Gestohlenes Glück Frühling hält dieses Jahr früh Einzug in Annes Schrebergarten—Ende März ist schon der ganze Schnee geschmolzen. Obwohl der Winter zurückkehren könnte, genießt Anne die ersten wärmenden Sonnenstrahlen: Sie repariert den Zaun, richtet das Holzlager, überlegt Hühner und ein Ferkel anzuschaffen—vielleicht auch einen Hund und eine Katze. Doch genug geträumt, denkt sie lächelnd, jetzt will sie das Beet umgraben, die Erde riechen, wie damals als Kind, barfuß über das frisch gepflügte Feld laufen, die warme, weiche Erde spüren. Noch können wir leben, sagt Anne halblaut, da steht plötzlich ein Mädchen am Gartentor: schüchtern, in dünner Jacke aus dem Ausbildungszentrum, mit billigen Schuhen und Nylonstrumpfhose—für diese Zeit viel zu dünn angezogen. Die junge Olya bittet ins Klo, dann fragt sie, ob Anne ein Zimmer vermietet und erzählt, sie wolle nicht ins Wohnheim, dort werde getrunken, geraucht, und Jungen gingen ein und aus. Wer bist du?, will Anne wissen—schließlich gesteht Olya: „Bist du Anna Samojlowa? Du… hast du mich nicht erkannt, Mama? Ich bin es, Olya, deine Tochter.“ Jahrzehntelang getrennt, fallen sich Mutter und Tochter schluchzend in die Arme. Das Leben geht weiter: Olya wächst auf, verliebt sich, will heiraten. Anne blüht auf, näht für ihre Tochter, den Schwiegersohn, später für die Enkel—das Haus erwacht zu neuem Leben. Doch dann holt sie eine Krankheit ein. Auf dem Sterbebett will Anne ihrer Tochter ein Geständnis machen: „Ich bin nicht deine leibliche Mutter, Olya…“ Doch Olya hält ihre Hand: „Niemals, für mich wirst du immer meine Mama sein. Die da oben wissen schon, warum sie uns zusammengeführt haben.“ Nach Annes Tod liest Olya deren aufgeschriebenes Leben—von Verlust, Hunger nach Liebe und schuldhafter Freude, als sie Olya einst für sich behalten hat. Am Grab legt die Enkelin einen Blumenkranz nieder und fragt: „War Großmutter Anna nett? Und schön?“—und Olya antwortet: „Die Allerschönste, mein Kind.“ Und der Wind flüstert in der Birke: „Wir sind immer bei dir.“ Gestohlenes Glück—eine Erzählung über mütterliche Liebe, zweite Chancen und das tiefe Bedürfnis, Familie zu haben.

Fremdes Glück

Es ist lange her. Damals, als der Schnee schon früh geschmolzen war Ende März, obwohl noch Frost zu erwarten stand , arbeitete Anna in ihrem kleinen Garten am Stadtrand von Weimar. Die Sonne hatte überraschend Kraft, und Anna trat nach draußen, um etwas zu tun: den schiefen Zaun richten, das Brennholz ordnen. Sie dachte daran, ein paar Hühner und ein Ferkel zu halten, vielleicht einen Hund, eine Katze.

Genug, jetzt reicht es, lachte Anna über ihre eigenen Gedanken. Es zog sie hinaus, sie wollte bald pflügen, die Beete herrichten dieses Gefühl, genau wie in ihrer Kindheit, über die warme, weiche Erde zu laufen, barfuß, tief in der duftenden, frischen Scholle stehend.

Wir leben noch eine Weile, murmelte sie vor sich hin, ganz in Gedanken.

Da rief jemand: Guten Tag!

Anna zuckte zusammen. Am Gartentor stand ein Mädchen, fast noch ein Kind, maximal sechzehn. Ihr dünner, grauer Mantel solche gab es für Lehrlinge in den Handwerkskammern der DDR , zu leichte Schuhe, hautfarbene Nylonstrümpfe, für diese Jahreszeit viel zu früh, dachte Anna sofort. Die Füße werden ihr erfrieren, so dünn wie die Sohlen sind, das taugt nichts, notierte sie im Stillen.

