Die Schwarze Witwe Die hübsche und kluge Lilli lernte kurz vor dem Abschluss ihres Studiums im Fach Journalismus den deutlich älteren Vlad kennen. Vladislav Romanow war in ihrer Stadt ein bekannter Mann, schrieb Lieder, die oft im örtlichen Radio liefen und für die Menschen dort einen gewissen Kultstatus hatten. Vlad war ein echter Lokalheld, kannte beim regionalen Fernsehen fast jeden und sorgte schnell dafür, dass Lilli nach dem Studium als Moderatorin ihre eigene Sendung bekam. Bereits die erste Folge „Gespräche von Herz zu Herz“ lief erfolgreich, in der sie einen stadtbekannten Psychologen und weitere Gäste einlud. Das Format kombinierte Fragen, Antworten und Beispiele aus dem echten Leben. „Gut gemacht, Lilli,“ lobte Vlad nach der Sendung, „das muss gefeiert werden!“ Vlad, 45, dreimal verheiratet, war ein Lebemann: voller Energie, ständig in Gesellschaft, kreativ, hielt sich für einen beinahe berühmten Komponisten. Er verbrachte seine Abende in Restaurants, Cafés und Saunen, trank gern und viel. Mit der Zeit wurde Lilli in ihrer Stadt beliebt, heiratete Vlad, ihre Sendung hatte Erfolg. Sie kleidete sich geschmackvoll, war stets höflich und freundlich und galt als sympathische Schönheit vom Fernsehen. Dennoch merkte sie, dass sie den Falschen geheiratet hatte – als Vlad immer öfter betrunken war. „Hör auf, Vlad, du bist nicht besser als sie,“ gab sein Freund Simon ihm zu bedenken, als Vlad Lilli im Café öffentlich beleidigen wollte. Doch Vlad hielt sich stets für den Klügsten und suchte smarte Frauen nie als Ehepartner aus. Anfänglich war er charmant, mit Blumen, Geschenken und Liedern für Lilli, doch nach der Hochzeit ließ sein Interesse schnell nach und behandelte sie gleichgültig. „Ich habe gehofft, mit seiner Hilfe ein Star zu werden,“ sinnierte Lilli. Doch alles kam anders. An der Uni hatte sie Französisch gelernt; Vlad ließ sie jedoch nicht in Ruhe: „Lern Englisch. Du bist im Ausland doch völlig hilflos! Sport ist Zeitverschwendung, aber Englisch wäre wichtig.“ Aus Trotz verweigerte Lilli zunächst den Englischkurs, doch als Simons Freundin am Tisch meinte, Englisch sei für eine moderne Frau so selbstverständlich wie High Heels, meldete sie sich am nächsten Tag zum Unterricht an. „Toll, Simon, dank dir paukt meine Frau jetzt Englisch – und im Auto läuft nur noch Vokabel-CD statt Musik,“ lachte Vlad. Lilli und Vlad lebten in einer großen Altbauwohnung, die Vlad von seinem Großvater geerbt hatte. Ihre Haushaltshilfe Vera, 43 und alleinstehend, war eifersüchtig und bissig, aber geschickt im Verbergen. Am Morgen war Vlad wieder nicht da, hatte betrunken auf dem Sofa im Büro übernachtet. Vera hielt eine leere Brandyflasche: „Gestern war die noch voll. Was bekommt er zum Frühstück, wenn er aufwacht?“ „Ein Glas Gurkenwasser,“ antwortete Lilli und ging ins Bad. Nach sieben Jahre Ehe hatte sie keinen Kinderwunsch verwirklicht: Vlad wollte kein weiteres Kind, er hatte einen Sohn aus der ersten Ehe. Lilli konzentrierte sich auf ihre Karriere. An diesem Morgen schickte sie Vera zu Vlad ins Büro. Er lag auf dem Bauch, eine große rote Fleck auf dem Kissen. „Lilli,“ rief Vera, „du musst einen Notarzt rufen!“ Nach zehn Minuten saß Lilli im Rettungswagen mit Vlad. Die Ärzte schickten ihn direkt in die Intensivstation. Abends rief das Krankenhaus an: „Ihr Mann ist verstorben.“ „Ich kann es nicht fassen,“ stammelte sie. Vlad war doch noch so jung. Die Beerdigung wurde groß gefeiert: Simon hielt eine Rede, es kamen viele Leute, Vlad war in der Stadt eine bekannte Persönlichkeit. „Er hatte doch alles,“ hörte sie die Flüsterer der Gäste. Lilli konnte sich an die Stille in der Wohnung kaum gewöhnen. Vera wartete ab – würde sie gekündigt oder nicht? Die Kollegen meinten: „Lilli, du bist jung, frei, und hast Geld – dein Leben geht weiter.