Er weigerte sich, seine schwangere Freundin zu heiraten. Seine Mutter stand ihm bei, doch der Vater kämpfte für das ungeborene Kind.

Er weigerte sich, seine schwangere Freundin zu heiraten. Seine Mutter unterstützte ihn, doch sein Vater verteidigte das ungeborene Kind.
Vater, ich muss dir etwas sagen. Die Nachbarin, Anneliese sie ist schwanger. Von mir, sagte Klaus, kaum dass er die Tür hinter sich geschlossen hatte.
Heinrich, sein Vater, hielt inne und antwortete ruhig:
Dann heirate sie.
Was? Ich bin zu jung. Jetzt ist nicht die Zeit für eine Familie, zumal wir nicht mal lange zusammen waren
Ernsthaft? fauchte der Vater verbittert. Du warst Manns genug, hinter den Mädchen herzulaufen, aber wenn es darum geht, Verantwortung zu tragen, spielst du das Kind. Fein. Ohne ein weiteres Wort rief er laut nach seiner Frau: Gertrud! Komm mal her!
Gertrud betrat die Küche, die Hände am Schürzenzipfel trockenreibend:
Was ist los?
Hör zu. Unser Sohn hat ein Kind gezeugt und will nicht heiraten. Anneliese, das Mädchen von nebenan. Sie erwartet sein Baby. Und er verkriecht sich wie eine feige Maus.
Gertrud zeigte keine Überraschung. Ihr Gesicht erstarrte:
Und er hat recht. Warum sollten wir die erste Beste ins Haus holen? Diese Mädchen sind schlau sie suchen sich jemanden mit mehr Geld, fallen auf den Rücken und kommen dann mit Heirate mich!. Und wer weiß, vielleicht ist es gar nicht seins. Er soll einen Test machen. Außerdem müssen wir Klaus nicht drängen, er ist noch jung. Er ist ein Mann, es war schwer, standhaft zu bleiben. Aber wir sind nicht verpflichtet, die Kinder anderer Leute großzuziehen.
Heinrich seufzte tief und sagte leise:
Aber was, wenn es wirklich sein Kind ist?
Und wenn? Müssen wir das ausbaden? Sag ihm, er soll die Tests machen, damit wir Gewissheit haben.
Sie drehte sich um und verließ den Raum, ließ Heinrich allein mit seinem Sohn zurück.
Weißt du, ich war auch mal jung, begann er. Ich habe eine andere geliebt, aber ich habe deine Mutter geheiratet. Nicht aus Liebe, sondern aus Pflichtgefühl. Denn ein Mann zu sein, bedeutet nicht nur Leidenschaft, sondern Wahl und Konsequenz. Sie war schwanger. Ich wusste nicht, ob ich mit ihr glücklich werden könnte, aber eines wusste ich sicher das Kind ist unschuldig. Mein Blut, mein Gewissen. Und, Klaus, auch wenn es nicht leicht war, habe es nie bereut, geblieben zu sein.
Drei Monate vergingen. Der DNA-Test bestätigte: Mit 99,9 % Wahrscheinlichkeit war Klaus der Vater von Annelieses Kind.
Na und? lachte Gertrud, als Heinrich das Ergebnis vorlegte. Ja, er ist der Vater. Aber das heißt nicht, dass Anneliese jetzt hier einzieht. Die kommt mir nicht ins Haus! Ich habs gesagt!
Klaus stand da und starrte auf seine Hände. Sein Gesicht verriet deutlich, dass er sich für die Seite seiner Mutter entschieden hatte. Er schwieg, ballte die Fäuste, aber kein Wort kam über seine Lippen.
Heinrich erhob sich langsam vom Tisch:
Wenn ihr zwei euch entschieden habt, dann hört jetzt mir zu.
Er sprach leise, doch seine Stimme schnitt wie ein Messer:
Solange ich lebe, wird mein Enkel nichts entbehren müssen. Ich habe Land, ich werde ein Haus bauen, und er mein Enkel wird alles bekommen, was ich erarbeitet habe. Und ihr beiden bekommt ihr nichts mehr von mir. Ich weigere mich, an dieser Schande teilzuhaben. Klaus, von heute an bist du nicht mehr mein Sohn. Alles, was ich habe, gehört dem Kind. Nicht einen Cent werdet ihr sehen.
Gertrud explodierte:
Bist du verrückt? Willst du deinen eigenen Sohn enterben?!
Heinrich antwortete nicht. Er drehte sich einfach um und ging, ihre Schreie und Flüche ignorierend. Klaus blieb stehen, unfähig zu glauben, was er gerade gehört hatte. Doch er wusste genau: Wenn Heinrich etwas sagte, meinte er es auch so.

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Homy
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Sie verklagte ihren eigenen Sohn und setzte ihn aus der Wohnung – Ein deutsches Familiendrama über verzweifelte Mütterliebe, unerträgliche Zustände und den letzten Ausweg