Überraschung vom Ex
Max, warte mal! rief Johanna aus dem offenen Fenster.
Aber er hörte sie schon nicht mehr.
Max saß bereits in seinem VW Golf und startete den Motor. Da schnappte sich Johanna ihr Handy und rannte zur Tür.
Während sie die Treppen vom vierten Stock runter hastete, wählte sie immer wieder seine Nummer. Aber auch darauf reagierte Max nicht.
In ihrem Kopf drehte sich alles nur um einen Gedanken: Hoffentlich schaffe ich es rechtzeitig!
Offenbar hatte der Himmel ein Einsehen denn als Johanna wie ein Wirbelwind aus dem Hauseingang schoss, saß Max noch immer am Steuer und ließ den Motor warm laufen.
Max schaute total überrascht, als er sie ohne Jacke draußen stehen sah, und ließ das Fenster runter: Was ist denn los? Du siehst ja aus wie ein Geist!
Da ist… unter deinem Wagen… japste Johanna außer Atem.
Sie konnte vor Aufregung kaum reden, kniete sich sofort hin und kroch unters Auto egal, dass draußen Matsch und schmutziger Schnee lag und ihre Jeans jetzt ruiniert waren.
Als sie dann triumphierend mit einem mageren, struppigen Kater unterm Arm wieder auftauchte, stand Max daneben und glotzte sie an, als hätte er einen Geist gesehen.
Johanna, was zur Hölle machst du da? Ist das jetzt dein Ernst? Ich komm schon zu spät zur Arbeit!
Da saß ein Kater unter deinem Auto. Ich habs eben aus dem Fenster gesehen. Hatte Angst, dass du losfährst und
Echt jetzt, ein Kater? Max lachte laut auf. Und deswegen der ganze Aufstand? Na großartig
Was denn, denkst du etwa, Katzen wollen nicht leben? Johanna schaute ihn irritiert an.
Naja, also Wenn die überleben wollen, hocken sie ganz sicher nicht unterm Auto. Und wenn schon, dann hauen die spätestens ab, sobald der Motor angeht. Das ist doch Quatsch von dir.
Max, schau dir den Kater doch mal an. Der hat nicht mal mehr die Kraft zu miauen. Der wäre nie und nimmer weggelaufen
Ja, na gut, du hast ihn gerettet. Super. Dann nimm dir zu Hause ein Stück Schokolade aus der Schale und poste es bei Instagram. Ich muss jetzt wirklich los. Bis später.
Johanna stand schweigend mit dem Kater im Arm da und schaute Max hinterher, wie er davonfuhr.
Sie verstand nicht, wie jemand so wenig Mitgefühl haben konnte vorher war ihr das bei Max gar nicht so aufgefallen.
Dann sah sie den Kater an.
Er konnte kaum noch die Augen offenhalten aber er schaute sie an. Und in seinem Blick war Dankbarkeit. Ja, ganz sicher! Er war ihr dankbar.
Mit dem Kater im Arm ging Johanna wieder rauf in die Wohnung, zog sich an, schnappte ihre Geldbörse und bestellte ein Taxi.
Wohin soll’s gehen? Der Fahrer grinste, als Johanna auf den Rücksitz plumpste.
Zum Tierarzt, bitte, so schnell es geht! Hatte ich Ihnen doch schon am Telefon gesagt.
Ah stimmt! Ganz vergessen. Irgendwas mit dem Kater passiert?
Ja, er ist krank. Er braucht dringend Hilfe.
Ich kenne da eine sehr gute Praxis, passt das für Sie? Soll ich Sie da hinbringen?
Am liebsten die beste, die es gibt.
Dann fahren wir da jetzt sofort hin. Die Tierärzte dort wirken manchmal wie Zauberer die holen die Tiere echt zurück ins Leben.
Eine Viertelstunde später saß Johanna im Wartezimmer der Tierklinik, den schwachen Kater in der Transportbox. Viele Menschen waren da, alle mit ihren Tieren jeder hatte sein eigenes Sorgenkind.
Was ist denn dem Kleinen passiert?, fragte eine ältere Dame mit einem Dackel auf dem Schoß freundlich.