“ Die Konten von Vlad wurden geteilt zwischen seinem Sohn und Lilli. Sie verdiente sowieso gut und suchte Gesellschaft, wollte nicht allein zu Hause bleiben. Nach Dreharbeiten kehrte sie eines Tages ins Café nahe ihrer Wohnung ein, trank spanischen Wein in kleinen Schlucken. Ein kräftiger, höflich lächelnder Mann fragte sie, ob er sich setzen dürfe. „Gerne,“ erwiderte sie. „Ich bin Inno,“ stellte er sich vor. Inno (richtig: Innozenz, von Freunden Kesch genannt), Ende 40, stämmig, dunkelhaarig und kein Adonis, erinnerte Lilli sofort an einen Teddybär – was sie amüsierte. Er unterhielt sie mit lustigen Geschichten, besaß Charme und brachte Lilli zum Lachen. Nach dem Treffen begleitete er sie nach Hause und sie verabredeten sich. Am nächsten Tag sagte sie Vera: „Ich entlasse dich, ich kann den Haushalt selbst machen.“ Vera flehte sie an zu bleiben, bis Lilli sich erweichen ließ. Fortan war Kesch oft zu Gast, verliebte sich in Lilli. Bald heirateten sie – auf Lillis Wunsch feierte sie nur im engsten Kreis, doch für die Flitterwochen flog Kesch sie auf die Malediven – mit allem Luxus. Lilli hoffte auf einen Urlaub wie mit Vlad: Direktflug, gutes Hotel, touristische Unterhaltung. Doch Kesches Vorstellungen waren anders: Flug erster Klasse, Privatboot, VIP-Empfang auf dem Inselresort, eine große Villa mit Pool und eigenem Strand. Sie wunderte sich, was ihr Teddybär dafür zahlte, fragte aber nie nach Geld – sie wusste, dass da genug war. Kesch war fürsorglich, kümmerte sich um sie, achtete auf ihr Frühstück, deckte sie liebevoll zu. „Vlad war immer bissig, erniedrigte mich, wollte mich auf sein Niveau ziehen. Kesch dagegen lebt für mich,“ dachte sie. Vera war glücklich über den neuen Haushalt, lobte Kesch. Einzige Sorge: Lilli sah, wie ihr Mann sich eine Spritze setzte. „Was ist das?“ fragte sie. „Nur Insulin. Ich habe Diabetes, aber das ist kein Drama.“ Sie genoss den Luxusurlaub, störte sich aber daran, dass ihr Mann kein Surflehrer oder Tennis-Trainer war: „Vielleicht muss ich meinen Teddybär auf Diät und ins Fitnessstudio schicken.“ Er lehnte ab – Insulin, Stoffwechselprobleme, kein Muskelprotz. Lilli beschloss, ihn so zu lieben, wie er war. Zurück in Deutschland stürzte sich Lilli wieder in die Arbeit, suchte nach echter Liebe: Leidenschaft, starke Gefühle. Die Kollegen tuschelten: „Gehst du deinem Teddybär wirklich nicht fremd? So brav?“ Sie war loyal, wollte den guten Kesch nicht verletzen. Bei der Weihnachtsfeier hatte sie zu viel getrunken. Kollege Konstantin rief seinen Freund Arne an, um sie heimzubringen. Arne, ein sportlicher Schönling mit teurem Wagen, brachte sie nach Hause, bat um ihre Nummer und küsste sie stürmisch. Sie genoss diese neue, raue Liebe: Bei Arne wild, daheim zärtlich mit Kesch. Kesch arbeitete viel, bemerkte nichts. Doch eines Tages, im falschen Moment, stand Kesch plötzlich vor ihr und Arne im Schlafzimmer. Er wurde blass, brach zusammen. „Schnell, ruf den Notarzt,“ brüllte Lilli, spritzte ihm Insulin – doch vergeblich, der Arzt erklärte ihn für tot. Nach den Beerdigung kehrte Lilli heim, Vermutungen kreisten, ob Vera sie verraten hatte – aber sie schwieg. Keschs Tochter aus erster Ehe erschien mit ihrem Anwalt und setzte Lilli und Vera kurzerhand aus dem Haus, gab ihr einen Umschlag mit Geld und drei Tage Zeit. Lilli verzichtete auf Streit um das Erbe, zog zurück in die Wohnung von Vlad. Arne half ihr durch diese Zeit, sie trafen sich weiter unverbindlich. Doch irgendwann rief Konstantin an: „Lilli, setz dich – Arne hatte einen tödlichen Unfall …“ Sie war fassungslos: „Warum sterben alle meine Männer? Ich werde bald als Schwarze Witwe bekannt sein, meine Aura ist wohl pechschwarz …“ Eines Tages war Makarius in ihrer Sendung zu Gast. Er war aufmerksam, lud sie nach der Sendung ins Café ein. Makarius eroberte ihr Herz, sie wurde verliebt und erfüllt. „So fühlt sich echte Liebe an,“ jubelte sie. „Ich kann ohne ihn nicht leben – aber ich habe Angst um ihn.“ Sie recherchierte im Internet und fand heraus: Makarius zählt zu den reichsten Männern Deutschlands. Sie war schockiert, machte sich Sorgen – würde ihm auch etwas zustoßen? Später rief sie ihn an und erfuhr, dass Makarius im Krankenhaus war. Der Arzt beruhigte sie: Herzinfarkt, unter Kontrolle. Sie durfte ihn besuchen. Er nahm ihre Hände: „Ich liebe dich, Lilli – und wenn ich hier raus bin, will ich dich heiraten. Willst du?“ „Natürlich!“ flüsterte sie. Der Beginn eines neuen, echten Glücks – und vielleicht, zum allerersten Mal, keine Tragödie. Danke fürs Lesen, fürs Abonnieren und für Ihre Unterstützung. Viel Glück im Leben!

