„Du hast tatsächlich meine Lieblings-Piroggen gebacken!“ — sagte der Ehemann, als er von seiner Geliebten nach Hause zurückkehrte: Doch kaum hatte er einen Bissen genommen, wurde er blass, denn im Inneren des Piroggens erwartete ihn eine unerwartete „Überraschung“ seiner Frau

Du hast tatsächlich meine Lieblings-Piroggen gebacken!, sagte mein Mann, als er von seiner Affäre heimkam doch kaum hatte er abgebissen, wurde sein Gesicht fahl, denn im Piroggen wartete auf ihn eine unerwartete Überraschung von seiner Ehefrau.

Klara schob das Backblech achtsam in den vorgeheizten Ofen, klopfte das Mehl von den Händen und schaute auf die Küchenuhr. Heute sollte alles perfekt laufen. Die Piroggen mussten luftig werden, goldbraun und genau so aussehen, wie Johannes sie am liebsten mochte.

Früher lebte Klara ein ruhiges, einfaches Leben. Sie hatte sich an das Alleinsein gewöhnt und fast schon damit abgefunden, dass es wohl immer so bleiben würde. Doch all das änderte sich an dem Tag, als ein großer Mann mit festem Blick zum Vorstellungsgespräch kam. Ein Hauch von Stärke und Selbstbewusstsein lag um ihn. Überrascht spürte Klara, wie in ihr etwas vibrierte.

Von dem Moment an nahm ihr Leben eine ganz neue Wendung. Liebe, Hochzeit, das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Sie war aufrichtig glücklich und bemerkte nicht einmal, wie sie sich in diesem Mann völlig verlor.

Doch nach zwei Jahren packte Johannes seinen Koffer. Er sagte, er müsse für nur einen Monat auf Geschäftsreise nach Frankfurt. Der Monat zog sich hin, am Ende war es fast ein ganzes Jahr geworden. Er rief selten an, schrieb nur wenige, dünne Nachrichten. Klara wartete, fand Ausreden, hoffte weiter. Bis eines Tages eine Bekannte ganz nebenbei erwähnte, sie habe Johannes in München gesehen nicht allein, sondern schlendernd durch ein Kaufhaus, Arm in Arm mit einer anderen Frau. Von Geschäftsreise keine Spur.

Erst da begriff Klara, dass sie die ganze Zeit belogen worden war. Sie hätte einen großen Streit anzetteln, anrufen, Erklärungen verlangen können. Aber sie tat es nicht. Sie beschloss zu warten. Rache gedeiht am besten in der Stille.

Das Jahr verging, und plötzlich klingelte das Telefon. Johannes meldete sich: Die Geschäftsreise sei vorbei, er komme zurück nach Hause. Am Ende des Gesprächs, fast beiläufig, sagte er noch:

Back doch bitte deine berühmten Kartoffel-Piroggen. Die habe ich echt vermisst.

Du hast tatsächlich meine Lieblings-Piroggen gebacken!, grinste Johannes, als er von der Affäre heimkam. Doch kaum biss er ab, wurde sein Gesicht kreidebleich denn im Piroggen erwartete ihn eine böse Überraschung seiner Ehefrau.

Johannes betrat die Wohnung selbstsicher und entspannt, setzte sich locker auf den Hocker und schaute sich um, als sei er niemals fortgewesen. Klara empfing ihn freundlich, ließ sich nichts anmerken, obwohl sie längst alles wusste.

Ich sehe, du hast gebacken, sagte er, und nickte in Richtung des ordentlichen Hügels aus goldbraunem Gebäck.

Er lächelte, als wäre nichts vorgefallen, als hätte es weder Lügen noch ein ganzes Jahr Verschwinden noch eine andere Frau gegeben. Er trat an den Tisch, griff nach dem ersten Piroggen, biss kräftig ab und schon in der nächsten Sekunde wich sämtliche Farbe aus seinem Gesicht, seine Augen wurden weit vor Entsetzen. Mit so einer Rache hatte er nicht gerechnet.

Klara hatte schon am Morgen den Teig vorbereitet, alles wie früher. Doch diesmal war eine der Füllungen nicht aus fluffigem Kartoffelstampf. In einem Piroggen verbargen sich feine Glassplitter.

Johannes merkte sofort, dass etwas nicht stimmte. Er spuckte reflexartig den Bissen aus, aber es war schon zu spät. Blut füllte seinen Mund, Zunge und Zahnfleisch waren aufgeschlitzt, ein brennender, stechender Schmerz loderte auf.

Er krallte sich an die Tischkante, hustete, rang nach Fassung.

Du hast tatsächlich meine Lieblings-Piroggen gebacken!, hatte Johannes noch gesagt doch sein Gesicht war fahl und voller Schrecken, als er begriff, was geschehen war.

Klara blickte ruhig auf ihn hinab.

Das ist der Preis für deine Lügen und deinen Betrug, sagte sie mit fester Stimme. Sollte dir je wieder der Sinn nach Betrügen stehen, dann erinnere dich an diesen Schmerz.

Johannes versuchte zu sprechen, doch aus seinem Mund drang nur ein heiseres Röcheln. Er wollte zum Telefon greifen, aber Klara hatte sich bereits abgewendet. Sie nahm den Koffer, den sie schon gepackt hatte, zog ihren Mantel an und ging zur Tür.

Sie rief keinen Krankenwagen. Sie sagte kein weiteres Wort. Klara verließ Johannes für immer, ließ ihn in der Küche zurück mit dem brennenden Schmerz und der Erinnerung, die ihn nie wieder loslassen würde.

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Homy
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„Du hast tatsächlich meine Lieblings-Piroggen gebacken!“ — sagte der Ehemann, als er von seiner Geliebten nach Hause zurückkehrte: Doch kaum hatte er einen Bissen genommen, wurde er blass, denn im Inneren des Piroggens erwartete ihn eine unerwartete „Überraschung“ seiner Frau
Warum ich meine Kinder lieber nicht den Omas anvertraue: Mit 31 als Vollzeitmama zweier Töchter zwischen Familientraditionen, gut gemeinten Ratschlägen und eigenen Erfahrungen