Eine bewegende Geschichte über die Kraft von Liebe und Fürsorge: Wie eine Oma zur einzigen Bezugsperson für ihre Enkelin wurde

Eine Geschichte über die Kraft von Liebe und Fürsorge: Wie eine Großmutter zur einzigen Bezugsperson ihrer Enkelin wurde

Wie eine Frau nach einem Schicksalsschlag zur Vormundin der kleinen Frieda wurde

Ich bin 65 Jahre alt, und das letzte Jahr hat mein Leben auf den Kopf gestellt. Es war geprägt von Schmerz, schlaflosen Nächten und ständiger Sorge. Meine Tochter verstarb nach schweren Komplikationen während der Geburt. Sie kämpfte bis zum Schluss, doch nach der Ankunft meiner Enkelin verließ sie uns. Zurück blieb ich mit einer neuen Aufgabe, für die ich nie gewappnet schien.

Innerhalb weniger Stunden wurde aus einer Mutter einer erwachsenen, starken Frau die einzige Bezugsperson für ein verwaistes Kind. Die Situation wurde noch schwerer, weil der Mann meiner Tochter, Friedas Vater, mit dem Verlust nicht zurechtkam. Ich sah ihn nur ein einziges Mal im Krankenhaus, wie er seine Tochter vorsichtig auf den Arm nahm, ihr leise Worte zuflüsterte, die ich nicht verstand, und sie zärtlich ins Bettchen legte. Seine Hände zitterten, und am nächsten Morgen war er verschwunden.

Er nahm Frieda nicht mit nach Hause und blieb auch nicht, um bei den Beerdigungsvorbereitungen zu helfen. Alles, was er hinterließ, war ein Zettel auf dem Stuhl im Krankenzimmer meiner Tochter. Darauf stand, dass er sich dieser Aufgabe nicht gewachsen fühle und dass nun alles an mir läge.

So wird Frieda zu meiner ganzen Verantwortung. Sie ist auf einmal alles für mich mein Anker und mein neuer Lebensinhalt. Nach der Beerdigung meiner Tochter habe ich ihren Namen Frieda zum ersten Mal laut ausgesprochen und musste weinen. Für meine Tochter war dieser Name schlicht, liebevoll und kraftvoll so, wie sie ihre Kleine sich immer gewünscht hatte.

Nächte lang wiege ich Frieda im Arm, flüstere ihr ihren Namen zu, als könnte ich damit einen Teil der Stimme meiner Tochter in diese Welt zurückholen. Die Erziehung der kleinen Frieda ist viel herausfordernder, als ich dachte sie braucht so viel, und ich muss mich um Ausgaben kümmern, an die ich mich seit den Kindertagen meiner Tochter kaum mehr erinnerte.

Ich helfe ehrenamtlich im Gemeindesaal und tausche Arbeit gegen ein paar Lebensmittel

Dennoch sind viele Tage ein harter Kampf ums Durchhalten. Wenn eine Nacht ausnahmsweise ruhig verläuft und Frieda friedlich in ihrem Bettchen schläft, sitze ich noch lange am Küchentisch, umgeben von Rechnungen, und überlege, wie ich den nächsten Monat überstehen soll.

Aber sobald die Kleine sich regt, leise Laute macht und mich mit großen, verwunderten Augen anschaut, weiß ich, wofür ich diesen Weg gehe. Ihre Mutter ging, bevor Frieda sie kennenlernen konnte; ihr Vater hat sie innerhalb der ersten Lebenswoche verlassen. Dieses Mädchen braucht wenigstens einen Menschen, der bedingungslos für sie da ist und ich habe beschlossen, dieser Mensch zu sein.

Wichtige Erkenntnis: Auch in den schwierigsten Zeiten kann Fürsorge und Liebe die Kraft geben, weiterzumachen.

Als mich meine enge Freundin Sabine anrief, aus dem entfernten Hamburg, und bat, sie für eine Woche zu besuchen, zögerte ich zunächst. Doch es sind gerade die Unterstützung und die lieben Menschen, die helfen, in schweren Zeiten durchzuhalten und Freude zu bewahren.

Friedas Geschichte zeigt, dass auch im Schmerz der Verlust ein Same der Hoffnung aufgehen kann wenn Liebe zur wichtigsten Ressource wird. Das Leben stellt uns manchmal vor härteste Prüfungen, doch genau darin entstehen die stärksten Bindungen und tiefsten Gefühle.

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Homy
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Ich will leben, Andi!