Ich habe Nachbarn, ein älteres Ehepaar, bei dem die Tochter mit ihren drei Töchtern wohnt. Ihr Name ist Helene man sagt, sie sei zur Halbwaise geworden, weil der Vater fehlt. Es heißt, das liege daran, dass Helene drei Kinder von drei verschiedenen Vätern hat. Über Helene erzählt man sich, dass sie das erste Mal geheiratet hat, als sie erst 18 war. Offenbar war der Junge sehr in sie verliebt ihre Eltern hatten nichts dagegen, sie waren einverstanden. Schließlich möchte jeder, dass das eigene Kind glücklich wird.
Das Paar lebte ungefähr fünf Jahre zusammen, aber aus irgendeinem Grund hatten sie keine Kinder. Alle fingen an, sich zu wundern, warum das so war. Wie so oft wurde die Schuld auf die Frau geschoben. Es hieß, sie habe sich vor dem 18. Geburtstag so schlecht verhalten, dass sie gar keine Kinder mehr bekommen könne.
Helene hatte Pech mit ihrer Schwiegermutter eine Frau vom Land, die ihrem Sohn immer wieder einredete, dass er so eine Frau nicht brauche. Hauptaufgabe einer Frau sei es schließlich, Nachkommen zu bekommen. Der Sohn hörte auf seine Mutter und verließ Helene. Es kam zur Scheidung, aber Helene änderte ihren Namen nicht sie sagte, das könne so bleiben, sonst gebe es nur Ärger mit all dem Papierkram.
Dann lernte sie einen anderen Mann kennen und wurde plötzlich schwanger. Da stellte sich heraus, dass nicht Helene, sondern ihr erster Mann keine Kinder bekommen konnte. Aber das interessierte nun niemanden mehr. Das Kind wurde geboren, doch der Vater wollte nichts damit zu tun haben und war sofort verschwunden. Helene ließ das Kind auf den Namen des Ex-Mannes eintragen.
Auch Helenes Mutter war nicht böse auf das Enkelkind, sie wünschte sich sehr Enkelkinder. Nach einiger Zeit erzählte Helene ihren Eltern erneut, dass sie schwanger sei. Wenigstens war sie diesmal wieder verheiratet, was schon mal gut war. Der neue Mann hatte allerdings keine Kinder gewollt, zumindest nicht so schnell. Pech gehabt. Das Kind kam mit gesundheitlichen Problemen zur Welt. Der Vater bekam es mit der Angst zu tun, verschwand und reichte nicht einmal die Scheidung ein.
Nach einer Weile traf Helene wieder einen Mann und entschied sich, noch ein Kind zu bekommen, obwohl ihre Eltern dagegen waren es war schwierig, so viele Mäuler zu stopfen, aber Helene war das egal. Sie entschied sich für das Kind und bekam es. Auch diesmal machte sich der Vater aus dem Staub. Das dritte Mädchen bekam wieder einen anderen Nachnamen.
Immerhin hatte sie es geschafft, sich eine Wohnung zu kaufen, wozu auch ihre Eltern beigetragen haben. Nach einem Streit mit den Eltern wurde Helene klar, dass sie Geld für ihre drei Kinder beschaffen musste. Sie entschied sich, Unterhalt einzufordern. Was meinen Sie keiner der Männer war bereit, die Vaterschaft anzuerkennen. Einige tauchten einfach unter, andere fingen sogar an zu drohen.
So steht es jetzt um Helene. Sie hat Kinder, aber was bringt es? Es sieht ganz so aus, als müsse sie sich erneut durch eine schwere Zeit kämpfen.