Das Mädchen trat von einem Bein aufs andere.

Hallo, erwiderte Anna reserviert.

Entschuldigung, dürfte ich vielleicht Ihr WC benutzen?

So so, na gut, geh nur. Geradeaus, dann hinter dem Haus nach rechts.

Sie schaute neugierig hinterher, wie die Kleine lief.

Danke, Sie sind meine Rettung. Ich suche eine Unterkunft, vermieten Sie zufällig ein Zimmer?

Eigentlich habe ich das nicht vor. Wofür brauchst du es denn?

Ich wollte keines im Wohnheim haben. Dort wird getrunken, geraucht, die Jungs kommen und gehen.

Ach ja? Und wie viel könntest du bezahlen?

Fünf Mark mehr habe ich nicht.

Na, komm erstmal rein ins Haus. Los jetzt.

Darf ich nochmal schnell auf die Toilette?

Geh ruhig. Wie heißt du denn? fragte Anna, als sie den Flur betraten.

Lieselotte, piepste das Mädchen. Lisel, also. Warum bist du hergekommen?, sah Anna sie streng an.

Ich ich suche nur ein Zimmer

Erzähl mir keine Geschichten. Wer hat dich geschickt?

Niemand, ich bin allein Sind Sie Anna Simmermann?

Ich? Ja, richtig

Du hast mich nicht erkannt Mama? Ich bin es, Lieselotte deine Tochter.

Anna saß mit geradem Rücken; keine Regung im wettergegerbten Gesicht.

Lisel, hauchte sie. Kind mein Lieschen.

Ja, Mama, ich bin’s! Sie haben mir im Kinderheim nie deine Adresse gegeben, stell dir vor, es hieß: Das steht mir nicht zu, Mama! Aber meine Lehrerin, Frau Schneider, sie half mir, sie ist so gut zu mir Sie hat herausgefunden, wie du heißt, dann haben wir die Adresse gesucht Und so bin ich hier.

Stumm liefen Anna die Tränen übers Gesicht.

Lisel, Lieschen Kind!

Mama, Mamilein! So lang hab ich nach dir gesucht Ich schrieb dir Briefe, sie lachten nur und sagten, du hättest mich weggegeben wie eine Sache Aber ich hab geglaubt, Mama Ich habe nie aufgehört zu glauben.

Unsicher umarmte Anna die Weinende, ihre rauen, schwieligen Hände klammerten sich ans grobgestrickte Jäckchen ihrer Tochter Keine Worte, alles war klar.

Später erst, erinnerte sich Anna, hatte sie aus ihrem gelebten Leben heraus alles angewandt, was ihr die Großmutter einst beigebracht hatte. Sie kochte Wasser, brühte Fenchelsud, pflegte ihr Lieschen gesund.

Kind, Lebensinhalt, Sinn jetzt war er da. Es gab einen Grund, weiterzumachen. Gott hatte, so meinte sie, ein Einsehen gehabt. Der Garten, das Ferkel, ein neues Mäntelchen sollten für die Tochter her. Anna hatte noch Geld, und eigentlich wollte sie sterben, doch nun nun war Liesel da.

***

Mama?

Was ist, mein Kind?

Mama Ich bin verliebt!

Was sagst du da? Anna lächelte.

Ja, Mama, er heißt Hans. Ein guter Kerl. Er will dich gern kennenlernen.

Anna schwieg. Sie dachte: Ab jetzt ändern sich die Zeiten. Was vom Schicksal gegeben wird, das nimmt es auch wieder.

Mama, was ist los?

Nichts, Liebes, ich habe nur zu wenig Zeit mit dir gehabt Verzeih mir, Lieschen.

