Wie ich mitbekam, wie die Schwester meines Mannes unseren Wohnung klauen wollte – und sie mit einer unerwarteten Wendung überraschte

Früher, vor vielen Jahren, gab es eine Geschichte, die sich in einer kleinen deutschen Stadt zugetragen hat. Es war eine Zeit, in die ich nun mit Wehmut zurückblicke, denn sie lehrte mich, dass manchmal selbst die engsten Familienbande auf die Probe gestellt werden.

Elisabeth schob das schmutzige Geschirr in die Spülmaschine und stellte das Expressprogramm an. Das Freitagabendessen war ein Erfolg gewesen: Heinrich hatte ihren berühmten Pilzkuchen mit Begeisterung verschlungen. Selbst Anna, die sonst bei jedem Gericht, das diese Emporkömmliche wie sie Elisabeth hinter ihrem Rücken nannte zubereitete, die Nase rümpfte, hatte zwei Stücke gegessen.

Ich gehe duschen, rief Heinrich aus dem Flur. Morgen ist Fußball mit den Jungs, ich brauche eine gute Nachtruhe.

Mach nur, winkte Elisabeth ab und begann, die Arbeitsplatte abzuwischen.

Anna saß im Wohnzimmer, unentwegt auf ihr Telefon starrend. Sie war am Vorabend angekommen wie immer unangemeldet, mit Bergen von Einkaufstüten und ihrem üblichen säuerlichen Gesichtsausdruck. Nur für das Wochenende, wie immer.

Möchtest du einen Tee?, fragte Elisabeth und lugte durch die Tür.

Nein, fauchte Anna, ohne aufzublicken.

Elisabeth zuckte mit den Schultern und ging zurück in die Küche. Solche Behandlung war ihr mittlerweile vertraut. Drei Jahre Ehe hatten sie gelehrt, nicht auf die Sticheleien ihrer Schwägerin zu reagieren. Heinrich sagte immer: Die Anna ist halt eigen, aber sie kommt schon noch rum. Nimm es dir nicht zu Herzen.

Das Geräusch von fließendem Wasser drang aus dem Badezimmer. Elisabeth schaltete den Wasserkocher ein und öffnete den oberen Schrank, um ihre Lieblingstasse herauszuholen. Da hörte sie Annas Stimme aus dem Wohnzimmer:

Mama, wie gehts dir? Ja, ich bin bei denen Nein, sie hat wieder ihr Zeug gekocht Hör zu, ich habe mit dem Anwalt gesprochen.

Elisabeth erstarrte, die Tasse in der Hand. Anna senkte die Stimme zum Flüstern, doch in der stillen Wohnung waren die Worte deutlich in der Küche zu vernehmen.

Ja, vor Gericht Weil die Wohnung von Oma an Heinrich ging, nicht an beide Nein, diese Dummkopf weiß nicht einmal, dass sie aus dem Mietvertrag gestrichen werden kann Heinrich wird alles unterschreiben, wenn man ihn richtig fragt

Die Tasse entglitt Elisabeths Fingern und zerschellte am Boden.

Was ist da los?, fuhr Anna sie sofort lauter an.

Ich habe eine Tasse fallen lassen, erwiderte Elisabeth mit belegter Stimme, während sich ein eisiges Gefühl in ihr ausbreitete.

Die Wohnung Die Dreizimmerwohnung im Stadtzentrum, in der sie und Heinrich seit drei Jahren lebten. Ein Geschenk seiner Großmutter. Für das junge Paar, hatte die alte Dame damals gesagt. Und jetzt wollte diese Schlange sie hinauswerfen?

Wie immer, spottete Anna, die in der Küchentür erschien. Zwei linke Hände, was?

Tut mir leid, ich war unaufmerksam, beugte sich Elisabeth hinab, um die Scherben aufzusammeln, froh, dass Anna ihr Gesicht nicht sehen konnte.

Warum machst du nur Chaos? Hol den Handfeger.

Elisabeth gehorchte und holte den Handfeger und die Kehrschaufel. Ihre Hände zitterten.

Warum zitterst du denn?, kniff Anna die Augen zusammen. Ist doch nur eine Tasse.

Ich habe mich einfach erschrocken, log Elisabeth.

Ach ja, stimmt. Unsere zarte Blume, spottete Anna und verschwand wieder im Wohnzimmer.

In Elisabeths Kopf kreiste ein Gedanke: Sie wollen mich rauswerfen. Aus meinem eigenen Zuhause. Deshalb ist Anna plötzlich gekommen

Heinrich kam aus dem Badezimmer, ein Liedchen pfeifend.