Ich weiß es nicht genau, sagte Johanna. Ich habe ihn heute früh unter einem Auto gefunden, vermutlich die ganze Nacht draußen, und das bei dem Wetter
Ach du liebes bisschen! Wollen Sie nicht vorgehen? Wir haben nur einen Routinecheck mit Felix, aber für Sie wäre es sicher besser, je schneller, desto lieber.
Meinen Sie das ernst? Das wär wirklich nett von Ihnen!
Wir helfen doch, wo wir können. So machen wir das hier eben
Endlich war Johanna dran. Sie konnte kaum sitzen bleiben, während der Tierarzt den Kater vorsichtig untersuchte.
Dann folgte das Warten. Es dauerte ewig, bis die ersten Laborergebnisse kamen.
Inzwischen rief Max mehrfach an, aber Johanna drückte ihn immer wieder weg sie konnte sich jetzt auf nichts anderes konzentrieren.
Also, junge Dame, seufzte der Arzt, als er endlich wieder zu Johanna kam, wenn ich das richtig verstanden habe, haben Sie den Kater auf der Straße gefunden?
Genau. Er saß unter einem Auto wie lange, weiß ich nicht, aber vermutlich die ganze Nacht.
Ja, er hat Erfrierungen. Aber das ist nicht das Schlimmste Er braucht ein ganzes Bündel an Behandlungen und das wird lange dauern und teuer wird es auch. Ich muss Sie ernsthaft fragen, ob Sie bereit sind, diese Verantwortung auf sich zu nehmen. Falls nicht, sollten wir dringend einen neuen Halter suchen.
Johanna hatte schon geahnt, dass es teuer werden könnte, aber eine langwierige Behandlung Darauf war sie nicht vorbereitet.
Sie schaute dem Kater in die Augen.
Er bettelte nicht, er flehte nicht. Er schaute sie einfach nur an als wollte er sagen Wenn du mich nicht willst, ist das schon okay.
Ich mach das! sagte Johanna bestimmt. Ich kümmere mich um ihn, egal wie lange es dauert.
Gut, lächelte der Tierarzt. Dann sollte der Kater erstmal ein paar Wochen bei uns bleiben, für die erste Behandlung. Danach erkläre ich Ihnen alles, damit Sie zu Hause richtig weitermachen können.
Danke Johanna war nah am Wasser gebaut.
Nein, ich danke Ihnen, antwortete der Tierarzt ernst. Es gibt nicht viele Menschen wie Sie.
Johanna kuschelte noch eine Runde mit dem Kater und schwor ihm, ihn bald wieder abzuholen.
Der Kater vertraute ihr. Und er brachte sogar ein leises Miauen heraus, als Johanna ging.
Als Johanna am Abend nach Hause kam, war sie zum Umfallen müde eigentlich wollte sie nur noch schlafen, denn morgen wartete die Arbeit. Aber es sollte anders kommen.
Denn wer saß im Wohnzimmer? Max. Und der guckte alles andere als freundlich.
Wo warst du die ganze Zeit?! Ich hab dich zigmal angerufen, warum gehst du nicht dran? Was soll das?
Sorry, Max, aber ich hatte einen harten Tag, seufzte Johanna und schob seine Schuhe in die Ecke, die er wie immer im Flur hatte stehen lassen.
Lustig, dabei hast du ja heute frei gehabt, höhnte Max. Was hast du denn so Anstrengendes gemacht?
Ich war mit dem Kater den ganzen Tag in der Tierklinik.
Mit welchem Kater? Hab ich was verpasst?
Na, mit DEM Kater, den ich heute früh unter deinem Auto gerettet habe. Max, ich bin echt müde, lass uns morgen darüber reden.
Moment! Du willst mir sagen, du hast deinen freien Tag für einen Straßenkater verschwendet?
Ob Straßenkater oder nicht spielt doch keine Rolle! Er brauchte unsere Hilfe. Sonst hätte er nicht überlebt
Und was ist mit mir? Ich verhungere hier beinahe! Komm heim, Frau nicht da, kein Abendessen!