Schwarze Witwe

Du, ich muss dir was erzählen, das dich echt beschäftigen wird. Also, die hübsche und kluge Annette stand kurz davor, ihr Journalistikstudium in Frankfurt abzuschließen, als sie auf Viktor traf, der deutlich älter war als sie. Natürlich war es Viktor König, der Annette ins Auge fiel ein echt bekannter Typ hier in der Stadt, hat Lieder geschrieben, die bei uns überall liefen und richtig gut ankamen.

Viktor war so ein Typ, den jeder kannte vor allem im lokalen Fernsehen hatte er seine Finger überall mit drin. Es war daher für ihn ein Klacks, Annette gleich nach dem Studium als Moderatorin seiner eigenen Sendung beim Hessischen Rundfunk unterzubringen. Und nach einer Weile hatte sie dann ihr erstes eigenes Format, Klartext Gespräche mit Herz, zu dem sie eine bekannte Psychologin aus der Stadt und ein paar andere spannende Leute eingeladen hat. Die Sendung lief als lockere Frage-Antwort-Runde mit Beispielen aus dem echten Leben.

Echt stark, Annette, hat Viktor sie gelobt, nachdem er die Sendung geschaut hat, das musst du feiern!

Viktor König, so im mittleren Fünfziger, war schon dreimal verheiratet, und seine ruhelose Energie und die Schar von Freunden und Bekannten passten einfach nie zu klassischem Familienleben. Ein kreativer Kopf, Songwriter, der sich als halber Nationalkomponist sah. Immer unterwegs, hier ‘ne Bar, da ein Café, auch mal Sauna ein echter Szenegänger und das Glas Wein oder das Bier ging nie aus.

Mit der Zeit wurde Annette in Frankfurt immer bekannter, heiratete Viktor, ihre Sendung hatte gute Einschaltquoten. Sie sah klasse aus, kleidete sich mit Stil, immer nett und freundlich. Mit ihr konnte jeder etwas anfangen, ein Fernsehstar eben, wie man so sagte. Dass sie Viktor geheiratet hatte, war nicht ihr bester Zug das merkte sie selbst, irgendwo war die Luft raus, vor allem, weil Viktor ständig angetrunken war.

Komm mal runter, Viktor, hat mal sein Freund Jochen zu ihm gesagt, das Mädchen kriegst du noch locker klein, wenn du so weiter machst! das kam, als Viktor leicht angetrunken auf Annette losging.

