Der Auftritt der Tante

Der Austritt der Tante

In dem gehst du nicht raus, sagte Viktor, ohne sich umzudrehen. Er stand vor dem Spiegel im Flur, zog an seinem dunkelblauen, seidenen Schlips, den er letzten Monat für einen Betrag gekauft hatte, von dessen Höhe Margarete nur durch Zufall erfuhr, als sie nach der Quittung für den Kühlschrank suchte. Ich meine das ernst.

Viktor, das ist das Jubiläum deiner Firma. Zehn Jahre. Ich bin deine Frau.

Gerade deshalb. Endlich schaute er sie an, und in seinem Blick lag etwas, das ihr den Atem nahm. Nichts Sanftes. Ein Erkennen. Sie kannte diesen Blick. Früher schon. Sie hatte ihm nur keinen Namen gegeben. Du bist meine Frau. Deshalb bitte ich dich, zu Hause zu bleiben.

Warum?

Er seufzte. Langsam, mit diesem bestimmten Nachdruck, der ihr sagte: Du fragst dumm, ich muss meine Zeit verschwenden.

Margarete. Dort werden Geschäftspartner sein. Wichtige Leute. Vielleicht sogar Presse.

Und?

Du bist Er stockte, wählte das Wort sorgfältig. Du bist eine Tante. Verstehst du? Eine richtige Tante. In deinem blauen Kleid mit den Knöpfen. Dort treten Frauen auf, die ganz anders aussehen.

Margarete stand im Türrahmen zur Küche, das alte, ausgebleichte Handtuch noch in der Hand, mit dem sie sich eben die Hände abgetrocknet hatte. Sie schaute ihren Mann an und versuchte zu begreifen, an welchem Punkt das alles zum Normalfall geworden war. Ab wann solche Worte keiner Erklärung mehr bedurften.

Gehst du mit Lena?

Sein Gesicht blieb unbewegt. Das war das Erschütternde. Kein Ärger, keine Unsicherheit. Nur ein ruhiger Blick.

Lena ist meine Assistentin. Sie plant die Veranstaltung.

Viktor.

Margarete, fang nicht an.

Ich habe nur gefragt.

Du hast nicht nur gefragt. Er nahm das Sakko von der Garderobe, schüttelte es mit jener eingespielten Eleganz. Du deutest an. Wie immer. Ich habe genug von deinen Andeutungen.

Margarete legte das Handtuch auf die Armlehne des Sessels, langsam, so dass ihre zitternden Hände kaum auffielen.

Ist schon gut, sagte sie. Schon gut, Viktor.

So ists recht. Noch ein letzter Blick ins Spiegelbild, ein selbstzufriedenes Nicken. Sind die Kinder zu Hause?

Katja ist bei einer Freundin. Jonas kommt aus der Uni, wohl gegen acht.

Sag ihm, er soll ruhig sein, wenn ich heimkomme. Es wird spät.

Die Tür fiel zu. Margarete blieb stehen im Flur, zwischen dem Duft seines Parfums den sie früher mochte, nun aber als fremd empfand. Teuer, aber fremd.

Sie ging in die Küche, setzte den Wasserkessel auf. Schaute zu, wie der Dampf aus dem Ausguss stieg, dachte daran, dass sie vor dreiundzwanzig Jahren einen Mann geheiratet hatte, der sie ganz anders ansah. Damals mochte er ihr Lachen. Er sagte, es klinge wie eine Glocke. Damals wurde sie davon verlegen.

Das Wasser kochte. Margarete goss es in die Tasse, ließ den Teebeutel hineingleiten, beobachtete lange, wie sich die dunklen Schlieren in der Flüssigkeit ausbreiteten.

Tante, hatte er gesagt.

Sie war zweiundfünfzig. Keine hundert, keine achtzig. Zweiundfünfzig, und im Grunde war sie passabel. Kein Titelbild, gewiss nicht, aber beileibe auch nicht das, was er mit dem Wort aus ihr machen wollte. Ihre Haare waren schön, dunkelblond, kaum ergraut, weil sie darauf achtete. Ihre Hände konnten alles: Apfelstrudel backen, Vorhänge kürzen, ein Kind um drei Uhr morgens beruhigen, und die Buchhaltung regeln, als Viktor mit seinem Monolith zu Beginn völlig in Zahlen versank und sie ihn nachts bat, alles zu sortieren.

Wer half ihm damals? Wer ordnete nachts seine Rechnungen?

Tante. Was für ein Wort.

Sie weinte nicht. Die Tränen standen greifbar nah, ein Druck hinterm Brustbein, aber sie kamen nicht. Vielleicht, weil es nicht das erste Mal war. Das erste Mal war drei Jahre her gewesen, da hatte er gesagt: Du könntest dich besser kleiden. Sie war gekränkt. Danach gewöhnte sie sich daran. Dann begann sie zuzustimmen. Jetzt stand sie alleine in der Küche, ihr Mann fuhr aufs Firmenjubiläum ohne sie, mit Lena, die achtundzwanzig war, wie es aussah keine Strudel im Ofen hatte, keine ausgebleichten Handtücher, keine dreiundzwanzig Jahre gemeinsames Leben.