Max, du bist erwachsen, stöhnte Johanna. Tiefkühl-Maultaschen sind im Gefrierfach. Hättest auch mal was kochen können, wenn du am Verhungern bist.
Maultaschen? Bin ich ein Hund, oder was? Und ich hab gearbeitet heute, im Gegensatz zu dir. Soll ich jetzt auch noch in der Küche stehen?
Erschöpft ging Johanna trotzdem in die Küche und zauberte ihm ein Abendessen. So, wie er es mochte.
Er hatte es nicht verdient, aber Johanna wollte einfach keinen Streit mehr sie gab nach. Danke sagte Max trotzdem nicht.
Zwei Wochen später durfte Johanna ihren Kater endlich aus der Tierklinik holen und brachte ihn nach Hause.
Sie hatte schon alles Nötige besorgt, aber Max hatte noch nichts davon gesehen sie wollte keinen Streit provozieren.
Ehrlich gesagt wusste Johanna gar nicht, wie sie ihrem Freund beibringen sollte, dass der Kater nun bei ihnen leben würde.
Aber sie ging davon aus, dass Max sich da nicht groß einmischen würde schließlich war die Wohnung ihre, Max nur ihr Freund, nicht mal verlobt waren sie.
Weit gefehlt: Als er den Kater sah, flippe Max total aus.
Du hast diesen Straßenkater hierher geholt?! Bist du bescheuert, Johanna? Bist du mit dem Kopf irgendwo dagegen gerannt, als du unterm Auto rumgekrochen bist?
Max, reg dich ab. Ich hab ihn gerettet, also kümmer ich mich jetzt auch um ihn.
Und wie viel Kohle hast du für den ausgegeben? Wie viel wird das noch, he?!
Das ist doch egal, es ist mein Geld. Was ich damit mache, geht dich nichts an! Du kaufst ja auch kaum Lebensmittel, obwohl du gerne schlemmen willst.
Ich hab dir gesagt, mein Auto braucht Investitionen. Und in der Arbeit gibts grad Stress. Aber na klar, dreh die Musik auf mich! Es geht doch um dein Kuscheltier hier!
Er heißt übrigens Felix.
Du hast ihm sogar einen Namen gegeben? Echt, du brauchst ne Therapie. Bei dir stimmt doch was nicht!
Die Nacht verbrachte Johanna getrennt von Max im anderen Zimmer. Sie lag wach und dachte nach
und über ihre Beziehung zu Max, über ihr Leben mit ihm.
Seit fast einem Jahr wohnten sie zusammen, aber in letzter Zeit liefs einfach nicht mehr so richtig.
Max war immer fordernder geworden, jetzt fing er sogar an, sie fertigzumachen. Das war kein gutes Zeichen und Johanna entschied sich, ihm noch eine einzige Chance zu geben.
Jeder verdient eine, aber was Max daraus macht, liegt bei ihm.
Doch er nutzte sie nicht. Immer wieder schimpfte er über den Kater, wetterte, dass er raus müsste. Johanna hörte zu, machte sich so ihre Gedanken und dann platzte es an einem Abend einfach aus ihr heraus:
Max, ich liebe dich nicht mehr. Und du mich auch nicht. Lass uns das beenden, okay?
Was soll das heißen?
Morgen packst du deine Sachen und ziehst aus. Ich kann deine ewigen Dramen nicht mehr ertragen. Ich brauch Ruhe.
Du holst ohne Absprache eine Katze ins Haus und ich bin der Böse? Unfassbar
Wenn du nicht akzeptieren kannst, dass Felix bleibt, dann ist das eben so. Such dir eine Frau ohne Katze oder kauf dir selbst ne Wohnung, dann kannst du da machen, was du willst.
Der Zeitpunkt war perfekt: Morgen hatte Johanna sowieso frei, eine bessere Gelegenheit gabs nicht.
Max setzte natürlich alles daran, sie umzustimmen, aber sobald er nur das Wort Kater hörte, rastete er wieder aus. Johanna wusste, sie tat das Richtige. Glücklich würde sie mit diesem Menschen nie.