Och Mama, das darfst du nicht denken. Wir schenken dir viele Enkelkinder! Du weißt doch, wie sehr ich dich liebe, wie lange ich nach dir gesucht hab.

Das Kennenlernen verlief gut. Hans erwies sich als tüchtiger, kluger junger Mann vom Lande genau der Richtige für Lieschen, dachte Anna. Es waren magere Zeiten, viele hatten kaum etwas, während andere sogar ihre Hunde besser fütterten als Menschen. Doch sie kamen zurecht. Nach der Schließung der Textilfabrik arbeitete Anna in einer Genossenschaft, verdiente ordentlich, kleidete ihre Tochter und auch Hans schick heraus.

Hans blieb nicht stillsitzen; er ersetzte den Zaun, renovierte das Haus mit seinen Brüdern, baute einen Stall das alte Häuschen blühte auf wie nie zuvor, und Anna mit ihm.

Ihr Herz wurde weich. Sie wollte leben wie nie, all die verlorenen Jahre nachholen. Und nachts, da kamen die Erinnerungen, so wild und schwer, dass sie kaum zu ertragen waren.

Mama, was ist? Tut dir was weh?

Nein, Kind, alles gut. Komm, schlaf bei mir.

So teilten sie das Bett. Ach, Mutterliebe Danke, lieber Gott, für alles.

Die Hochzeit wurde gefeiert. Die jungen Leute blieben bei ihr. Anna blühte auf, ihre Wangen wurden rot, sie lächelte, sogar auf der Arbeit fiel es auf.

Wirds ein Enkel oder eine Enkelin? flüsterte sie in der Pause. Ach, ich bin ja so aufgeregt!

Was für eine glückliche Tochter Anna Simmermann hat, tuschelten die Frauen. Sie liebt sie wirklich.

Ein Enkel! Paul wurde geboren, benannt nach Annas Mutter, einer strengen doch gerechten Frau, wie Anna lachend erzählte. Anna, die nie zuvor ein Baby auf dem Arm gehalten hatte außer Lieschen, damals, viele Jahre her. Sie wiegte Paul, fühlte Glück.

Bald galt ihr ganzes Denken nur noch Paul, ihrem Enkel und er war stets bei ihr.

Hans plante den Neubau ein großes Haus, Platz für alle, an Anna war nicht zu denken. Die Männer gründeten eine Baufirma, öffneten einen kleinen Baumarkt. Die Familie lebte ruhig und bescheiden, doch zufrieden.

Und wieder ein Glück: Ein Mädchen kam. Anna nähte Kleidchen für ihre Enkelin, alles, was das Herz begehrte. Marie, ihr kleiner Schatz. Kinderlachen erfüllte das Haus.

Alles schien gut nur brannte Anna immer öfter die Brust. Starkes Brennen, Tag um Tag.

Mama, warum hast du nichts gesagt? Wo tut es weh?

Alles ist in Ordnung, mein Kind…

***

Es tut mir leid wir konnten nichts mehr tun, sagte der Arzt.

Herr Doktor, aber sie meine Mama!

Es tut mir leid. Sie haben mein Beileid.

***

Lieschen Bald ist es Zeit für mich. Vergib mir, Kind. Ich hab dir so viel verdankt, damals, du hast mich gerettet Aber eins noch: Ich bin nicht deine leibliche Mutter, Lieschen. Verzeih

Mama! Sag das nie wieder, niemals! Du bist meine das will ich nicht anders hören.

Ja, mein Herz Im Schrank liegt ein Tagebuch Verzeih mir, Liesl. Ich hab dich so lieb.

Und ich dich, Mama!

***

Liesl, iss doch was

Gleich, Hans. Geh nur.

Lieselotte saß im Zimmer der Mutter, las ihre Notizen. Ihr Leben, Annas schonungslos, schroff, traurig und gleichzeitig voller Leben.