Ach, Jochen, für kluge Frauen hab ich mich nie entschieden, meinte er und hielt sich für den einzigen Klugen am Tisch, und machte sich noch einen Spaß daraus, Annette zu zwicken.

Wärend er um sie warb, war er aber wirklich charmant Blumen, Geschenke, sogar zwei Lieder für sie geschrieben, ihr zugehört. Aber ab dem Tag der Hochzeit war alles anders. Die Aufmerksamkeit für die Frau? Nicht mehr als für das Haustier, manchmal auch nörgelnd.

Ich war so naiv und hoffte, dass Viktor mir hilft, groß rauszukommen, dachte Annette oft.

In Wirklichkeit war es ganz anders. Sie hatte im Studium Französisch gelernt, eigentlich total unnötig für Urlaube. Viktor redete ihr immer ins Gewissen:

Lern doch endlich Englisch. Du gehst ins Ausland wie eine Dorftrulla. Fitnessstudio braucht kein Mensch, das ist Zeitverschwendung, aber Englisch zu lernen hast du keine Zeit.

Annette weigerte sich nach solchen Kommentaren regelrecht, Englisch zu lernen. Bis mal Jochen, ihr Mannes Freund und ein Buchmensch, bei ihnen am Tisch meinte:

Englisch ist für eine starke Frau so selbstverständlich wie High Heels. Am nächsten Tag meldete sie sich beim Kurs an mit Top-Lernmaterial, hatte von da an Englisch-CDs im Auto.

Jochen, guck mal, du hast meine Frau echt motiviert! Lernbücher gekauft, paukt wie verrückt, im Auto läuft statt Musik jetzt Englisch, lachte ihr Mann.

Sie lebten ja in einer ziemlich großen Altbauwohnung, die Viktor von seinem Opa, einem bekannten Medizinprof früh geerbt hatte. Ihre Haushaltshilfe hieß Vera, war etwa 43, allein, ein bisschen neidisch und mürrisch, aber ließ das nicht raushängen. Bei Vera war es ohnehin egal, sie wusste alles, war ständig in der Wohnung, bekam den Alltag komplett mit.

Eines Morgens wieder war kein Mann im Bett, sondern im Arbeitszimmer besoffen auf dem Sofa eingeschlafen stapfte Annette in die Küche, wo Vera gerade eine leere Cognacflasche hochhielt.

Abends war die noch voll. Was soll er nur zum Frühstück bekommen, wenn er wach wird?

Gurkensud, brummte Annette und verschwand unter die Dusche.

Nach sieben Jahren Ehe mit Viktor hatte Annette kein Kind bekommen er brauchte keines, von einer früheren Ehe hatte er einen Sohn. Sie selbst wollte eh karrierebedingt keine Kinder. Nach dem Frühstück schickte sie Vera ins Arbeitszimmer zum Mann. Beim Reinkommen lag Viktor auf dem Bauch, und auf dem Kissen war ein frischer Blutfleck.

Annette! Du musst sofort einen Notarzt rufen!

Was ist los?

Ich habe keine Ahnung.

15 Minuten später saß Annette im Rettungswagen, neben ihrem Mann, Richtung Krankenhaus. Die Ärzte packten Viktor gleich in die Intensivstation. Nach kurzer Zeit die ernüchternde Diagnose:

Es sieht nicht gut aus. Wir können gerade nichts versprechen.

Abends der Anruf von der Klinik:

Ihr Mann ist verstorben.

Das das kann doch nicht wahr sein, meinte Annette gedämpft. Er war doch noch nicht alt Die Beerdigung war richtig schön, Jochen hielt eine bewegende Rede, viele Leute kamen, Viktor war überall bekannt. Selbst beim Leichenschmaus sagte Jochen:

Lasst uns nicht traurig sein. Viktor hatte ein volles Leben, verdient seinen Frieden und ist jetzt befreit.

Er hatte alles, hörte Annette jemanden flüstern.

Annette konnte es kaum fassen, dass Viktor weg war. Zu Hause jetzt Totenstille, düstere Atmosphäre. Vera schaute sie misstrauisch an, wartete nur, ob Annette sie rausschmeißen würde. Und im Sender hieß es:

Annette, du musst doch nicht trauern du bist jung, frei und hast das Geld! Zwei gute Konten blieben von Viktor, die wurden zwischen Sohn und ihr geteilt wobei sie auch selbst gut verdient.

