Kaum war ich wieder zu Hause, sprach mich meine Nachbarin ganz überraschend an: „In deiner Wohnung s…

Kaum war ich wieder zu Hause, kam meine Nachbarin ganz unerwartet auf mich zu und sagte: In deiner Wohnung schreit jeden Tag ein Mann herum, langsam reichts wirklich allen! Ich war total perplex wie kann das sein, ich wohne doch allein!

Am nächsten Tag hab ich mich spontan krank gemeldet und beschlossen, dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Frühmorgens, so gegen 7:45, bin ich extra sichtbar für die Nachbarn raus, hab mich ins Auto gesetzt, bin ein Stück gefahren und dann leise wieder zurückgeschlichen durch die Seitentür rein. In meinem Schlafzimmer hab ich mich unter das Bett gelegt, die Decke ganz über mich gezogen und still gewartet.

Die Zeit kroch nur so dahin. Ich hab schon gedacht, ich dreh langsam durch. Aber dann, Punkt 11:20, hörte ich, wie jemand mit Schlüssel die Wohnungstür aufsperrte.

Die Schritte klangen ganz ruhig, total vertraut, fast so, als wäre es seine eigene Wohnung. Ich hörte, wie sich jemand die Schuhe auszog, schlurfte dann durch den Flur und direkt ins Schlafzimmer.

Und plötzlich hörte ich einen männlichen, leicht genervten Ton:
Du hast schon wieder alles herumliegen lassen

Dann sagte er meinen Namen.
Mir wurde eiskalt. Die Stimme war mir zu bekannt und in diesem Moment wurde mir klar, wer der Fremde war.

Das Ganze hat sich dann später, als alles rausgekommen ist, bestätigt:
Der Vermieter, Herr König, kam jedes Mal in meine Wohnung, sobald ich zur Arbeit fuhr. Er hatte natürlich seinen eigenen Schlüssel und kannte meinen Tagesablauf ich hatte ihm ja öfter mal ganz nebenbei davon erzählt.

Er hat nie was geklaut. Er hat einfach nur dort gelebt.
Hat die Schuhe im Flur ausgezogen, sich aufs Sofa gesetzt, meinen Fernseher angemacht, sich im Kühlschrank bedient, in meinem Bad geduscht, sich manchmal sogar auf mein Bett gelegt.
Er wusste eben genau, wo alles ist war ja am Anfang selbst bei der Einrichtung dabei gewesen. Für ihn blieb die Wohnung irgendwie immer seine.

Ab und zu hat er laut vor sich hin gemeckert über mein Chaos, die Klamotten auf dem Stuhl oder wie schlecht ich die Wohnung führe. Genau das hörten die Nachbarn und deshalb haben sie sich ständig beschwert.

Als die Polizei ihn mitgenommen hat, war er total verwundert. Er meinte, das wäre doch alles sein gutes Recht Schlüssel hätte er ja, sei ja auch seine Wohnung. Er wolle ja nur nach dem Rechten sehen.

Seit diesem Tag wechsle ich sofort die Schlösser, egal, in welcher Stadt ganz egal, wie nett der Vermieter auf den ersten Blick wirkt.

Und weißt du was? Heute würde ich nie wieder so leichtfertig jemandem meinen Alltag erzählen. Es kostet übrigens nicht die Welt hab damals vielleicht 60 Euro fürs neue Schloss in München gezahlt. Das ist es mehr als wert.

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Homy
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Kaum war ich wieder zu Hause, sprach mich meine Nachbarin ganz überraschend an: „In deiner Wohnung s…
„Ich stelle meinem Mann ein Ultimatum: Entweder er zieht mit mir aus dem Schatten seiner Mutter oder wir lassen uns scheiden!“