Die fette Berta

– Musik bitte etwas leiser! Danke schön! Meine Lieben! Ich gratuliere uns allen zum Jubiläum! Zehn Jahre sind wir nun gemeinsam unterwegs, und unsere Firma wächst und gedeiht. Das ist nur euch zu verdanken! Ich möchte jedem einzelnen herzlich danken und euch Gesundheit, Glück und nur das Allerbeste wünschen! Prost! Matthias Siebert hob sein Glas und winkte den Kellnern zu.

Die Torte war ein Gedicht. Gabriele freute sich insgeheim darüber, dass sie den Ratschlägen nicht gefolgt war und die Bestellung nicht bei einem privaten Konditor, sondern in der besten Konditorei Münchens aufgegeben hatte. Sie sah ausgezeichnet aus und schmeckte noch besser. Kaum hatte Gabriele ein Stück probiert, hörte sie:

– Gabi, Sie sollten lieber auf Süßes verzichten! Matthias Siebert blickte sie mit mildem Tadel an.

Sie errötete peinlich berührt und schob den Teller beiseite. Ihr Chef war schon immer ein Verfechter von Fitness und gesunder Lebensweise gewesen, doch in letzter Zeit hatte sich das fast zu einer Manie entwickelt. Jeder Mitarbeiter musste das von der Firma bezahlte Jahresabo im Fitnessstudio nutzen; Gerüchte machten die Runde, der Chef wolle künftig sogar sportliche Mindestwerte einführen Größe, Gewicht und dergleichen wenn er neue Leute einstelle.

– Gesunde Menschen sind die besseren Arbeitnehmer! Wer sich keine Sorgen um Zipperlein machen muss, kann sich aufs Wesentliche konzentrieren. Ist jemand fit und denkt positiv, ist auch die Familie gesund. Dann fehlt der Nachwuchs seltener in der Schule keine Krankmeldungen mehr nötig.

Gabriele ließ das Gerede meistens an sich abprallen. Jeder hat halt einen kleinen Spleen, dachte sie. Doch mittlerweile wurde es wirklich zum Problem.

– Krapfen dürfen ruhig mal auf dem Teller liegen aber ganz selten. Besser nie. Für eine Frau sind diese Süßigkeiten jedenfalls nicht schmeichelhaft.

Solche Kommentare vom Chef wurden immer häufiger. Gabriele versuchte, ihm möglichst nicht über den Weg zu laufen, um sich dergleichen zu ersparen denn sie wusste, für wen diese kleinen Spitzen gemeint waren.

Sie arbeitete schon seit Gründung der Firma bei Siebert. Frisch nach dem BWL-Abschluss kam sie zum Vorstellungsgespräch und sah, wie er hektisch durchs Büro hastete. Ohne sich einschüchtern zu lassen, sprang Gabriele ein, als plötzlich dringend Unterlagen fürs Finanzamt fehlten, die Chefbuchhalterin aber mit gebrochenem Bein zuhause lag. In nur einer halben Stunde hatte sie alles erledigt.

– Ein Glück, dass Sie gekommen sind! seufzte Matthias Siebert, und Gabriele bekam ihre erste Festanstellung.

Fleißig und einfallsreich wie sie war, scheute sie sich nicht, nachzufragen und dazuzulernen. Schon bald war sie die rechte Hand der Buchhalterin und als diese in Rente ging, um sich ihrem Rosengarten zu widmen, rückte Gabriele nach.

Genug von Zahlen! Ich pflanze jetzt Rosen! Gabi, du würdest staunen, wie meine Rosen blühen hätte ich doch meine Zeit nicht nur mit Papierkram verbracht.

Anfangs hatte Gabriele Angst vor der großen Verantwortung, doch sie gewöhnte sich rasch daran. Sie war kein Mensch, der sich unnötig verausgabt wenn sie etwas nicht wusste, recherchierte sie oder fragte jemanden. So funktionierte immer alles bestens bei ihr.

