Zerbrechliches Glück
Welchen Ballon möchtest du, Anneli? Diesen? Oder vielleicht doch den da? Vater zeigt auf einen der vielen Luftballons am Stand. Der Wind zieht heftig daran, zerrt sie auseinander, lässt die Bänder flattern, tanzt damit über den Platz.
Ballonverkäufer sein das muss ein toller Job sein, denke ich manchmal. Der beste der Welt!
Diesen hier, Papa. Den mit dem Pferd. Anneli hat sich endlich entschieden, zeigt mit dem Finger nach oben und schaut zu mir auf. Ich bin groß, überrage sie. Sie sieht mich so gern so an, blinzelt gegen das Sonnenlicht, das meine Gestalt umgibt. Manchmal, so sagt sie, sieht es aus, als würde um meinen Kopf etwas leuchten, wie der Heiligenschein auf den Bildern bei Oma Gerda im Wohnzimmer. Das sind Heilige, erklärt sie dann. Vielleicht bin ich ja auch so einer oder?
Aber nein, ich bin es ganz bestimmt nicht. Ich habe ja Anneli und ihre Mutter verlassen.
Wie kann so einer überhaupt noch rumlaufen? Seine eigene Tochter, seine Frau verlässt er!, schimpft Oma Gerda oft, spuckt gar aus. Kein richtiger Kerl! Nur ein Lump!
Weder meine Ex-Frau Katharina noch ihre Mutter haben je zurückgehalten, mich vor Anneli schlecht dastehen zu lassen. Das Kind soll eben wissen, wer hier gut ist und wer böse.
Dabei war am Anfang alles ganz normal. Katharina, meine Frau, war glücklich, liebevoll, umsorgte mich, schlich sich wie eine Katze an mich. Aber seit sie die neue Arbeit angenommen hatte, war auf einmal alles zu wenig. Das Geld, die Wohnung, das Essen zu wenig! Dabei bin ich jeden Sommer mit der Familie an die Nordsee gefahren, habe mir selbst nie Urlaub gegönnt, alles für sie und Anneli getan. Aber für Katharina stand fest: Wir leben wie Bettler! Ich arbeite, laufe, organisiere, Anneli ist im Kindergarten, und andere Frauen tragen die neuesten Kleider, kümmern sich um Kinder und sich selbst, während ihre Männer wirklich ranklotzen. Das ist doch das Normale, nicht das, was wir hier haben!
Ranklotzen das konnte ich wohl nicht. Ich ging zur Arbeit, aber befehligte niemanden, leitete keine Projekte, war halt ein normaler Angestellter. Ohne Ambitionen, so sagt es Gerda immer wieder. Und stehlen konnte ich auch nicht, wie ein Kollege das mal nannte: ein bisschen tricksen, das gehörte halt dazu.
Die Frauen lachten über die Ingenuösität ihrer Männer. Meiner hat uns einen Pavillon fürs Gartenhaus besorgt, irgendwo hat er das Geld aufgetrieben!, kicherte eine. Aber Katharina sah nur verbittert aus, schaute auf mich ich konnte so etwas nie.
Der Frust hatte sich angestaut, wuchs, und explodierte dann irgendwann. Vorwürfe, dass alles falsch gewesen sei, die Heirat, der Stress damals, die Angst, dass sie nicht mehr geliebt würde. Wie sehr sie sich getäuscht hatte!
Ich hörte zu, geballte Fäuste in den Taschen, sagte nichts. Ich würde sie nicht schlagen, nein, niemals. Aber als sie dann noch ihre Mutter erwähnte, und dass sie neue Zähne in einer Privatklinik wolle, und dass ich das Geld dafür nicht geben wollte, da platzte mir der Kragen.
Wieviel ist denn genug? Sag es, ich verkaufe meine Organe, damit du endlich zufrieden bist! Ich schrie, sprang auf, lief in der Küche hin und her.
Katharina erschrak, wich zurück, dachte wohl, ich werde handgreiflich. Aber als nichts passierte, sagte sie nur leise: Du bist nichts, Bernd, kein Mann, nur ein Missverständnis. Es ist besser, du gehst. Für alle!