Draußen wurde es langsam dunkel. Ein warmer Maiabend, unten aus dem Hof der Geruch blühender Rosskastanien. Margarete trank ihren Tee, spülte die Tasse aus, öffnete den Schrank.

Ganz hinten, hinter den Wintermänteln, hing das Kleid. Dunkelrot, samtig, vor drei Jahren im Kaufhaus Sonnenschein im Ausverkauf gekauft, einmal zu Hause anprobiert. Viktor hatte es gesehen, das Gesicht verzogen: Wo willst du damit hin? Zu knallig für dein Alter. Zu auffällig. Sie steckte das Kleid in eine Tüte, ganz nach hinten in den Schrank. Wollte es abgeben. Tat es nie.

Jetzt holte sie es hervor. Schüttelte es aus. Der Samt fühlte sich weich an, warm, lebendig. Margarete hielt das Kleid an sich, schaute in den Spiegel.

Nein. Keine Tante.

Aus dem Flur klirrte der Schlüsselbund. Jonas. Sie hörte, wie er die Schuhe auszog, die Jacke auf den Sessel warf anstatt auf den Haken, die Küche betrat.

Mama, gibts was?

Frikadellen im Kühlschrank. Mach sie warm.

Wieso stehst du da mit dem Kleid?

Margarete drehte sich um. Jonas stand im Türrahmen groß, väterliches Kinn, ihre grauen, leicht müden Augen. Es war ein schweres erstes Jahr an der Uni, das merkte sie an seiner Haltung, immer ein bisschen gebückt, als würde er Schweres tragen.

Ich probiere an, sagte sie.

Schönes Kleid. Er trat in die Küche, klapperte mit dem Topf. Und, wo willst du hin?

Margarete schwieg einen Moment.

Weiß ich noch nicht. Vielleicht nirgends.

Jonas kam mit seinem Teller an den Tisch, sah sie an. Ein erwachsener, überraschend ernster Blick.

Papa bei der Feier?

Ja.

Allein?

Sie antwortete nicht gleich. Hängte das Kleid über den Stuhl.

Jonas

Mama, ich weiß. Leise, ohne Zorn, einfach so, als wäre es ein Fakt. Katja weiß es auch. Wir wissen es schon lange.

Jetzt kamen doch die Tränen. Kein Schwall, kein Weinen, nur ein Kloß im Hals, und Margarete atmete durch, schaute raus, wo es inzwischen dunkel war.

Woher? fragte sie schließlich.

Im Frühjahr hab ich sie gesehen. Im Café am Gärtnerplatz. Er hat mich nicht bemerkt. Jonas aß, hob den Blick nicht. Erst dachte ich, Geschäftsessen. Aber nein. War klar.

Und du hast mir nichts gesagt.

Was hättest du getan?

Gute Frage. Was hätte sie getan? So getan, als wisse sie von nichts. Genau wie die letzten drei Jahre, in denen sie Merkwürdiges bemerkte und sich einredete, es wäre nicht so, ihre Fantasie übertreibe. Die Psychologie einer Familie, in der eine Frau nach fünfzig Angst vor der Wahrheit bekommt, das ist eine andere, lange Geschichte.

Ich weiß nicht, gestand sie.

Ich auch nicht. Er hob den Blick. Mama. Du bist schön in dem Kleid. Wirklich.

Margarete schaute ihren Sohn an. Den großen Jungen, dem sie früher vorgelesen, Schuhe zugebunden, Pausenbrote in den Rucksack gepackt hatte. Neunzehn. Erwachsen. Sah mehr, als sie gewollt hätte.

Danke, sagte sie.

Nach dem Abendessen rief Margarete Katja an. Die kam gegen zehn herbeigeflogen, mit rosa Rucksack und dem Parfüm einer anderen, das nach fremden Umarmungen duftete.

Mama, was ist mit dir los? Katja blieb stehen, studierte das Gesicht der Mutter mit jener Teenager-Präzision. Hat Papa was gesagt?

Setz dich, sagte Margarete. Wir müssen reden.

Sie saßen zu dritt am Küchentisch, tranken Tee. Margarete erzählte. Nicht alles, aber das Nötigste. Was Viktor gesagt hatte. Über das Kleid. Ihre Gedanken über Lena, und die Gesichter der Kinder verrieten, dass sie nicht falsch lag.

Katja biss sich auf die Unterlippe. Das tat sie immer, seit sie klein war, wenn sie traurig oder zornig war, aber nicht zu weinen wagte.

