Ein Mann findet ein ausgesetztes Baby auf einer Parkbank – und zehn Jahre später erwartet ihn etwas Unglaubliches

Ein Mann fand ein verlassenes Baby auf einer Parkbank. Und nach zehn Jahren wartete etwas Wunderbares auf ihn.

Im Internet kursiert schon lange eine Geschichte, die viele für unglaubwürdig halten. Doch das Leben schreibt manchmal solche Drehbücher, dass jeder Regisseur nur staunen kann. Bleibt dran, es lohnt sich.

Thomas kehrte nach seiner Nachtschicht, müde bis ins Mark, nach Hause zurück. Er wünschte sich nichts sehnlicher, als einfach ins Bett zu fallen und in tiefen Schlaf zu versinken. Die Arbeit in der Zeche war hart, und nach seiner Entlassung aus der Haft war kaum irgendwo eine Stelle zu finden. Er hatte noch Glück, dass ihn eine Truppe von Schichtarbeitern in ihre Wohngemeinschaft in Essen aufnahm. In seiner Lage wäre eigentlich nur eine Notunterkunft neben der Grube möglich gewesen.

Um Zeit zu sparen, nahm er eine Abkürzung durch den Park, in der Hoffnung, schneller in seine Wohnung zu kommen. Vor ihm auf einer Bank entdeckte er ein großes Päckchen. Als er näherkam, stockte ihm der Atem: In ein Tuch oder eine Decke eingewickelt lag dort ein Säugling.

Thomas blieb stehen, von Sorge durchdrungen. Sein Körper verlangte nach Schlaf, doch sein Herz war erschüttert vielleicht hatte das Kind schon die gesamte kalte Herbstnacht im Park verbracht. Seine Vergangenheit riet ihm, sich mit seiner Vorgeschichte nicht einzumischen. Doch schließlich fasste er sich ein Herz. Er konnte das Kind unmöglich mit in die Männer-WG nehmen dort lebten fünfzehn Männer auf engem Raum. Also drückte er das Baby vorsichtig an sich und ging zum zweistöckigen Haus, an dem er oft vorbeikam. Dort befand sich ein Kinderheim.

Dort erklärte Thomas die Situation. Es handelte sich um ein Mädchen. Die Pflegerin meinte: Es gab keinen Zettel von der Mutter. Wie wäre es, wenn wir sie Annalena Thomassen nennen? Das ist in Ordnung, antwortete Thomas lächelnd.

Seit diesem Tag dachte Thomas immer wieder über sein eigenes Leben nach. Er hatte keine Familie mehr, aber oft sehnte er sich nach Nähe und Geborgenheit. Immer wieder erinnerte er sich an das Findelkind und rief sogar ab und zu im Kinderheim an. Als Annalena größer wurde, besuchte er sie regelmäßig und brachte kleine Geschenke mit.

Jedes Mal schenkte das Mädchen Thomas ein selbstgemaltes Bild, auf denen immer ein Vater und eine Mutter gemeinsam mit ihr zu sehen waren. Eine neue Mitarbeiterin im Kinderheim, Julia, die etwa in Thomas Alter war, bemerkte seine Zuneigung zu dem Mädchen. Sie selbst war früher auch in diesem Heim aufgewachsen und wusste, wie wichtig Familie für ein Kind ist. Doch auch Julia war klar, dass ein alleinerziehender Mann niemals als Adoptivvater infrage käme.

Sie beschloss zu helfen nicht nur Annalena zuliebe. Sie hatte bemerkt, dass ihr Thomas gefiel, und stellte fest: Seit nunmehr zehn Jahren besuchte er seine kleine Tochter regelmäßig! Annalena sehnte sich so sehr danach, dass ihr Papa sie endlich zu sich holen würde.

Mittlerweile zahlte Thomas seit fünf Jahren die monatlichen Raten für eine kleine Wohnung in Bochum ab, denn als Vorarbeiter verdiente er mehr als früher als Hilfsarbeiter. Aber ohne Familie schien eine Adoption unmöglich.

Julia und Thomas führten schließlich ein ernstes Gespräch. Beide kamen zu dem Schluss, dass sie einander genug mochten, um offiziell eine Partnerschaft einzugehen und Annalenas Traum zu erfüllen. Sie beantragten gemeinsam die Adoption, richteten Annalenas Zimmer liebevoll ein und machten sich auf den Weg ins Kinderheim.

Das Mädchen sprang Thomas um den Hals, dann umarmte sie Julia. Sie bemerkte, dass ihr Papa vor Freude über beide Ohren strahlte. Er ging vor ihr in die Hocke und sagte leise: Annalena, pack deine Sachen. Du kommst nach Hause! Wir warten auf dich.

So erfüllte sich der innige Wunsch eines Mädchens, das einst ganz allein auf einer Bank gefunden wurde nach zehn Jahren wurde ihr Traum einer eigenen Familie wahr. Ob Thomas und Julia ihr gemeinsames Glück fanden? Darüber schweigt die Geschichte. Aber wahrscheinlich ist es so gekommen, denn es verband sie die Freude an der Güte und das Glück, das sie einem Kind schenkten.

Solche Geschichten machen die Welt reicher. Denn es gibt immer Menschen, die Gutes tun und das Herz am rechten Fleck haben das ist das Wertvollste, das wir weitergeben können.

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Homy
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Das Herz einer Mutter