Rita packt ihre Sachen und zieht aus deiner Wohnung aus. – Wohin? – Was geht dich das an? Räum auch du die Wohnung, sie gehört uns beiden mit meinem Vater. Ich werde sie vermieten. Ich habe hier keine Schnösel mehr nötig. Such dir eine Unterkunft.

Hannelore packt ihre Sachen und geht von dir weg.
Wohin? Was kümmert dich das? Du musst die Wohnung ebenfalls räumen, sie gehört meinem Vater und mir. Ich werde sie vermieten. Ich brauche hier keine Gäste mehr. Such dir eine Bleibe.

Hannelore kam nach der Arbeit nach Hause und sah erneut, dass ihr Mann wieder feiert. Er war nicht allein er hatte Freunde eingeladen. Am Tisch sitzten der Nachbar Peter und sein Bruder Michael, Peters Bruder. Michael war zu Besuch gekommen, und nun feierten sie bereits den dritten Tag seiner Urlaubszeit.

Thomas, Hannelores Ehemann, trank selten höchstens zu besonderen Anlässen. Doch mit den Gästen war er in einer Zwickmühle. Er wusste, dass sein Verhalten nicht richtig war, aber er konnte die Freunde nicht abweisen.

Bist du mein Freund oder nicht? bohrte Michael ununterbrochen.

Thomas, verabschiede deine Freunde und leg dich hin. Sie können kaum noch stehen.

Schweig, Frau! rief Michael.

Hannelore, wir machen uns jetzt auf den Weg, sagte Peter leise und erhob sich vom Tisch.

Wie darfst du meine Frau ansprechen?

Beruhig dich. Alle zurück in ihre Wohnungen. Aus.

Hannelore schob die Gäste zur Tür, setzte Thomas auf das Sofa und begann sofort mit dem Aufräumen. In Kürze sollte die Schwiegermutter kommen und sie wollte sehen, womit ihr Sohn sich beschäftigte.

Hannelore hatte alles bis zum Eintreffen von Gisela, der Mutter von Thomas, fertig. Sie bereitete ein schnelles Abendessen zu, weil die Gäste bereits alle fertigen Gerichte verzehrt hatten. Was noch auf dem Tisch lag, landete im Mülleimer.

Gisela, meine liebe, wie sehr habe ich dich vermisst.

Mutter, die Großmutter hat ein Kätzchen. Es ist rotbraun, der Opa nennt es eine schlaues Miezekätzchen.

Liselotte!

So sagt Opa.

Wascht eure Hände, wir essen und trinken Tee.

Wo ist Thomas? Ich habe ihn angerufen, aber er hat nicht geantwortet.

Er schläft. Der Nachbar feiert den dritten Tag. Ich komme von der Arbeit, treibe die Gäste hinaus, und am Morgen fängt alles wieder an. Stell das Auto morgens ohne Schlüssel vor die Tür. Solange dieser Bruder nicht nach Peter gekommen ist, war alles in Ordnung. Aber jetzt habe ich erfahren, dass er endgültig hier ist. Die Wohnung ist mit seinem Bruder geteilt. Peters Ehefrau lässt keine Kinder zu Besuch kleine Kinder, und sie sind jetzt bei uns.

Sie sind doch seit der ersten Klasse befreundet. Als wir hier hergezogen sind, wurden wir Freunde. Man kann das nicht einfach beenden. Ihr müsst umziehen.

Wohin? Das Haus ist noch nicht fertig, es fehlt nur ein kleiner Rest. Wir müssen uns das ansehen. Und wie soll ich es verlassen?

Er kommt selbst.

Wer kommt?, fragte Michael verwirrt.

In der Küchentür erschien Thomas.

Du.

Wer sonst? Geruch von Essen oder so etwas hat dich angelockt?

Ich will nichts.

Gut. Hannelore sammelt ihre Sachen und geht von dir weg.

Wohin?

Was kümmert dich das? Du räumst die Wohnung ebenfalls, sie gehört meinem Vater und mir. Ich vermiete sie. Ich brauche hier keine Besucher. Such dir eine Bleibe.

Welche Bleibe, Mama?, stammelte Michael. Wir bauen ein Haus.