Hat Papa wirklich Tante zu dir gesagt? fragte sie nach dem Schweigen.

Ja.

Das ist… Katja schüttelte den Kopf, suchte nach Worten. Das ist ungerecht.

Ungerecht, stimmte Margarete zu.

Mama, gehst du irgendwohin? Überhaupt?

Margarete sah auf das Kleid, das noch immer über dem Stuhl hing.

Noch nicht.

In der Nacht kam sie schlecht zur Ruhe. Lag auf ihrer Seite des breiten Betts und dachte. Dachte an Früher. Dreiundzwanzig Jahre. Die Jugend, die sie diesem Haus, diesen Kindern, diesem Mann geschenkt hatte. Nach Jonas Geburt hatte sie ihre Stelle im Modeatelier aufgegeben und Viktor sagte: Du musst nicht mehr arbeiten. Ich sorge für dich. Sie glaubte ihm. Das war damals auch wahr, sie dachte: So ist das richtige Leben.

Das gute Leben. Margarete drehte sich auf die Seite, schaute zur dunklen Decke.

Was kann sie jetzt? Nähen. Kochen. Haushalt führen. Unsichtbar sein. Letzteres gelang besonders gut.

Nein. Sie will nicht so denken. Nähen ist nicht wenig. Sie hat Hände, Kopf, zwanzig Jahre Erfahrung, zwar unterbrochen, aber sie hat nie aufgehört, für sich, die Kinder, Nachbarin Tamara, deren Kleider besser als die aus den Läden waren.

Ihre Gedanken kreisten. Schlief ein, erwachte. Gegen halb drei schlug die Wohnungstür. Viktor kam heim. Sie hörte ihn im Bad, das Wasserrauschen. Dann lag er schweigend daneben und atmete bald gleichmäßig.

Margarete lag noch lange wach.

Am Morgen ging er früh, aß kaum etwas.

Bin die Woche viel unterwegs, warte nicht mit dem Abendessen.

Tür. Stille.

Margarete schenkte sich Kaffee ein, setzte sich ans Fenster. Draußen feiner Regen, die Kastanie im Hof war dunkler geworden, glänzende, nasse Blätter. Sie trank Kaffee und dachte. Ruhig, beinahe kalt. Vielleicht verwandelt sich Schmerz irgendwann in etwas Anderes. Etwas Hartes, Klares.

Das Firmenjubiläum war am Freitag. Heute Dienstag.

Drei Tage.

Sie nahm das Handy, schrieb an Tanja. Tanja Renner, die früher jahrelang die Buchhaltung machte, dann zu einer anderen Firma wechselte, mit Margarete lose Freundschaft hielt. Treffpunkt Café Heimat, wie früher.

Tanja kam in grauem Blazer, kurze Haare, wachsame Augen. Sie hörte zu, unterbrach nicht. Nur Augenbrauenzucken beim Wort Tante.

Hat er das wirklich gesagt? Tanja.

Ja.

Und Lena?

Ich ahnte es seit langem. Jonas bestätigte gestern.

Tanja drehte die Tasse in den Händen.

Margarete. Verzeih, aber ich muss ehrlich sein.

Sag schon.

Ich wusste es. Schon damals bei Monolith. Hab sie mehrmals gesehen. Sagte nichts, dachte: Nicht mein Bier. Jetzt seh ich, dass ich falsch lag. Entschuldige.

Margarete schwieg.

Nicht schlimm, sagte sie. Jetzt nicht mehr wichtig.

Was hast du vor?

Margarete hob den Blick.

Ich gehe zu dem Fest.

Tanja beobachtete sie einige Sekunden, nickte dann langsam.

Mit den Kindern?

Mit den Kindern.

Du weißt, das wird unangenehm?

Ich weiß.

Er wird wütend sein.

Ich weiß.

Tanja schwieg.

Was brauchst du?

Margarete lächelte leicht. Erstes Lächeln seit Tagen.

Jemand, der mir die Frisur macht. Ich schaffe das alleine nicht.

Am Donnerstagabend saß Katja mit der Mutter vor dem Spiegel, bürstete ihr langsam und vorsichtig das Haar. Margaretes Mähne war dicht, schulterlang, sie hatte sie dezent nachgefärbt. Nichts Aufdringliches, nur gleichmäßiger Ton.

Mama, hast du Angst? fragte Katja.

Ein bisschen.

Papa wird toben.

Vielleicht.

Und du?

Ich sage nichts. Ich gehe einfach hinein.

Katja steckte die letzte Haarsträhne, trat zurück, bewertete zufrieden.

Du bist wirklich schön, Mama. Du vergisst das manchmal.

Margarete drehte sich um, schloss ihre Tochter fest in die Arme. Katja war erst überrascht, drückte dann zurück.

