Das Geheimnis des Chefs

Das Geheimnis des Chefs

Unser lieber Chef hat doch ganz sicher jemanden, flüsterte Katharina ihrer Kollegin zu. Und mit der Person hat er wohl richtig Krach! Sonst würde er doch nicht ständig so gereizt auf uns reagieren, mit diesen völlig unmöglichen Aufgaben…

Ihre Kollegin Verena schnalzte nur missbilligend und wandte sich demonstrativ ab, um klarzumachen, dass sie sich nicht in das Gespräch hineinziehen lassen wollte. Aber Katharina ließ sich davon nicht abhalten.

Im Ernst, willst du nicht auch wissen, was da los ist?, gab sie lauter zurück. Vielleicht schreit er uns nur an, weil er privat Stress hat? Vielleicht ist was Schlimmes passiert, und wir kriegen es nicht einmal mit…

Ihre Tuscheleien blieben diesmal allerdings nicht unbemerkt. Herr Schuster, der die Besprechung leitete, unterbrach abrupt und starrte Katharina kühl an. Mit betonter Langsamkeit sagte er:

Frau Müller, ist Ihnen langweilig? Oder scheint Ihnen mein Vortrag nicht wichtig genug? Möchten Sie vielleicht selbst das Wort übernehmen?

Katharina spürte, wie ihr das Herz in die Hose rutschte. Sie blinzelte hektisch, um Zeit zu gewinnen, während ihr durch den Kopf schoss: Wie merkt er das nur immer sofort?

Entschuldigen Sie bitte, Herr Schuster, ich habe nur kurz Gedanken ausgetauscht, stammelte sie, bemüht, gefasst zu klingen. Nicht weiter wichtig, nur ein paar Ideen.

Herr Schuster hob eine Augenbraue. Sein Blick sprach Bände; er wusste genau, dass es nicht um die Arbeit ging. Doch er beschloss, die Situation auf die Spitze zu treiben.

Teilen Sie doch gerne mit uns Ihr Problem, sagte er ironisch. Wir sind gespannt.

Ein kalter Schauer lief Katharina den Rücken hinunter. Sie lächelte nervös und suchte fieberhaft nach einer guten Antwort.

Ähm, ich glaube, ich verschiebe das lieber, erwiderte sie schließlich und hielt ihre Stimme so ruhig wie möglich. Da muss ich noch an Details feilen, bevor es für alle relevant ist.

Herr Schuster verzog kaum merklich den Mund zu einem Lächeln.

Dann erwarte ich Ihre ausgearbeiteten Ideen bis Ende der Woche, sagte er mit Nachdruck. Ich hoffe, sie nutzen unserem Unternehmen. Jetzt machen wir weiter.

Katharina schwieg. Sie saß still da, die Wangen gerötet und den Blick immer wieder in Richtung des Chefs. Sie ärgerte sich maßlos nicht nur war sie beim Schwatzen erwischt worden, jetzt hatte sie auch noch Mehrarbeit am Hals.

Verena, die in ihrer Nähe saß, musste sich ein Kichern verkneifen. Die beleidigten Seitenblicke von Katharina in Richtung Herr Schuster waren fast schon komisch. Sie schüttelte kurz den Kopf und vertiefte sich wieder in ihre Notizen, beobachtete ihre Kollegin jedoch aus den Augenwinkeln und merkte, wie diese versuchte, ihre Fassung zurückzugewinnen.

Nach dem Meeting stürmte Katharina mit kaum unterdrückter Wut aus dem Konferenzraum. Verena folgte ihr mit einem leisen Grinsen. Sie machte sich keinen Hehl daraus, amüsiert zu sein Katharina wirkte wie ein angefressenes Kind, das gerade einen Streich ausgeheckt hat.

Im Büro warf Katharina sich auf ihren Stuhl und klappte wütend ihren Laptop zu.

Statt mir zu helfen, amüsierst du dich noch, knurrte sie, die Arme vor der Brust verschränkt. Jetzt muss ich bis Freitag was aus dem Hut zaubern das sind nur drei Tage!

