Man sagt, wenn man heiratet, heiratet man auch die Familie seines Partners. Aber niemand bereitet einen darauf vor, dass man nicht immer sofort als Teil davon akzeptiert wird.
Ich habe Jahrelang an gemeinsamen Abendessen, Festen und Geburtstagsfeiern teilgenommen… und trotzdem fühle ich mich oft wie ein Gast. Sie lächeln mir am Tisch zu, aber sobald ich nicht dabei bin, wird hinter meinem Rücken über mich gesprochen.
Wenn ich mithelfe, höre ich ein knappes Danke doch sobald ich eigene Grenzen setze, ernte ich Kritik oder Unverständnis. Es wird erwartet, dass ich immer bereit bin zu geben, aber wenn ich etwas brauche, steht niemand hinter mir.
Eines Tages ist mir klar geworden: Die Familie meines Partners ist nicht automatisch meine eigene Familie. Nicht wegen des Nachnamens, nicht wegen Blutsbande. Sondern wegen des Gefühls, das sie mir vermitteln.
Familie das sind nicht die Menschen, die aus Pflicht bei dir sind, sondern die, die dich wirklich respektieren, sich um dich kümmern und sich bewusst für dich entscheiden.
Deshalb frage ich mich, warum ich mich eigentlich so sehr bemühe, es ihnen recht zu machen. Ich bin niemandem verpflichtet, mich an einen Platz zu drängen, an dem ich nicht willkommen bin. Solange mein Partner Lukas hinter mir steht und klare Grenzen setzt, brauche ich keine weitere Zustimmung.
Familie ist eine Entscheidung, die sich in Taten zeigt. Wenn sie mich nicht dazu zählen wollen, dann darf ich zumindest nicht zulassen, dass sie mich brechen, während ich mich zu sehr bemühe, dazuzugehören.
Diese Erkenntnis bringt mir Ruhe: Ich darf wählen, wem ich mein Herz öffne und manchmal ist die Familie, die man sich aussucht, die einzig wahre.





