Draußen wird es schon dunkel, und Mama ist immer noch nicht zurück – Julias Weg vom einsamen Warten im Rollstuhl bis zur neuen Familie, Hoffnung auf Heilung und dem ersten Schultag auf eigenen Beinen in einer deutschen Stadt

Draußen wurde es schon dunkel, aber meine Mutter war noch immer nicht zurück. Ich, Annemarie, drehte unruhig an den Rädern meines Rollstuhls, fuhr an den Tisch, nahm das Telefon und wählte die Nummer meiner Mutter.

“Der Teilnehmer ist derzeit nicht erreichbar oder befindet sich außerhalb des Empfangsbereichs”, meldete sich eine fremde, kalte Stimme.
Verwirrt schaute ich auf das Handy, erinnerte mich dann aber daran, dass fast kein Guthaben mehr drauf war und schaltete es aus.
Meine Mutter war zum Einkaufen gegangen und kam einfach nicht wieder. Das war noch nie passiert; sie blieb nie lange weg, denn als Kind mit Behinderung konnte ich nicht laufen. Ich war auf den Rollstuhl angewiesen, und Verwandte gab es außer Mama keine.
Mit meinen sieben Jahren hatte ich keine Angst, allein Zuhause zu bleiben, aber Mama sagte mir immer genau, wohin sie geht und wann sie zurückkommt. Ich verstand nicht, was passiert war:
“Heute ist sie zum Supermarkt am anderen Ende von Kassel gegangen, da ist es billiger. Wir sind da oft zusammen hingegangen. Bis dorthin läuft man zwar ein bisschen, aber in einer Stunde ist man wieder zurück”, ich sah auf die Uhr. “Jetzt sind schon vier Stunden vergangen. Ich habe Hunger.”

Ich lenkte meinen Rollstuhl in die Küche, kochte Wasser für Tee und holte mir eine Frikadelle aus dem Kühlschrank. Nach dem Essen setzte ich mich wieder ins Wohnzimmer.
Mama war immer noch nicht da. Ich hielt es nicht mehr aus, nahm erneut das Handy und wählte ihre Nummer:
“Der Teilnehmer ist derzeit nicht erreichbar oder befindet sich außerhalb des Empfangsbereichs”, erklang erneut dieselbe Stimme.
Ich fuhr zu meinem Bett, legte das Telefon unter das Kissen. Das Licht ließ ich an ohne Mama war es zu unheimlich.
Ich lag lange wach, schlief dann schließlich ein.

***
Ich wurde wach, als die Sonne durch das Fenster schien. Das Bett meiner Mutter war ordentlich gemacht.
– Mama! – rief ich ins Vorzimmer.
Nichts rührte sich. Ich griff zum Telefon, versuchte es noch einmal. Wieder die fremde metallene Stimme.
Mir wurde angst und bang, Tränen liefen über mein Gesicht.

***
Jens kam gerade vom Bäcker. Jeden Morgen gab es dort frische Brötchen, und so begann traditionell jeder Tag bei ihm und seiner Mutter: Sie bereitete das Frühstück zu, und er holte die Brötchen.
Jens war bereits dreißig, aber er war nie verheiratet. Frauen beachteten ihn kaum: mager, blass, kränklich die Krankheiten begleiteten ihn schon seit seiner Geburt. Die Behandlungen waren teuer, und seine Mutter erzog ihn allein. Die Ärzte hatten ihm im Erwachsenenalter eröffnet, dass er keine eigenen Kinder haben könnte. Damit, nie zu heiraten, hatte sich Jens abgefunden.
Im Gras entdeckte er ein zerbrochenes altes Handy. Technik war seine Leidenschaft und auch Beruf; er war Softwareentwickler und Blogger. Natürlich besaß er die neuesten Modelle trotzdem hob er aus Neugier das alte Handy auf. Es war völlig zerstört, als sei ein Auto drübergefahren und hätte es in den Straßengraben geschleudert.
Vielleicht ist etwas passiert?, durchzuckte es ihn, und er steckte das Gerät ein. Zu Hause schau ich es mir an.