Verena schüttelte lachend den Kopf, während sie zwei Tassen Tee einschenkte. Nach kurzem Überlegen legte sie eine Tafel Ritter-Sport neben Katharinas Becher.

Jetzt ruh dich aus und leg los. Was anderes bleibt dir eh nicht.

Katharina warf einen Blick auf den Tee und die Schokolade, und ihr Gesicht wurde ein wenig weicher. Aber schon setzte sie wieder einen strengen Blick auf.

Die Arbeit kann warten! Erstmal gibt es Wichtigeres zu besprechen: unseren neuen Chef!

Verena blieb am Computer. Sie hatte sich längst daran gewöhnt, dass Katharina gerne über die Führungsetage spekulierte, und versuchte stets, neutral zu bleiben.

Na ja, so neu ist er auch nicht mehr zwei Monate ist er jetzt schon da, warf sie trocken ein.

Trotzdem!, hielt Katharina energisch dagegen. Kaum war er da, schon wurden die Regeln geändert, und Leute rausgeschmissen…

Verena lächelte gelassen: Die hat er doch gefeuert, weil sie nie was getan haben. Dafür haben wir alle mehr Gehalt bekommen.

Sie drehte sich zu Katharina um und fügte hinzu: Und die Besprechungen sind kürzer. Früher saßen wir zwei Stunden da, jetzt kommt man endlich schnell auf den Punkt.

Kurz schien Katharina überzeugt, wandte aber prompt ein: Schon, aber jetzt will er ständig neue Berichte und das jede Woche! Die Fristen sind knallhart…

Verena zuckte die Schultern: Na, aber dafür laufen die Projekte schneller und besser. Das hast du ja selbst gesehen.

Katharina atmete tief durch, brach ein Stück Schokolade ab und kaute gedankenverloren. Offenbar überzeugten sie Verenas Argumente ein Stück weit, doch ganz wollte sie ihrem Chef nicht recht geben.

Na schön, vielleicht hast du in ein paar Punkten recht…, murmelte sie dann. Ich dachte immer, er ist Single aber irgendwie habe ich dabei so ein Gefühl… Vielleicht sollte ich mal bei der Personalabteilung nachfragen?

Verena seufzte. Ihre Geduld war langsam am Ende.

Wozu willst du das wissen? Ist doch egal für deine Arbeit.

Doch Katharina ließ sich nicht aufhalten. Sie stellte sich schon vor, wie sie in der Personalabteilung geschickt nachhaken würde.

Er ist immer so griesgrämig. Vielleicht hat er familiären Stress und lässt das an uns aus. Das würde alles erklären

Verena schüttelte den Kopf. Ihr war klar: Sich in fremde Angelegenheiten einzumischen, kommt nie gut an. Doch Katharina konnte und wollte das nicht begreifen.

Katharina, hör jetzt auf und arbeite besser, sonst bist du die Nächste, die er kündigt wegen Faulheit.

Katharina winkte nur ab ihr Ehrgeiz war geweckt: Sie wollte der Sache unbedingt auf den Grund gehen.

In den Folgetagen befragte Katharina unauffällig Kollegen mal ganz beiläufig, mal direkter. Ob nach Feierabend jemand bemerkt hätte, mit wem Schuster zusammen gesehen wurde, oder ob Gerüchte über sein Privatleben kursierten. Fast das ganze Büro hatte sie durch, überall stieß sie an ihre Grenzen: Niemand wusste etwas oder wollte nichts verraten. Viele lachten nur ab, einige taten, als verstünden sie die Fragen nicht, manche sagten genervt, sie seien zu beschäftigt.

Die Personalstelle blieb besonders kühl. Erst hörte man ihr höflich zu, dann folgte ein vielsagender Blick unter den Kolleginnen. Schließlich ließ eine von ihnen trocken verlauten: Frau Müller, konzentrieren Sie sich besser auf Ihre Aufgaben, als Gerüchte zu verbreiten.

