Nach dem Training wartete zu Hause eine unerwartete Überraschung auf Vika – ihr Eheleben nahm plötzlich eine dramatische Wendung, als sie von Leons Geständnis erfuhr, doch ein Neuanfang mit tanzenden Schritten und neuen Freunden ließ ihr Herz in ganz neuem Glanz erblühen.

Nach dem Training erwartete sie daheim eine überraschende Wendung im Haushalt.
Damals, nach dem Training, eilte Annemarie heim sie hatte ihrem Ehemann versprochen, eine frische Fischsuppe zu kochen. Als sie die Wohnung in Hamburg betrat, sah sie ihn, ihren Mann Heinrich, in der Küche sitzen, ein Glas Weißwein in der Hand.
Na, trinkst du etwa ganz allein Wein Heinrich, konntest du nicht auf mich warten? Ich kann ja wenigstens ein paar Häppchen dazu machen
Nein, setz dich. Wir müssen reden
So bedrückt, so verloren hatte Annemarie ihren Mann noch nie erlebt. Was war bloß geschehen?
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll Ich sage es einfach gerade heraus. Meine Sekretärin Greta ist von mir schwanger. Ich werde zu ihr gehen
Wie in einem schlechten Melodrama… Und wie lange geht das schon?
Etwa ein Jahr. Kaum war sie im Büro, hat sie angefangen, mir sehr zuzusetzen, und ich habe nachgegeben. Sie ist jung, schön, lebensfroh eigentlich wie du früher Ich habe mich richtig verliebt, wie ein Schuljunge! Ich wollte es dir sofort sagen, aber mir fehlte der Mut. Ich wollte dir nicht wehtun
Aber jetzt kann ich es nicht mehr verheimlichen, wir werden bald Eltern. Ich habe immer ein eigenes Kind gewollt, und dein Sohn Benno ist mir lieb, aber er ist nicht mein Fleisch und Blut. Ich möchte meinem Kind einmal mein Geschäft überlassen. Mit Greta fühle ich mich jung; sie gefällt mir eben Vielleicht ist es nur eine Midlife-Krise, hast du davon schon gehört?
Ja, Annemarie, ich weiß, ich bin ein Feigling. Aber ich lasse dich und Benno nicht im Stich. Die Wohnung und das Auto gehören ab jetzt euch, auch mit Geld werde ich euch unterstützen. Um die Zukunft von Benno brauchst du dir keine Sorgen zu machen, sein Studium bezahle ich weiter, wie versprochen. Für Greta habe ich schon ein Haus gekauft und auf ihren Namen eingetragen sie wird schließlich Mutter meines Kindes.
Annemarie nickte verständnisvoll. Verstehe, Heinrich. Es ist schwer, einer schönen Frau wie Greta zu widerstehen, und du bist eben ein Mann… Und du lässt dein Kind nicht im Stich, das ist ehrenwert. Und für die finanzielle Unterstützung danke ich dir, darauf bestehe ich! Ich will nämlich nach all den Jahren endlich reisen und das Leben genießen.
Wann ziehst du aus? Soll ich dir beim Packen helfen?
Heinrich sah sie verblüfft an. So gelassen… vielleicht besser so, kein Geschrei, kein Drama.
Also dann, lebe wohl, mein Lieber, danke für die gemeinsamen Jahre ich habe sie genossen! Das Leben hat eben seine eigenen Pläne. Vielleicht verliebe auch ich mich noch und werde mit einem anderen Mann glücklich. Na los, geh, sonst wartet Greta noch
Heinrich raffte seine Koffer zusammen, lächelte unsicher und lief in Richtung Aufzug.
Annemarie schloss die Tür, ging direkt in die Küche, holte eine Flasche Sekt aus dem Kühlschrank, entkorkte sie und goss sich großzügig ein Glas ein. Ihr Mann hatte sie verlassen. Wie fremd sich das anhörte.
Nie hätte sie gedacht, dass so etwas einmal passieren könnte. Sie lebten all die Jahre ruhig zusammen, große Leidenschaft vielleicht nicht, aber da war doch Verbundenheit, Gewohnheit, gegenseitiger Respekt.
Doch jetzt hieß es: Tränen wegwischen. Neues Leben, neue Regeln! Sie würde schon etwas für sich finden und bezahlen würde er dafür. Es wäre töricht, auf das Geld zu verzichten mit etwas mehr auf dem Konto hatte man schließlich mehr Möglichkeiten. Aber an diesen neuen Status, verlassen zu sein, musste sie sich erst gewöhnen.
Bald schon wirbelte sie ins neue Leben. Sie meldete sich zum Tanzkurs an, ging nach Feierabend trainieren. An den Wochenenden besuchte sie Museen, Kino, das Schwimmbad. Glücklicherweise hatte sie eine treue Begleiterin: Die Nachbarin Ingrid, auch alleinlebend, schloss sich ihr stets freudig an.