Ein Haus? Überleg selbst, wessen Haus das ist. Wer hat da investiert? Richtig Hannelore und du. Aber du hast mit unserem Geld investiert. Im Haus werden Hannelore und Liselotte wohnen. Hannelore, hör auf, pack deine Sachen und Liselottes.

Ich gebe euch meine Tochter nicht!

Oh, du hast mich erschreckt.

Sie ist meine. Hannelore hat nichts mit ihr zu tun.

Und als sie die Mutter ersetzt hat, warum? Schäm dich nicht. Sie ist ihre Mutter! Und sag nichts vor deiner Tochter. Pack lieber deine Sachen.

Mama, ich bin doch dein Sohn. Und ich?

Und? Morgen muss die Wohnung frei sein. Jetzt fahren wir mit den Mädchen.

Wohin?

Wir besichtigen ihr Haus und holen die Handwerker. Es fehlt nur ein bisschen. Alles wird fertig. Die Möbel bestellen wir gleich dazu.

Und ich?

Warum machst du dir all das? Du hast Freunde, die dich aufnehmen.

Nein, das geht nicht.

Ich habe dir alles gesagt. Hannelore, hast du alles gepackt? Dann los. Nimm den Autoschlüssel.

Auf meinem Auto?

Willst du, dass wir zu Fuß gehen? Du darfst nicht am Steuer sitzen.

Jetzt fahren wir zu uns, und morgen sehen wir, was aus dem Haus wird, sagte die Schwiegermutter. Das Wochenende steht bevor. Wir lüften, erholen uns. Und er kann nachdenken.

Am nächsten Morgen stand Thomas mit Koffern vor der Tür der Elternwohnung. Die Witze seiner Mutter waren mies. Wenn sie etwas sagte, geschah es, wie sie es wollte.

Was brauchst du?

Mama, du hast gebeten, die Wohnung zu räumen. Sie ist frei. Ich bin noch bei euch, dann finde ich wo ich wohnen kann. Ich hole Liselotte und Hannelore. Wo sind sie?

Jetzt noch hier, aber bald gehen wir ihr Haus besichtigen.

Ich habe nach ihnen gesucht. Mama, können wir reden? Ich bin schuld. Das ist alles wegen den Brüdern, Peter und Michael. Man kann nicht einfach davonlaufen.

Darum wirst du dort nicht mehr wohnen.

Hannelore und Thomas versöhnten sich. Hannelore war verletzt, vertraute aber Thomas wieder.

Genug. Keine Nachbarn, keine Freunde mehr.

Pass auf, sonst siehst du Liselotte nicht mehr. Die Tochter bleibt bei mir. Und der Sohn auch

Ein Sohn? Ein Sohn! Wir müssen das Haus schneller fertigstellen. Ich muss das der Mutter sagen!

Schrei nicht so, sie weiß Bescheid. Vielleicht ist es nicht ein Sohn, sondern eine weitere Tochter. Der Termin ist noch knapp.

Alles klar. Tochter oder Sohn, du bist meine Hannelore! Thomas nahm seine Frau und drehte sie im Kreis durch das Zimmer.

Vorsichtig. Setz mich hin.

Die Familie zog in das neue Haus um. Liselottes kleiner Bruder wurde direkt nach dem Einzug geboren.

Liselotte, geh und sieh dir den Bruder an, sagte die Großmutter.

Er ist so klein. Mein ist größer. Mama hat mir das geschenkt. Jetzt haben wir zwei Mütter. Ja, Oma?

Ja, kleines Mädel.

Ich bin nicht klein. Er ist klein. Und Mama hat versprochen, dass wir ein schlaues, wuscheliges Köterchen holen.

Liselotte!

Opa sagt das

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Homy
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Rita packt ihre Sachen und zieht aus deiner Wohnung aus. – Wohin? – Was geht dich das an? Räum auch du die Wohnung, sie gehört uns beiden mit meinem Vater. Ich werde sie vermieten. Ich habe hier keine Schnösel mehr nötig. Such dir eine Unterkunft.
Als er die Augen öffnete, traute er kaum dem Anblick: Auf seinen Knien saß ein schmutziges, dünnes graues Kätzchen, so mager wie ein Streichholz und mit lustig abstehenden Ohren. Das Kätzchen stellte sich auf die Hinterbeine und rieb sein warmes Gesicht zärtlich an das seine…