Ich hatte sie genervt mit meinem lauten Essen, Schnarchen, abends nach der Arbeit lieber zu Anneli als zuerst zu ihr. Meine Hobbys Basteln mit Streichhölzern, kleine Modelle, eine ganze Regalreihe voll. Alles Kinderkram!
Ich hatte Anneli und Katharina mal ein zweistöckiges Häuschen aus Streichhölzern gebaut, mit einer Veranda und einem kleinen runden Fenster im Dach. So ein Haus hätte ich ihnen gewünscht. Aber davon blieb nur das Bastelmodell.
Wütend warf Katharina die Häuschen zu Boden, zerstörte alles. Unersättlich? Dann sieh, was davon bleibt, Bernd!
Und ich ging. Katharina war überrascht, dass ich einfach die Tür zuzog, ohne um Vergebung zu bitten.
Mama! Er ist weg! Ich habe geschimpft, aber das ist doch nichts Wie soll es jetzt weitergehen? weinte sie am Telefon zu Gerda.
Ich ziehe bei euch ein, Kind! Dann zeigen wir dem Bernd schon, wo der Hammer hängt! Du schreibst gleich eine Anzeige, dass du alleinerziehend bist, er kümmert sich nicht ums Kind, zahlt nicht. Ich pack schon mal meine Sachen.
So kam Oma Gerda schnell und zog in Annelis Zimmer ein.
Sie schnarchte laut; Anneli fürchtete sich, kroch unter die Decke. Aber wenn Gerda das sah, deckte sie das Kind wieder auf: Man muss sich abhärten! Sie reißt noch die Fenster auf Frische Luft ist gesund!
Anneli suchte Zuflucht bei Katharina, aber die schlief gerne breit, Anneli störte dabei.
Früher, wenn Anneli nachts weinte, kam ich, streichelte sie, erzählte Märchen und summte Lieder. Dafür wurde ich ausgelacht: Ganz der Müttertyp! Jetzt musste Oma Gerda sie beruhigen wobei sie das weder konnte noch wollte. Sie herrscht, reißt das Kind vom Bett, lässt es im Nachtkleid schlottern.
Du bist wohl traurig, Anneli? fragte sie morgens scheinheilig, schob Brei rüber. Und heiß bist du schon wieder krank? Muss deine Mutter etwa krank machen im Büro? Dein Vater ist ja weg und das Geld brauchen wir. Katharina, aufstehen! Anneli hat Fieber!
Dann wurde Temperatur gemessen, Medikamente gegeben, doch am Ende musste Anneli doch in den Kindergarten. Wird schon keiner merken. Nase hochziehen, Anneli! Hier ist ein Taschentuch für dich. Ich würde ja bleiben, aber ich habe eine Busreise gebucht, die findet statt, und ich kann das Geld nicht zurückbekommen!
Im Kindergarten hockte Anneli still wie ein Spatz, schlief sofort beim Mittagsschlaf ein, während die anderen kicherten.
Ach, die kleine Berger schon wieder krank?, tuschelten die Erzieherinnen. Was soll man tun der Vater ist weg, die Mutter schuftet, sogar die Oma ist da. Es gibt zu viele solche Fälle
Holt der Vater sie noch ab? Oder hat er uns vergessen?
Nie wieder gekommen. Geschieden warum soll man sich dann mit Kind belasten?
Tja, und Unterhalt, mehr bleibt ihm nicht
Auch in meinen Augen zu viele solche traurigen Geschichten.
Ich durfte Anneli nicht mehr aus dem Kindergarten holen, Katharina hatte es verboten. Ihr Kind, meine Rolle nebensächlich. Erlaubt sie einen Besuch, dann ja, sonst nicht.
Warum muss Anneli darunter leiden?, fragte ich sie am Telefon. Du liebst mich nicht, okay aber sie ist doch auch meine Tochter!
Du brauchst hier nicht den Vorzeigepapa zu spielen. Widerlich!, antwortete sie nur und legte auf.
