Meine Schwiegermutter erschien auf unserer Einweihungsparty – und ich habe sie rausgeworfen!

Du, ich muss dir was erzählen, was letztens bei unserer Einzugsfeier passiert ist meine Schwiegermutter ist einfach rausgeflogen!

Schon vor der Hochzeit hatten wir ewig über das Wohnproblem gegrübelt. Weißt du, meine Eltern leben ja noch in diesem winzigen Häuschen irgendwo am Stadtrand von München. Die Mutter meines Mannes wohnt allein in einer großen Dreizimmerwohnung mitten in Nürnberg. Eine eigene Wohnung zu mieten war damals absolut unbezahlbar die Preise sind ja wahnsinnig, selbst für ein kleines Apartment hätte man gut und gerne 1500 Euro im Monat hingelegt!

Also haben wir meine Schwiegermutter gefragt, ob wir bei ihr unterkommen dürften. Sie meinte direkt, klar, kein Problem. Hinterher wussten wir aber nicht wirklich, worauf wir uns da eingelassen hatten. Offiziell stand im Grundbuch zwar mein Mann als Eigentümer, aber am Ende wurde schnell klar: Da regiert nur eine seine Mutter.

Die ganze Story dahinter: Der Vater meines Mannes hat noch vor seinem Tod das Wohnungseigentum per Schenkung an meinen Mann übertragen. Er hatte eine schwere Krankheit und wollte sicherstellen, dass sein Sohn versorgt ist, falls seine Frau erneut heiraten würde.

Im Alltag in der Wohnung war mein Mann allerdings weit davon entfernt, sich als Hausherr zu fühlen. Ich hab mich da rausgehalten ihre Familiendinge waren für mich tabu. Mein Kopf war eh dauernd damit beschäftigt, wie wir uns irgendwann was Eigenes leisten könnten.

Sechs Jahre lang haben wir dann wirklich gemeinsam mit meiner Schwiegermutter unter einem Dach gelebt und in der Zeit haben wir jeden Cent zweimal umgedreht, damit wir irgendwann endlich unser eigenes Heim haben. Mit ihr war es insgesamt schon okay, wir haben keinen Stress gehabt, und alles, was Haushalt und Einkaufen anging, haben wir fair geteilt. Sogar für die Waschmaschine gabs irgendwann einen ausgeklügelten Zeitplan typisch deutsch halt!

Und dann, endlich, hatten wir genug angespart es reichte für eine hübsche Zweizimmerwohnung. Kaum wollten wir ernsthaft anfangen zu suchen, werde ich schwanger. Kind war eigentlich noch gar nicht geplant, aber das Leben hat eben seinen eigenen Kopf. Mein Mann schlägt direkt vor, dass wir doch noch einen Kredit aufnehmen, damit wir uns eine Dreizimmerwohnung gönnen können. Ich hab mich darauf eingelassen, und wir haben dann tatsächlich unsere Traumwohnung in Nürnberg gefunden und gekauft.

Zur Einweihung kamen alle Freunde, Familie, klar, auch meine Schwiegermutter. Es war richtig schön, alle haben sich mit uns gefreut, gratuliert, gelachtbis eben dieser Moment. Da stellt sich meine Schwiegermutter mitten in die Runde und sagt ganz laut:

Ich freue mich, dass ihr jetzt eine eigene Dreizimmerwohnung habt. Schließlich habt ihr sechs Jahre umsonst bei mir gelebt, also erwarte ich jetzt schon eure Dankbarkeit. Ich hoffe, mein Sohn verzichtet jetzt auf seinen Anteil an meiner Wohnung. Ihr hättet ohne meine Hilfe nie die Möglichkeit gehabt, euch überhaupt eine eigene Bleibe leisten zu können!

Ich war wie vor den Kopf gestoßen hab sie einfach gebeten zu gehen. Ich war so verletzt, dass mir vor allen Gästen komplett die Worte gefehlt haben. Mein Mann war auch total schockiert. Ich meine warum erzählt sie so was, und dazu auch noch öffentlich? Wir haben doch immer alles gemacht: Mal haben wir eingekauft, mal sie, alle Rechnungen für Strom, Wasser und Co. haben wir zu gleichen Teilen gestemmt.

Nach dem Abend waren wir uns einig: Mit so einer hinterlistigen, zweigesichtigen Person wollen wir einfach nichts mehr zu tun haben. Gott sei Dank haben die anderen Gäste den Zwischenfall kaum wahrgenommen sonst wäre das wohl richtig peinlich geworden.

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Homy
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