Endlich den richtigen Anlass gefunden, um einen Heiratsantrag zu machen – eine herzerwärmende Geschichte aus einem ganz normalen deutschen Mietshaus, über Nachbarschaftshilfe, tierische Notfälle, eine quirlige Tochter, einen geschenkten Hündchen-Traum und wie daraus Liebe, eine große neue Familie mit Hund und Katze und ein glückliches Zusammenleben wurden

Weißt du was, ich musste dir unbedingt diese Geschichte erzählen, die neulich bei uns passiert ist. Also, erstmal danke dir für all deine Unterstützung, deine Likes, dass du immer so mitfieberst bei meinen Geschichten, für jeden Kommentar und fürs Folgen! Und natürlich auch ein riesiges Dankeschön im Namen meiner fünf Katzen für jede Spende! Wenn dir die Geschichten gefallen, teile sie ruhig mit deinen Freunden das freut mich immer tierisch als Autorin.

Stell dir mal vor, da kommt mein Nachbar Dieter eines Tages zu mir und fragt ganz locker: Hat deine Tochter nicht mal einen Rassehund gewollt, Kerstin? Ich sage so: Klar wollte Mia einen, aber ehrlich, das ist grad echt nicht drin wir schaffen das alleine, das Geld reicht eben nicht.

Dieter grinst nur und meint: Na komm, ich schenke euch einen, einfach so. Steig einfach ins Auto! Und ausgerechnet da kommt Mia schon aus der Schule. Sie hat das alles mitbekommen und lässt mich natürlich nicht mehr los: Mama, bitte! Komm schon, der Hund ist doch geschenkt! Ich gehe jeden Tag mit ihm raus, und ich schwöre, ich bringe nur noch Einser heim! Versprochen, Mama!

Ich schaue Dieter an und sage: Was bist du bloß für einer bringst meine Tochter erstmal auf solche Ideen und ich darf es dann ausbaden! Aber Dieter bleibt ganz ruhig: Jetzt reg dich mal nicht so auf, Kerstin. Schau doch erstmal genau hin Ich bin ein anständiger Typ, fleißig, immer hilfsbereit. Nur ein bisschen einsam.

Hör doch auf, Dieter, kontere ich, was soll ich denn bei dir noch hingucken? Ich kenn dich doch schon seit du ein Kind bist! Ich war schon fast aus der Schule raus, da bist du noch mit der Schultüte rumgerannt!

Er lacht und meint: Tja, heute sind wir beide erwachsen und du bist mir nur noch einen Kopf größer. Und kräftiger bin ich auch!

Und zu Mia: Guck mal, wie ich größer und stärker bin als deine Mama!

Ich verdrehe die Augen: Dafür nicht unbedingt schlaue, wenn du hier vor meinem Kind so rummachst…, und kann mich gerade noch aus Dieters Umarmung befreien.

Dieter grinst: Eben drum fehlt mir ja genau so eine Kluge wie du. Ohne dich bin ich aufgeschmissen.

Aber Mia lässt gar nicht locker: Also was ist jetzt? Fahren wir wegen des Hundes los, oder nicht? Das war schon fast ein kleiner Aufstand von ihrer Seite.

Dieter macht es noch spannender: Was meinst du, sowas findest du nirgends, schon gar nicht gratis. Der ist echt süß, mit kleinen Flecken, und bei dem steckt auch noch eine richtige Geschichte dahinter! Komm, ich zeig euch das!

Mia hing schon an meinem Arm: Mamaaaa, du hast doch versprochen!

Dieter merkt wohl, dass ich schwanke und wird gleich ganz hektisch: Also, soll ich schon mal den Wagen starten? Ist echt nicht weit ihr werdet das nicht bereuen!

Ich hab dann seufzend zu Mia gesagt: Na gut, aber pass auf, wenn du in der Schule schlechte Noten kriegst…

Den ganzen Weg über hat Mia nur gefragt: Ist der Hund fröhlich? Wie heißt er denn eigentlich? Dieter, sind wir gleich da?

Wir sind dann zu so einem alten Plattenbau gefahren. Das ist die Wohnung, die meiner verstorbenen Mutter gehört hat. Ich hatte sie mal vermietet, aber das ging voll schief. Verzeih, es ist dort wirklich eine Katastrophe, ich hatte keine Zeit mehr aufzuräumen gestern hab ich das alles entdeckt, als ich die Miete holen wollte…

Und wirklich, du glaubst nicht, was das für ein Schweinestall war! Überall lagen kaputte Tüten mit loser Hirse herum, leere Keksdosen und stinkende Dosenravioli, und mittendrin eng beieinandergedrückt saßen eine abgekämpfte graue Katze mit leuchtend gelben Augen und ein wuscheliger kleiner Mischlingshund.

Beide richtig dreckig und zerzaust, aber wie sich später rausstellte, doch ziemlich zäh! Die hatten sich nicht unterkriegen lassen von dem Mist, den ihre alten Besitzer ihnen angetan haben.

Dieter fing an zu erzählen, mit so einer Mischung aus Bauchweh und Nervosität: Ehrlich, ich war einen Monat nicht hier. Und dann das! Die Mieterinnen zwei Studentinnen sind wohl schon vor Wochen heimlich aus der Wohnung abgehauen und haben nicht mal ihre Schulden bezahlt.

