Als ich zufällig hörte, wie die Schwester meines Mannes plante, meine Wohnung zu übernehmen – ich bereitete ihr eine unerwartete Überraschung

**Ich belauschte die Intrige meiner Schwägerin, um meine Wohnung zu übernehmen also bereitete ich eine unerwartete Überraschung vor**

Marina schob das schmutzige Geschirr in die Spülmaschine und aktivierte das Expressprogramm. Das Freitagabendessen war ein Erfolg gewesen: Igor hatte ihren berühmten Pilzkuchen mit Begeisterung verschlungen. Sogar Nastya, die sonst bei jedem Gericht dieser Emporkömmling wie sie Marina hinter ihrem Rücken nannte die Nase rümpfte, hatte zwei Stücke gegessen.

Ich gehe duschen, rief Igor aus dem Flur. Morgen ist Fußball mit den Jungs, ich brauche eine gute Nachtruhe.

Mach nur, winkte Marina ab und begann, die Arbeitsplatte abzuwischen.

Nastya saß im Wohnzimmer, unentwegt auf ihr Handy starrend. Sie war wie immer unangemeldet angekommen mit einem Berg voller Einkaufstüten und ihrem üblichen sauren Gesichtsausdruck. Nur fürs Wochenende, wie immer.

Möchtest du einen Tee?, fragte Marina und schaute in den Raum.

Nein, fauchte Nastya, ohne aufzublicken.

Marina zuckte mit den Schultern und kehrte in die Küche zurück. Nach drei Jahren Ehe hatte sie gelernt, die Sticheleien ihrer Schwägerin zu ignorieren. Igor sagte immer: Nastya ist halt so, aber sie meint es nicht böse. Nimm es dir nicht zu Herzen.

Das Rauschen der Dusche war aus dem Badezimmer zu hören. Marina schaltete den Wasserkocher ein und griff nach ihrer Lieblingstasse aus dem oberen Schrank. Da vernahm sie Nastyas Stimme aus dem Wohnzimmer:

Mama, wie gehts? Ja, ich bin bei denen Nein, sie hat wieder ihren Mist gekocht Hör zu, ich war beim Anwalt.

Marina erstarrte, die Tasse in der Hand. Nastya senkte die Stimme zu einem Flüstern, doch in der stillen Wohnung waren die Worte deutlich zu verstehen.

Ja, vor Gericht Die Wohnung ist von Oma an Igor gegangen, nicht an beide Nein, diese Blöde weiß nicht mal, dass man sie aus dem Mietvertrag streichen kann Igor unterschreibt alles, wenn man ihn richtig fragt

Die Tasse entglitt Marinas Fingern und zerschellte auf dem Boden.

Was ist da los?, rief Nastya scharf.

Ich habe eine Tasse fallen lassen, brachte Marina heraus, während sich eisige Kälte in ihr ausbreitete.

Die Wohnung Die Drei-Zimmer-Wohnung im Zentrum, in der sie und Igor seit drei Jahren lebten. Ein Geschenk von seiner Großmutter. Für das junge Paar, hatte die alte Dame damals gesagt. Und jetzt wollte diese Schlange sie rauswerfen?

Wie immer, spottete Nastya, die in der Tür erschien. Zwei linke Hände, was?

Entschuldige, ich war unaufmerksam, murmelte Marina und hob die Scherben auf, froh, dass Nastya ihr Gesicht nicht sehen konnte.

Warum machst du so ein Chaos? Hol den Kehrblech.

Gehorsam holte Marina Besen und Schaufel. Ihre Hände zitterten.

Wieso zitterst du?, fragte Nastya misstrauisch. Ist doch nur eine Tasse.

Ich war einfach erschrocken.

Ach ja, unsere zarte Blume, spottete Nastya und verschwand wieder im Wohnzimmer.

In Marinas Kopf drehte sich ein Gedanke: Sie wollen mich rauswerfen. Aus meinem eigenen Zuhause. Deshalb ist Nastya plötzlich hier

Igor kam aus dem Badezimmer und pfiff vor sich hin.

Oh, eine Tasse kaputt?, lächelte er. Macht nichts, wir kaufen einfach zehn neue.

Ja, zwang sich Marina zu einem Lächeln.

Igor küsste sie auf den Kopf und ging ins Schlafzimmer.