Oh, du hast eine Tasse zerschlagen?, lächelte er. Mach dir nichts draus, wir kaufen einfach zehn neue.

Ja, zwang sich Elisabeth zum Lächeln.

Heinrich küsste sie auf den Scheitel und ging ins Schlafzimmer.

Diese Nacht fand Elisabeth keinen Schlaf. Heinrich schnarchte friedlich neben ihr, während sie zur Decke starrte und nachdachte. Sollte sie es ihrem Mann erzählen? Aber er vergötterte seine Schwester und verteidigte sie stets. Sich bei ihrer Schwiegermutter beschweren? Die war offensichtlich mit Anna unter einer Decke gesteckt! Sie hatte Elisabeth nie wirklich warmherzig behandelt, auch wenn sie es zu verbergen suchte.

Ich muss selbst etwas unternehmen, entschied Elisabeth im Morgengrauen. Aber was?

Am nächsten Morgen sprang Elisabeth als Erste aus dem Bett und schlich in die Küche. Ihre Hände zitterten so sehr, dass sie zweimal danebengriff, als sie den Kaffeelöffel in die Tasse stecken wollte.

Okay, beruhige dich, flüsterte sie sich selbst zu. Denk nach.

Ihr Blick fiel auf eine Visitenkarte eines Anwalts, die seit letztem Monat am Kühlschrank hing. Friedrich Bauer hatte ihrem Nachbarn bei einer Erbauseinandersetzung geholfen. Elisabeth griff zum Telefon.

Guten Morgen! Spreche ich mit Friedrich Bauer? Hier ist Elisabeth Meier, die Nachbarin von Frau Schneider.

Sie sprach leise, fast flüsternd, und warf ständig Blicke zur Tür.

Ich brauche dringend eine Beratung. Geht das heute? Um eins? Perfekt!

Heinrich schlurfte verschlafen in die Küche, eine Kissenfalte auf der Wange.

Morgen, murmelte er und gab ihr einen Kuss. Warum bist du so früh auf?

Oh, ich bin einfach wach geworden, wich Elisabeth aus. Heinrich, ich besuche heute eine Freundin, ja? Habe sie ewig nicht gesehen.

Welche Freundin?

Die Lena, platzte es aus ihr heraus, der erste Name, der ihr einfiel.

Ach, klar, gähnte er. Ich gehe mit Anna ins Kino. Sie hat gestern danach gefragt.

Natürlich hat sie das, dachte Elisabeth, aber sie sagte nichts.

Das Büro des Anwalts roch nach Kaffee und Papier. Friedrich Bauer, ein kahlköpfiger Mann mit Brille, hörte aufmerksam zu.

Also, die Wohnung stammt von der Großmutter Ihres Mannes Sind Sie darin gemeldet?

Ja, gleich nach der Hochzeit.

Und wem gehört sie?

Wie bitte?

Nun, die Eigentumsurkunde. Schenkungsvertrag? Testament?

Elisabeth blinzelte verständnislos.

Ich weiß nicht Heinrich hat sich um alles gekümmert.

Der Anwalt seufzte.

Hören Sie, Elisabeth. Zuerst müssen Sie herausfinden, wem die Wohnung rechtlich gehört. Wenn es nur Ihr Mann ist dann haben Sie ein Problem. Wenn es Ihnen beiden gehört kann seine Schwester Ihnen nichts anhaben.

Wie finde ich das heraus?

Fordern Sie einen Auszug beim Grundbuchamt an. Machen Sie das noch heute.

Elisabeth kehrte mit einem klaren Plan nach Hause zurück. Im Flur stolperte sie über Annas Schuhe.

Oh, du bist zurück!, rief Anna aus der Küche. Wo warst du denn? Wir haben dich vermisst.

Bei einer Freundin, versuchte Elisabeth, ihre Stimme ruhig zu halten.

Wir waren mit Heinrich im Kino, grinste Anna und lehnte sich gegen die Wand. Der Kleine ist immer noch ein Kind hat wieder diesen albernen Actionfilm ausgesucht.

Elisabeth nickte und ging an ihr vorbei. Im Schlafzimmer schloss sie die Tür und holte ihr Telefon heraus. Schnell fand sie die Website des Grundbuchamts, bestellte den Eigentumsauszug. Bezahlte. Nun hieß es warten.

Am Ab

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Homy
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