Zeichne ein Märchen
Marion, Liebling! Wir haben Neuigkeiten, Papa und ich!
Marion bugsierte routiniert den nächsten Löffel Grießbrei in Leons Mund und wischte ihm dabei den Kinn ab.
Was denn?
Es gibt bald noch ein Geschwisterchen! Ich bin schon im vierten Monat. Was für ein Glück, Marion! Mama schlang den Arm um ihre älteste Tochter. Noch ein Kind! Wir sind dann bald zu siebt. Jetzt sind wir wirklich eine große Familie!
Marion schwieg, ließ die Hände sinken und vergaß ganz den kleinen Leon, der diesmal als hätte er alles verstanden nicht wie üblich zu meckern begann, sondern nur ernsthaft das Gesicht seiner großen Schwester musterte.
Warum sagst du nichts? mutterierte Christine weiter und stupste Marion sanft. Freust du dich denn nicht? Marion, man kann doch nicht so eigennützig sein! Mach mir doch keine Sorgen, mein Mädchen! Sie küsste sie auf den Kopf und verschwand in den Flur.
Ma-ma-ma! brabbelte Leon und streckte die Arme nach seiner Schwester aus.
Marion erwachte aus ihren Grübeleien und griff wieder zum Löffel.
Glück… Gibts so was denn überhaupt?
Sie erinnerte sich an einen einzigen Moment im Leben, an dem sie vollkommen glücklich war. Sie war fünf, Oma Hilda war noch fit, und sie machten einen Ausflug in den Schwarzwald. Mama war damals schwanger mit Sven und hatte frische Luft verordnet bekommen. Es waren viele Kinder da, aber Marion, Mamas Mädchen, klebte wie immer an ihrem Rockzipfel. Dann nahm Papa sie mit, um Pferde zu sehen. Und dieses kurze Gefühl als Papa sie auf den Rücken eines großen, warmen Rappen setzte war pure Seligkeit. Erst hatte sie Angst, dann hatte sie das Gefühl, als hätte sie Flügel. Das Pferd ging ein paar Schritte, sie umklammerte die Mähne, dann brach sie in Lachen aus. Wunderbarerweise wieherte das Pferd freundlich zurück. Die Eltern lachten:
Na, da habt ihr euch ja super unterhalten!
Später bettelte Marion, sie möge doch Reitunterricht nehmen. Aber dann kam Sven, dann die kleine Luise, und Reiten war zu teuer. Es blieb beim Traum.
Warum dieser Tag so tief in ihrem Herzen steckte, wusste sie selbst nie genau. Hätte sie jemand gefragt, hätte Marion keine Antwort gewusst. Aber diesen Duft nach Heu, Fluss und Sonne, diese Elternnähe bewahrte sie sich als Notfallvorrat für schlimme Tage. Wie heute eben.
Sie wusch Leon ab, bugsierte ihn ins Laufgitter und ging, um die kleine Luise zu wecken. Die musste heute zur Kita. Kaum war sie im Kinderzimmer, wankte sie kurz zu wenig Schlaf , riss sich aber gleich wieder zusammen. Wenn es gut geht, kann sie heute Nachmittag vielleicht mal schlafen, während Luise in der Kita ist. Wenn Sven dann auch noch Mitleid hat und ein bisschen beim Putzen hilft, reicht es vielleicht sogar für ein bisschen Prüfungsvorbereitung. Denn Marion hatte gestern bis spät abends fürs Examen gelernt, dann hatte Luise geweint, und Marion musste sie zu sich nehmen sonst hätte sie bis zum Morgengrauen ihre Kinder-Albträume ausgelebt. Marion hatte schon zig Mal zu Mama gesagt, vielleicht sollte Luise mal zum Kinderpsychologen, aber Christine wehrte ab:
Ach, was du immer hast, sie wächst da schon raus!
Marion wusste mittlerweile, dass sie ihrer Schwester nur helfen konnte, wenn sie sie zu sich holte. Denn nur so beruhigte sich Luise. Für Marion allerdings endete die Nacht damit. Seit es Sven gab, schlief sie sowieso sehr leicht.