Die Katze und der Hund? Die haben sie einfach zurückgelassen.

Die beiden saßen also dort, ganz allein keiner wusste, ob überhaupt nochmal jemand kommt.

Ganz ohne Futter und ohne Wasser, alleine in der Wohnung eingeschlossen.

Mia war völlig entsetzt: Wie haben die denn überlebt?

Die Spuren ihres Überlebenskampfs waren überall die zwei haben einfach alles gefressen, was sie finden konnten. Keks und Bonbons zuerst, dann haben sie trockene Nudeln und sogar Haferflocken gefuttert. Sie haben es sogar geschafft, Dosenravioli zu öffnen und gezuckerte Kondensmilch auszuschlürfen, die diese Mädels da vergessen hatten. Alles, was sie ergattern konnten, haben sie gefressen!

Wasser? Tja, irgendwie musste die Katze wohl selbst den Wasserhahn im Bad aufgedreht haben. Vielleicht war es zufällig, jedenfalls hatten sie noch ein bisschen Wasser übrig. Zum Glück hat sie den Hahn nicht voll aufgedreht, sonst hätte sie das ganze Haus überschwemmt wobei sie dann wenigstens gerettet worden wären…

Na ja, Dieter wusste, wen er ansprechen musste. Mia war sofort bei Hund und Katze, hat sie gestreichelt und ihnen direkt Futter gegeben, das Dieter extra dabei hatte.

Und ich? Ich hatte Tränen in den Augen, wirklich.

Dieter kam leise zu mir rüber, als Mia die beiden gestopften Tiere streichelte: Siehst du, Kerstin, ich hab mich nicht getäuscht. Du bist ein wirklich guter Mensch. Pass auf: Wir nehmen die beiden einfach mit! Und willst du nicht meinen Heiratsantrag annehmen? Ich hab die ganze Zeit niemanden gefunden, der so ist wie du. Zusammen schaffen wir das, da bin ich sicher. Ich hab ein Auto, zwei Wohnungen eine für Mia, wenn sie mal auszieht, und eine, die wir wieder vermieten (nur an vernünftige Mieter diesmal). Willst du mich heiraten? Vielleicht haben wir ja sogar noch eigene Kinder… Und Hund und Katze gehören jetzt auch zur Familie, so wie sich das gehört!”

Mia, immer noch völlig im Hund- und Katzenfieber, ruft rein: Mama, mach es doch! ohne genau zu wissen, was Dieter da überhaupt gesagt hat.

Dieter lachte herzlich: Siehst du, alle sind einverstanden. Los, sag schon!

Ich wurde richtig verlegen und stammelte: Jetzt hör auf, Dieter, mach keinen Quatsch!

Aber in Wahrheit war er ja doch ein netter Kerl. Und dass er die Tiere so liebevoll aufnahm, hat schon gewirkt, das muss ich zugeben.

Irgendwie hab ich gar nicht damit gerechnet, dass mich nochmal jemand fragen würde. Und als Dieter mich nochmal so fest umarmt hat, da klopfte mein Herz wie verrückt.

Gib mir etwas Zeit zum Nachdenken, du Charmeur! Da musste ich selbst lachen und wurde ganz rot.

Dieter meinte lässig: Klar, denk in Ruhe nach. Aber weißt du was: Ich nehme die Katze mit zu mir und ihr nehmt den Hund wie versprochen. Und morgen kommen wir dann zusammen mit Minka vorbei und holen deine Antwort ab. Und du, Bello, räumst bis dahin ein bisschen auf hier, alles klar? Der Hund bellte zufrieden.

Tja, Dieter hat mich tatsächlich um den Finger gewickelt ich hab Ja gesagt.

Einen Monat später haben wir das ganze Haus eingeladen und bei uns gefeiert.

Gekocht haben wir bei mir, aber gefeiert wurde bei Dieter der hatte einfach mehr Platz in seinem großen Single-Wohnzimmer.

Minka und Bello wichen uns seitdem nicht mehr von der Seite Tiere spüren ja, wer es gut mit ihnen meint.

Und dann, ein Jahr später, waren wir auf einmal zu sechst: Die Zwillinge Sophie und Lukas kamen zur Welt.

Minka und Bello helfen jetzt schon, auf die beiden aufzupassen. In so einer großen Familie findet jeder seine Aufgabe.

Und das Schönste: Wo viele zusammenhalten, da gibts auch jede Menge Glück nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Tiere.

Echt wahr: Mit Hund und Katze im Haus ist das Familienleben nochmal ein Stückchen schöner.

Rate article
Homy
Add a comment

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!:

Endlich den richtigen Anlass gefunden, um einen Heiratsantrag zu machen – eine herzerwärmende Geschichte aus einem ganz normalen deutschen Mietshaus, über Nachbarschaftshilfe, tierische Notfälle, eine quirlige Tochter, einen geschenkten Hündchen-Traum und wie daraus Liebe, eine große neue Familie mit Hund und Katze und ein glückliches Zusammenleben wurden
Wie ich meine Schwiegermutter vor aller Augen blamiert habe – eine Geschichte, die sie wohl nie vergessen wird