In dieser Zeit machte Gabriele nicht nur Karriere: Sie heiratete auch und bekam Zwillinge. Sogar zur Geburt fuhr sie quasi direkt vom Arbeitsplatz ins Krankenhaus der Jahresabschluss war zu wichtig! Wenige Wochen später half sie bereits wieder im Hintergrund aus, ein halbes Jahr nach der Geburt stieg sie sogar wieder fest ein. Die Großmütter wechselten sich beim Babysitten ab und genossen die Zeit mit den Enkelkindern sehr. So gelang es ihr, beides, Beruf und Kinder, unter einen Hut zu bringen. Herr Siebert akzeptierte Gabriele flexible Arbeitszeiten für ihn zählte, dass sie ihre Arbeit stets zuverlässig und gründlich machte.

Nur eines störte Gabriele: das zusätzliche Gewicht. Genau genommen störte es sie nicht einmal früher war sie sehr schlank, fand ihr Spiegelbild aber nie besonders attraktiv. Erst nach den Kindern empfand sie neue Zufriedenheit. Ihr Mann, Thomas, scherzte, wenn sie ins Bad spiegelte:

– Du bist jetzt so wunderschön, ich muss langsam Angst bekommen, dass mich dir jemand wegschnappt!

– Ach was! Wer nimmt mich denn schon, im Schlepptau wie eine bayerische Ziege! kicherte Gabi verlegen.

Warum ihr Körper weiter zunahm, verstand Gabriele lange nicht. Irgendwann pendelte sich das Gewicht ein egal mit welcher Diät oder welchem Sport, es veränderte sich nicht mehr. Zunächst war sie beunruhigt, rannte zu Ärzten, doch die fanden nichts; alle Blutwerte top. Also arrangierte sie sich, kaufte neue Kleidung und lebte weiter. Sie ging mit den Kollegen joggen, schwimmen, alles schien in Ordnung wäre da nicht das veränderte Klima im Büro gewesen.

– Gabi, Sie gehen doch sehr sorglos um mit Ihrem Körper! Denken Sie an Ihre Kinder so ein Gewicht ist gefährlich! Wie viel wiegen Sie denn?

Gabriele wurde verlegen.

– Sechsundsiebzig Kilo.

– Das ist doch schockierend! Bei Ihrer Größe! Sie müssen an die Familie denken. Was, wenn Ihnen etwas zustößt?

Gabriele wechselte zwischen Röte und Blässe, fand aber keine Worte. Was passiert hier eigentlich? Sie fühlte sich wie ein Schulmädchen, das zur Schnecke gemacht wird.

Den Kopf gesenkt, um ihre Tränen zu verbergen, verließ sie hastig das Chefbüro und vergaß dabei sogar die Unterlagen, die sie zur Unterschrift mitgebracht hatte. Im eigenen Büro schloss sie die Tür und weinte sich aus. Dann beschloss sie: Sie würde abnehmen. Jetzt erst recht.

Abends, als sie nur ein Glas Buttermilch trank, hob Thomas die Augenbrauen.

– Was ist los? Du isst nicht mit?

– Nein, ich muss abnehmen.

– Wieso? Thomas sah sie irritiert und neugierig an.

– Sogar Fremde sagen mir mittlerweile, wie schlecht ich aussehe. Und dass ich bald vielleicht krank werde.

– Du schlecht aussehen? Thomas lachte. Gabi, schöner als dich kenne ich niemanden! Und gesundheitlich bist du bestens untersucht du hast halb München besucht Ärzte finden dich völlig gesund.

– Ärzte können sich irren, Tom. Du solltest mich unterstützen. Du weißt nicht, wie sehr ich heute beim Chef verhört wurde. Das war so peinlich

Thomas nahm seine Frau in den Arm und runzelte die Stirn.

– Warum lässt du dir das gefallen? Du bist doch kein Kind mehr!

– Ach Tom, er meint es ja nur gut und sorgt sich um meine Gesundheit

– Na, wenn das Sorgen sind… Pass auf: Ich will nicht, dass du dein Leben lang anderen Leuten nacheiferst oder dich für dein Aussehen schämst. Mir gefällst du zählt meine Meinung?

