„Du arbeitest doch in einer Zoohandlung, also bring uns Katzenfutter mit“: So gehört von den Eltern meiner Frau

Es stimmt, vor kurzem habe ich eine Stelle in einem Zoofachgeschäft in München angenommen. Meine Probezeit endete im Juni, danach wurde ich als festes Mitglied ins Team aufgenommen. Lassen Sie mich erzählen, was das genau bedeutet.

Das feste Personal im Laden darf am Monatsende Waren mit kleinen Mängeln mitnehmen. Zum Beispiel Tiernahrung mit beschädigter Verpackung oder nahendem Ablaufdatum, oder auch Tierzubehör, wenn es kleinere Defekte aufweist.

Wir regeln untereinander, wer was nimmt. Eigentlich habe ich selbst kein Haustier, bekomme aber trotzdem immer etwas ab.

Beim ersten Mal habe ich eine Tüte Katzenfutter mitgenommen. Die Eltern meiner Frau halten eine Katze, also gab ich ihnen das Futter.

Da wurde mir klar, dass ich wohl immer gezielt etwas für Katzen aussuchen werde.

Beim nächsten Mal habe ich einen etwas beschädigten Kratzbaum mitgenommen. Meine Schwiegermutter, Renate, hat ihn ohne große Mühe wieder zusammengenäht.

Doch als ich das Teil brachte, war die Freude nicht besonders groß. Das Katzenfutter war bereits aufgebraucht und statt Dankbarkeit kam nur:

Du hättest besser gleich Futter mitgenommen. Was soll ich jetzt mit dem Kratzbaum?

Das war unangenehm, denn beim letzten Mal hatte ich doch genau erklärt, wie ich an die Tierprodukte herankomme. Ich erinnerte sie erneut daran, worauf sie nur widerwillig Verständnis heuchelten.

Auf dem Heimweg schlug ich meiner Frau, Johanna, vor, jeden Monat selbst gutes Katzenfutter zu kaufen – wenn es gratis ist, bringe ich einfach welches mit. Das wurde so vereinbart.

Doch einen Monat später war plötzlich das 10-Kilo-Sack Futter verschwunden. Ich fragte Renate, woran das lag, und sie gestand, dass sie ihrer Nachbarin versprochen hatte, ihr auch Futter zu besorgen.

Sie war sich sicher, dass ich bald wieder Nachschub bringe, also gab sie einen Teil ihres Vorrats ab. Doch wir hatten inzwischen teures Futter gekauft. Ich erklärte wieder, dass ich eigentlich nur für ihre Katze Futter mitbringe, nicht für die halbe Nachbarschaft.

Daraufhin fuhr sie empört hoch:

Du arbeitest doch im Zoofachgeschäft! Da wird doch wohl was abfallen!

Offensichtlich waren alle überzeugt, dass ich absichtlich nichts für die Katze tue oder etwas vorenthalte.

In dem Moment wurde mir klar, dass ich diesem Theater ein Ende setzen musste. Ich sagte Renate und meinem Schwiegervater Klaus klipp und klar, dass ich aus Prinzip nichts mehr mitbringen werde. Sie sollten einfach nichts mehr von mir erwarten. Rückblickend war es wohl besser so.

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Homy
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„Du arbeitest doch in einer Zoohandlung, also bring uns Katzenfutter mit“: So gehört von den Eltern meiner Frau
– Lars, ich möchte dich nicht verletzen, Liebling… – Ich bin nicht nett zu dir!