***
Nach dem Frühstück holte Jens die SIM-Karte aus dem Fundstück und setzte sie in ein Ersatzhandy. Die Nummern darauf gehörten fast alle zu Ämtern, Krankenkasse und so weiter, aber ganz oben stand Tochter.
Er überlegte kurz und rief diese Nummer an:
– Mama! – Jubelte eine Kinderstimme.
– Ich bin nicht deine Mama, – sagte Jens zögernd.
– Wo ist Mama?
– Ich weiß es nicht. Ich habe nur ein kaputtes Handy gefunden, die Karte eingelegt und angerufen.
– Meine Mama ist gestern nicht vom Einkaufen zurückgekommen, – kam ein Wimmern. Ich bin ganz alleine.
– Gibt es keinen Vater oder Oma bei dir?
– Nein, ich habe nur meine Mama.
– Wie heißt du denn? – Jens erfasste, dass das Kind Hilfe brauchte.
– Annemarie.
– Ich heiße Onkel Jens. Annemarie, kannst du zu den Nachbarn gehen und um Hilfe bitten?
– Ich kann nicht laufen. Meine Beine funktionieren nicht. Nebenan wohnt auch keiner.
– Wie du kannst nicht laufen? Jens war ganz aufgeregt.
– So bin ich geboren. Mama sagt immer, wir sparen für eine Operation.
– Wie kommst du zurecht?
– Mit dem Rollstuhl.
– Weißt du deine Adresse? stellte Jens die nächste wichtige Frage.
– Ja, Sophienstraße Nummer neun, Wohnung sechsundzwanzig.
– Ich komme zu dir. Wir werden deine Mutter finden.
Er legte auf.

Seine Mutter Annegret trat ins Zimmer.
– Jens, was ist los?
– Mama, ich habe ein zerstörtes Handy gefunden. Die SIM war noch heile. Habe angerufen da war ein kleines behindertes Mädchen ganz allein zuhause. Sie hat mir ihre Adresse gegeben. Ich fahr jetzt hin.
– Ich komme mit, und sie fing an, sich anzuziehen.
Annegret hatte ihren schwerkranken Sohn alleine großgezogen und wusste, wie schwer das Leben für eine Mutter mit einem pflegebedürftigen Kind ist. Jetzt war sie Rentnerin, aber ihr Sohn verdiente gut.

Sie riefen ein Taxi und machten sich auf den Weg.

***
Sie klingelten an der Haustür.
– Wer ist da? erscholl die traurige Stimme eines Kindes.
– Annemarie, ich bins, Jens.
– Kommt herein!
Sie traten ins Treppenhaus, die Tür der Wohnung stand bereits einen Spalt offen.
Im Wohnzimmer saß ein dünnes Mädchen im Rollstuhl, traurig blickte sie die beiden an.
– Findet ihr meine Mama?
– Wie heißt deine Mama? fragte Jens direkt.
– Gudrun.
– Nachname?
– Schilling.
– Warte, Jens! Annegret unterbrach ihren Sohn und wandte sich an das Mädchen. Annemarie, hast du Hunger?
– Ein bisschen. Die Frikadelle im Kühlschrank habe ich gestern aufgegessen.
– Jens, lauf zum Supermarkt um die Ecke. Hol uns das gewohnte.
– Mach ich! und er verschwand.

***
Jens kam zurück, während seine Mutter schon in der Küche das Frühstück vorbereitet hatte. Schnell wurde der Tisch gedeckt.
Nachdem sie gegessen hatten, machte sich Jens daran, Annemaries Mutter zu suchen.
Er öffnete die lokale Nachrichten-Website und schaute nach Vorfällen vom Vortag.
Hier, auf der Lindenallee, hat ein VW-Fahrer eine Frau angefahren. Die Verletzte wurde schwer verletzt ins Klinikum eingeliefert.