Oma Gerda schob die Aschenbecher ran und munterte Katharina auf: Bernd ist nicht der Mittelpunkt der Welt, es gibt noch viele Männer!
Es dauerte nicht lange, und besuchte uns Michael. Großer Mann, tätowierte Finger, schiefer Blick. Katharina bat ihn, sich wie zu Hause zu fühlen, setzte sich an den Herd. Michael prüfte die Küche, die Frau im dünnen Morgenmantel, musterte alles.
Katharina genoss seinen dominanten Ton, das Zupacken das war es, was sie sich offenbar immer gewünscht hatte. Er bestimmte, er organisierte, packte an, duldete keinen Widerspruch. Wer sich ihm nicht beugte, verschwand eben.
Sie schien sich nach Herrschaft zu sehnen. Dass er sie am Haar zog, war für sie ein Zeichen von Männlichkeit, wie auch dass Michael, kaum eingezogen, Oma Gerda bat, auszuziehen.
Mama, mach Platz, wir sind jetzt eine Familie. Ich liebe Michael sehr, verstehst du? Und schau, er gibt dir auch noch Geld dazu ist das nicht aufmerksam?
Gerda steckte die Scheine ein, nickte zustimmend. Glück für die Tochter, der Heiligenfigur im Flur sei Dank!
Das Leben ist wie ein Jahrmarkt der Männer, philosophierte Gerda, und wenn man nicht zu schnell zugreift, erwischt man irgendwann etwas Vernünftiges.
Sie selbst hatte damals auch zu schnell gewählt, aber rechtzeitig die Scheidung bekommen. Ihr Ex trank sich tot, wurde vor fünf Jahren beerdigt, Tochter und Ex-Frau blieben der Beerdigung fern.
Michael war laut, brauchte viel Raum, roch nicht gut. Anneli hatte Angst, wagte nicht einmal mehr nachts zur Mutter zu kommen, wenn sie schlecht geträumt hatte. Einmal machte sie sich vor Angst nass, Michael lachte sie aus, Katharina auch. Ach, du hast in die Hose gemacht? Auch noch Papas Tochter? Raus aus der Küche, du stinkst!, donnerte er. Kaum war sie weg, zog er Katharina auf den Schoß, küsste sie, fieberte nach einem neuen Baby.
Katharina wurde schwanger, war schwach, übel, und Anneli störte sie nur noch.
Geh raus! In dein Zimmer! Und nicht rauskommen!, schrie sie. Anneli kauerte unter dem Tisch, wartete, dass endlich Wochenende war und ich sie zu mir holen durfte.
Bei mir war es ruhig, sonnig. Anneli genoss die kleinen Streichholz-Tierwelten, die ich baute. Ich habe sie nie geschlagen, auch wenn die Mutter und Michael manchmal die Hand hoben
Michael kam heim, packte Katharina, küsste sie. Doch der Respekt der Stärke war weg nur noch willkürlicher Herrscher blieb. Katharina tat ihm leid, aber er sich nicht.
Mama, ich schaff es nicht mehr, er nimmt keine Rücksicht, giert immer, ich halte das nicht aus!, heulte sie ins Telefon. Gerda meldete sich kaum: Musst durchhalten war ja mal gut mit euch, wird schon wieder! Ich rufe dich an, sobald ich angekommen bin!
Heute durfte ich Anneli abholen. Wir liefen durch den Tiergarten, schauten Affen, suchten den Elefanten fanden ihn, sahen ihm beim Wasserspritzen zu, dann aßen wir Krapfen auf der Bank. Ihre Hände waren zuckrig, verklebt, ich wusch sie ab.
Als Andenken durfte Anneli sich ein Geschenk aussuchen, der Ballon mit dem Pferd war wunderschön. Ich bezahlte, Anneli rannte glücklich mit ihrem Ballon davon, stolz auf ihre neuen Schuhe mit Kirschschnallen, dem Kleid, Bändchen und eben dem Ballon.
Den zeige ich Mama, die ist so traurig in letzter Zeit, aber der Ballon macht sie sicher froh, sagte Anneli.
