Mit so einer Überraschung von ihrem Mann hätte Irina nie gerechnet: Zehn glückliche Ehejahre liegen hinter ihnen, zwei bezaubernde Töchter im Alter von fünf und neun schlafen fest in ihrem Kinderzimmer, als Michael nach einer Firmenfeier erst am frühen Morgen nach Hause kommt. Irina tut, als schliefe sie – doch am nächsten Morgen findet sie Lippenstift an seinem Hemd und liest eine romantische SMS auf seinem Handy. Statt eines Streits wahrt Irina die Fassung, denn sie fürchtet um ihre Familie. Während sie als Friseurin im Münchner Salon arbeitet, bringt sie eines Tages Pralinen und später sogar einen Blumenstrauß von einem Stammkunden mit nach Hause. Michael wird misstrauisch und bietet an, Irina nach der Spätschicht regelmäßig abzuholen. Schließlich gestehen sich beide ihre Eifersucht, und das Paar findet nach einigen Irritationen wieder zueinander – auch wenn Irina hin und wieder teure Pralinen von ihren Kunden annimmt und ihrem Mann lächelnd erklärt, dass diese Geschenke von Herzen kommen.

So eine Überraschung hatte Franziska von ihrem Mann nie erwartet. Zehn Jahre glücklicher Ehe lagen hinter ihnen. Im Haus lebten zwei bezaubernde Töchter fünf und neun Jahre alt die fest in ihrem Zimmer schliefen.

Johannes war in den frühen Morgenstunden von der Firmenfeier zurückgekommen. Franziska tat, als würde sie tief und fest schlafen. Er legte sich leise neben sie ins Bett, atmete schwer und war sofort eingeschlafen.

Als Franziska am Morgen aufstand, entdeckte sie einen Lippenstiftfleck auf dem Hemd ihres Mannes. Genau in diesem Moment kam eine SMS auf Johannes Handy an.

Franziska griff nach dem Handy. Sie las: Guten Morgen, Liebling!

Die Nachricht traf sie wie ein Schlag. Damit hatte Franziska nicht gerechnet.

Zehn glückliche Jahre Ehe lagen hinter ihnen. Die zwei Töchter Greta und Leni schliefen noch immer friedlich in ihrem Zimmer.

Franziska wollte sofort eine Szene machen. Doch sie zwang sich zur Ruhe.

Stattdessen ging sie ins Bad, schloss hinter sich die Tür, weinte leise, wusch ihr Gesicht und versuchte, sich zu sammeln.

Das Einfachste wäre jetzt, einen Streit anzufangen, dachte sie. Aber mit einem Streit könnte ich ihm die Tür öffnen. Was, wenn er einfach weggeht? Könnte ich allein für die Kinder da sein?

Sie nahm eine Dusche, föhnte sich die Haare, steckte sie ordentlich zusammen. Dann machte sie sich an das Frühstück. Johannes wachte erst weit nach zehn Uhr auf.

Ach, mein Kopf Alles tut weh, stöhnte er.

Soll ich dir einen Kaffee machen?, fragte Franziska mit einem Lächeln, das sie sich mühsam abringen musste.

Nachdem sie ihm die Tasse hingestellt hatte, wandte sich Franziska an ihren Mann.

Johannes, morgen schaffe ich es nicht, länger zu bleiben ich habe die Spätschicht. Und ich muss Greta aus dem Kindergarten holen.

Klar, natürlich, antwortete er.

Franziska arbeitete als Friseurin in einem Salon in München. Am nächsten Tag kam sie nach der Spätschicht mit einer Schachtel edler Pralinen nach Hause.

Na, Lust auf was Süßes?, fragte Johannes.

Ein Stammkunde hat sie mir geschenkt einfach so, als Dankeschön. Er lässt sich immer bei mir schneiden.

Johannes drehte die edle Pralinenschachtel in der Hand.

Teuer sind die ja Musstest du das Geschenk wirklich annehmen?

Johannes, warum nicht? Es war doch nur ein aufrichtiges Geschenk. Er hat mich nicht zum Essen eingeladen.

Das Thema war beendet. Doch wenige Tage später kam Franziska mit einem wunderschönen Blumenstrauß vom Feierabend zurück.

Wieder von dem gleichen Kunden?, fragte Johannes schon im Flur.

Franziska hob abwehrend die Hand: Johannes, gestern hast du Überstunden gemacht, ich habe dich nicht ausgefragt, wo und mit wem du warst. Der Blumenstrauß ist einfach nur ein Geschenk.

