An der Nordseeküste näherte sich mir ein ungewöhnlicher Mann und ich bemerkte ein Muttermal unter seinem linken Ohr. Plötzlich hörte ich die Worte meines Onkels in meinem Kopf: „Du wirst deine Seelenverwandte am Meer treffen.“

Als ich meinem Bruder am Bahnhof in München Lebewohl sagte, war meine Mutter ganz aufgewühlt. Sie hatte Angst, dass dies vielleicht das letzte Mal sein könnte, dass sie ihn in dieser Welt sieht ihr Alter machte ihr Sorgen. Mit dem Wunsch, sowohl meinen Bruder als auch meine Schwester vielleicht zum letzten Mal zu sehen, machte ich mich auf den Weg.

Zuerst besuchte ich meinen Onkel Friedrich. Danach wollten wir zu meiner Tante gehen, die in Hamburg lebt. Mein Onkel machte Scherze über meine bevorstehende Hochzeit, die in sechs Monaten stattfinden soll ich lud ihn lachend ein, und er warnte mich spaßig, ich solle aufpassen, weil er ein auffälliges Muttermal habe… Die Sonne strahlte und das Wetter war wunderbar.

Als wir ankamen, wurden wir herzlich von Tante Ursula und ihrem Mann empfangen. Am nächsten Morgen beschlossen meine jüngere Cousine Lieselotte und ich, dass wir die Nordsee genießen wollten. Nachdem wir im Wasser herumgetollt hatten, gingen wir zurück, um Mittag zu essen. Lieselotte war ein wenig müde und wollte sich ausruhen, doch sie hatte andere Pläne und überredete mich, erneut mit ihr ans Meer und danach ins Kino zu gehen.

Nachdem wir aus dem Wasser kamen, näherten sich uns zwei junge Männer und baten um eine Wegbeschreibung zur Maxstraße. Lieselotte erklärte ihnen den Weg, während der andere mich aufmerksam musterte und fragte: Entschuldigen Sie, heißen Sie Helene? Überrascht hob ich die Augenbrauen, worauf er schnell ergänzte: Sie wohnen doch in Berlin und haben eine Freundin namens Karla. Sie ist meine Schwester. Ich habe Sie auf ihren Fotos gesehen und war neugierig, mehr über Sie zu erfahren. Nun bemerkte ich auch das markante Muttermal an seinem Arm.

Wir beschlossen, alle zusammen ins Kino zu gehen und anschließend gemütlich am Strand entlangzuspazieren. Beim Abschied erklärte der junge Mann, dass er und sein Freund gerade eine Geschäftsreise beendeten und am nächsten Tag abreisen würden. Er bat mich um meine Nummer und fragte, ob er mich anrufen dürfe dem stimmte ich zu. Zehn Tage später trafen wir uns erneut mit meiner Mutter am Frankfurter Flughafen. Und sechs Monate später heirateten wir.

Durch all diese Begegnungen habe ich gelernt, wie wichtig es ist, offen zu bleiben für die Überraschungen des Lebens besonders, wenn sie in herzlichen Momenten und unerwarteten Begegnungen passieren.

Rate article
Homy
Add a comment

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!:

An der Nordseeküste näherte sich mir ein ungewöhnlicher Mann und ich bemerkte ein Muttermal unter seinem linken Ohr. Plötzlich hörte ich die Worte meines Onkels in meinem Kopf: „Du wirst deine Seelenverwandte am Meer treffen.“
“Alle sagten zu mir: ‘Heirate doch, was bringt dir das viele Lernen… du kommst ja sowieso nicht we…