Nachdem meine Mutter gestorben war, verloren mein Bruder und meine Tante keine Zeit und forderten mich auf, das Haus zu verlassen. Anfangs hielt ich das für nachvollziehbar, doch alles änderte sich, als die Frau meines Bruders verletzende Bemerkungen machte. Entschlossen, mich zu wehren, beschloss ich, ihnen eine Lektion zu erteilen.

Liebes Tagebuch,

heute saß ich am Fenster und beobachtete, wie eine Mutter liebevoll mit ihrer Tochter durch den Park schlenderte und sich mit ihr unterhielt. Diese Szene hat mich sofort in meine Kindheit zurückversetzt damals, als meine Mutter mich morgens zur Kita brachte. Nachmittags gingen wir oft gemeinsam in den Stadtpark, genossen ein Eis am Stiel von der kleinen Bude am See und lachten über Kleinigkeiten. Dieser Gedanke ließ mich plötzlich eine tiefe Leere spüren, und während mir still eine Träne die Wange hinunterlief, wurde mir schmerzlich bewusst, wie sehr ich meine Mutter vermisse.

Meine Erinnerungen wurden jäh unterbrochen, als mein Bruder Florian ins Zimmer kam und wissen wollte, wann ich denn endlich wieder nach Berlin zurückkehren würde. Unentschlossen erklärte ich, dass ich vermutlich noch zum Notar müsse, denn meine Pläne sind noch unsicher. Zu meiner Überraschung unterstellte er mir prompt, ich wolle das Münchner Apartment unserer Mutter klammheimlich an mich reißen. Noch schlimmer war eigentlich nur, dass unsere Tante Gerlinde auch noch Partei für ihn ergriff. Während der stillen Gedenkfeier in der Kirche eskalierte die Situation, als Florian mich vor allen schroff anfuhr. Ich fühlte mich fassungslos und bloßgestellt.

Als die Gäste gegangen waren, trat Gerlinde mit zornigem Blick auf mich zu. Sie verkündete mir unverblümt, sie hätten beschlossen, die Wohnung zu verkaufen, um zwei kleinere zu kaufen eine für Florian, die andere für ihre eigene Tochter Annika. Ich sollte also, so ihr abschließender Rat, gefälligst nach Berlin zurückfahren und dort mein Leben führen das sei ja schließlich leicht für mich.

Verletzt und verwirrt über diese Empathielosigkeit, saß ich später allein im alten Apartment meiner Mutter. Ich wollte zumindest ein paar Erinnerungsstücke an mich nehmen ein Fotoalbum, ihr Lieblingsschal, Kleinigkeiten eben. Zu meinem Entsetzen musste ich feststellen, dass Florian und seine Frau Kerstin die Schlösser ausgetauscht hatten und mir den Zutritt verweigerten. Kerstin stieß mich sogar grob zur Tür hinaus kein bisschen Mitgefühl, als wäre ich eine Fremde. Da beschloss ich entschlossen, für mein Recht zu kämpfen und sie zur Not auch gerichtlich aus der Wohnung vertreiben zu lassen.

Das Bitterste war, dass ich Florian und Kerstin trotz ihres Verhaltens bislang immer unterstützt hatte. Ich habe sie regelmäßig mit Geld für Medikamente versorgt und sogar eine Pflegekraft bezahlt, obwohl sie ohnehin bei unserer Mutter lebten. Es traf mich doppelt, als ich letztlich von einem Freund auf Facebook vom Tod meiner Mutter erfuhr Florian hatte mich nicht einmal informiert. Wahrscheinlich, weil er weiter mein Geld kassieren wollte.

In einem ruhigen Moment habe ich Florian mit meinem Verdacht konfrontiert und ihm klargemacht, dass ich bereit bin, den Rechtsweg zu gehen, um die Wohnung zu sichern. Ich konnte ihm die Angst anmerken, auch wenn er es zu verbergen versuchte. Nun werde ich eine Anwältin suchen und alles Nötige in die Wege leiten, damit ein Gericht darüber entscheidet, wem die Wohnung tatsächlich zusteht. Mir bleibt nichts anderes übrig.

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Homy
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Nachdem meine Mutter gestorben war, verloren mein Bruder und meine Tante keine Zeit und forderten mich auf, das Haus zu verlassen. Anfangs hielt ich das für nachvollziehbar, doch alles änderte sich, als die Frau meines Bruders verletzende Bemerkungen machte. Entschlossen, mich zu wehren, beschloss ich, ihnen eine Lektion zu erteilen.
Ich will einen vernünftigen Mann heiraten