Als meine Schwiegermutter erfuhr, dass wir eine Eigentumswohnung kaufen wollen, holte sie ihren Sohn zum Vier-Augen-Gespräch. Was danach geschah, hat mich völlig aus der Fassung gebracht.

Als meine Schwiegermutter Wind davon bekam, dass wir im Begriff waren, eine Wohnung zu kaufen, lud sie ihren Sohn zu einem ernsten Gespräch ein. Was danach geschah, hätte jeden Tatort-Fan begeistert.
Mein Mann und ich hatten jahrelang eisern für unsere eigenen vier Wände gespart. Ich arbeitete bei einer internationalen Firma und verdiente das Doppelte von ihm, aber bei uns lief alles demokratisch gemeinsamer Haushalt, gemeinsame Ziele und kein Cent, der nicht geteilt wurde. Der Traum von unserer Wohnung war wie das tägliche Brot: unverzichtbar, und eigentlich dachte ich, niemand könnte uns diesen Plan madig machen. Tja, bis seine Familie Wind davon bekam.
Mein lieber Johann hatte vier Schwestern. In deren Welt war er nicht nur der Bruder, sondern auch der Familienkümmerer, Seelentröster und Bankautomat zugleich. Seit seiner Jugend half er ihnen ständig aus mal bezahlte er das Studium, mal schenkte er ein neues Handy, mal gab’s einfach einen kleinen Kredit bis zum nächsten Lohn. Das Geld war dann so verschwunden wie die Socken nach dem Waschen. Ich sah das alles, blieb ruhig und riss mir für den Familienfrieden manchmal selbst ein Bein aus. Schließlich, Familie ist Familie. Auch ich habe meinen Eltern ab und zu Geld geschickt. Trotzdem, eben dank dieser Wohltätigkeiten” schleppte sich unser Wohnungsprojekt fast drei Jahre hin.
Endlich hatten wir genug Euro zur Seite gelegt und begannen, Wohnungen in München zu suchen. Die Hauptarbeit blieb an mir hängen Johann war Arbeitstier und kam abends spät. Aber ehrlich gesagt, fand ich das sogar gut, so konnte ich selbst die perfekten vier Wände aussuchen.
Eines Tages lud uns seine Mutter zum Familienfest nach Regensburg ein die jüngste Schwester hatte Abitur gemacht. Also futterten wir uns durch den Nachmittag, als Schwiegermutter plötzlich das Wort erhob:
Naja, wahrscheinlich zieht mein Sohnemann bald in seine eigene Wohnung Der wird uns noch vermissen, wenn er ständig hin und her läuft, grinste sie wie ein TV-Koch vor dem Geschmackstest.
Johann platzte beinahe vor Stolz und erzählte sofort, dass wir bereits Wohnungen anschauen würden und dass ich mich um alles kümmere.
Man hätte meinen können, jemand hätte mitten im Sommer die Heizung ausgeschaltet so kühl wurde auf einmal ihr Blick. Liebevolle Schwiegermutter adé, Eiszapfen ließ grüßen! Mit frostigem Ton kam ihr Kommentar:
Also, schön für euch Aber mein Sohn, du solltest mich da wenigstens um Rat fragen. Ich hab das Leben doch erlebt! Und ausgerechnet deiner Frau überlässt du so eine wichtige Sache?
Die älteste Schwester sprang ihr direkt bei:
Ganz genau! Deine Frau ist so etwas von eigensinnig. Nur an sich denkt sie! Uns hat sie keinen einzigen Cent gegeben. Für sie ist ihre Wohnung wichtiger als wir!
Ich verschluckte mich fast an meinem Apfelsaft. Am liebsten hätte ich explodiert: Wenn sie so dringend Geld brauchen, sollen sie doch arbeiten gehen! Aber ich hielt meinen Mund, biss in meinen Butterkeks und schwor mir, bei der nächsten Familienfeier nicht mehr so höflich zu sein. Mit so einem Tiefschlag zum Kaffee hätte ich wirklich nicht gerechnet.
Dann sprang Schwiegermutter auf, packte Johann am Handgelenk und verschleppte ihn Richtung Küche: Wir müssen reden! rief sie, und ihre Pantoffeln quietschten wie im Krimi.
Am Tisch legte die mittlere Schwester im gleichen Moment nach:
Wir wohnen dann natürlich bei unserem Bruder in der neuen Wohnung! Da kriegen wir sicher ein eigenes Zimmer.
Ich spürte, wie es in mir aufstieg und sich sofort auf meine Wangen niederschlug. Bevor ich noch in die Versuchung kam, den Nachtisch quer durch den Raum zu werfen, stand ich auf und verschwand in den Flur. Koffer packen musste ich nicht wir fuhren mit dem Taxi nach Hause.
Abends versuchte ich mit Johann zu reden. Aber er war wie ausgetauscht. Saß im Wohnzimmer, schwieg und starrte ins Leere, als hätte er gerade den Tatort-Sonntag verschlafen. Da begriff ich: Von heute an hatte ich keinen Ehemann mehr, sondern nur noch einen Muttersöhnchen Deluxe.

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Homy
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Als meine Schwiegermutter erfuhr, dass wir eine Eigentumswohnung kaufen wollen, holte sie ihren Sohn zum Vier-Augen-Gespräch. Was danach geschah, hat mich völlig aus der Fassung gebracht.
Die wahre deutsche Frau