Das Kleid lag auf dem Bett. Samtig, dunkelrot, weich. Langsam zog Margarete es an. Katja half beim Reißverschluss. Im Spiegel schaute eine andere Frau zurück. Nein, keine Fremde. Eine lange vergessene.

Das Make-up schlicht: etwas Tusche, Lippenstift in Terrakotta. Ohrringe aus Onyx, ein Geschenk ihrer Mutter.

Mama, rief Jonas aus dem Flur, das Taxi fährt gleich vor.

Komme.

Sie nahm die schwarze, alte, aber edle Handtasche, ging in den Flur.

Jonas sah sie an.

Wow.

Ja, wow, ergänzte Katja.

Margarete zog den Mantel an. Die Hände zitterten noch. Sie zwang sich zur Ruhe. Ganz ruhig.

Gehen wir, sagte sie.

Das Hotel Nordstern war respektabel, aber nicht der nobelste Ort der Stadt. Viktor hatte gewählt, weil der Saal groß war, mit Stuckdecken und eigenem Catering. Margarete war zuletzt vor acht Jahren hier Erinnerung an Marmorboden, Kronleuchter.

Das Taxi stoppte. Sie stieg zuerst aus. Stand einen Moment auf den Stufen, sog den warmen Maiabend mit seinem Geruch nach Linden ein.

Mama, flüsterte Jonas, wir sind bei dir.

Ich weiß. Sie nahm Katjas Hand. Lasst uns gehen.

Im Foyer rannten Gäste mit Namensschildern umher. Margarete schritt gelassen. Ein junger Portier in Uniform kam auf sie zu.

Guten Abend. Veranstaltung der Monolith GmbH?

Ja, Margarete lächelte. Ich bin die Frau von Viktor Klein. Unsere Kinder.

Der Portier zögerte kurz, dann nickte.

Zweiter Stock, Saal Bernstein.

Saal Bernstein war gefüllt. Parfüm, laute Lacher an der Bar, dumpfe Musik. Margarete hielt inne, spürte Blicke auf ihrer Haut. Sie war hier fremd. Das wusste sie. Diese Menschen kannten Viktor Klein, sein Leben, einige wohl auch Lena. Um die Ehefrau scherte sich keiner.

Siehst du Papa? fragte Katja.

Noch nicht. Suchte den Saal ab. Finden wir gleich.

Viktor stand am runden Tisch nahe der Wand, im Gespräch mit zwei Herren im dunklen Anzug. Einen erkannte Margarete: Georg Schreiber, alter Geschäftspartner, gewichtig, weißhaarig, schwerer Blick. Viktor schätzte ihn sehr oder fürchtete ihn. Margarete war nie sicher, ob das einen Unterschied machte.

Lena stand dabei.

Margarete sah sie zum ersten Mal in natura, eigentlich hatte sie sie schon oft im Kopf gesehen. Jung, groß, passgenaues blaues Kleid, perfekte Frisur. Schön. Margarete registrierte das emotionslos, wie Wetter. Schönes Mädchen. Achtundzwanzig Jahre alt. Ihre Hand lag auf Viktors Ärmel routinierter Besitzanspruch.

Da ist Papa, bemerkte Katja überraschend ruhig. Mit der Dame im Blauen.

Margarete ging los.

Sie schritt langsam durch den Saal. Manche traten zur Seite. Sie sah weder nach links noch rechts, nur gerade aus, auf das runde Buffet bei der Wand, auf ihn.

Viktor bemerkte sie mit drei Metern Abstand. Sein Gesicht veränderte sich sofort. Mund offen, dann zugekniffen. Kalte Augen.

Margarete, sagte er sehr leise. Was machst du hier?

Ich bin zum Jubiläum deiner Firma gekommen, antwortete sie ebenso ruhig. Zehn Jahre. Ein wichtiger Tag.

Georg Schreiber musterte erst sie, dann Viktor.

Frau Klein? sagte er überrascht, mit einem Anflug von Herzlichkeit. Es ist lange her. Sie sehen wunderbar aus.

Guten Abend, Herr Schreiber. Sie schenkte ihm ein Lächeln. Ebenfalls.

Lena trat unmerklich zurück. Die Hand rutschte diskret von Viktors Arm.

Da trat Katja hervor. Fünfzehn Jahre, dunkle Augen, aufrechter Stand. Sie schaute Lena mit jener Unmittelbarkeit an, die Erwachsene nicht aushalten gerade weil sie ehrlich ist.

Papa, sagte Katja laut genug für Nahestehende. Warum hast du sie eben umarmt? Das ist doch nicht Mama.

Um sie herum wurde es leiser, fast wie wenn man die Musik drosselt. Die Männer bei Schreiber wechselten Blicke. Eine Dame mit Perlenkette am Nebentisch drehte den Kopf.

Viktor wurde blass. Deutlich trotz der Bräune.