Er griff zum Telefon, rief im Krankenhaus an. Beim dritten Versuch nahm jemand ab:
– Ja, gestern abend wurde eine verletzte Frau aus der Lindenallee eingeliefert. Ihr Zustand ist ernst, sie ist noch bewusstlos.
– Wie ist ihr Nachname?
– Sie hatte keine Papiere oder Handy dabei. Sind sie Angehöriger?
– Ich weiß es noch nicht
– Dann kommen Sie bitte ins Klinikum
– Die Adresse kenne ich, ich komme gleich.
Er beendete das Gespräch und wandte sich an Annemarie:
– Hast du ein Foto von deiner Mutter?
– Ja, sie fuhr zur Anrichte und holte ein Familienalbum. Hier, das sind wir beide.
– Deine Mutter ist wirklich hübsch.
Jens machte ein Bild ab.
– Ich geh jetzt, wir finden deine Mama.

***

Langsam kam Gudrun zu sich. Weißer Deckenputz. Langsam kehrte das Bewusstsein zurück. Sie erinnerte die vorbeirasende Autoleuchte
Der Versuch, sich zu bewegen, löste einen stechenden Schmerz im ganzen Körper aus. Eine Krankenschwester trat an sie heran und fragte leise:
– Sind Sie wach?
Im selben Moment wurden Gudruns Augen riesengroß vor Schreck:
– Wie lange liege ich hier schon?
– Zwei Tage.
– In meiner Wohnung ist meine Tochter ganz allein
– Gudrun, beruhigen Sie sich. Gestern kam ein junger Mann vorbei. Er ließ eine Telefonnummer da. Er sagte, ein Auto habe Ihr Handy zerstört.

– Ich muss telefonieren
– Sofort! Die Schwester tippte auf den Kontakt “Tochter” und hielt ihr das Gerät ans Ohr.
– Mama!
– Annemarie, mein Schatz, wie gehts dir?
– Alles gut! Bei mir sind Oma Annegret und Onkel Jens.
– Welcher Jens?
– Keine Sorge, meldete sich ein Arzt beim Hereinkommen. Sonst nehme ich Ihnen das Telefon ab. Ich muss Sie untersuchen!
– Meine Kleine, ich rufe dich später an, rief Gudrun und legte auf.
Nachdem der Arzt sie untersucht und ihr eine Infusion angelegt hatte, nahm die Schwester das Handy und steckte es weg.
– Bitte, kann ich noch einen Moment mit meiner Tochter sprechen? bat Gudrun leise.
– Der Arzt hat es verboten, doch dann holte sie es doch nochmal raus und wählte die Nummer.
– Mein Schatz
– Gudrun, hier ist Annegret, sagte nun eine ihr unbekannte Frauenstimme. Hören Sie mich an! Mein Sohn hat Ihr kaputtes Handy gefunden und über die SIM-Karte Sie und Ihre Tochter wieder zusammengebracht. Ich bin Rentnerin, kümmere mich solange um Ihre Kleine, bis Sie wieder gesund sind. Hier, Annemarie ist dran.
– Mama, mach dir keine Sorgen und werd schnell wieder gesund! sagte Annemarie tapfer.
– Sei brav zu Oma! sagte Gudrun, so fest sie konnte.
– Genug jetzt, legen Sie auf! sagte die Schwester.
***

