Das Feuer fraß sich rasend schnell durch die Scheune, in der vierzehn kräftige Schwarzwälder Kaltblüter untergebracht waren. Im Haus hörte Maximilian, der gerade bei seiner Familie war, das unheilvolle Grollen des Donners, gefolgt von einem blendenden Blitz. Ohne zu zögern stürmte er aus dem Wohnzimmer hinaus, rannte durch den prasselnden Regen und hämmerte verzweifelt an das große Holztor der Scheune, um die Pferde zu warnen und auf die drohende Gefahr aufmerksam zu machen.
Seine Mutter, Gabriele Schröder, kämpfte mit den Tränen, als sie erzählte: Ich glaube nicht, dass wir heute hier stehen würden, wenn Maxi nicht gewesen wäre. Mit brüchiger Stimme erinnerte sie daran, dass ihr Sohn schon früher in brennende Gebäude gelaufen sei, um Leben zu retten ganz ohne Rücksicht auf die eigene Sicherheit.
Das Erdbeben ließ überall in Freiburg die Fenster und Möbel wackeln, doch glücklicherweise richtete es keine schwerwiegenden Schäden an und es gab keine Verletzten.
So ein Beben hat Freiburg schon lange nicht mehr erlebt, wenn überhaupt jemals, bemerkte eine Sprecherin des Katastrophenschutzes Baden-Württemberg, Sabine Kraus.
Durch Maximilians beherztes Eingreifen konnten die Familienpferde vor einem grausamen Tod in den Flammen bewahrt werden. Sie konnten die Tiere noch rechtzeitig aus dem Inferno treiben die Scheune brannte zwar zum Teil ab, doch zumindest das Wertvollste war gerettet: das Leben der Pferde.