Katja, begann er. Das ist beruflich, ich

Ich bin nicht mehr klein, Papa, sagte Katja unbeeindruckt. Jonas und ich wissen Bescheid.

Jonas stand bei ihr, schweigend, die Hände locker. Er sagte nichts, sah nur den Vater an.

Georg Schreiber stellte sein Glas ab.

Viktor, sagte er mit Nachdruck. Ich sehe, ihr habt Familienangelegenheiten. Wir reden später.

Altertümliche Höflichkeit im Nicken an Margarete, dann ging er. Die übrigen folgten.

Lena sagte leise:

Ich sehe mal nach dem Buffet.

Und verschwand.

Viktor und Margarete waren allein mit den Kindern. Sein Gesicht trug keine Erschöpfung mehr, sondern etwas Anderes Unsicherheit.

Margarete, brachte er mühsam hervor, weißt du, was du hier angerichtet hast?

Ich war beim Jubiläum, wiederholte sie. Zehn Jahre. Das ist bedeutend.

Sie griff nach einem Sektglas vom Tablett. Perlenbläschen, leise aufsteigend.

Du hättest zu Hause bleiben können, sagte er leiser. Wie ich wollte.

Konnte ich, Margarete nickte. Habe ich aber nicht.

Sie sah ihn an und da setzte sich etwas in ihr endgültig zurecht. Keine Wut, kein Triumpf, nur Klarheit. Jener Mann im teuren Anzug, mit den Manschettenknöpfen und dem edlen Schlips, dem sie dreiundzwanzig Jahre das Hemd gewaschen, Essen bereitet, Kinder erzogen und geglaubt hatte wie viel Zeit war verschwendet.

Ich trinke auf deine Firma, sagte sie. Dann gehen wir. Die Kinder sind müde.

Sie wandte sich zu Jonas und Katja.

Wir gehen jetzt, sagte sie ruhig.

Auf dem Weg zum Ausgang spürte Margarete die Blicke. Fremde Blicke: neugierig, mitleidig, tadelnd, verschieden. Es machte ihr nichts aus. Oder besser: Es tat nicht mehr so weh.

Beim Ausgang hakte sich Jonas bei ihr ein.

Du warst großartig, sagte er.

Ich kam nur vorbei, entgegnete sie.

Gekommen sein ist schon großartig, nickte er.

Zuhause hing sie das Kleid ordentlich weg, wusch sich ab und legte sich schlafen. Zum ersten Mal seit Wochen schlief sie tief, ohne den halbwachen Druck, der der Alltag geworden war. Bis neun Uhr morgens.

Was danach folgte, zog sich langsam, aber unausweichlich wie Tauwetter durchs Frühjahr. Nicht sofort, nicht am Tag darauf, eher in den zwei Wochen nach dem Fest; Margarete erfuhr es stückchenweise über Tanja, gemeinsame Bekannte, durch Katja, die zufällig Nachrichten auf dem Handyladekabel ihres Vaters las.

Georg Schreiber unterschrieb den Vertrag über ein großes Bauprojekt nicht mehr. Nicht direkt, sondern nach einer Pause, per Vermittler. Einfach nach dem Fest: Er müsse noch nachdenken. Schreiber war ein Mann alter Schule. Für ihn bedeutete Familie etwas Konkretes. Das, was er im Bernstein-Saal gesehen hatte, zerstörte seinen Respekt für Viktor Klein nicht, weil der eine Geliebte hatte. Das passiert. Sondern weil er mit ihr zum offiziellen Anlass kam, anstatt mit seiner Frau. Das war Respektlosigkeit gegen das Zuhause, den wohlsortierten Ablauf. So etwas kannte Schreiber nicht an.

Andere folgten nach. Im Geschäftsleben zählt Ruf wächst langsam, zerschellt schnell. Bald hagelte es Nachfragen. Der Monolith-Vorstand stellte unbequeme Fragen zu Führungsentscheidungen, einige Verträge in den letzten anderthalb Jahren liefen am Standard vorbei. Ging längst nicht mehr um ein Kleid oder Lena aber ein loser Faden zieht den Rest mit.

Lena verschwand drei Wochen nach dem Fest aus Monolith. Still, ohne Skandal, Eigenkündigung. Viktor lief mehrere Tage wie auf rutschigem Parkett.

Dann kam er abends heim, setzte sich an den Tisch. Margarete stellte Suppe ab und verschwand. Er saß lange. Sie hörte ihn seufzen.

Abends rief er sie.

Margarete. Wir sollten reden.

Ja, entgegnete sie. Aber zuerst: Willst du reden oder soll ich dir nur zuhören?

Er kapierte es erst nicht. Dann doch. Senkte die Augen.

Es tut mir leid, sagte er.

Margarete saß ruhig. Ihre Hände lagen unbeweglich auf den Knien. Sie schaute ihn an, dachte: zu spät. Nicht aus Ärger, sondern weil Vergebung etwas Lebendiges verlangt, und zwischen ihnen gab es das lange nicht mehr. Es war zwischen Jahren und dem Wort Tante ausgedörrt.

