Helene und ich schließen am ersten Schultag Freundschaft, und am Ende des Schuljahres stößt Matthias zu unserem Freundeskreis dazu. Schon damals wird mir klar, dass Matthias starke Gefühle für Helene hat. Er macht ihr sogar am Silvesterabend einen Heiratsantrag. Doch Helene lehnt ab, weil sie sich auf ihr Studium konzentrieren möchte und nicht bereit für eine Beziehung ist.
Matthias gibt nicht auf und bleibt Helenes treuer Freund. Am Ende des zweiten Semesters versucht er es erneut, doch wieder weist Helene ihn freundlich zurück und sagt, sie möchte lieber Freunde bleiben. Später vertraut sie mir an, dass sie eher sportliche Männer mit solider finanzieller Lage bevorzugt.
Trotz Helenes Bemerkungen weiß ich, dass Matthias ein guter und herzlicher Mensch ist, auch wenn er nicht viel Geld besitzt. Schließlich heiratet meine Freundin einen Mann, der ihren Vorstellungen entspricht und lädt uns zur Hochzeit in München ein. Leider kann ich wegen einer Krankheit nicht dabei sein und Matthias lehnt die Einladung ebenfalls ab, da er sich gekränkt fühlt.
An diesem Tag sucht Matthias Trost bei mir und erzählt mir, wie sehr es ihn verletzt hat, dass die Frau, die er liebt, einen anderen heiratet. Nach Helenes Hochzeit verbringen wir immer mehr Zeit gemeinsam und unsere Freundschaft wird tiefer. In einer schwierigen Phase, als meine Großmutter erkrankt und meine Mutter sich um sie kümmern muss, steht Matthias mir zur Seite. Er sagt mir, wie sehr er mich in dieser Zeit vermisst hat, und schließlich entwickelt sich aus unserer Freundschaft etwas mehr.
Ein Jahr später heiraten wir und beginnen gemeinsam unsere Zukunft zu gestalten. Doch unser Glück wird gestört, als Helene plötzlich auf uns zukommt: Drei Jahre nach ihrer Hochzeit, als Mutter von Zwillingen, wird sie Witwe ihr Mann, der Bürgermeister von München, ist verstorben. Helene fragt uns, ob sie vorübergehend bei uns wohnen könnte, bis sie eine neue Bleibe gefunden hat.