Als Franziska nach einer weiteren Spätschicht aus dem Salon trat, wartete Johannes vor der Tür.

Du hast die Mädchen doch nicht allein gelassen?, fragte sie besorgt.

Nein, ich habe sie zu Bett gebracht. Ich wollte dich einfach mit dem Auto abholen.

Ach, das ist doch nur fünf Minuten zu Fuß, widersprach Franziska sanft.

Später, zurück in der Wohnung, sprach Johannes sie direkt an.

Franziska, darf ich dich jetzt immer nach der Spätschicht abholen?

Wieso? Bist du etwa eifersüchtig?

Ja, gab Johannes ehrlich zu, denn solche Geschenke das macht kein Mann einfach so.

Gut, hol mich ruhig ab. Deine Aufmerksamkeit tut mir gut. Und ehrlich ich bin genauso eifersüchtig auf deine Überstunden. Manchmal frage ich mich, ob du jemand anderen hast.

Ach Quatsch! Du bist alles für mich. Die Probleme auf der Arbeit sind vorbei. Wir haben neue Programme installiert ich schaffe jetzt alles im Dienst, keine Überstunden mehr, beruhigte er sie.

Bald war das Vertrauen in der Familie wieder hergestellt. Und trotzdem manchmal brachte Franziska nach der Arbeit eine weitere teure Pralinenschachtel heim. Und wenn Johannes sie kritisch ansah, lächelte sie.

Johannes, meine Kunden schenken mir diese Pralinen aus reiner Herzlichkeit. Und ich kann solche Geschenke nicht einfach ablehnen.Johannes seufzte und zog Franziska sanft in seine Arme. Für einen Moment standen sie einfach schweigend nebeneinander während Greta und Leni lachend durch den Flur liefen, Plätzchenkrümel im Haar und Glitzer an den Händen.

Weißt du was?, sagte Franziska leise, wahre Geschenke sind das Vertrauen und die Zeit, die wir miteinander teilen.

Johannes nickte, griff nach der Pralinenschachtel und öffnete sie vorsichtig. Er nahm eine Praline heraus und hielt sie Franziska hin.

Für dich. Von mir, sagte er mit liebevollem Lächeln.

Sie lachte und steckte sich die Praline in den Mund. Leni und Greta flitzten in die Küche und wollten ebenfalls probieren. Franziska teilte die Süßigkeiten gerecht unter allen auf.

Am Esstisch, zwischen Schokolade, Kaffeetassen und Kinderlachen, spürte sie: Manchmal ist die Liebe eine zarte Praline unerwartet süß, zerbrechlich, und kostbar. Und solange sie gemeinsam genießen konnten, war jede Kleinigkeit ein Geschenk.

Franziska schaute Johannes tief in die Augen. Liebster, vielleicht sind wir nicht perfekt. Aber für unser kleines Chaos, unsere Familie dafür könnte ich auf alles andere verzichten.

Johannes griff nach ihrer Hand und flüsterte: Mit dir ist das Leben immer ein bisschen süßer.

Und während draußen der Abend langsam den Tag verabschiedete, saßen sie zusammen vereint im Vertrauen, im Streit und der Sanftheit des Neuanfangs.

Rate article
Homy
Add a comment

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!:

Mit so einer Überraschung von ihrem Mann hätte Irina nie gerechnet: Zehn glückliche Ehejahre liegen hinter ihnen, zwei bezaubernde Töchter im Alter von fünf und neun schlafen fest in ihrem Kinderzimmer, als Michael nach einer Firmenfeier erst am frühen Morgen nach Hause kommt. Irina tut, als schliefe sie – doch am nächsten Morgen findet sie Lippenstift an seinem Hemd und liest eine romantische SMS auf seinem Handy. Statt eines Streits wahrt Irina die Fassung, denn sie fürchtet um ihre Familie. Während sie als Friseurin im Münchner Salon arbeitet, bringt sie eines Tages Pralinen und später sogar einen Blumenstrauß von einem Stammkunden mit nach Hause. Michael wird misstrauisch und bietet an, Irina nach der Spätschicht regelmäßig abzuholen. Schließlich gestehen sich beide ihre Eifersucht, und das Paar findet nach einigen Irritationen wieder zueinander – auch wenn Irina hin und wieder teure Pralinen von ihren Kunden annimmt und ihrem Mann lächelnd erklärt, dass diese Geschenke von Herzen kommen.
Ich bin 55 und seit fünf Jahren Witwe: Erst nach dem Tod meines Mannes musste ich mir eingestehen – …