Ihr Sohn Benno studierte inzwischen in München und besuchte sie selten. Annemarie war jetzt ganz sie selbst. Sie kochte nur noch das, worauf sie selbst Lust hatte, musste sich nicht mehr anpassen. Sie beschäftigte sich mit dem, was ihr Freude machte, niemand verbot ihr etwas. Über einen neuen Mann dachte sie nicht nach; sie war zufrieden, so wie es war.
Heinrich hatte sich still und ohne große Worte verabschiedet. Nur einmal sah sie Greta noch im Amtsgericht, bildschön, muss man lassen Er hat wirklich Geschmack!
Heinrich überwies weiterhin zuverlässig jeden Monat das Geld, wie versprochen. Annemarie war ihm für diese Großzügigkeit dankbar. Er hatte Geld genug, das Geschäft lief gut, die Unterstützung fiel ihm nicht schwer. Danke für die gemeinsamen Jahre. Greta wusste davon vermutlich nichts sie hätte das sicher nicht gutgeheißen.
Ein Jahr verging. Viel hatte sich nicht geändert: Tanzkurse, Training, einige Reisen nach Italien und Frankreich. Unterstützung von Heinrich kam nicht mehr zu fragen, warum, war ihr unangenehm. Vermutlich hatte Greta es ihm verboten. Es ging auch so. Benno verdiente neben dem Studium genug für seine eigenen Ausgaben. Annemarie selbst brauchte nicht viel, ihr Gehalt reichte für das Nötigste.
Eines freien Tages, sie hatte Zeit und ließ sich treiben, kochte Annemarie wieder Fischsuppe. Beim Blick ins Brotkörbchen fiel ihr auf, dass das Brot fehlte und das war doch das Beste an der Suppe! Sie lief schnell zum Bäcker um die Ecke. Und da stand Heinrich.
Heinrich! Was machst du denn hier?
Hallo, Annemarie. Ich wohne inzwischen hier in der Nähe Habe eine kleine Wohnung gekauft.
Das ist ja eine Überraschung Und Greta? Und das Kind? Was ist aus euch geworden?
Es wurde eine Tochter Aber stell dir vor, welch eine Geschichte: Diese Greta war vom Konkurrenten auf mich angesetzt. Sie hat sich regelrecht eingeschlichen, ich habe mich verliebt, du weißt den Rest Dann drängte sie darauf, dass ich ihr das Geschäft überschreibe, sie hatte wohl Angst, mit dem Kind am Ende ohne alles dazustehen
Ich habe eingewilligt, nach der Geburt unserer Tochter, völlig überwältigt von den Emotionen, habe ich alles auf sie überschrieben. Nur ein Sparkonto habe ich behalten, von dem sie nichts weiß. Am Ende hat sie mich herausgeworfen, und die Tochter ist gar nicht meine! Das Geschäft gehört jetzt dem Konkurrenten So stehe ich nun da, närrisch, wie eine schlechte Fernsehserie!
Hab mir eine Wohnung gekauft, einen normalen Job gefunden. Es geht schon, aber das Leben wie früher das gibt es nicht mehr. Und dir kann ich auch finanziell nicht mehr helfen Tut mir sehr leid. Wahrscheinlich willst du nichts mehr mit mir zu tun haben, ich habe dich verletzt
Annemarie wurde kurz ganz weich ums Herz. Da stand er nun, ihr Heinrich, ein gebrochener Mann. Diese heimtückische Greta! So viele Jahre harte Arbeit und alles verloren!
Du Dussel, Heinrich! Komm doch mit zu mir, ich habe gerade deine Lieblings-Fischsuppe gekocht
Sie saßen noch lang zusammen, redeten ganz offen, so wie früher, als sie diese Küche teilten, Tag für Tag, und die großen und kleinen Neuigkeiten besprachen. Nur waren sie jetzt kein Ehepaar mehr.
Ab und an riefen sie sich an. Über ein gemeinsames Leben wurde nie gesprochen. Jeder hatte inzwischen seinen eigenen Weg. Annemarie lernte beim Tanzen einen Mann kennen, heiratete ihn und war wirklich zufrieden.
Heinrich lud sie zu seiner Hochzeit mit der Schwester des neuen Ehemanns ein; sie kam, und sie freute sich für ihn. Ein halbes Jahr später feierten Annemarie und ihr Neuer ausgelassen bei Heinrichs Hochzeit mit.
Das Leben blieb und bleibt voller Überraschungen! Was auch kommen mag niemals verzagen, niemals aufgeben. Man weiß nie, was das Schicksal bereithält; genießen sollte man jeden Tag.

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Homy
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Nach dem Training wartete zu Hause eine unerwartete Überraschung auf Vika – ihr Eheleben nahm plötzlich eine dramatische Wendung, als sie von Leons Geständnis erfuhr, doch ein Neuanfang mit tanzenden Schritten und neuen Freunden ließ ihr Herz in ganz neuem Glanz erblühen.
Die Fürsorge für meine ältere Mutter hat mein Leben für immer verändert