Meine Schwiegermutter war völlig verblüfft, als sie unseren Garten betrat und feststellte, dass weder Gemüse noch Obst darin wuchsen.

Meine Schwiegermutter war sehr überrascht, als sie in unseren Garten kam und sah, dass dort weder Gemüse noch Obst wuchsen.

Die Eltern meines Mannes besitzen ein Gartengrundstück am Stadtrand von München. Da sie altersbedingt nicht mehr die Kraft oder Gesundheit für die Gartenarbeit hatten, haben sie es uns überlassen. Die Großmutter meines Mannes hatte leidenschaftlich gern gegärtnert sie zog Gurken, Tomaten, Äpfel und vieles mehr, kochte daraus Marmeladen ein und verteilte sie großzügig an die Nachbarn. Nun lag alles an mir.

Nun haben wir einen Garten: genügend Platz zum Grillen, für einen Liegestuhl und um an den Wochenenden zu entspannen. Allerdings gab es einen Haken ich hatte keine Lust, Gemüse zu pflanzen und Unkraut zu jäten. So entschied mein Mann, aus dem Gemüsegarten ein Blumenbeet zu machen. Wir verdienen genug, um alles Nötige an Lebensmitteln auf dem Viktualienmarkt oder im Supermarkt zu kaufen. Wir haben das Beet umgegraben, Rollrasen verlegt und so einen großen Innenhof daraus gemacht.

Meine Schwiegermutter war ganz verwundert, als sie neugierig durch den Garten spazierte und sah, dass kein einziges Gemüsebeet und kein einziger Apfelbaum mehr übrig war. Sie warf mir hinschnaubend vor, ich sei eine schlechte Hausfrau ich könne ja nichts richtig machen und würde alles zu Grunde richten, was ich anfasse. Kürzlich kam ein älterer Herr zu Besuch bei ihr vorbei und fragte nach ihren eingelegten Gurken, von denen früher immer etwas im Kellerregal stand. Da holte sie nur noch ein Glas getrockneter Blumen hervor und sagte, das sei nun das Einzige, was von ihren berühmten Einmachgläsern geblieben wäre. Ob er das nicht mit nach Hause zu seiner Frau und seinen Enkeln nehmen wolle, denn mir sei die Gartenarbeit offensichtlich zu schwergefallen sie könnten ja wenigstens das genießen, was sie selbst einst angepflanzt hatte.

Ich war fassungslos über das Verhalten meiner Schwiegermutter und musste mich sehr zusammennehmen, um ruhig zu bleiben. Jetzt hat sie noch eine weitere Idee geäußert sie möchte am liebsten wieder ihr eigenes Stück Garten zurück, damit sie selbst wieder Gemüse anpflanzen kann. Ich weiß momentan wirklich nicht, wie ich mit dieser Situation umgehen soll. Eigentlich war alles anders geplant, aber nun sieht es so aus, als bekäme ich anstelle eines Gartens mit Sandkasten und Planschbecken für die Kinder bald wieder ein Gemüsebeet zurückAlso habe ich eines Abends meinen Mann zur Seite genommen. Wir setzten uns gemeinsam auf die Terrasse, das letzte Licht des Tages glitzerte über das frische Gras, und ich sagte: Ich glaube, es wird Zeit, dass wir einen Teil des Gartens zurückverwandeln. Deine Mutter vermisst das, was ihr so viel Freude gemacht hat. Mein Mann schmunzelte, vielleicht ein wenig überrascht, aber auch einverstanden. Gemeinsam planten wir einen kleinen Gemüsebereich nicht so groß wie früher, aber genug, um Tomaten, Kräuter und ein paar Gurken wachsen zu lassen.

Einige Wochen später sah ich meine Schwiegermutter zum ersten Mal seit Langem zufrieden im Beet knien. Ihre Hände wühlten mit einer solch sicheren Leichtigkeit in der Erde, dass es aussah, als würde sie nach langer Zeit nach Hause kommen. Abends brachte sie mir eine Schale selbstgepflückter Kräuter und zwinkerte: Vielleicht schmeckst du ja doch noch, wie gut eine Prise Garten im Leben tut.

An diesem Tag begriff ich: Ein Garten war nicht nur ein Stück Land oder ein Haufen Arbeit. Er war ein Band zwischen den Generationen, ein Ort, an dem jede Hand ihre eigenen Spuren hinterlässt. Und als wir später gemeinsam in der lauen Abendsonne saßen, mit Käse, frischem Brot und ihren ersten Radieschen aus dem neuen Beet, wusste ich: Jetzt wuchs hier nicht nur Gemüse, sondern auch ein gutes Stück Frieden.

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Homy
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Meine Schwiegermutter war völlig verblüfft, als sie unseren Garten betrat und feststellte, dass weder Gemüse noch Obst darin wuchsen.
Sie verspotteten die Frau im Rollstuhl – bis sie aufstand und offenbarte, wer sie in Wahrheit war