Wollte einfach nicht allein zuhause sitzen, suchte Gesellschaft, ging öfter in Cafés.

Nach einer weiteren Sendung saß sie an einem Tag wieder im Café, trank spanischen Wein in kleinen Schlücken. Kam ein kräftiger Mann auf sie zu, lächelte höflich und fragte, ob er sich zu ihr setzen dürfe.

Darf ich? sie nickte. Mein Name ist Jens, stellte er sich vor, warum so traurig, so hübsche Frau?

Bin einfach traurig.

Jens, etwa Mitte Vierzig, sportlich gebaut, braunes Haar, mit großem Charakter, erinnerte Annette an einen Teddybären sie musste grinsen.

Darf ich Sie einladen? Ein Glas Wein, ein Cocktail, Kuchen, was Sie wollen.

Danke, ein Stück Kuchen reicht.

Jens war zwar kein Schönling, aber so charmant und warmherzig, dass Annette nach wenigen Minuten völlig von ihm eingenommen war. Sie lachte viel, hatte Spaß und wurde von ihm bis zur Haustür gebracht, abgemacht war ein Date.

Am nächsten Morgen sagte sie Vera:

Du, ich brauch deine Hilfe nicht mehr, ich kann selbst kochen, putzen und waschen.

Aber Annette, ich war so lange da, und jetzt willst du mich rauswerfen? Was soll ich machen?

Du findest schon was, vielleicht eine Familie oder als Pförtnerin.

Du schmeißt mich raus, schluchzte Vera, ich habe mich so an euch gewöhnt

Annette dachte nach: Ach komm, davon werd ich nicht arm, dann muss ich immerhin Fenster und Klo nicht selbst putzen.

Sie schaute Vera an, wie sie sich die Tränen wischte.

Na gut, Vera, wenn du wirklich willst, bleib, und Vera quietschte richtig vor Freude, gab Annette einen Kuss auf die Wange.

Ich habe euch beide ins Herz geschlossen, ihr wart wie Familie. Erst Viktor weg, jetzt wolltest du mich loswerden

So lebten sie weiter, aber jetzt kam Jens oder liebevoll Teddy, so nannte Annette ihn ständig zu Besuch. Er vergötterte sie. Nach drei Monaten heirateten sie, aber die Hochzeit sollte für Annette lieber klein sein. Dafür ging die Flitterwochen nach Mauritius, Jens, der Geschäftsmann, ließ sich nicht lumpen.

Annette dachte, der Urlaub würde laufen wie bei Viktor Direktflug, solides Hotel, die Klassiker für Touristen. Aber Teddy hatte da seine eigenen Vorstellungen! Es ging los mit First Class-Flug, am Ziel wurden sie mit eigenem Boot abgeholt, auf der Insel mit Feuerwerk und landestypischer Show. Ihre Villa? Vier Zimmer, zwei Bäder, Pool und Privatstrand!

Hilfe, wie viel hat mein Teddy denn dafür hingeblättert?, fragte sich Annette.

Sie hatte nie gefragt, ob er reich ist, wusste nur: Geld ist da. Jens war unglaublich zärtlich, kümmerte sich rührend, deckte sie nachts zu, streichelte über den Kopf, sorgte morgens dafür, dass sie ordentlich frühstückte und nicht nur Kaffee trank.

Viktor war nur gemein immer runter gemacht, meinte, er müsse mich auf sein Niveau bringen. Teddy lebt nur für mich, ist immer verständnisvoll das genieße ich total, dachte sie oft.

Vera schwärmte auch von Jens und freute sich, jetzt bei ihnen im großen Haus auf dem Land zu wohnen. Annette war einmal geschockt, als sie sah, wie ihr Mann sich mit einer feinen Spritze einen Stich versetzte.

Was machst du da?, fragte sie erschrocken.

Insulin, ich hab Diabetes, aber das ist keine große Sache, ich kann mein Leben genießen.

So auf Mauritius entspannte Annette und dachte: Hab ich wirklich das große Los gezogen?

Der Luxusurlaub gefiel ihr, aber sie haderte ein bisschen, dass sie mit dem bequemen, runden Mann ihre Zeit verbrachte und nicht mit einem Surflehrer oder dem Tennis-Coach.

Ich sollte Teddy auf Diät setzen und ins Fitnessstudio schleifen!

