Helga, eine pensionierte Frau, lebt derzeit in einem kleinen Dorf in Bayern und genießt ein ruhiges Leben, während sie sich um den Hof und ihren Garten kümmert. Ihre Idylle wird jedoch durch die Sorgen um die Familie ihres Sohnes getrübt, die in München wohnt. Ihr Enkel, Leon, ein höflicher und ruhiger Junge, hat stets gute Leistungen in der Schule gezeigt. Dennoch entscheidet er sich gegen ein Studium und arbeitet stattdessen in einer örtlichen Fabrik. Nachdem er geheiratet und einen Sohn bekommen hat, gerät Leons Leben aus der Bahn, als er beginnt, dem Alkohol zu verfallen.
Oft ist er mit zweifelhaften Bekannten unterwegs, fällt durch selbstzerstörerisches Verhalten auf und verursacht so endlose familiäre Konflikte und Spannungen. Seine Ehe steht kurz vor dem Aus. In dem Versuch, ihrem Enkel zu helfen und die Familie zusammenzuhalten, lädt Helga ihn ein, zu ihr aufs Land zu ziehen. Sie hofft, ein Tapetenwechsel würde ihm guttun, ihre Gesellschaft würde ihm die Einsamkeit im Alter nehmen und er könnte ihr im Gegenzug im Haus und Garten helfen.
Anfangs wirkt sich Leons Aufenthalt bei Helga tatsächlich positiv aus. Er zeigt Fortschritte, und auch seine Frau empfindet Erleichterung. Sie passen sich der neuen Umgebung an und helfen ihrer Großmutter fleißig bei der Gartenarbeit und im Haus. Doch bereits nach einem Monat verfällt Leon wieder in alte Muster. Schließlich verlässt seine Frau mit dem Kind den Hof, doch Leon lässt sich davon nicht beirren. Im Gegenteil er sucht sich eine neue Partnerin mit ähnlichen Interessen und zieht mit ihr gemeinsam bei Helga ein, ohne Rücksicht auf die Gefühle der alten Dame zu nehmen.
Schon bald treten finanzielle Schwierigkeiten auf Gläubiger fordern die Rückzahlung von Schulden. Leon leiht sich sogar Geld von Freunden seiner Großmutter, was dieser schließlich großen Kummer bereitet. Trotz aller Probleme überredet er Helga, ihm das Haus zu überschreiben, was sie in eine schwierige Lage bringt. Aus Angst, ihr Zuhause zu verlieren, lässt sie zu, dass Leon und seine neue Partnerin weiter auf ihre Kosten leben, ohne eigene Beiträge zu leisten.
Eines Tages, niedergeschlagen von den bestehenden Verhältnissen, seufzt Helga: Vor der Hölle im Jenseits fürchte ich mich nicht mehr, die habe ich in diesem Leben schon erlebt. Das Paar plant, ein eigenes Geschäft zu eröffnen und nimmt dafür einen Kredit bei der Sparkasse auf. Doch falls etwas schiefläuft, könnten am Ende alle auf der Straße stehen und müssten die bitteren Konsequenzen ihres Handelns tragen.





