die Fassung.

Wie konntest du nur?! schrie er lauthals. Du hast ein kleines Kind in Gefahr gebracht!

Es ist doch nichts passiert!

Nichts passiert? Weißt du, was hätte passieren können, wenn die Dogge nicht gekommen wäre? Das ist ein Park gefährlich, voll Unwägbarkeiten! Wenn sie jemand entführt hätte was dann? Wie willst du das verantworten?!

Aber Mama hat gesagt begann Luisa, wurde aber von Martin unterbrochen:

Mit deiner Mutter spreche ich noch! Aber du so viel Kälte, so viel Gleichgültigkeit!

Warum ist dir dieses fremde Mädchen wichtiger als deine eigene Tochter? Warum kannst du nicht zu Mama zurück alles wäre okay!

Okay? murmelte Martin und sank schwer auf das Sofa. Was ist okay an Verrat, Lüge, Niedertracht? Du hast nichts verstanden, Luisa. Wenn du deiner Mutter so vertraust, dann ziehst du zu ihr. Ich hole dich an den Wochenenden.

Luisa erbleichte. Ihr schlimmster Alptraum wurde wahr.

Was? Nein! Bitte, Papa! Ich will bei dir bleiben!

Sie weinte hemmungslos, klammerte sich an ihn.

Bitte! Ich habs kapiert, es wird nie wieder passieren!

Doch Martin blieb hart.

Zu deiner Mutter. Ich habe alles gesagt. Wenn du dich änderst, kannst du zurückkommen.

Der Umzug war für Luisa ein Schock, und auch Karin reagierte kühl. Das Leben in der kleinen Wohnung war trist und fernab aller Wunschvorstellungen.

Bald hatte Karin einen neuen Mann, dann schickte sie Luisa sogar in ein angesehenes Internat. Das ist das Beste für uns beide, sagte sie.

So verbrachte Luisa die meiste Zeit ihres Lebens unter Fremden, ihre Träume vom Luxus waren dahin, die Beziehung zum Vater zerbrach. All das war die bittere Konsequenz ihrer eigenen Stolz und ihres Wunsches, einer neuen Familie Leid zuzufügen.

Heute weiß ich: Eifersucht, Lügen und Rache zerstören letztlich immer einen selbst mehr als andere. Wer nicht verzeihen kann, bleibt einsam zurück.

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Homy
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Scheidung, Verrat und Lügen
Ich habe es satt, immer die Unsichtbare zu sein. Eine Erzählung