Als Katharina versuchte, weiterzubohren, wurde sie ohne Umschweife zurück zum Arbeitsplatz geschickt mit dem dezenten Hinweis, bei weiteren Neugierigkeiten Herr Schuster zu informieren.

Mit etwas hängenden Schultern kehrte sie an ihren Platz zurück. Wortlos starrte sie auf den Bildschirm, aber ihr Kopf war woanders. Verena beobachtete sie schweigend. Sie hoffte, Katharina hätte endlich verstanden, dass man sich nicht in fremde Dinge einzumischen hat.

Doch Katharinas Neugier ließ nicht nach. Wer sie sah, wusste gleich: Jetzt heißt es Fragen ausweichen. Einige Kollegen lachten offen, andere fragten geradeheraus: Bist du etwa verliebt? Doch auch Katharina wusste keine richtige Antwort. In ihr glomm ein kleines Feuer aus Neugier, das sie einfach nicht aus bekam.

Schließlich suchte sie das Gespräch mit Monika aus der Buchhaltung, die immer bestens informiert schien. Katharina gab sich gelassen: Monika, du hast doch immer ein Ohr für jede Geschichte weißt du, ob Herr Schuster eine Frau hat? Oder eine Freundin?

Monika blickte langsam von ihrem Monitor auf. Für einen Moment lag ein Lächeln auf ihren Lippen, doch sie blieb abwartend.

Da halte ich mich lieber raus, Katharina. Und warum interessiert dich das überhaupt?

Katharina druckste herum. Na ja, vielleicht ist er ja frei so ein attraktiver Mann

Monika schüttelte nur lächelnd den Kopf. Auch wenn er frei ist, das geht uns doch nichts an. Mach lieber deine Arbeit du hast schon genügend zu tun.

Die Tage vergingen, und Katharina verfiel immer mehr ihren Gedanken. Sie analysierte jedes Gespräch, jeden Blick, jedes kleine Detail, das sie aufschnappen konnte. Am Ende glaubte sie, zu einer Erkenntnis gekommen zu sein, die sie bewegte und auch ein bisschen glücklich machte.

Eines Morgens platzte sie wie ein Wirbelwind ins Büro.

Ich glaube, ich habe mich verliebt!, rief sie schon an der Tür, bevor sie sich überhaupt gesetzt hatte.

Verena, die gerade an ihrer Kaffeetasse nippte, verschluckte sich fast. Sie setzte die Tasse ab und starrte ihre Freundin an, sichtbar überrascht von diesem Geständnis.

Wer denn?, hakte sie nach.

Na, unser Herr Schuster!, verdrehte Katharina die Augen, als wäre die Antwort selbstverständlich. Deshalb will ich wissen, ob er vergeben ist. Falls nicht, dann wage ich mein Glück.

Verena schwieg einen Moment, während sie rasch verschiedene Gedanken durchspielte. Sie wusste mehr, als sie sagen durfte, wollte sich aber nicht verraten.

Und wenn er doch vergeben ist?, fragte sie zögernd.

Dann werde ich um ihn kämpfen, meinte Katharina mit frechem Grinsen. Er ist mit der bestimmt gar nicht glücklich. Und du hilfst mir dabei!

Verena schluckte ein Lächeln hinunter. Die Idee war hanebüchen. Katharina aber war Feuer und Flamme.

Ich will ja nur Informationen, erklärte Katharina hastig. Beim Betriebsfest am Freitag da kannst du ihn doch ganz nebenbei fragen, warum er alleine da ist vielleicht verrät er sich.

Und wenn er nicht alleine kommt? Oder interessiert er sich für mich?, versuchte Verena auszuweichen.

Du bist ja rothaarig, und der mag doch eher Dunkelhaarige das habe ich immerhin schon rausgefunden. Also, bist du dabei?

Verena schwieg und überlegte fieberhaft, was sie tun sollte. Klar war: Sie würde Katharina nicht in eine peinliche Situation manövrieren erst recht nicht, weil sie selbst Herrn Schuster näher stand, als Katharina ahnte.