Schön. Sie nickte. Ich höre dich.

Es war kein Vergeben. Er verstand das.

Das Gespräch über die Scheidung begann sie; einen Monat später, ruhig, mit Anwalt im Rücken. Tanja half bei der Suche. Die Wohnung wurde geteilt, die Kinder blieben bei Margarete. Das bestritten sie nicht.

Während das Juristische lief, eröffnete Margarete eine kleine Schneiderei. Zwei Zimmer nur, im Nachbarviertel. Lange überlegt: Eine Bäckerei wäre einfacher gewesen, aber ihre Hände und ihr Kopf erinnerten sich viel besser an Nadel und Stoff. Ihre frühere Chefin aus dem Modeatelier, Inge Stein, längst in Rente, meldete sich prompt: Margarete, das hättest du zehn Jahre früher tun sollen.

Es war bittersüß. Vor zehn Jahren hätte sie das nicht gekonnt. Jetzt schon.

Die ersten Monate waren hart. Geld kam schleppend, Kunden selten, sie arbeitete von früh bis spät und kam mit schmerzendem Rücken nach Hause, Kreidestückchen unter den Fingernägeln. Katja schaute nach der Schule manchmal vorbei, machte Hausaufgaben am kleinen Tisch in der Ecke, aß Brote, fragte manchmal nach Farben, entdeckte ein ungekünsteltes Gespür für Design, beobachtete lange Muster, sagte Interessantes. Margarete speicherte das ab.

Jonas hatte seine Kämpfe. Viktor rief ihn einige Male, schlug Treffen vor. Jonas traf sich, kehrte still zurück. Eines Abends sagte er:

Er will, dass ich ihn verstehe.

Und du?

Ich versteh nicht, wie man sich für die eigene Frau schämen kann. Jonas starrte aus dem Fenster. Mama, du warst nie Du warst immer normal. Immer.

Danke, mein Sohn.

Es ist ernst.

Ich weiß.

Lange Pause.

Ich hab Ärger mit Paulina, platzte er heraus.

Margarete sah ihn an.

Sie sagt, sie weiß nach allem nicht, was für ein Vater ich mal wäre. Sie hat Angst, alles wiederholt sich.

Das ist nicht deine Wiederholung, Jonas.

Ich weiß. Aber sie nicht.

Margarete suchte Worte.

Lass ihr Zeit. Sie wird schauen. Worte helfen nicht, nur die Zeit.

Sein Nicken war zögerlich. Die Sache zog sich; Margarete war besorgt, ließ ihn aber. Kinder brauchen Raum zum Selbstfinden das verstand sie spät, aber immerhin.

Die Schneiderei wuchs langsam, aber stetig. Ein Jahr später gab es erste Stammkundinnen, dann kamen Brautkleid-Bestellungen anspruchsvoll und gut bezahlt. Margarete holte sich Hilfe: Lena, eine andere mit geschickten Händen und Charakter, über den man ein eigenes Kapitel schreiben könnte. Sie verstanden sich.

Tanja kam manchmal vorbei, sie tranken Tee zwischen Schnittmustern und Garnspulen, redeten über Gesundheit, Kinder, was im Leben wirklich wichtig ist. Tanja sagte einmal:

Weißt du, was ich an dir mag? Du bist nicht böse.

Ich bin manchmal böse, widersprach Margarete.

Nein. Du bist höchstens ärgerlich. Das ist anders. Zorn zerstört, Ärger vergeht.

Margarete stimmte zu.

Mit siebzehn entschied Katja sich endgültig: Sie will Modedesign studieren. Kein großes Aufheben. Eines Tages kam sie mit einer Mappe Skizzen. Margarete blätterte sie lange durch. Da war etwas Ungezügeltes, Fehler, aber auch Tiefe.

Das ist deins, sagte sie.

Stört es dich nicht?

Nein. Du kennst dich selbst am besten.

Katja lächelte, nicht prahlerisch, sondern warm.

Mama, du bist anders geworden.

Anders?

Früher hast du gefragt: Was sagt Papa? Was werden die Leute denken? Jetzt nicht mehr.

Margarete sah die Tochter an.

Ich habe es spät gelernt.

Nicht zu spät. Katja packte die Mappe. Es ist alles gut.

Das war das Beste, was sie zuletzt gehört hatte besser als jedes Kompliment. Einfach es ist alles gut von jemandem, der ehrlich hinsieht.

Viktor kam nur noch selten. Holte manchmal die Kinder, brachte vergessene Sachen vorbei. Sah mal gut, mal ramponiert aus. Sie hörte, im Monolith habe das Management gewechselt, er arbeite jetzt als Sachbearbeiter. Ein Abstieg natürlich. Margarete dachte nicht mehr viel darüber nach. Sie hatte ihr Eigenes.

