Sie wollte nie jene dunklen Wege gehen, doch im Traum zog sie das Leben endlose, gepflasterte Alleen entlang, die unter Regenschleiern verschmolzen. Sie wählte ihren Pfad nichtihr Märchen griff still nach ihr.
Es war eine Geschichte aus Sehnsucht und Schmerz, von Stürzen tief wie Weinkeller in alten Berliner Mietshäusern, von Versagen, das wie Herbstlaub auf glitschigem Pflaster lag, von Ringen um das, was einmal war. Aber mehr noch, wurde daraus das Märchen vom Phönixstärker wurde sie mit jeder Narbe, schöner mit jedem Zerbrechen, das im flüchtigen Morgenlicht glänzte.
Sie nennen sie abweisend, kalt, unversöhnlich doch träumte sie sich durch Dörfer im Schwarzwald, wo die Nebel die Straßen verzaubern. Sie schützt ihr Herz nicht, um fernzuhalten, sondern um ihr inneres Zuhause zu bewahren. Die gilt nicht wenigen; manche Freunde, frühere Geliebte, gar Familienmitglieder haben ihr schon bittere Tropfen hinterlassen. Jener Geschmack bleibt wie ein Hauch Wermut im Kaffee am frühen Morgen.
So begrüßt sie nicht jede Bekanntschaft mit weit offenen Armen unter dem Lindenbaum, wie es in alten Liedern heißt, sondern wägt klug ab, wen sie an den Kamin ihrer Seele setzt. Ihre Gelöbnisse: Nie mehr dürfen jene, deren Liebe nicht im Takt ihres Herzens schlägt, ihre Mauern überschreiten. Wer ihr nah kommt, der ist ihres Vertrauens würdig – und in ihren blauen Augen leuchtet der Wert unzähliger Euro.
Viele verstehen sie nicht, Männer enttäuschen sich an ihrem unzähmbaren Wesen doch die Schwachen schmähen die Seelen, die nicht zu biegen sind. Ihren Wesenskern tauscht sie nicht gegen Anerkennung, sie verkleidet ihre Träume nicht in bunte Masken.
Sie ist rein, leidenschaftlich, wie ein Sommerregen über München, und treu wie die alten Hunde auf dem Viktualienmarkt. Für jene, die sie liebt, ist sie immer da alle anderen müssen sich ihre Zuneigung erarbeiten. Lieber ein echter Freund als zwanzig falsche Kumpane im Biergarten.
Ihr starker Panzer ist kein Zeichen von Lieblosigkeit: Ihr Herz ist aus Gold und reicht tiefer als die Isar in den Nächten. Ihren Kopf, ihre Werte, ihre Hoffnung hält sie immer hoch, getragen von dem Drang, sich täglich neu zu übertreffen und dem Grau des Alltags stets ein Stück voraus zu sein.
Wenn du ihr im Traum begegnest, staune über die Schönheit dieser Frau, die wie ein Bild aus Asche und Licht entstanden ist. Ein Unikat und das zu Recht: Denn sie hat überlebt, was für andere kaum zu ertragen gewesen wäre. Mit Lächeln auf den Lippen, Liebe im Herzen.
Sie bleibt jene Gestalt, die sich nicht zähmen lässt, die man nicht greifen oder einfach erklären kann. Genau so denn das ist ihr liebstes Reich.
Sie ist, und wird immer sein…
Unvergesslich.