Die Mutter: Antonie, streng, der Vater im Krieg gefallen. Anna Annchen, Blümchen. Sie verliebte sich in einen Gauner, ein wildes Leben begann, gefährlich, aufregend doch endet im Nichts. Der Gauner verschwand im Gefängnis. Anna hatte ihr Kind im Winter verloren, damals, aus jugendlicher Torheit. Sie erkrankte, verlor alles Weibliche, war allein. Das Mutterhaus blieb, sie schliff sich durchs Leben, kalt und einsam.

Die Ärzte sagten: Warte. Oder such die Kirche auf, such Vergebung.

Dann kam, wie ein Wunder, die späte Freude. Anna konnte die Chance nicht auslassen: Wenigstens ein bisschen Mutter sein das wollte sie versuchen. Niemals hätte sie gedacht, so alt zu werden. In dritter Person beschrieb sie sich: Ich arbeite, habe mein Glück. Meine Tochter, meine Seele. Sogar ihre Krankheit hatte sich verzogen.

Vergib, Herr, meine Bitte lass mich leben, Enkelkinder aufwachsen sehen, helfen dürfen

Erst hatte sie Angst, dass Liesl die Wahrheit erfahren würde dass sie eine Namensvetterin war, nicht die leibliche Mutter. Später hörte sie auf, sich zu fürchten. Sie begann zu leben, ganz einfach. Erst da konnte sie glauben, dass sie es wert war.

Vergib mir, Liesl, dass ich dich einer anderen Mutter entzogen habe. So ist es, mein gestohlenes Glück

***

Mama, weinte Lieselotte, meine geliebte Mama. Ich hoffe, du kannst mich hören Ich wusste es, recht früh schon. Die Papiere stimmten nicht, meine richtige Mutter hieß anders. Ich habe nach ihr gesucht Sie hat mich abgelehnt, wollte mich nicht, sie hatte ihre Familie, ich war ihr egal. Sie hat mir Geld zugeschoben, aber Liebe war das nicht, Mama! Ich bin weggelaufen Erinnerst du dich, wie ich damals schwer krank wurde? Du warst bei mir. Ich danke Gott, dass er mich zu dir geführt hat. Ich hätte keine bessere Mama finden können. Vielleicht war es Fügung da oben wissen sie, wen sie wohin schicken. Wie soll ich ohne dich weiterleben, Mama

Liesl, Lieschen

Hans, lass sie weinen, sie hat ihre Mutter verloren.

***

Oma? War Oma Anna lieb?

Sehr, mein Kind.

Und schön?

Die schönste, Annchen.

Wer hat sie so genannt?

Weiß nicht, wohl ihr Vater oder ihre Mutter.

So wie du mich nach meiner Uroma genannt hast?

Ja, dein Papa und ich, er liebte seine Oma sehr.

Sieht mich Oma Anna jetzt?

Natürlich sieht sie dich, sie passt immer auf dich auf, mein Schatz.

Ich hab dich lieb, Uroma Anna, flüstert das Mädchen und legt einen Kranz aus Löwenzahn aufs Grab.

Und ich dich, Kind, raschelt die Birke, und wir dich auch, flüstert der WindIn den Bäumen rauschte der Frühlingswind, wehte Annas Stimme fast wie ein ferner, zarter Gesang über die Felder, wo sie einst mit bloßen Füßen den Morgen begrüßt hatte. Liesl stand lange am Grab, ihre Hände fest ineinander verschränkt. Auch Hans und die Kinder warteten, leise, geduldig sie ahnten, dass solcher Abschied Zeit brauchte, Zeit, die Herzen zu heilen.

Zu Hause, am alten Küchentisch, rollte Liesl das Tagebuch eng an sich. Die vielen Seiten Zeugen gelebter Sehnsucht, Hoffnung, Verlust, geheimer Freuden. Als die Dämmerung sacht durchs Fenster strich, griff sie nach Papier und Stift. Mit stockender Hand, doch klarem Herzen schrieb sie ihren ersten eigenen Satz hinein:

Ich bin angekommen, Mama. Was du mir gegeben hast, trage ich weiter. In deinen Liedern, deinen Geschichten, in jedem Kranz aus Löwenzahn. Dein Glück, fremd und doch mein, bleibt in unserer Familie, Tag für Tag.