Sie sprach ihn darauf an, aber Jens wurde traurig:

Ich mach gern Sport für dich, aber ich kann meinen Stoffwechsel nicht ändern, und als Apollon werd ich nie enden. Insulinpflichtig

Okay, dann nicht, schloss Annette für sich ab.

Nach dem Urlaub stürzte sie sich wieder in die Arbeit, doch ab und zu überkam sie Melancholie. Sie fragte sich oft: Werde ich jemals echte Liebe spüren? Denn Liebe zum Mann war nicht mehr da. Sie sehnte sich nach Leidenschaft, nach tiefen Gefühlen wollte nachts lieber einen sportlichen Schönling neben sich als Teddybär Jens.

Im Büro kamen schon die Sprüche:

Annette, du betrügst deinen Teddybären nicht? Du bist ja heilig

Dabei war sie gar nicht so tugendhaft, sie wollte bloß den gutmütigen Jens nicht verletzen. Bei der Weihnachtsfeier tischte sie ordentlich auf, und ihr Kollege Konstantin rief seinen Freund Thomas, damit er sie nach Hause brachte.

Annette, willst du auch mitfahren?, fragte Konstantin, und sie stieg ein.

Thomas, ein schöner Kerl mit teurem Auto, sah sie die ganze Zeit fasziniert an. Sie brachte ihn heim, dann Annette, und unterwegs fragte er ihre Nummer. Beim Aussteigen half er ihr aus dem Wagen und küsste sie einfach leidenschaftlich und direkt. Sie ließ es geschehen, der starke Thomas gefiel ihr.

Als Liebhaber war er der Hammer. Zu Hause war sie zärtlich mit ihrem Teddybär, während Thomas keine Zeit für Streicheleinheiten verlor, sondern knisternd zur Sache ging. Nachher lag er entspannt da und meinte nur: Mit dir ist es herrlich.

Das passte Annette und Thomas. Jens blieb meistens lange im Büro, und bekam nichts von der Affäre mit.

Eines Tages rauschte Annette mit dem Auto zu Thomas, lag schon im Bett, er kam aus der Dusche. Da klingelte jemand ständig an der Tür, Thomas fluchte und öffnete.

Sie hörte zwei bekannte Stimmen: Thomas und ihr Mann. Annette sprang panisch aus dem Bett und zog sich hastig an. Und schon stand Jens schweigend in der Tür es wäre sogar einfacher gewesen, hätte er ihr Vorwürfe gemacht.

Jens bitte das ist nicht

Thomas blieb stumm.

Wer hat mich verraten?, wollte Annette wissen.

Ist doch jetzt egal ich hab nur überprüft, ob was dran ist.

Jens sah grauenvoll aus, blass, schweißnass, stürzte dann plötzlich zu Boden. Annette rannte hin, hörte, dass er schwer atmete.

Ruf schnell den Notarzt!, rief sie Thomas zu.

Thomas rief an, Annette fand den Insulinpen in seiner Jacke und verabreichte ihm die Spritze das wusste sie, er nahm sie sonst auch immer mit. Aber Jens kam nicht zu sich. Die Rettung kam, der Arzt sagte nur noch:

Er ist verstorben.

Annette war komplett neben sich. Thomas brachte sie nach Hause. Vera war sofort besorgt:

Annette, was ist passiert? Du siehst aus wie der Tod.

Annette dachte sich, dass Vera sie vielleicht verraten hatte so oft hatte sie nach Thomas gefragt. Aber sie schwieg, Vera würde es eh nicht zugeben.

Die Todesursache war ein Herzstillstand. Nach der Beerdigung brauchte Annette Wochen, um wieder klar zu kommen. Bald tauchte dann die Tochter von Jens aus erster Ehe auf, mit ihrem Mann, einem Anwalt, und schmiss Annette samt Vera aus dem Haus. Geldpaket auf den Tisch, drei Tage Zeit, und drohte, dass sie vor Gericht sowieso alles verlieren würde Haus und Firma. Annette verzichtete, las die Sache sein. Sie und Vera kehrten zurück in die große Wohnung, die noch Viktor König gehört hatte.

Die Zeit ging ins Land. Annette fand sich wieder, Thomas gab ihr Halt, sie trafen sich oft, heiraten wollte er aber nicht. Sie wusste, er wäre kein Ehemann, aber mochte die Treffen. Dann rief ihr Kollege Konstantin an und sagte:

Annette, setz dich, falls du stehst Thomas ist tot, Unfall, sofort verstorben

Da kam sie richtig ins Grübeln.