Gabi seufzte und schmiegte sich an ihn.

– Ja, sie zählt.

– Und, magst du dich selbst?

– Früher mehr.

– Also, mach das, was DIR gut tut, nicht nur für andere.

Gabi nickte, aber in ihrem Kopf blieb der Gedanke, sie müsse sich trotzdem ändern.

Schon als Kind war sie sehr auf die Meinung anderer fixiert. Ihre Mutter hatte ihr erklärt, dass es unmöglich sei, es allen recht zu machen oder immer Einsen zu schreiben aber Gabi wollte immer die Beste sein.

Das Streben nach Perfektion war geblieben, auch bei der Arbeit. Der Preis dafür war ihre steigende Unsicherheit.

Das Gespräch mit Thomas beruhigte sie ein wenig, doch schon am nächsten Tag hinterließ Matthias Siebert eine Broschüre auf ihrem Schreibtisch.

– Sehr gute Privatklinik. Empfehle ich Ihnen, Gabi. Verstehen Sie mich nicht falsch, mir liegt Ihr Wohlbefinden am Herzen.

Vermutlich hatte es keiner mitgehört, aber am nächsten Tag wurde doch getuschelt. Manche murmelten kaum hörbar, andere wie Nadine, die Sekretärin sprachen offen:

– Ich gehe sofort aus dem Wasser, wenn diese Übergewichtigen in den Pool steigen. Pfui! Die riechen bestimmt komisch!

– Wenn eine Frau sich so gehen lässt, ist das ein Zeichen mangelnden Selbstrespekts wie leben die überhaupt? Was denken sich Männer, die so etwas akzeptieren? Schlimm! zischte Annika, Gabrieles Assistentin.

– Naja, nicht alle Männer sind vernünftig. Manche wollen eben so etwas. Die anderen stehen auf Schönheit!

Noch am selben Tag, als Gabriele in der Küche stand, um sich einen Kaffee zu holen, drehte sie um und verzichtete, so niedergeschlagen fühlte sie sich. Bis Dienstschluss blieb sie im Büro. Sie war unruhig, alles fiel ihr schwer. Schließlich schaltete sie den Rechner aus, trat ans Fenster. Der Frühlingsregen überzog München, Schnee mischte sich unter. Zum Glück hatte sie es letztes Jahr endlich gewagt, sich ein Auto zu kaufen früher war sie auf Thomas oder die S-Bahnen angewiesen gewesen. Jetzt war sie unabhängig. Und heute musste sie sich beeilen: Die Zwillinge hatten Massage, Thomas arbeitete länger, also müsste sie selber fahren.

Ihre Söhne holten sie schnell in die Realität zurück. Mit ihnen konnte man sich nie lange grämen. Gabriele beobachtete, wie Tim lachte, während die Physiotherapeutin Ulrike ihm die Beine massierte. Sie fragte sich, ob ihr Chef vielleicht recht hatte sie müsste mehr an ihre Kinder denken, sich zusammenreißen. Sie fragte sich, ob sie als Mutter so wirklich ein Vorbild wäre, wenn die Jungs größer würden. Sie beschloss, alles zu tun, damit ihre Söhne stolz und glücklich waren und sie selbst lange an ihrer Seite.

Ulrike beendete die Massage bei Tim und nahm den kleinen Paul zu sich.

– Frau Feldmann, heute sind Sie so still. Ist etwas passiert?

– Nein, Ulrike. Nur ein paar Gedanken. Über das Vergängliche.

– Na, Sie philosophieren heute? Dabei sind Sie so eine attraktive Frau.

– Attraktiv? Ulrike, schauen Sie mich an! Ich müsste abnehmen, aber mein Gewicht will nicht runter. Ich habe so viele Diäten probiert, gehe regelmäßig ins Fitnessstudio.

Ulrike lachte und kitzelte Pauls Füßchen.

– Unsinn! Sie haben eine tolle Figur! Ja, kein Hungerhaken, aber alles ist dran am richtigen Ort. Wer will Ihnen das Abnehmen einreden? Ihr Mann?