Mittags fing Max dann endlich an, seine Sachen zu packen. Johanna trieb ihn sanft, aber er verschleppte es, als würde er hoffen, sie änderte noch ihre Meinung. Wer weiß, worauf er noch setzte.
Johanna trank ihren Tee in der Küche, als ihre Chefin anrief:
Johanna, Liebling, ich weiß, du hast um einen freien Tag gebeten, aber wir brauchen dich dringend.
Frau Fischer, das kommt jetzt total ungelegen Johanna spähte ins Wohnzimmer, wo Max hektisch seine Sachen in eine Tasche stopfte.
Er musste noch PC samt Bildschirm und sein Werkzeug vom Balkon holen.
Es dauert nur eine Stunde, wirklich. Ich flehe dich an, komm bitte schnell. Du weißt, ich rufe nicht umsonst an.
Johanna seufzte, trank ihren Tee aus und machte sich fertig. Sie sagte Max, er solle den Schlüssel in den Briefkasten werfen. Er nickte bloß, sein Blick hätte sie am liebsten auf der Stelle verflucht.
Im Büro wurde sie tatsächlich schnell fertig nach vierzig Minuten rief sie ein Taxi.
Wie geht es eigentlich Ihrem Kater? fragte der Fahrer vertraut.
Johanna grinste sie erkannte den Mann sofort. Es war der gleiche, der sie zur Tierarztpraxis gefahren hatte.
Danke, ihm gehts super. Können Sie mich bitte so schnell wie möglich nach Hause bringen?
Klar, kein Problem, meinte der Fahrer und lächelte breit.
Als Johanna ins Haus kam, schaute sie erst in den Briefkasten kein Schlüssel. Auch Max Auto war vom Hof verschwunden.
Also hat Max wohl noch nicht alles fertig vielleicht steht der Wagen einfach woanders, dachte Johanna.
Hoch in den vierten Stock, zur Wohnungstür abgeschlossen. Sie schloss auf, trat ein, aber Max Taschen waren weg. Der PC war auch nicht mehr da, Werkzeug ebenfalls.
Ich hab ihn gebeten, den Schlüssel dazulassen na wunderbar, dann muss ich eben das Schloss wechseln.
Johanna steuerte das Schlafzimmer an stockte plötzlich im Türrahmen
Felix Platz auf dem Bett war leer. Auch die Transportbox in der Ecke fehlte.
Sie rief und suchte wie verrückt in der Wohnung herum keine Spur von Felix. Klar, Max hatte ihn mitgenommen. Aber warum um alles in der Welt?
Max! Bist du wahnsinnig? Warum hast du Felix mitgenommen? schrie Johanna ins Handy, als sie ihn endlich erreichte.
Warum wohl? Das ist ein kleiner Gruß von mir, Johanna! Wenn du zu mir zurückkommst, überleg ich mir vielleicht, ob du die Katze wiederbekommst!
Spinnst du? Felix braucht Spezialfutter und Medikamente! Du hast keine Ahnung, was er braucht!
Johanna schrie noch etwas weiter, aber Max legte einfach auf.
Und jetzt? Wo finde ich ihn bloß?, Johanna weinte am Boden, den Kopf an der Wand.
Max hatte vorher in einer anderen Stadt gewohnt, von der er Johanna nicht viel erzählt hatte. Er hatte ihr zwar oft versprochen, sie da mal mitzunehmen, aber das war nie passiert.
Die ganze Nacht konnte Johanna kein Auge zumachen, am Morgen fuhr sie als erstes zu Max Arbeitsstelle.
Aber da war er nicht Er hat sich für ein paar Tage freigenommen, sagte der Chef. Was ist denn passiert?
Johanna erzählte ganz grob die Story, und der Chef versprach, sich sofort zu melden, sobald Max wieder auftaucht. Draußen griff sie zum Handy, versuchte immer wieder Max zu erreichen aber er hatte sein Handy ausgemacht.
Brauchen Sie eine Fahrt? fragte da plötzlich der Taxifahrer.
Johanna erschrak, blickte sich um und sah den vertrauten Fahrer an der Straßenecke, Kopf aus dem Fenster.