Tags darauf wurde Gudrun in ein Vierbettzimmer verlegt, abends kam die Schwester:
– Frau Schilling, Besuch für Sie!
Gudrun wollte kaum ihren Augen trauen, als ein dünner, unscheinbarer Mann eintrat:
– Guten Tag, Gudrun! Ich heiße Jens, lächelte er. Hoffe, Sie sind nicht sauer, dass ich gleich du zu dir sage?
– Nein, das ist okay.
Er stellte eine große Tüte auf den Schrank.
– Hier, von meiner Mutter. Sie hat Ihnen etwas eingepackt.
– Jens, ich weiß gar nicht, wer Sie sind, Gudrun war verwirrt.
– Ich habe durch einen Zufall dein Handy gefunden, die SIM-Karte übernommen. Über Annemarie habe ich dann noch Sie gefunden.
– Wie geht es meiner Annemarie?
– Moment bitte!
Er griff nach dem Handy, was er beim ersten Besuch dagelassen hatte, und bastelte kurz daran.
– Hier, jetzt.
Gudrun sah auf das Display und da war Annemaries Gesicht.
– Mama! rief das Mädchen. Hast du Schmerzen?
– Nein, mein Schatz! Wie gehts dir?
– Oma Annegret kommt jetzt immer zu mir.
Gudrun sprach noch lange mit ihrer Tochter. Jens wartete geduldig. Danach senkte sie den Blick.
– Ich werde euch das nie zurückgeben können.
– Mehr dazu später, Gudrun! – lächelte Jens. Und duzen wir uns doch!
– Danke, Jens!
– Ich zeig dir nachher, wie das Handy funktioniert.

***
Zwei Wochen vergingen.
Der Unfallfahrer brachte Gudrun im Krankenhaus zweihunderttausend Euro Schadensersatz mit und seinen Anwalt.
Am nächsten Tag wurde sie entlassen. Jens holte sie ab und brachte sie nach Hause.
– Mama! rief Annemarie aufgeregt.
Für den Moment sah es aus, als könnte sie gleich aus dem Rollstuhl springen. Gudrun setzte sich zu ihr, schloss die Tochter in die Arme und weinte vor Glück.
Dann wandte sie sich an die ältere Frau:
– Annegret, ich danke Ihnen von ganzem Herzen!
– Ach was, Gudrun! Annemarie ist für mich schon fast eine Enkelin.
– Annegret, der Fahrer hat mir Entschädigung gezahlt, Gudrun holte einen Umschlag heraus. Bitte nehmen Sie es! Anders kann ich mich nicht bedanken.
– Pack das sofort weg, Gudrun! entgegnete die ältere Dame streng. Wir werden sicher nicht verhungern, aber du brauchst das Geld für Annemaries Therapie. Jens ist schon mit einer Klinik in Kontakt.
– Mama! rief die Tochter glücklich. Onkel Jens hat gesagt, wir fahren in die Klinik und sie machen meine Beine gesund!

***
Gudrun war mit Annemarie zwei Wochen in der Klinik. Es wurden Schienen gesetzt. Nach drei Monaten sollte sie noch einmal eingewiesen werden. So würde es drei Jahre lang jährlich weitergehen nach der dritten Operation und viel Rehabilitation, so die Ärzte, könne Annemarie gehen.
Zunächst blieb sie weiter auf den Rollstuhl angewiesen. Die Schienen machten ihr das Leben zusätzlich schwer.
Das Schicksal wollte die vier wohl noch einmal auf die Probe stellen. Annegret erlitt einen schweren Herzanfall und kam ins Krankenhaus.
Drei Nächte wachte Gudrun neben der Frau, die ihr inzwischen wie eine Mutter geworden war. Nur zum Kochen und Schlafen ging sie heim. Die Nächte verbrachte Annemarie mit Jens.
Am vierten Tag kam Annegret wieder zu Bewusstsein. Lange sah sie Gudrun traurig an und sagte dann leise:
– Mein Kind, es wird nicht mehr lange gehen bei mir im Leben. Heirate Jens. Er ist ein zuverlässiger Mensch. Zusammen werdet ihr Annemarie auf die Beine bringen.
– Aber Annegret, würde er mich überhaupt nehmen?
– Ganz bestimmt, ihre Augen blitzten. Er wird dich bestimmt nehmen.