– Nein. Ihm gefällt alles.

– Na also. Wessen Meinung zählt denn mehr?

– Ich weiß nicht Vielleicht lasse ich mich doch beeinflussen. Ich bin einfach nicht mehr so entspannt, wie früher. Ich erschrecke bei jedem Quatsch, den die Jungs machen.

– Ich kenne Sie jetzt seit zwei Jahren. Eigentlich waren Sie immer selbstbewusst, stark. Aber in letzter Zeit, stimmt, da wirken Sie gereizter, angespannter. Vorsicht nicht, dass Sie bald bei Ihren Jungs die Nerven verlieren!

– Fällt das so auf? Ulrike, danke. Das merke ich vielleicht selbst gar nicht.

– Doch, glauben Sie mir das kommt vom Stress. Wissen Sie, nach der Geburt sind viele Frauen selbstkritischer. Manche akzeptieren ihren Körper irgendwann oder finden ihr Glück im Leben neu, andere werden bitter, wenn sie ihr Ziel nicht erreichen. Aber eins habe ich gemerkt: Die Frauen, die ihr Leben annehmen, wie es ist, strahlen Glück aus. Sogar, wenn sie nicht perfekt sind. Die anderen sind oft unzufrieden für sich und ihr Umfeld. Und wissen Sie, was mir aufgefallen ist? Nicht das Gewicht macht unglücklich, sondern der ständige Vergleich und das Streben nach Perfektion.

Gabriele bekam etwas zum Nachdenken.

– Vielleicht Vielleicht sollte ich wirklich entspannter werden. Vielleicht sollte ich mich stattdessen auf etwas konzentrieren, das ich schon immer ausprobieren wollte.

– Was zum Beispiel? fragte Ulrike, neugierig.

– Ich wollte immer Tango tanzen lernen.

– Großartig! Warum nicht?

– Ach, wer will mich schon als Tänzerin

– Pfft! Tango ist nicht nur für Dünne. Probieren Sie es einfach. Schnupperkurs, mit Ihrem Mann zusammen, dann müssen Sie sich niemandem aussetzen. Los, trauen Sie sich!

Nach dieser Unterhaltung war Gabriele beschwingter, sang mit den Jungs auf dem Nachhauseweg.

Am nächsten Tag stand sie extra früh im Büro, holte sich heimlich einen Kaffee und verschickte Links zu Tanzschulen an Thomas. Der meldete prompt zurück: Schon angemeldet! Nun freute sich Gabi sogar auf den Feierabend. Sie hatte eine Einsteigergruppe gewählt da konnte niemand perfekt sein.

Im Laufe des Tages gewöhnte sie sich zunehmend an den Gedanken: Schluss mit dem Verstecken! Sie war das Gerede und die ständigen stichelnden Blicke leid. Diese Erkenntnis war ihr erster Schritt zur Veränderung.

Der zweite folgte, als sie und Thomas bereits einige Wochen tanzen gingen und die Trainerin sie zu einem Clubabend einlud.

– Trauen Sie sich, bei unserer kleinen Tanzparty aufzutreten. Sie machen das wirklich gut. Und, Gabriele, tanzen Sie heute für sich. Lassen Sie los. Tanzen Sie, was Sie bedrückt, und verabschieden Sie damit das, was Sie belastet.

– Ich versuche es.

Gabriele war furchtbar aufgeregt, doch dann sah sie, dass von den Gästen kaum jemand perfekt war eher das Gegenteil. Plötzlich entspannte sie sich.

Da sieht man mal, alles ist relativ, flüsterte Thomas.

Als sie an der Reihe waren, rief Gabriele all ihre Gefühle ab: all die Traurigkeit, Verunsicherung, aber auch das Glück, Thomas zu haben. Sie tanzte ihren Schmerz, ihre Hoffnung, ihre Dankbarkeit und spürte dabei ungekannte Freiheit. Das Lied verklang, Schweigen im Saal, dann brandete Applaus auf. Erst als Thomas liebevoll ihre Hand drückte, wurde ihr bewusst, dass sie die Aufmerksamkeit aller hatte.