***

Die ganze Woche über war Katharina aufgeregt wie ein Kind vor Weihnachten. Sie schrieb sich Sätze und Sprüche in ihr Notizbuch, um beim Fest gewappnet zu sein, übte Blicke und Gesten vor dem Spiegel und träumte, wie Herr Schuster sie bewunderte, beförderte und ihnen gemeinsam die Firma gehörte.

Verena sah das mit gemischten Gefühlen. Einerseits gönnte sie Katharina den Schwung andererseits wusste sie, dass es nicht das echte Leben war, in dem sie schwebte, sondern ein Traum von Perfektion. Schuster war kein unnahbarer Märchenprinz er war einfach ein Mensch mit guten und schlechten Tagen, mit Verantwortungen, Zweifeln und Macken.

Am Donnerstag kam Katharina mit einer großen Tasche ins Büro, aus der sie nach der Mittagspause ein neues Kleid zog zurückhaltend, aber mit einem Schuss Eleganz: dunkles Blau, schlichter Schnitt, dezente Schulterpartie. Sie verschwand damit im Bad, drehte sich vor dem Spiegel hin und her, prüfte Lichteinfall und Stoff.

Wie findest dus?, fragte sie, als sie zu Verena zurückkam und sich zur Schau stellte. Ihre Augen leuchteten erwartungsvoll.

Verena nickte zustimmend. Schick, aber bist du sicher, dass das für unser Betriebsfest nicht zu viel?

Natürlich nicht! Ich will einen bleibenden Eindruck machen. Diesmal klappts bestimmt!

Verena ließ sie gewähren was hätte sie auch sagen sollen? Sie spürte die kommenden Schwierigkeiten, aber Worte hätten ohnehin nichts bewirkt.

***

Am Freitag verwandelte sich das Büro: Lichterketten, Luftballons und festlich gedeckte Tische mit Brezeln, Würstchen, Käseplatten und Apfelschorle. Es duftete nach Buffet und Feierlaune. Die Kollegen lachten, schnatterten, bewunderten sich gegenseitig in schicken Outfits.

Katharina tauchte als eine der Ersten auf: das neue Kleid, perfekte Frisur, dezentes Makeup, leuchtende Augen. Sie prüfte den Seitenspiegel, zupfte Stoff und wartete sichtbar auf Herrn Schuster.

Verena kam später in ihrem schlichten schwarzen Lieblingskleid, das immer passte, nie aufdringlich war und ihr Sicherheit gab. Sie wollte einen ruhigen Abend mit Plaudereien, vielleicht etwas tanzen. Schauspielerei war nicht ihr Ding.

Herr Schuster erschien pünktlich, im dunkelblauen Anzug, freundlich, höflich, ohne Allüren. Er begrüßte jeden Kollegen, hielt eine kurze, sympathische Rede über Erfolge und Zukunftspläne, dankte allen Mitarbeitern und betonte das Miteinander.

Katharina folgte ihm mit glühendem Blick, wie ein Starlett dem Filmstar. Sie glaubte, Blicke und Worte galten ihr. Sie zählte die Minuten bis zum richtigen Moment für ihr Gespräch.

Nach dem offiziellen Teil mischten sich die Kollegen untereinander, genossen die Buffet-Snacks, prosteten sich zu, einige wagten schon den Weg zur Tanzfläche.

Katharina zog Verena am Ärmel zur Seite.

Jetzt bist du an der Reihe! Geh zu ihm, frag ihn, warum er alleine gekommen ist ganz beiläufig.

Verena zögerte. Sie fühlte den Kloß im Hals Zeit für die Wahrheit.

Ich kann das nicht, Katharina.

Warum nicht? Du bist doch meine Freundin!

Verena atmete tief durch.

Weil Herr Schuster ist mein Mann.

Es war, als hätte man Katharina den Teppich unter den Füßen weggezogen ihr Gesicht wurde erst kalkbleich, dann feuerrot. Sie öffnete den Mund, aber kein Wort kam heraus.

Wie bitte? Ihre Stimme war kaum hörbar. Ihr… wie lange schon?