Oh hallo, ein müdes Lächeln. Können Sie mich nach Hause bringen?
Sie war so kurz vorm Durchdrehen, hatte keine Ahnung, was sie tun sollte.
Steigen Sie ein, sagte der Fahrer warm.
Auf dem Heimweg klingelte ihr Handy unbekannte Nummer.
Hallo? Wer spricht da?
Sind Sie Johanna? meldete sich eine Frau am anderen Ende.
Ja und Sie sind?
Also, Ihr Freund Max ist gestern Abend mit einem Kater bei uns aufgetaucht er ist mit meinem Mann befreundet, arbeitet auch mit ihm zusammen. Max wollte ein paar Tage bei uns unterkommen.
Und der Kater? Hat er den dabei?
Ja, deswegen rufe ich überhaupt an. Max hat gestern viel getrunken und dauernd behauptet, mit der Katze würde er Sie zurückholen. Aber der arme Kerl sieht ziemlich mitgenommen aus, weint die ganze Zeit. Der vermisst Sie offenbar schrecklich.
Füttern Sie ihn bitte nicht! Er braucht extra Diät. Er darf vieles nicht essen!
Ich habs versucht, er wollte eh nichts. Aber bitte hören Sie: Mein Mann ist jetzt arbeiten und Max ist weg vermutlich Bier holen oder so. Vielleicht holen Sie Felix jetzt schnell ab? Ich kann solche Typen wie Max ohnehin nicht leiden. Und das Tier kann ja wirklich nichts dafür.
Ich komme sofort! Nennen Sie mir die Adresse!
Johanna erklärte dem Taxifahrer die Lage der nickte kurz und konzentrierte sich sofort auf die schnellste Route. In den wenigen Minuten bis zum Ziel kam ihr der Fahrer wie ein Rennfahrer vor, aber er blieb ganz ruhig, steuerte direkt durch den Stadtverkehr.
Beim Haus flitzte Johanna direkt in den dritten Stock, klingelte, holte die Box mit Felix ab, bedankte sich überschwänglich bei der Frau und raste wieder raus.
Als das neunstöckige Mietshaus, in dem Max sie und Felix festgehalten hatte, hinter der Straßenecke verschwand, konnte Johanna das erste Mal seit Tagen tief durchatmen.
Die ganze Fahrt über weinte sie vor Rührung über die Güte der Menschen: die hilfsbereite Oma in der Tierklinik, den Taxifahrer, die Frau, die ihr geholfen hatte. Solange es solche Menschen gibt, wird das Gute nie untergehen.
Soll ich heute Abend lieber noch bleiben, falls dein Ex nervt? fragte der Fahrer.
Oh ja, sehr gerne! nickte Johanna erleichtert.
Noch am selben Tag bestellte sie einen Schlüsseldienst zum Austausch des Schlosses. Victor, der Taxifahrer, blieb bei ihr, spielte mit Felix, der dankbar in seinem Schoß schnurrte.
Johanna war Victor unheimlich dankbar. Für alles.
So endet diese Geschichte.
Und du weißt bestimmt schon, dass aus Johanna und Victor mit der Zeit mehr wird als Freundschaft nämlich Liebe.
Und Max? Von dem gibts auch noch liebe Worte zu erzählen.
Er flog aus der Wohnung, wo er Unterschlupf gefunden hatte, sofort raus, weil er sich mit dem Gastgeber und dessen Frau anlegte. Der Freund verpasste ihm sogar ein blaues Auge zur Erinnerung.
Und als Max so richtig hübsch im Büro erschien, wurde er gebeten, seine Kündigung zu schreiben.
Wieso das denn?, verstand Max die Welt nicht mehr.
Weil es so ist, Max. Schreib jetzt und hör auf zu glotzen, sagte der Chef nur streng.
Max blieb nichts anderes übrig, als in seine Heimatstadt zurückzufahren, woher auch immer er kam.
Alles, was er verdiente.
Denn so wie Max kann und darf kein Mensch handeln. Tiere sollte man lieben. Und wenn man das nicht kann, dann sollte man ihnen wenigstens mit Respekt begegnen.
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