In der Familie Steinberger gabs vier Kinder: Marion, die Älteste, sie war vor einem Monat 18 geworden. Dann Sven, 13 Jahre alt und nervige Phase. Luise, die vor ein paar Wochen ihren fünften Geburtstag gefeiert hatte. Und Baby Leon, gerade mal ein Jahr alt.
Christine und Uli hatten sich über Freunde kennengelernt. Sabine, die beste Freundin von Mama, meinte damals beim Kaffeeklatsch, ihr Mann kenne da jemanden, der auch eine große Familie wolle. Sie trafen sich auf einem runden Geburtstag und fanden sofort einen Draht zueinander. Christine erzählte dann immer:
Stell dir vor, ich war völlig geflasht! Ich begann einen Satz, Uli hat ihn beendet. Seelenverwandtschaft!
Ein Jahr später zog das frisch verheiratete Paar in Omas Wohnung, nachdem diese beschlossen hatte, sie wolle zu Tante Moni und Onkel Ralf ziehen.
Da wohnt mal richtig schön, Kinder! Wer weiß, vielleicht erlebe ich dann ja sogar Urenkel.
Hat sie auch. Marion liebte ihre Uroma. Sie lernte noch Marion, Sven und Luise kennen. Nur bei Leon war sie schon im Himmel.
Mit Uroma und den fitten Großeltern war das Leben noch recht entspannt für Marion. Als Sven zur Welt kam, war sie noch klein, erst ab der Grundschule fing das Chaos an. Ruinierte Hefte, bemalte Schulbücher, überall herumliegende Stifte all das war Alltag. Marion versteckte ihre Sachen wie eine Eichhörnchen ihre Nüsse, doch Mama hatte nur einen Spruch auf Lager:
Marion! Du sollst nicht so egoistisch sein!
Und sie war es ja nicht. Nicht damals, nicht später, als die Kleinen kamen. Sie erwischte sich inzwischen selbst dabei, das als Mantra im Kopf zu haben, wenn es mal wieder um die kleinen Geschwister ging. Sie glaubte wirklich, Familie sei ein Ort, wo keiner etwas Eigenes hat. Keine eigenen Sachen, kein eigenes Zimmer, nicht mal ein Minütchen Zeit.
Ihr seid doch verwandt! Und du bist meine allerbeste Helferin! Mama umarmte sie, und Marion ließ prompt alles stehen und liegen, um mitzuhelfen.
Richtig Luft bekam sie erst, als Luise in die Kita kam. Sven war für den eigenen Schulkram zuständig, Marion musste nur noch kurz drüberschauen. Das war eine komfortable Phase, auch wenn Luise oft krank war und Marion dann Kindermädchen spielen musste. Dann kündigte Mama das vierte Kind an und kaum war Leon da, wackelte das gesamte Gleichgewicht. Der Junge wurde zu früh geboren, mit einer Akte voller Diagnosen. Glücklicherweise wurde alles besser mit Zeit und Ärzten. Aber Mama war dauernd mit Leon zu irgendwelchen Untersuchungen unterwegs und Marion schmiss den Haushaltsladen. Sie verstand alles aber manchmal, abends, nach dem Abwasch, träumte sie davon, einfach mal fortzulaufen. Und irgendwo zu zeichnen, Musik zu hören, ohne dass jemand ruft.
Früher hatte Uroma sie in die Kunstschule begleitet. Ein Jahr Malerei ein kleines Glück, eine bunte Zuflucht. Dank knappem Familien-Budget musste sie jedoch bald aufhören. Stattdessen reichten ihr Wasserfarben aus dem Supermarkt und ein billiger Block, um im eigenen Kopf davon zu fliegen: Mal war sie Prinzessin, mal tapfere Kriegerin, mal einfach ein Mädchen im Märchen. Ihre Zeichnungen waren so bunt und fantasievoll, dass die Kleinen stundenlang davor saßen. Später ergänzte sie die Bilder um Geschichten, und so musste Mama abends gar nicht mehr ins Kinderzimmer gucken. Marion erzählte Märchen und die Kleinen lauschten gebannt.