Warum ist Mama traurig?
Weiß nicht. Vielleicht weil Onkel Michael ihr wehtut. Und weil jetzt jemand in ihrem Bauch wohnt er sagt, er hat sie geschwängert. Was heißt das, Papa?
Ich runzelte die Stirn. Dass Katharina einen Neuen hatte, wusste ich, aber ein Baby? Das war mir neu.
Was heißt das, Papa? sie zog an meinem Ärmel.
Das ist ein grobes Wort, Anneli, das sagst du nicht. Es bedeutet, bald bekommst du ein Geschwisterchen. Ich atmete tief durch. Komm, wir sehen uns die Adler an.
Wir bestaunten ihre Spannweite, und dann waren zwei Stunden um. Anneli wurde müde. Katharina hatte auch gesagt, sie müsse um fünf zu Hause sein, fast wie ausgeliehen und pünktlich zurückzugeben.
Ich schnallte Anneli im Auto an, sicherte den Ballon. Im Stau schlief sie ein.
Anneli, wach auf, wir sind daheim! Pass auf deinen Ballon!, strich ich ihr liebevoll über die Wange, half ihr raus.
Ich hatte keine Schlüssel mehr. Wie auch? Ich musste lange klingeln, endlich öffnete Katharina. Blass, eingefallen, die Haare wirr, wirkte sie zehn Jahre älter.
Ah, da seid ihr. Michael, Anneli ist zurück. Ich komme gleich, rief sie in die Wohnung. Ausziehen, ab zu dir, befahl sie der Tochter.
Mama, schau, was Papa mir geschenkt hat! Ich habe den Ballon selbst gewählt, er hat ihn gekauft, der Verkäufer hat das Band abgeschnitten, und ich habe ganz fest gehalten. Schau das Pferd! Anneli hielt ihr stolz den Ballon entgegen.
Aber Katharina drehte sich weg, schlug nach dem Ballon.
Ich seh’s. Nimm das weg! Geh jetzt!, herrschte sie, verfehlte das Pferd, traf Anneli am Kopf.
Das Kind fing an zu weinen.
Katharina! Was soll das? Anneli wollte dich doch erfreuen!, stellte ich mich schützend vor mein Kind.
Aber Katharina hörte schon nicht mehr zu, schrie, weinte, fuhr uns an, wir sollen verschwinden, und der Ballon stinke.
Michael schaute aus dem Zimmer, zog seine Hose hoch, kam langsam zu uns. Er griff den hellblauen Ballon fest und ließ ihn mit einem lauten Knall platzen.
Anneli weinte, klammerte sich an mich.
Was fällt dir ein, du Kerl?, seine Fäuste waren bei mir, doch jetzt stellte sich Anneli dazwischen, die Augen zu, Arme ausgebreitet Papa, ich lass ihn nicht hauen!
Michael schnaufte verächtlich, spuckte auf den Boden. Packt euer Zeug und haut ab. Katharina, mach mir Essen warm. Und morgen gehst du zu den Ämtern und schreibst, dass du das Gör abgibst. Soll er sich drum kümmern. Genug jetzt!
Aber das ist doch meine Tochter
Mir egal. Wer hier wohnt, entscheide ich. Er verschwand.
Katharina stand da, rang die Hände.
Bernd! Ich habe die Wohnung auf ihn überschrieben, glaubst du das? Er sagt, es sei sicherer. Du musst Anneli mitnehmen, sonst
Anneli war bei Oma gemeldet, konnte keinen Anspruch erheben. Michael hatte an alles gedacht.
Ruf die Polizei, Katharina! Lass ihn rauswerfen das ist deine Wohnung! Ich schüttelte sie.
Wir sind seit zwei Monaten verheiratet Und das zweite Kind ist unterwegs. Nimm Anneli erstmal. Vielleicht wird es noch Sie brachte schnell eine Tasche.
