Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: „Wenn Gott ein Kind schenkt, sorgt er auch für das Kind.“

Ich selbst bin aus einem deutschen Kinderheim. Nachdem meine Eltern gestorben waren und ich keine Verwandten mehr hatte, kam ich ins Heim. Kaum war ich achtzehn, zog ich aus und suchte mir eine Arbeit für eine Ausbildung fehlte mir einfach das Geld. Ich war immer ein fleißiges Mädchen, habe vor keiner Arbeit zurückgeschreckt.

Dann lernte ich Markus kennen. Wir verliebten uns, zogen zusammen. Unsere Beziehung war harmonisch, wir stritten kaum, unterstützten uns gegenseitig.

Aber niemals wollte er mich heiraten und ich habe mich so sehr nach einer echten Familie gesehnt, etwas, das ich nie hatte. Nach vier Jahren, die wir zusammen lebten, wurde ich schwanger. Sobald Markus davon erfuhr, war er weg. Alles, was blieb, war ein handgeschriebener Zettel: Er wolle jetzt kein Kind, seine Eltern würden mir Geld schicken, damit ich abtreibe.

Das Geld kam tatsächlich. Aber ich wusste sofort, dass ich mein Kind nicht aufgeben würde. Egal, wie schwer es werden würde ich würde arbeiten und es versuchen, ganz gleich, wie groß die Herausforderungen wären.

Eines Tages sprach mich meine Nachbarin Frau Schröder an, als sie meinen runden Bauch bemerkte.

Ich habe es dir doch gesagt, Lena! Nur nach der Hochzeit sollte man mit einem Mann zusammenziehen. Und nun? Was machst du jetzt? Eine alleinerziehende Mutter!

Diese Worte trafen mich tief. Sie hatte mir das noch ein paar Mal vorgehalten, deutlich genug, dass es mir weh tat.

Die kommende Zeit wurde hart. Während der Schwangerschaft arbeitete ich noch mehr als zuvor. Glücklicherweise zeigte unser Filialleiter, Herr Berger, Verständnis. Er gewährte mir sogar einen kleinen Bonus.

An das, was dann kam, hätte ich nie gedacht plötzlich begannen völlig fremde Menschen zu helfen.

Eines Nachmittags klingelte es. Eine Frau stand vor meiner Tür, eine große Tasche dabei. Es stellte sich heraus, dass meine Nachbarin die ganze Hausgemeinschaft gebeten hatte, mir zu helfen, jeder brachte, was er konnte. Die anderen Mütter im Haus schenkten mir Babykleidung, Spielsachen und vieles, was ich gut gebrauchen konnte. Und dann fing es an: Ich erhielt Umschläge mit Bargeld. Sogar der alte Herr Müller, der immer den Hof fegte, hatte entschieden, mich und mein Kind monatlich zu unterstützen.

Nie hätte ich gedacht, dass in meiner dunkelsten Stunde Fremde für mich da sein würden. Gott sei Dank zeigte auch meine Vermieterin, Frau Köhler, Herz und verlangte kaum noch Miete.

So haben wir es geschafft, mein Sohn und ich. Mit der Hilfe so vieler Menschen brachte ich ihn zur Welt und zog ihn groß es war, als hätte das ganze Haus ihn aufgezogen.

Jetzt, Jahre später, will Markus plötzlich den Jungen sehen. Er hat sein Leben nie auf die Reihe bekommen, sogar seine Eltern fragen mittlerweile nach ihrem Enkel. Aber soll ich das wirklich zulassen? Ich weiß es nicht…

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Homy
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Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: „Wenn Gott ein Kind schenkt, sorgt er auch für das Kind.“
Sie wurde aus ihrem Elternhaus verstoßen