Die Eltern beschlossen, ihrer jüngsten Tochter die Familienwohnung zu überlassen, da die ältere Tochter bereits eine eigene Wohnung hatte. Doch sie waren überrascht von der unerwarteten Reaktion beider Töchter.

Meine Schwester ist völlig von ihrer Karriere besessen, sie ist komplett auf ihren Job fixiert, sagt Annemarie. Sie ist 40, Single und kinderlos. Sie hat sich schon eine Wohnung und einen VW gekauft. Mit mir oder unseren Eltern redet sie selten, aber sie erwartet trotzdem irgendwas von ihnen.

Annemarie und ihre ältere Schwester hatten schon immer eine distanzierte Beziehung das lag wohl an ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten und dem, wie sie aussehen. Annemarie ist eine ruhige, bodenständige Person. Sie hat früh geheiratet, drei Kinder bekommen und kümmert sich hingebungsvoll um Haus und Familie. Ihre Schwester hingegen ist ehrgeizig, zielstrebig, und war immer die Karrierefrau, die fleißig ihre Ziele abarbeitet. Sie ist ständig dienstlich unterwegs Geschäftsreisen nach München oder Frankfurt sind für sie Alltag was dazu führt, dass sie nur selten beim Familientreffen an Weihnachten in Elternsheim auftaucht.

Annemarie hat engen Kontakt zu den Eltern, die bei der Kinderbetreuung helfen, mit zu Schulveranstaltungen gehen und Geburtstage oder das Weihnachtsfest in ihrer großzügigen Dreizimmerwohnung feiern. Annemarie und ihre Familie leben aktuell in einer kleinen Einzimmerwohnung also alles andere als großzügig. Die Eltern haben oft darüber nachgedacht, wie sie helfen könnten. Schliesslich beschlossen sie, Annemarie einen Wohnungstausch anzubieten. Ihre eigene Einzimmerwohnung ist einfach zu klein, aber sie können sich keine größere leisten, zumal nur Annemaries Mann arbeitet. Also wollten sie Annemarie helfen und ihr sofort die größere Wohnung überschreiben.

Was die Eltern nicht erwartet hatten: Die Reaktion der großen Schwester. Sie beschwerte sich: Also bekommt Annemarie die ganze Wohnung und was ist mit mir? Bin ich nicht auch eure Tochter? Die Mutter versuchte zu erklären: Schatz, versteh unsere Lage. Du bist uns nicht egal. Du hast alles aus eigener Kraft geschafft, und wenn du eine größere Wohnung möchtest, werden wir dir auch zutrauen, das zu erreichen. Bei Annemarie ist es einfach dringender sie hat Familie, Kinder und eine kleine Wohnung. Doch die ältere Schwester fühlte sich trotzdem zurückgesetzt und reagierte beleidigt. Annemarie mischte sich ein: Sie benimmt sich wie ein Kind, das keine Gummibärchen bekommen hat. Mama hat recht, wir brauchen die Wohnung mehr. Sie hat doch alles will sie noch einen Urlaub auf Mallorca? Außerdem meidet sie uns, antwortet wochenlang nicht auf Anrufe. Egoistisch ist das!

Aber ist die große Schwester egozentrisch, weil sie die Bedürfnisse ihrer Schwester ignoriert oder verdient ihre Unabhängigkeit als Tochter besondere Aufmerksamkeit und Rechte in Sachen Wohnung?

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Homy
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Die Eltern beschlossen, ihrer jüngsten Tochter die Familienwohnung zu überlassen, da die ältere Tochter bereits eine eigene Wohnung hatte. Doch sie waren überrascht von der unerwarteten Reaktion beider Töchter.
Willst du etwa sagen, dass dir mein Mann unsympathisch ist? – zischte Schwiegermutter Müller