Morgens jedoch begann der Kreislauf von vorne: Waschen, Anziehen, Füttern, Kita, Schule. Marion half, wo sie konnte, weil sie wusste, wie erschöpft Mama war. Manchmal träumte sie davon, einfach im Café mit Freundinnen zu sitzen oder mal ins Kino zu gehen. Doch die hatten längst aufgehört, sie einzuladen. Sie wussten ja, was kommt:
Ich kann nicht, ich muss nach Hause. Habs Mama versprochen…
Erst vor einem Monat wurde bei Leon wieder mal eine Sorge von der Ärztin gestrichen und Marion dachte: Noch ein bisschen, dann kommt auch Leon in die Kita, und ich habe endlich mal Zeit für mich.
Pustekuchen.
Marion seufzte. Ändern lässt sich eh nichts dann eben einfach weitermachen.
Sie fütterte Luise, packte sie schnell zusammen und merkte auf die Uhr zu spät!
Los, Luise, auf jetzt!
Marion, geh bitte noch in den Aldi! rief Mama vom Flur.
Marion winkte nur und rannte los. Ein gewöhnlicher, chaotischer Tag nahm seinen Lauf und erst abends fiel ihr ihr Geheimnis wieder ein. Sie hatte es verschwitzt, morgens die Mails zu checken. Also jagte sie nach dem Mittagessen Sven vom Computer.
Nur für fünf Minuten! Du hast deine Hausaufgaben gemacht?
Och, fang nicht an! Mir fehlt nur noch ein Level!
Wenn Mama kommt, ist das Level eh vorbei. Soll ich dir noch mit Mathe helfen?
Och, lass mich wenigstens zu Ende spielen! Es geht um mein Leben!
Ich bin gleich wieder weg versprochen. Mach uns doch nen Tee, dann helfe ich dir nachher mit Algebra.
Ja, ja… Sven trollte sich Richtung Küche, während Marion die Daumen waren gekreuzt endlich klickte.
Eine Minute später hallte ein begeisterter Schrei durch die Wohnung, fast hätte Sven die Teetasse fallen lassen. Marion sprang wie ein Gummiball durchs Zimmer.
Es hat geklappt! Sven, ich habs geschafft!
Hä, was denn? Sven war so irritiert, dass er das Glas vollkommen vergaß.
Marion drückte ihm einen Schmatzer auf die Nase, schnappte sich die Tasse und meinte nur:
Später! Jetzt Mathe, sonst wird das nix mehr mit dem letzten Level.
Sven nickte und holte sein Heft.
Während Marion mit halbem Ohr Gleichungen erklärte, schweifte ihr Blick immer wieder zur E-Mail, die da von einem kleinen Verlag aus München kam, wo sie vor Wochen ihre Bildergeschichten eingereicht hatte. Über zwei Jahre hatte sie darauf hingearbeitet! Immer wenn die Geschwister mit leuchtenden Augen ihren Märchen gelauscht hatten, dachte sie: Vielleicht mögen auch andere Kinder meine bunt wimmeligen Seiten? Dann könnte aus dem Zeichnen ja vielleicht sogar Beruf werden.
Und siehe da: Einladung zum Vorstellungsgespräch! Tja, jetzt brauchte sie eigentlich nur noch ihre Eltern… und ein bisschen Geld, denn viel gab das Familienkonto nicht her.
Marion! Also was das jetzt soll! Was wollen die denn mit deinen Bildern? Es gibt doch schon genug Profis!
Aber Mama, wenn sie mich einladen, dann kanns doch nicht komplett daneben sein?!
Mag ja sein, aber wir haben das Geld einfach nicht. Leon muss bald wieder zur Therapie; das hat jetzt Vorrang. Ich brauche alles für die nächsten Untersuchungen und Medikamente. Wir wollen doch nicht, dass Leon wieder das Gleiche mitmacht.
Marion sackte zusammen. Mama hatte ja Recht.