Warum sterben alle meine Männer? Ich bin wohl eine schwarze Witwe, die Leute werden das bald sagen. Ich hab bestimmt eine dunkle Aura, deshalb sterben sie alle.

Ein paar Wochen später kam Maximilian zu ihrer Sendung, ein junger Mann. Sie merkte sofort, er konnte die Augen nicht von ihr lassen, und nach der Aufzeichnung lud er sie auf einen Kaffee ein.

Klar, meinetwegen, sagte sie, es war Zeit, wieder ins Leben zu kommen.

Maximilian schlich sich direkt in ihr Herz. Annette war total verliebt, das Glück sprudelte aus ihr heraus.

So fühlt sich wohl Liebe an. Ohne Max kann ich nicht mal atmen, geschweige denn leben Angst hab ich nur trotzdem um ihn.

Maximilian war auch hin und weg, sie genossen die Zeit zu zweit. Sie fragte nie, wer er war, nur dass er keine Geschwister hatte, irgendwo gibts einen Vater, aber die beiden hatten keinen Kontakt. Max wohnte bei Annette, fuhr zur Arbeit, sie sollte erst nachmittags ins Studio. Annette wurde plötzlich neugierig und recherchierte und bei der ersten Internetsuche traf sie der Schlag. Ihr lieber Max war unter den Top-100 der reichsten Deutschen. Sie war fassungslos, sein Vermögen einfach riesig.

Das kann ich nicht glauben, lachte sie erst wie verrückt, dann kam die Angst: Hoffentlich passiert ihm nichts

Beruhigte sich, fuhr zur Arbeit. Am Abend wollte sie Max anrufen, aber er nahm nicht ab, auch nicht im Büro. Die Sekretärin sagte:

Wer spricht?

Annette

Herr Maximilian ist ins Krankenhaus gekommen und sie nannte die Klinik.

Annette raste ins Krankenhaus.

Was ist passiert?, schrie sie den Arzt an.

Ruhe bewahren, ist nicht so schlimm. Er lebt, nur das Herz macht Probleme alles unter Kontrolle.

Kann ich zu ihm? Bitte

Gut, zehn Minuten.

Annette schlich rein und da saß Max, lächelte sie an, griff nach ihrer Hand.

Alles wird gut, ich liebe dich. Wenn ich hier raus bin, will ich dich heiraten bist du bereit?

Na klar, total!, küsste sie ihn. Unser Glück liegt vor uns jetzt erst recht

Danke fürs Zuhören. Auf dich, mein Schatz, und dass das Glück nie aufhört. Wünsche dir wirklich alles Gute!