Das dritte Jahr nach der Scheidung war der Sommer wunderbar. Warm, lang. Die Schneiderei zog in größere Räume, inzwischen mit drei Angestellten. Abends saß Margarete zuweilen auf dem kleinen Balkon ihrer eigenen Wohnung, die sie gemietet und damit einen neuen Schritt gewagt hatte, trank Tee und betrachtete den Sonnenuntergang. Nicht jeden Abend, oft saß sie über Papieren oder Bestellungen. Doch wenn sie einmal einfach ruhig da saß, spürte sie: Es geht ihr gut. Kein Glück, wie aus Romanen. Aber: gut. Still. Müde. Aber gut.

Im Herbst sah sie ihn kommen.

Über die Scheibe ihres Ateliers sah sie Viktor draußen vor der Tür stehen, etwas unsicher. Sie bemerkte, wie sehr er gealtert war; nicht nur Zeit vergangen, sondern wirklich gealtert, wie Männer altern, wenn die Gewissheit schwindet. Die Schultern gesunken, der Anzug gut, aber leicht aus der Zeit gefallen.

Sie ging selbst raus.

Viktor, sagte sie. Komm rein.

Sie setzten sich im kleinen Besprechungsraum, den Margarete für Kundinnen eingerichtet hatte. Tisch, zwei Stühle, Vase mit Trockenblumen. Sie kochte Tee, stellte ihn vor ihn.

Wie geht es dir? fragte er.

Gut, sagte sie. Viel Arbeit. Es läuft.

Ich habs gehört. Er lächelte matt. Du bist toll.

Sie sagte nichts, hielt ihre Tasse, wie gewohnt.

Margarete Er schwieg. Ich habe nachgedacht.

Nachgedacht.

Ich lag falsch. Vieles sehe ich jetzt anders.

Viktor.

Lass mich ausreden. Er hob den Blick. Du warst eine gute Frau. Hast das Haus geführt, die Kinder erzogen. Ich hab das nicht gesehen. Oder hielt es für selbstverständlich. Ich hab mich getäuscht.

Margarete betrachtete ihn diesen gealterten, leicht müden Mann, in dem sie zugleich den Viktor von früher, den Viktor von Tante und den verlassenen Viktor nach Lena sah. Alles einer.

Ich höre dich.

Ich dachte stoppte er, vielleicht kann man nein, nicht neu anfangen. Aber sich sehen. Sprechen. Ich bin jetzt ganz allein, Margarete.

Stille.

Margarete stellte ihre Tasse ab, sah zum grauen Himmel hinaus, auf das Laub und das Fahrrad am Laternenpfahl. Dann blickte sie ihn an.

Viktor, ich bin dir nicht mehr böse. Es ist vorbei. Es tut mir um die Jahre Leid. Nicht um dich um die Jahre, dass sie so waren, nicht anders. Das ist alles.

Margarete

Lass mich bitte. Ruhig aber bestimmt. Du bist nicht allein. Du hast Kinder. Sie kommen zu dir. Das weißt du. Sie sind nicht weniger deine Kinder. Aber ich kann nicht das sein, was du suchst. Ob Gespräch, Gewohnheit, Trost ich weiß es nicht. Aber es geht nicht mehr.

Warum nicht?

Sie überlegte. Nicht, um zu verletzen. Um das Richtige zu sagen.

Weil ich endlich ich selbst geworden bin. Ohne Pathos, als Tatsache. Das hat zu viel Kraft gekostet. Ich will nicht zurückgehen.

Er schwieg lange. Starrte in die Tasse. Dann ein einziges, langsames Nicken.

Ich verstehe.

Ich weiß.

Die Kinder

Es wird gut mit ihnen, sagte sie. Das ist jetzt deine Aufgabe. Nicht meine. Sprich mit ihnen. Jonas hat gelitten, aber er ist offen, wenn du ehrlich kommst.

Viktor erhob sich. Zog das Jackett glatt die gewohnte Geste, die sie so lange gesehen hatte.

Das Kleid steht dir, sagte er plötzlich.

Sie sah hinab. Heute trug sie ein anderes Kleid. Dunkelblau, schlichter Kragen. Sie hatte es selbst im letzten Winter genäht.

Danke, sagte Margarete.

Er ging. Sie hörte die Atelier-Tür auf- und zuschlagen, dann Stille.

Margarete blieb noch wenige Minuten sitzen. Es war ruhig, etwas kühl im Raum. Die Trockenblumen in der Vase. Angetrocknete Teetassen. Ihre Skizzen am Tischrand.

Dann stand sie auf, spülte die Tasse aus, kehrte zum Tisch zurück, nahm den Bleistift, beugte sich über den nächsten Entwurf.

Lena klopfte an die Tür.