Anneli sagte kein Wort, hatte Angst. Erst Vater raus, jetzt sie
Seitdem brachte ich Anneli selbst in den Kindergarten. Die Erzieherinnen begegneten mir mit Respekt, kein Wort mehr über Katharina. Anneli half mir abends, baute selbst kleine Gehege für unser Streichholz-Zoo-Projekt.
Mein Leben schien aus Streichhölzern gebaut. Ein Funke und alles zerfällt zu Asche. Ich habe mein Bestes gegeben für Katharina, doch sie hat angezündet und alles zerstört.
Jetzt baue ich an einem neuen Leben für Anneli und mich. Es ist nicht perfekt, es fehlen Ecken und Kanten, aber wir versuchen es, geben uns Mühe.
Aber das Feuer bleibt eine Gefahr. Vielleicht nimmt Katharina Anneli doch zurück, vielleicht verliere ich meinen Job, vielleicht wird Anneli krank oder liebt mich irgendwann nicht mehr. So wie Katharina mich auch irgendwann einfach missachtet hat
Einen Schutzschirm gibt es nicht. Nur die Hoffnung, das Beste zu bewahren, was man hat.
Katharina kam manchmal zu Besuch, brachte Anneli Geschenke, blieb zögernd im Flur. Ich lud sie an den Tisch; der Magen war wieder in Ordnung, sie aß mit großem Appetit. Ich kochte einfach, aber gut.
Hier ist es schön bei euch, sagte sie oft, wenn es Zeit zum Gehen war sie wartete vielleicht, dass ich sie einlade zu bleiben. Aber ich tat es nie.
Sie erhob sich schwer, stützte den großen Bauch, ich half ihr in die Schuhe, holte ihren Mantel.
Verstehst du es nicht, Bernd?! Du sollst mich retten! Das tut jeder Mann für seine Familie! Soll ich mich entschuldigen? Es tut mir leid! Nimm mich auf, ich will zu dir und Anneli zurück. Du musst, bitte Sie drückte sich, wie früher, an mich, suchte Küsse aber es war vorbei.
Ich schulde dir nichts mehr, Katharina. Du bist erwachsen ich auch. Anneli bleibt hier, sie passt nicht mehr in deine neue Familie. Grüß Gerda von mir. Anneli ist allein daheim, ich bin dann weg!
Ich brachte sie zum Taxi, winkte, ging. Unsere Streichholz-Häuser sind jetzt getrennt.
Als das neue Kind kam, holte ich Katharina aus der Klinik ab. Sie klammerte sich an meinem Arm fest.
Michael war nicht da.
Bleibst du noch, Bernd? fragte sie leise, als wir zu Hause waren, und Oma gleich das Baby an sich nahm.
Mitleid hatte ich mehr nicht. Ich liebte sie nicht mehr.
Zuhause warteten Anneli und Margarete Schuster auf mich. Margarete war Kassiererin im Kindertheater, wo ich ewig kein Ticket wählen konnte.
Nehmen Sie Tickets für Aschenputtel, empfahl sie eines Tages. Meine Nichte war begeistert.
Woran wissen Sie, dass ich eine Tochter habe?, fragte ich.
Im Beutel die Ballettschuhe und Haarspangen Ballett oder Gymnastik? sie lächelt.
Tanzen. Die Schuhe waren zu groß, ich bringe sie umtauschen. Also, Aschenputtel am Fünften das ist Annelis Geburtstag.
Es wurde ein besonderes Fest, mit Torte und Wunderkerzen. Katharina rief an, gratulierte, Anneli fragte, ob sie nicht kommen könnte. Katharina konnte nicht niemand zum Babysitten. Michael war oft nächtelang verschwunden, von Oma Gerda war nur zu hören, dass sie jetzt einen tollen Platz im Seniorenheim habe gesundes Essen, gute Luft. Michael regelt alles.
Doch das Böse holte Michael ein, die Polizei ermittelte, suchte ihn. Katharina zuckte nur die Schultern, immerhin hatte er Geld dagelassen.
Ihr Streichholzhaus brannte bereits da blieb nur noch ihr kleiner Sohn. Kein schlechtes Ende oder doch ein Anfang.





