Gemütlich auf dem Sofa im Lieblingscafé, genoss Laura ihren Cappuccino und den Eclair, während draußen leise der Schnee fiel – ein kleines Morgenritual, um sich vor dem Arbeitstag etwas Gutes zu tun.

Gemütlich auf dem Sofa im kleinen Café lümmelnd, wartete sie auf ihre Bestellungnatürlich nicht ohne vorher genüsslich an ihrem Cappuccino zu nippen und sich noch schnell ein Eclair zu gönnen, bevor sie sich in den Büroalltag stürzte.
Klara lehnte sich zurück, kuschelte sich tiefer in die Sofaecke des Cafés Süßer Franz und rührte in ihrem geliebten Cappuccino. Ein Morgen ohne süßes Gebäck und einen Kaffee? Unvorstellbar, besonders, wenn draußen in Berlin mal wieder Schnee vom Himmel rieselte. Klara schob die kalten Gedanken beiseite, nahm einen weiteren Schluck und ließ die Wärme die Welt heller erscheinen.
Am Tisch gegenüber kicherten zwei junge Frauen bestimmt beste Freundinnen.
Du, ich bin letztens Danielles neue Freundin begegnet. Echt jetzt, weder hübsch noch sonst was! Was er bloß an ihr findet?
Vielleicht kann sie super Spätzle machen? Oder zaubert sie im Bett? lachte die andere.
Ach quatsch, schau dir doch mal ihre Insta-Bilder an. Da gewinnt sie keinen Preis, sag ich dir!
Die beiden kicherten weiter, und Klara fühlte, wie ihr der Cappuccino fast im Hals stecken blieb. Ihre Gedanken schweiften ab zu ihrer Kindheit: Mit sieben Jahren hatte sie einmal ihre Mutter sagen hören: Unsere Klaralein ist vielleicht kein Model, aber sie ist fleißig, das macht sie aus. Klasse.
Erwachsen geworden, verbrachte Klara morgens mehr Zeit vorm Spiegel als so mancher Berliner im Stadtverkehr. Und doch kam ihr Schönheit immer wie ein unerreichbares Ziel vor. Ihre Mutter war nie müde geworden zu sagen: Kopf hoch, Mädchen. Wenn schon nicht mit Schönheit, dann mit Köpfchen überzeugst du! Lern fleißig und streng dich an, dann findest du schon einen netten Mann. Danke, Mama.
In der Schule schämte sie sich für ihre burschikose Statur und die breiten Schultern. Während des Studiums lernte sie, wie man sich schick anzieht und Lippenstift aufträgt, und ergatterte schließlich sogar einen Freund. Der ließ es sich aber nicht nehmen, regelmäßig über ihren fehlenden Po und die Schuhgröße 42 zu witzeln. Klara begriff: Schönheit schützt vor Spott nicht. Sie zuckte mit den Schultern und machte weiter.
Nach Kaffee und Eclair hetzte sie zur Arbeit. In der Mittagspause stand sie noch auf dem Plan, bei einer Freundin vorbeizuschauen, um deren Kater zu füttern und die Pflanzen zu gießen. Anja war für zwei Wochen nach Andalusien gereist, ihr Mann Johannes kam selten heim. Und wenn er doch mal kommt, erkennt er Klara vermutlich nicht mal sofort, witzelte Anja, bevor sie wegfuhr.
Bei Anja angekommen, füllte Klara zuerst das Schälchen vom dösenden Kater Fritz, dann begab sie sich zu den Blumen. Aus dem Wohnzimmer tönte Musik, und Klara erkannte sofort das Liedeine deutsche Schnulze über Heimweh und Sterne, die selbst in Neukölln romantisch klang. Mit einmaliger Leichtigkeit setzte sie sich auf das Fensterbrett und sang los: Irgendwo, da leuchtet eine fremde Stern Dabei fühlte sie sich entspannt wie selten. Sie tanzte zwischen Fikus und Orchidee, war für einen Moment nur bei sich.
Plötzlich hörte sie Stimmen hinter sich.
Klara drehte sich um. Zwei Männer standen im Flur. Johannes! Und nicht allein. Beide schauten sie an wie Regisseur und Kameramann beim offenen Casting.
Ach, Klara. Hallo! Das ist mein Kumpel Sebastian. Wir wollen nur kurz ein paar Unterlagen holen. Aber du hast gerade so schön getanzt, wir konnten einfach nicht stören. Sorry!
Äh Ich Also Ähm, Anja hat nuschelte Klara, errötete und strebte Richtung Tür.
In der Eile übersah sie Fritz, den Kater, stolperte und landete prompt auf dem Boden. Kurz wurde alles schwarz.
Als sie wieder zu sich kam, war sie in einem Krankenhauszimmer.
Guten Morgen! Wie fühlen Sie sich? Ich bin Britta, Ihre Zimmernachbarin. Nur eine leichte Gehirnerschütterung, sagt der Arzt, es ist alles okay! Ach ja: Ein Paketbote war da, und ein junger Mann mit Blumen, erklärte Britta mit einem freundlichen Grinsen.
Danke krächzte Klara und rappelte sich auf.
Am Fenster öffnete sie eine Tüte: Obst, Apfelsaft und natürlich ein Päckchen Eclairs! Offensichtlich von Anja und Johannes.
Zwischen den Blumen entdeckte sie eine Karte: Klara, gute Besserung! So eine tolle Frau wie du gehört nicht ins Krankenhaus. Ich lade dich herzlich zur nächsten Blumenausstellung ein. Absagen gilt nicht. Dein Sebastian.
Klara drückte das Gesicht in die weißen Chrysanthemen, schloss glücklich die Augen und fiel ihrer Bettnachbarin um den Hals.
Schönheit ist nicht immer laut und auffällig. Jede Frau hat ihren eigenen Zauber. Manchmal ist er ganz leise und kommt einfach von innen In diesem Moment wusste Klara: Das Leben wartete nicht darauf, dass man perfekt war. Es winkte, wenn man lachte, fiel, wieder aufstand, und am Fenster einfach mal sang. Sie griff nach einem Eclair, biss genussvoll hinein und warf Britta ein verschwörerisches Lächeln zu.
Weißt du was, Britta? Beim nächsten Mal tanzen wir hier zusammen durchs Zimmer, flüsterte Klara und grinste.
Draußen wirbelten noch immer Schneeflocken. Doch in Klaras Herzen glitzerte eine Sonne, die kein Berliner Winter auslöschen konnte. Sie hatte ihren Zauber gefunden mitten im ganz normalen Durcheinander des Lebens.

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Homy
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Gemütlich auf dem Sofa im Lieblingscafé, genoss Laura ihren Cappuccino und den Eclair, während draußen leise der Schnee fiel – ein kleines Morgenritual, um sich vor dem Arbeitstag etwas Gutes zu tun.
Ich reiste mit einer Gruppe Rentner nach Italien: Nicht erwartet, im Schatten des Kolosseums einen Mann zu treffen, der mich wieder jung fühlen lässt