– Man muss mich vorher warnen, ich habe nichts gekocht! Wisst ihr, was das kostet – Gäste zu bewirten?! – schrie die SchwiegermutterDoch der Bräutigam sprang auf, stellte einen dampfenden Topf Suppe auf den Tisch und versprach, die gesamten Kosten selbst zu übernehmen.

Ich, Liselotte, bin eine gewöhnliche, berufstätige Schwiegertochter keine Krone auf dem Kopf. Mein Mann und ich wohnen in einer eigenen Wohnung in Köln, die wir selbst finanzieren: Kredit, Nebenkosten und 1200 Miete, Arbeit von morgens bis abends.

Meine Schwiegermutter Helga lebt auf dem Land, dort auch meine Schwägerin Gerda. Und alles wäre in Ordnung, wenn sie nicht beschlossen hätten, dass unsere Wohnung ein WochenendResort ist. Zuerst klingt das nett:

Wir schauen am Samstag bei euch vorbei.

Nur kurz.

Wir sind ja Familie.

Ja, kurz bedeutet Übernachtung; schauen vorbei heißt mit Taschen, leeren Töpfen und Augen, die ein Fest erwarten.

Jedes Wochenende wiederhole ich das gleiche Muster: Nach der Arbeit hetze ich durch den Supermarkt, koche, spüle, decke den Tisch, lächle und dann bis halb Mitternacht wasche ich das Geschirr und räume auf. Helga sitzt und bemerkt:

Warum ist der Salat ohne Mais?

Ich mag den Borschtsch kräftiger.

Bei uns auf dem Land macht man das nicht.

Gerda fügt hinzu:

Ach, ich bin so müde von der Fahrt.

Wo ist das Dessert?

Kein einziges Danke, kein Kann ich helfen?.

Eines Tages halte ich es nicht mehr aus und sage zu meinem Mann:

Ich bin keine Hausangestellte und will jedes Wochenende deine Familie bedienen.

Vielleicht solltest du wirklich etwas dagegen tun.

Da kommt mir die Idee.

Am nächsten Tag ruft Helga:

Wir kommen am Samstag zu euch.

Oh, wir haben schon etwas vor, antworte ich ruhig.

Welche Pläne?

Nur unsere eigenen.

Und wissen Sie, was passiert? Wir fahren wirklich weg aber nicht zu unseren Plänen, sondern zu Helgas Haus. Am Samstagmorgen stehen mein Mann und ich vor ihrer Haustür. Helga öffnet die Tür und erstarrt.

Was soll das denn?

Wir kommen zu Besuch. Nur kurz.

Man muss vorher Bescheid sagen, ich habe nichts vorbereitet! Wissen Sie, wie viel das kostet, Gäste zu empfangen?

Ich sehe sie an und sage gelassen:

So verbringe ich jedes Wochenende.

Willst du mich etwa belehren? Wie frech!

Der Aufschrei ist so laut, dass alle Nachbarn herüberschauen, und wir fahren zurück nach Köln.

Und das Interessanteste: Seitdem kommt niemand mehr unangemeldet. Keine Wir schauen kurz vorbei mehr und keine KüchenWochenenden mehr für mich. Manchmal muss man den Menschen einfach zeigen, wie es ist, wenn man an ihrer Stelle steht.

Was denken Sie, habe ich richtig gehandelt? Was würden Sie in so einer Situation tun?

Freunde, wenn ihr mehr Geschichten lesen wollt, hinterlasst Kommentare und vergesst nicht zu liken. Das motiviert uns, weiterzuschreiben!

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Homy
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– Man muss mich vorher warnen, ich habe nichts gekocht! Wisst ihr, was das kostet – Gäste zu bewirten?! – schrie die SchwiegermutterDoch der Bräutigam sprang auf, stellte einen dampfenden Topf Suppe auf den Tisch und versprach, die gesamten Kosten selbst zu übernehmen.
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