Sie lächelte durch die Tränen. Marie summte ein Liedchen, Paul baute sorgfältig eine kleine Mauer aus Bauklötzen rings um einen grünen Holzbaum. Liesl ließ die Hand über Maries Locken gleiten, während draußen ein leichter Regen den Boden traf junger, frühlingshafter Regen, der alles wachsen ließ.

Und so lebten sie weiter, leise und mit offenen Herzen, getragen von einer Liebe, die nicht durch Blut, sondern durch Taten und Vergebung gewachsen war. Sie wussten: Aus fremdem Glück kann Heimat werden und manchmal, wenn die Glocken ihren Abendgruß warfen, glaubte Liesl, Annas Lachen auf der Veranda zu hören, leicht wie Wind im Roggen.

Sie blieben, pflügten, säten, liebten und schenkten das Glück weiter, immer wieder aufs Neue.

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Homy
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Gestohlenes Glück Frühling hält dieses Jahr früh Einzug in Annes Schrebergarten—Ende März ist schon der ganze Schnee geschmolzen. Obwohl der Winter zurückkehren könnte, genießt Anne die ersten wärmenden Sonnenstrahlen: Sie repariert den Zaun, richtet das Holzlager, überlegt Hühner und ein Ferkel anzuschaffen—vielleicht auch einen Hund und eine Katze. Doch genug geträumt, denkt sie lächelnd, jetzt will sie das Beet umgraben, die Erde riechen, wie damals als Kind, barfuß über das frisch gepflügte Feld laufen, die warme, weiche Erde spüren. Noch können wir leben, sagt Anne halblaut, da steht plötzlich ein Mädchen am Gartentor: schüchtern, in dünner Jacke aus dem Ausbildungszentrum, mit billigen Schuhen und Nylonstrumpfhose—für diese Zeit viel zu dünn angezogen. Die junge Olya bittet ins Klo, dann fragt sie, ob Anne ein Zimmer vermietet und erzählt, sie wolle nicht ins Wohnheim, dort werde getrunken, geraucht, und Jungen gingen ein und aus. Wer bist du?, will Anne wissen—schließlich gesteht Olya: „Bist du Anna Samojlowa? Du… hast du mich nicht erkannt, Mama? Ich bin es, Olya, deine Tochter.“ Jahrzehntelang getrennt, fallen sich Mutter und Tochter schluchzend in die Arme. Das Leben geht weiter: Olya wächst auf, verliebt sich, will heiraten. Anne blüht auf, näht für ihre Tochter, den Schwiegersohn, später für die Enkel—das Haus erwacht zu neuem Leben. Doch dann holt sie eine Krankheit ein. Auf dem Sterbebett will Anne ihrer Tochter ein Geständnis machen: „Ich bin nicht deine leibliche Mutter, Olya…“ Doch Olya hält ihre Hand: „Niemals, für mich wirst du immer meine Mama sein. Die da oben wissen schon, warum sie uns zusammengeführt haben.“ Nach Annes Tod liest Olya deren aufgeschriebenes Leben—von Verlust, Hunger nach Liebe und schuldhafter Freude, als sie Olya einst für sich behalten hat. Am Grab legt die Enkelin einen Blumenkranz nieder und fragt: „War Großmutter Anna nett? Und schön?“—und Olya antwortet: „Die Allerschönste, mein Kind.“ Und der Wind flüstert in der Birke: „Wir sind immer bei dir.“ Gestohlenes Glück—eine Erzählung über mütterliche Liebe, zweite Chancen und das tiefe Bedürfnis, Familie zu haben.
Deine unverschämten Verwandten treiben mich in den Wahnsinn. Ich lasse mich von dir scheiden, wenn sie morgen unser Zuhause nicht verlassen.