– Verbeug dich, Gabi. Heute bist du der Star, flüsterte Thomas.

Nie hatte sie so viele Komplimente bekommen. Die Trainerin nahm sie beiseite.

– Sie tanzen mit Seele. Bewegung kann man lernen Ausdruck nicht. Heute haben Sie wirklich ein Statement gesetzt. Danke!

Eine Woche später bereitete sich Gabriele auf das Firmenjubiläum vor. Vor dem Spiegel tuschte sie sich die Wimpern und lächelte Thomas zu.

– Du bist dir sicher?

– Ja.

– Meine Schlaue! Thomas küsste sie auf den Nacken.

– Nur schlau? sie zwinkerte.

– Und wunderschön! Los, wir müssen los, sonst kommen wir zu spät.

Dieses Jahr bat Herr Siebert erstmals, alle sollten einen Partner mitbringen. Der Abend verlief nach Plan: Rede vom Chef, mit dem Verweis, wie wichtig Gesundheit für die Firma sei. Während seiner Ansprache hielt er den Blick oft auf Gabriele, die jetzt erhobenem Hauptes im Saal stand, statt wie früher die Augen zu senken. Ihr Auftreten hatte sich spürbar verändert.

– Nun übergebe ich an unsere geschätzte Gabriele Feldmann, meine rechte Hand und die Seele unserer Buchhaltung!

– Danke! Gabriele erhob sich. Bevor ich zum offiziellen Trinkspruch komme, möchte ich etwas anderes tun.

Sie nickte der Band zu, Thomas reichte ihr die Hand, und sie traten in die Mitte des Saals. Der Tango begann. Was sie und Thomas tanzten, bewegte alle Anwesenden. Man hörte erst Flüstern, dann Staunen dann Stille. Nach dem Tanz hob Gabriele ihr Glas.

– Nun also mein Trinkspruch! Ich danke Ihnen allen, besonders Ihnen, Herr Siebert, für die gemeinsamen Jahre. Ich habe viel gelernt vor allem eines: Im Leben sollte man gut für sich sorgen, ja. Aber der wichtigste Maßstab ist das eigene Wohlbefinden. Um glücklich zu sein, muss man sich selbst annehmen, wie man ist unabhängig von Erwartungen anderer. Wer sich selbst liebt und auf seine Stimme hört, wird wahrhaft glücklich. Deshalb wünsche ich Ihnen: Liebe zu sich selbst, Mut zur Veränderung für das eigene Glück, und Gesundheit auf allen Wegen. Zum Wohl!

Sie lächelte, prostete in die Runde und verließ mit Thomas Arm in Arm den Saal. Im Flur erwartete sie Herr Siebert:

– Ihre Kündigung habe ich erhalten. Sie bleiben selbstverständlich bis zur ordentlichen Übergabe, aber darf ich fragen: Ist diese Entscheidung endgültig?

– Ja, Herr Siebert. Ich habe lange überlegt. Mein Weg führt nun in eine neue Richtung. Ich werde mich selbstständig machen. Hier meine Visitenkarte. Falls Sie mal fachlichen Rat brauchen, bin ich gern für Sie da.

– Wirklich schade Es tut mir leid, dass wir uns nicht besser verstanden haben.

– Ach, ich denke, wir haben uns ganz gut verstanden, Herr Siebert. Im Kern haben Sie recht: Gesundheit ist wichtig, für jeden von uns. Aber Selbstachtung und Glück sind das letztlich Entscheidende. Alles Gute für Sie und keine Sorge, ich lasse Sie nicht im Stich, bis alles ordentlich übergeben ist.

Matthias Siebert sah ihr nach, wie sie ausgelassen durch die Pfützen zum Auto sprang, Thomas an der Seite. Und in Gedanken murmelte er:

Na schau an… unsere Krapfenkönigin.

Und Gabriele dachte, während sie ins Auto stieg: Man muss seinen Weg finden. Wer sich selbst treu bleibt, hat schon gewonnen.

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Homy
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