Ich suche mir einfach einen Ferienjob. Steffi meinte, im Café werden Hände gebraucht.
Und wer macht dann den Haushalt? Ich packs ja alleine nicht. Nein, Marion, aus und Ende, Thema durch.
Christine ging, um Leon zu baden. Marion verzog sich weinend hinter ihr Buch, bemühte sich aber, vor den Kleinen nicht zu schluchzen. Doch Luise ließ sich nicht täuschen. Sie kletterte auf Marions Schoß und schmiegte sich an ihren Hals.
Nicht heulen!
Marion drückte sie.
Mach ich nicht…
Na gut, Heulen hilft auch nichts. Jetzt musste ein Plan her: Wie beschafft man Kohle und lässt Mama nicht im Chaos versinken? In der E-Mail stand, sie hätte einen Monat Zeit sich zu melden also, worauf warten?
Sie schickte Luise ins Bad (Schau mal, ob Mama mit Leon schon fertig ist! Und du: Was hast du heute gemacht, dass du farbige Ohren hast? Gemalt! Sehr gute Arbeit!), griff zum Handy und rief Steffi an.
Tagesschichten im Café gibts noch?
Klaro, aber du hast doch Uni?
Jetzt ist Prüfungsphase, danach Semesterferien. Ich steh morgens auf der Matte und arbeite, solange ihr mich braucht!
Ich frage nach, ob das klappt. Brauche eh eine Vertretung… Versprechen kann ich aber nichts!
Danke, du bist die Beste!
Steffi konnte tatsächlich eine Vertretung organisieren. Drei Wochen jobbte Marion durch nicht die Welt, aber am Ende reichte es für ein Zugticket München und ein bisschen was zum Übernachten.
Abends, Nachschicht durchgezogen, wagte sie ein zweites Gespräch bei Tisch.
Ich hab das Geld zusammen. Reicht. Bitte, Mama, Papa? Ich wills wenigstens versuchen. Vielleicht wird ja was daraus?
Ach, Marion! Schon wieder? Wie oft noch? Christine stellte die Teetasse zu heftig ab. Das ist doch nur Spinnerei. Meinst du, deine Bildchen sind besser als die von den Profis?
Es geht nicht nur ums Zeichnen, Mama, sondern auch um die Geschichten.
Na und?! Für sowas studiert man jahrelang! Was soll dir das bringen, mein Schatz? Und wenn sie dich auslachen? Dann bist du frustriert fürs Leben!
Wenigstens hab ich es dann probiert… murmelte Marion und schielte zum Boden.
Jetzt mischte sich Uli, ihr Vater, ein:
Marion hat Recht.
Was?! Christine guckte, als hätte sie Uli noch nie gesehen.
Lass sie fahren. Lieber eine richtige Beule holen als ein Leben lang zweifeln. Wir können zwar nicht viel geben, aber ein bisschen Urlaubsgeld gibts noch.
Aber Papa! Davon wollten wir doch ans Meer… Zwei Jahre gespart! Marion weinte vor Rührung.
Nützt doch eh nix! Braucht grad keiner. Du brauchst es jetzt. Na, Christine?
Christine seufzte und nickte.
Danke! Marion fiel ihren Eltern um den Hals und sprintete aus der Küche.
Uli…
Was denn? Ehrlich jetzt. Wir haben sie zu unserer Allzweckkraft gemacht!
Hör auf! Was sagst du da?
Genau das. Sie ist Babysitterin, Putzfee, Nachhilfelehrerin und das alles umsonst! Guck dich mal um!
Vielleicht hast du recht… Ich bin eine schreckliche Mutter?
Ach, Quatsch! Schau dir unsere Kinder an. Klug, lustig, sensibel. So schlecht sind wir dann wohl nicht.
Zwei Tage später drängelte sich die ganze Familie zum Bahnsteig.
Ruf uns oft an! Christine drückte Marion. Und toi, toi, toi! Hau sie um!