Frau Klein, die nächste Kundin ist da.

Danke, sagte Margarete. Gerne noch einen Moment warten lassen.

Lena nickte, die Tür schloss sich.

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Homy
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Der Auftritt der Tante
Ich baute mein Haus auf dem Grundstück meiner Schwiegermutter. Mein Mann starb, und sie beschloss, es für ihre Tochter zu verkaufen. Ich rief den Bagger. Als ich meinen Mann kennenlernte, waren wir jung, verliebt und völlig mittellos. Wir heirateten trotz aller Warnungen und glaubten an unsere Liebe. Seine Mutter bot uns damals einen Teil ihres Grundstücks in einem kleinen bayerischen Dorf an: “Baut hier – Platz ist genug, ich brauche nicht das ganze Grundstück”, sagte sie. Das war unsere Chance. Wir haben gespart, was wir konnten. Mein Mann arbeitete auf dem Bau, ich war putzen, nähte, machte jede Arbeit, die ich fand. Am Wochenende standen wir gemeinsam auf unserer Baustelle – Stein auf Stein, unser Zuhause wuchs. Ich erinnere mich an seine rauen Hände, an das Lächeln am Abend: “Es wird wunderschön. Hier wachsen unsere Kinder auf.” Drei Jahre dauerte es. Drei Jahre voller Entbehrungen, Rechnungen, schlafloser Nächte. Aber wir schafften es: teures Blechdach, Alufenster, ein echtes Bad – ich wählte die Fliesen einzeln aus. Er baute sogar einen kleinen Pool für den Sommer, “für die Kinder”, sagte er stolz. Es war kein Luxushaus, aber es war unser Haus, aufgebaut mit viel Liebe und noch mehr Schweiß. Meine Schwiegermutter kam oft vorbei, trank mit mir Kaffee im Garten, war glücklich für uns. Ihre Tochter hingegen kam selten und sah unser Zuhause immer seltsam an – mit einer Mischung aus Neid und Verachtung. Dann kam dieser verflixte Dienstag: Mein Mann fuhr wie jeden Morgen zur Arbeit, umarmte mich an der Tür: “Wir sehen uns heute Abend. Ich liebe dich.” Das waren seine letzten Worte. Man sagte mir, der Unfall sei schnell gewesen. Ein Balken. Kein Leid, zumindest nicht für ihn. Aber ich? Ich wurde fast von meinem Schmerz verschluckt. Zwei Wochen nach der Beerdigung erfuhr ich, dass ich schwanger war. Im vierten Monat. Ein Mädchen. Unsere Tochter, aber ohne ihren Vater. Zunächst kam meine Schwiegermutter täglich, brachte Essen, umarmte mich. Ich dachte, wenigstens bin ich nicht ganz allein. Doch wenige Wochen später änderte sich alles. An einem Sonntag, ich saß im Wohnzimmer und streichelte meinen Bauch, kamen sie, diesmal ohne zu klopfen: meine Schwiegermutter mit ihrer Tochter. Sie sahen mich nicht einmal an. „Wir müssen reden“, sagte die Schwiegermutter. Sie erklärte mir, ihre Tochter sei nach der Scheidung wohnungslos und bräuchte das Haus. „Das Grundstück ist meins, war immer so. Ihr habt gebaut, aber die Erde gehört mir. Jetzt ist mein Sohn tot.“ Ich entgegnete zitternd, wir hätten jeden Stein bezahlt, alles von unserem wenigen Geld. „Du bist schwanger mit seinem Kind“, meinte sie. „Genau deshalb – du schaffst das allein nicht. Für die Modernisierung bekommst du eine kleine Entschädigung.“ Im Umschlag: eine lächerliche Summe. Ich weigerte mich. „Dann gehst du mit leeren Händen“, erwiderte sie. Die Entscheidung war gefallen. Allein in unserem Haus flossen die Tränen: um meinen Mann, unser Kind, unser verlorenes Leben. In dieser Nacht traf ich die Entscheidung. Wenn ich dieses Haus nicht haben darf, dann niemand. Am nächsten Tag begann ich, alles abzumontieren – Dach, Fenster, Pool, Rohre, Kabel. Der Bagger kam. „Sind Sie sicher?“, fragte der Fahrer. „Ja, das Haus starb mit meinem Mann“, antwortete ich. Jetzt wohne ich bei meiner Mutter in einer kleinen Wohnung. Vom Verkauf der Bauteile leben wir, bis das Baby kommt. Meiner Tochter werde ich vom Vater erzählen – und davon, wie wir unser Zuhause mit den eigenen Händen gebaut haben. Und ich werde ihr zeigen, dass man sich niemals seine Würde nehmen lassen darf, egal wie viel man verliert. Was denkst du: Habe ich richtig gehandelt, das Haus zu zerstören, oder hätte ich schweigend alles zurücklassen sollen?