***
Eine ältere Frau hielt ein Mädchen an der Hand, das einen Schulranzen auf dem Rücken trug und einen Strauß Blumen. Wäre das Mädchen nicht so groß, hielte man es für einen Einschulungstag.
Doch Annemarie ging an diesem Tag wirklich zum ersten Mal in die Schule und das gleich in die vierte Klasse. Die ersten drei Jahre hatte sie nur zu Hause im Fernunterricht gelernt, mit sehr guten Noten. Nun durfte sie endlich selbst ihre Beine gebrauchen.
– Oma, ein bisschen Angst habe ich schon.
– Was denn, Annemarie? Du bist doch schon zehn! Schau, da kommen Mama und Papa.
– Kind, warum so ein langes Gesicht? fragte Gudrun.
– Sie hat Angst, sagte Annegret schmunzelnd.
– Gib mir die Hand! Jens streckte ihr die Hand entgegen. Kommt, es wird großartig!
– Mit dir an der Seite, Papa, habe ich keine Angst, lachte Annemarie.
So gingen sie, fröhlich plappernd, Richtung Schule, und hinterher folgten Mama und Oma ebenso glücklich.

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Homy
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Draußen wird es schon dunkel, und Mama ist immer noch nicht zurück – Julias Weg vom einsamen Warten im Rollstuhl bis zur neuen Familie, Hoffnung auf Heilung und dem ersten Schultag auf eigenen Beinen in einer deutschen Stadt
Meine Schwiegertochter behauptet, ich müsse an jedem Wochenende auf die Enkelkinder aufpassen – „Haben Sie mal darüber nachgedacht, dass ich auch eigene Pläne haben könnte?“ fragte Frau Galina, und bemühte sich, ihre Stimme ruhig zu halten, auch wenn ihre Hände vor Anspannung bereits das Telefon umklammerten. „Es ist Freitagabend. Ich wollte einfach mal entspannen.“ „Ach Mama, was für Entspannung denn?“ tönte die Stimme ihrer Schwiegertochter, Kristina, durch den Hörer fordernd und energisch – man spürte förmlich ihre Unnachgiebigkeit. „Sie sind doch in Rente! Die ganze Woche ist für Sie wie ein Wochenende. Wir rackern uns mit Vadim ab – müssen auch mal durchatmen, abschalten. Und überhaupt, wir sind gleich da. Die Kinder freuen sich schon, haben die ganze Fahrt gefragt: ‚Wo ist Oma?‘ Sie wollen denen doch wohl nicht die Tür vor der Nase zuschlagen?“ Diese Szene wiederholt sich mittlerweile zum vierten Monat jeden Freitag pünktlich um 19 Uhr: Die gemütliche Zweizimmerwohnung von Galina wird zur privaten Kindertagesstätte. Der fünfjährige Artem und die dreijährige Sonja sind zwar herzig und liebenswert, aber spätestens am Sonntagsabend ist Galina so erschöpft, dass sie kaum mehr weiß, wie sie heißt. In Deutschland würde so ein Dialog sicher viele Großeltern und Eltern ansprechen – und gerade hier, wo das Thema „Familienhilfe“ und „Generationenvertrag“ einen ganz eigenen Stellenwert hat. Doch wie viel Hilfe kann eine Großmutter tatsächlich schultern, ohne sich selbst zu verlieren? In Russland ein emotionaler Dauerbrenner – und doch wohl auch hier sehr diskutabel. Diese Geschichte erzählt, wie Galina mit ihrer Schwiegertochter und ihrem Sohn einen ehrlichen und befreienden Konflikt austrägt und nicht mehr jedem Anspruch und jeder Erwartung vorbehaltlos nachgibt. Sie entscheidet sich erstmals, ihre Wochenenden für sich zu beanspruchen – und zieht damit die so oft verschwommene Grenze zwischen Liebe und Ausnutzung. Der Generationenkonflikt: Muss Oma wirklich jedes Wochenende einspringen? Ein ehrlicher Erfahrungsbericht aus einer deutschen Familie über Erwartungen, eigene Bedürfnisse und den Mut zur Selbstfürsorge.