Verena wich ihrem Blick aus. Seit einem halben Jahr. Wir haben es bewusst geheim gehalten damit nicht getratscht wird, und keine Missgunst entsteht. Wir wollten die Ruhe im Büro nicht gefährden.

Katharina trat einen Schritt zurück. Erst Unglaube, dann Kränkung, schließlich Fassungslosigkeit spiegelten sich in ihrem Gesicht.

Und du hast mir nichts gesagt? Wir erzählen uns alles, und dann das…

Es war nicht nur meine Entscheidung, antwortete Verena ruhig. Wir wollten, dass im Büro nur die Arbeit zählt.

Katharina war einen Moment sprachlos. Erst jetzt, da sie alles wusste, fiel ihr auf, wie oft Schuster Verena einen Augenblick länger angesehen hatte wie freundlich er zu ihr war, wie selbstverständlich sie mit ihm umging. Alles ergab plötzlich Sinn.

Und wie hat das angefangen?, fragte sie schließlich leise.

Ganz von alleine. Wir haben uns privat getroffen alles ganz ungekünstelt. Es ist passiert, ohne dass wir es geplant hätten.

Katharina strich fahrig ihr Kleid glatt. Die Wahrheit fiel schwer.

Und in den Besprechungen? Wenn er dich kritisierte oder du ihn verteidigt hast… du wusstest es. Die ganze Zeit.

Ja. Aber wir trennten Arbeit und Privates strikt. Das war Teil der Abmachung.

In diesem Moment kam Herr Schuster dazu. Mit ruhigem Blick sah er die beiden an, ahnte sofort, dass gerade die Luft brannte.

Ist alles in Ordnung?, fragte er sanft und berührte kurz Verenas Arm.

Verena nickte. Doch Katharina brach plötzlich hervor: Nein, ist es nicht! Ihr habt alles verheimlicht!

Herr Schuster blieb gelassen. Ohne Umschweife beschloss er, die Sache zu klären.

Es ist wohl an der Zeit, ehrlich zu sein, erhöhte er die Stimme, so dass auch andere im Raum zuhörten. Liebe Kolleginnen und Kollegen, viele haben sich vielleicht gefragt, wie es um mein Privatleben steht. Ich möchte heute offen sagen: Verena und ich sind verheiratet. Wir haben das Privates und Berufliches bewusst getrennt, um ein gutes Miteinander im Team zu wahren. Ich hoffe, ihr respektiert das.

Er nahm Verena bei der Hand. Für einen Moment war es leicht still, dann ging ein Raunen durch die Runde. Einige Kollegen riefen Herzlichen Glückwunsch!, aus der Buchhaltung wurde geklatscht, manch einer grinste und prostete den beiden zu.

Katharina atmete tief durch.

Jetzt muss ich wohl kündigen, sagte sie mit bedrücktem Ton.

Quatsch!, entgegnete Verena sofort. Niemand nimmt dir das übel. Das alles war ja ein Missverständnis.

Katharina blickte zu Herrn Schuster, der gerade mit Kollegen lachte. Jetzt versteh ich wenigstens, warum du immer so zu ihm gehalten hast.

Dann mussten beide lachen das Eis war gebrochen.

Du bist schon ein Unikat!, rief Katharina und lachte frei heraus. Ich dachte immer, du bist einfach so loyal!

Verena lächelte erleichtert. Jetzt kennst du die ganze Wahrheit.

Ein Moment lang schwiegen sie, dann sah Katharina Verena prüfend an: Und… macht er dich glücklich?

Verena nickte und strahlte: Jeden Tag das weiß ich ganz sicher.

Katharina seufzte, dann reichte sie ihr die Hand. Frieden?

Frieden, erwiderte Verena und drückte ihre Hand fest.

Der DJ legte Musik auf, es wurde wieder gelacht und getanzt. Und Katharina begriff an diesem Abend etwas Wichtiges: Manchmal verbirgt sich hinter Gerüchten eine ganz gewöhnliche Wahrheit und die wichtigsten Dinge im Leben sind Ehrlichkeit, Respekt und die Fähigkeit, dem anderen das Glück zu gönnen.

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Homy
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