Diese Nacht fand Marina keinen Schlaf. Während Igor friedlich schnarchte, starrte sie an die Decke. Sollte sie es ihrem Mann erzählen? Aber er liebte seine Schwester und verteidigte sie immer. Bei ihrer Schwiegermutter beschweren? Die war offensichtlich mit Nastya unter einer Decke! Sie hatte Marina nie wirklich gemocht, auch wenn sie es zu verbergen versuchte.

Ich muss selbst etwas tun, entschied Marina im Morgengrauen. Aber was?

Am nächsten Morgen schlich sie als Erste in die Küche. Ihre Hände zitterten so sehr, dass sie zweimal danebengriff, als sie Kaffee einfüllte.

Okay, beruhige dich, flüsterte sie. Denk nach.

Ihr Blick fiel auf die Visitenkarte eines Anwalts, die seit einem Monat am Kühlschrank hing. Herr Bauer hatte ihrem Nachbarn bei einer Erbauseinandersetzung geholfen. Marina griff zum Telefon.

Guten Morgen! Spreche ich mit Herrn Bauer? Hier ist Marina Schneider, die Nachbarin von Frau Lehmann.

Sie sprach leise, fast flüsternd, und warf immer wieder Blicke zur Tür.

Ich brauche dringend eine Beratung. Geht das heute? Um eins? Perfekt!

Igor schlurfte schlaftrunken herein, eine Kissenfalte auf der Wange.

Morgen, murmelte er und gab ihr einen Kuss. Wieso bist du schon wach?

Bin einfach früh aufgewacht, wich Marina aus. Igor, ich besuche heute eine Freundin, okay? Habe sie lange nicht gesehen.

Welche Freundin?

Lisa, platzte es aus ihr heraus.

Ach ja, klar, gähnte er. Ich gehe mit Nastya ins Kino. Sie hat gestern gefragt.

Natürlich hat sie das, dachte Marina, aber sie sagte nichts.

Das Büro des Anwalts roch nach Kaffee und Papier. Herr Bauer, ein kahlköpfiger Mann mit Brille, hörte aufmerksam zu.

Die Wohnung stammt also von der Großmutter Ihres Mannes Sind Sie dort gemeldet?

Ja, gleich nach der Hochzeit.

Und wem gehört sie?

Wie meinen Sie das?

Der Eigentumsnachweis. Schenkungsvertrag? Testament?

Marina blinzelte verständnislos.

Ich weiß nicht Igor hat sich darum gekümmert.

Der Anwalt seufzte.

Hören Sie, Frau Schneider. Zuerst müssen Sie klären, wem die Wohnung rechtlich gehört. Wenn nur Ihr Mann eingetragen ist, haben Sie ein Problem. Stehen beide drin, kann Ihnen seine Schwester nichts anhaben.

Wie finde ich das heraus?

Holen Sie einen Auszug beim Einwohnermeldeamt oder online über das Bürgerportal. Machen Sie das noch heute.

Marina kehrte mit einem klaren Plan nach Hause zurück. Im Flur stolperte sie über Nastyas Schuhe.

Ah, da bist du ja!, rief Nastya aus der Küche. Wo warst du? Wir haben dich vermisst.

Bei einer Freundin, antwortete Marina mit fester Stimme.

Wir waren mit Igor im Kino, grinste Nastya und lehnte sich gegen die Wand. Der Kleine bleibt eben ein Kind schon wieder so ein alberner Actionfilm.

Marina nickte und ging an ihr vorbei. Im Schlafzimmer schloss sie die Tür und holte ihr Handz hervor. Schnell fand sie das Bürgerportal, bestellte den Eigentumsauszug. Bezahlte. Nun hieß es warten.

Am Abend, als Igor schlief und Nastya sich im Gästezimmer verkrochen hatte, checkte Marina ihre E-Mails. Der Auszug war da. Mit zitternden Fingern öffnete sie die Datei.

Eigentümer: Schneider, Igor Michael.

Marina schnappte nach Luft. Nastya hatte recht die Wohnung gehörte allein Igor. Sie stand nur im Mietvertrag. Die Angst wich der Wut. Das lasse ich nicht zu!

Am nächsten Morgen rief sie den Anwalt an.

Herr Bauer, die Situation ist folgende

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Homy
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