Am zweiten Tag nach der Hochzeit ging es Alisa sehr schlecht. Sie riefen einen Krankenwagen und ließ sie untersuchen. Robert konnte sich nach dem Gespräch mit dem Arzt lange nicht fassen.

Robert erfuhr von dem Seitensprung seiner Frau, Annika sie gestand es ihm selbst, mit tränenerstickter Stimme, flehte sie ihn beinahe auf Knien um Vergebung an. Er hatte sich nie ausmalen können, dass Annika zu so etwas fähig wäre. Zwar war sie immer wieder impulsiv, tat manchmal unüberlegte Dinge, doch das hier war eine andere Dimension.

Bereits am zweiten Tag nach der Hochzeit hatte Annika ihm eröffnet, dass sie einen Kredit aufgenommen hatte, jetzt standen beide plötzlich vor der Aufgabe, diesen gemeinsam zurückzuzahlen. Kurz darauf bemerkte Robert, dass Annika sich schlecht fühlte sie wurde plötzlich krank, und der Notarzt musste kommen. Es stellte sich heraus, dass sie eine Fehlgeburt erlitten hatte, und das brachte ernste Komplikationen mit sich. Robert wusste bis zu diesem Moment gar nicht, dass sie schwanger gewesen war.

Aber jetzt haben wir doch beide gute Jobs, verdienen ordentlich, ich will das finanzielle Bild nicht durch ein Kind ruinieren, hatte sie damals argumentiert. Und nun, nach allem, auch noch dieser Vertrauensbruch…

Annika, verzweifelt, brachte einen bizarren Vorschlag: Damit Robert seine Frau vielleicht leichter verzeihen konnte, solle er sie ebenfalls betrügen das würde ihr das schlechte Gewissen nehmen. Annika brachte sogar selbst eine attraktive Freundin ins Spiel: eine große, schlanke Blondine, charmant und mit funkelnden Augen. Aber Robert brachte es nicht über sich, konnte sich nicht auf so etwas einlassen. Das alles war einfach zu absurd.

Bist du etwa kein richtiger Mann?, fragte die Blondine spöttisch.
Ich bin einfach nur ein ganz normaler Typ, und ich kann meine Frau nicht absichtlich betrügen, antwortete er ruhig, aber verletzt.

Mit düsterer Stimmung kehrte Robert nach Hause zurück. Er wollte kein einziges Wort mit Annika wechseln, nicht einmal ihr Gesicht sehen. Wortlos packte er seine Sachen und zog für eine Weile zu einem alten Freund in München.

Nach ein paar Tagen rief Annika ihn an, ihre Stimme klang kalkuliert:
Ich bin wieder schwanger. Du wirst also zu deiner Familie zurückkehren müssen.

Aber Robert fühlte nichts mehr keine Sehnsucht nach Annika, nicht nach einem Kind, nicht nach Familie. Eines Tages, beim Einkaufen im Supermarkt, lief er zufällig wieder der Blonden über den Weg.
Was machst du denn hier? Ich dachte, Annikas Plan mit der Schwangerschaft hätte dich dazu gebracht, zurückzugehen, sagte sie mit einem spöttischen Lächeln.

Da spürte Robert, dass irgendetwas faul war. Er verlangte von Annika einen Ultraschallbericht oder zumindest eine ärztliche Schwangerschaftsbescheinigung.
Warum glaubst du mir nicht einfach?, rief sie beleidigt.
Nach deinem Betrug glaube ich einfach nichts mehr auf bloßes Wort, entgegnete er bitter.

Annika konnte ihm nichts vorweisen. Da wusste Robert, dass sie ihn schon wieder hintergangen hatte. Noch in dieser Woche reichte er beim Amtsgericht München die Scheidung ein.

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Homy
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