Eine Woche später kehrte Marion zurück ein ganz neues Gefühl von Ich kann das!. Selbst wenn es nur ein dünnes Büchlein gibt mit ein paar Geschichten, es ist ihr erstes. Daran zweifelte sie nicht mehr.
Wer ist da? rief sie beim Öffnen der Tür.
Luise sprang förmlich aus dem Kinderzimmer, warf sich ihr um den Hals:
Juhu, du bist da! Und: Es wird ein Mädchen!
Marion brauchte einen Moment, dann lachte sie und herzte Luise:
Prima! Dann bist du jetzt auch große Schwester!
Wow! Luises Augen leuchteten. Muss ich jetzt mutig werden! Was, wenn sie auch so Angst hat?
Wird sie nicht du bist ihr Schutzengel!
Klar doch! Luise ballte die kleinen Fäuste.
Kleine Kämpferin! Marion strich ihr liebevoll durchs Haar. Und wo sind alle?
Bereiten eine Überraschung für dich vor. Komm mit!
Luise zog Marion ins Kinderzimmer.
Schau mal!
Marion blieb mit offenem Mund stehen. Aus der Chaoskiste war ein schönes Reich mit Trennwand geworden endlich ein Rückzugsort für Marion. Sie staunte, wie viel Eltern schaffen konnten.
Gefällts dir? Mama trat dazu und nahm Marion in die Arme. Jetzt hast du ein bisschen Privatsphäre. Kannst die Wand einfach zumachen und schon hast du fast ein eigenes Zimmer. Wir dachten, das ist jetzt echt nötig.
Wahnsinn, Mama! Danke! Marion herzte Christine.
Du brauchst doch auch mal ein Plätzchen zum Arbeiten und Träumen. Sorry wegen allem…
Ach Mama, es gibt Schlimmeres! Hätte ich euch nicht gehabt, wären niemals meine Geschichten entstanden.
Marion, Mama, kommt jetzt! Kuchen ist fertig! Sven hüpfte vor Aufregung.
An diesem Abend packte Marion einen weiteren Glückstag ins Gedächtnisfach und beschloss: Irgendwann zieht sie nach Berlin, studiert weiter, hilft so gut sie kann, wenn das neue Baby da ist aber die Reise zu sich und ihrem Traum bleibt.
Fünf Jahre später saß Luise mit der kleinen Katharina auf dem Bett, Leon schnarchte schon kopfüber an Marions Lieblingsgiraffe gekuschelt. In Luises Schoß lag ein Bilderbuch das beliebteste. Kein Wunder, es war von Marion illustriert und geschrieben. Sie lebt zwar jetzt weiter weg, aber kommt so oft sie kann. Und manchmal, wenn alle anderen schlafen, kuschelt Luise sich an Marion und flüstert:
Darf ich heute noch mal ganz klein sein?
Luise schlug die letzte Seite zu:
Prinzessin sein ist gar nicht so einfach, was, Katharina? Immer abwarten, bis ein Prinz kommt. Zum Glück sind Marions Geschichten anders. Da besiegt die Prinzessin ihre Drachen selbst!
Mhm! Katharina nickte schläfrig.
Große Schwestern bringen niemandem Quatsch bei! Gute Nacht, sonst verschläfst du die Kita. Am Wochenende kommt Marion und bringt bestimmt ein neues Buch dann sehen wir, ob die Prinzessin ihren Prinzen diesmal findet.
Insgeheim grinste Luise. Klar findet sie ihren Prinzen und schwupps gibts ein kleines Schwesterkind. Dann ist Luise nicht nur große Schwester, sondern wird auch noch Tante!
Sie deckte Katharina zu, nahm Leon das Spielzeugauto weg, damit er nachts nicht drauffällt, knipste das Nachtlicht an und warf einen Blick auf Marions Hochzeitsfoto mit Tiara. Im silbrigen Licht sah Marion tatsächlich wie eine Märchenprinzessin aus.
Ach was, Königin! murmelte Luise und schmiegte sich ins Bett. Viele Aufgaben morgen. Hoffentlich schläft keiner mehr ein sonst gibts wieder Ärger in der Kita.