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Homy
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Die Schwarze Witwe Die hübsche und kluge Lilli lernte kurz vor dem Abschluss ihres Studiums im Fach Journalismus den deutlich älteren Vlad kennen. Vladislav Romanow war in ihrer Stadt ein bekannter Mann, schrieb Lieder, die oft im örtlichen Radio liefen und für die Menschen dort einen gewissen Kultstatus hatten. Vlad war ein echter Lokalheld, kannte beim regionalen Fernsehen fast jeden und sorgte schnell dafür, dass Lilli nach dem Studium als Moderatorin ihre eigene Sendung bekam. Bereits die erste Folge „Gespräche von Herz zu Herz“ lief erfolgreich, in der sie einen stadtbekannten Psychologen und weitere Gäste einlud. Das Format kombinierte Fragen, Antworten und Beispiele aus dem echten Leben. „Gut gemacht, Lilli,“ lobte Vlad nach der Sendung, „das muss gefeiert werden!“ Vlad, 45, dreimal verheiratet, war ein Lebemann: voller Energie, ständig in Gesellschaft, kreativ, hielt sich für einen beinahe berühmten Komponisten. Er verbrachte seine Abende in Restaurants, Cafés und Saunen, trank gern und viel. Mit der Zeit wurde Lilli in ihrer Stadt beliebt, heiratete Vlad, ihre Sendung hatte Erfolg. Sie kleidete sich geschmackvoll, war stets höflich und freundlich und galt als sympathische Schönheit vom Fernsehen. Dennoch merkte sie, dass sie den Falschen geheiratet hatte – als Vlad immer öfter betrunken war. „Hör auf, Vlad, du bist nicht besser als sie,“ gab sein Freund Simon ihm zu bedenken, als Vlad Lilli im Café öffentlich beleidigen wollte. Doch Vlad hielt sich stets für den Klügsten und suchte smarte Frauen nie als Ehepartner aus. Anfänglich war er charmant, mit Blumen, Geschenken und Liedern für Lilli, doch nach der Hochzeit ließ sein Interesse schnell nach und behandelte sie gleichgültig. „Ich habe gehofft, mit seiner Hilfe ein Star zu werden,“ sinnierte Lilli. Doch alles kam anders. An der Uni hatte sie Französisch gelernt; Vlad ließ sie jedoch nicht in Ruhe: „Lern Englisch. Du bist im Ausland doch völlig hilflos! Sport ist Zeitverschwendung, aber Englisch wäre wichtig.“ Aus Trotz verweigerte Lilli zunächst den Englischkurs, doch als Simons Freundin am Tisch meinte, Englisch sei für eine moderne Frau so selbstverständlich wie High Heels, meldete sie sich am nächsten Tag zum Unterricht an. „Toll, Simon, dank dir paukt meine Frau jetzt Englisch – und im Auto läuft nur noch Vokabel-CD statt Musik,“ lachte Vlad. Lilli und Vlad lebten in einer großen Altbauwohnung, die Vlad von seinem Großvater geerbt hatte. Ihre Haushaltshilfe Vera, 43 und alleinstehend, war eifersüchtig und bissig, aber geschickt im Verbergen. Am Morgen war Vlad wieder nicht da, hatte betrunken auf dem Sofa im Büro übernachtet. Vera hielt eine leere Brandyflasche: „Gestern war die noch voll. Was bekommt er zum Frühstück, wenn er aufwacht?“ „Ein Glas Gurkenwasser,“ antwortete Lilli und ging ins Bad. Nach sieben Jahre Ehe hatte sie keinen Kinderwunsch verwirklicht: Vlad wollte kein weiteres Kind, er hatte einen Sohn aus der ersten Ehe. Lilli konzentrierte sich auf ihre Karriere. An diesem Morgen schickte sie Vera zu Vlad ins Büro. Er lag auf dem Bauch, eine große rote Fleck auf dem Kissen. „Lilli,“ rief Vera, „du musst einen Notarzt rufen!“ Nach zehn Minuten saß Lilli im Rettungswagen mit Vlad. Die Ärzte schickten ihn direkt in die Intensivstation. Abends rief das Krankenhaus an: „Ihr Mann ist verstorben.“ „Ich kann es nicht fassen,“ stammelte sie. Vlad war doch noch so jung. Die Beerdigung wurde groß gefeiert: Simon hielt eine Rede, es kamen viele Leute, Vlad war in der Stadt eine bekannte Persönlichkeit. „Er hatte doch alles,“ hörte sie die Flüsterer der Gäste. Lilli konnte sich an die Stille in der Wohnung kaum gewöhnen. Vera wartete ab – würde sie gekündigt oder nicht? Die Kollegen meinten: „Lilli, du bist jung, frei, und hast Geld – dein Leben geht weiter.“ Die Konten von Vlad wurden geteilt zwischen seinem Sohn und Lilli. Sie verdiente sowieso gut und suchte Gesellschaft, wollte nicht allein zu Hause bleiben. Nach Dreharbeiten kehrte sie eines Tages ins Café nahe ihrer Wohnung ein, trank spanischen Wein in kleinen Schlucken. Ein kräftiger, höflich lächelnder Mann fragte sie, ob er sich setzen dürfe. „Gerne,“ erwiderte sie. „Ich bin Inno,“ stellte er sich vor. Inno (richtig: Innozenz, von Freunden Kesch genannt), Ende 40, stämmig, dunkelhaarig und kein Adonis, erinnerte Lilli sofort an einen Teddybär – was sie amüsierte. Er unterhielt sie mit lustigen Geschichten, besaß Charme und brachte Lilli zum Lachen. Nach dem Treffen begleitete er sie nach Hause und sie verabredeten sich. Am nächsten Tag sagte sie Vera: „Ich entlasse dich, ich kann den Haushalt selbst machen.“ Vera flehte sie an zu bleiben, bis Lilli sich erweichen ließ. Fortan war Kesch oft zu Gast, verliebte sich in Lilli. Bald heirateten sie – auf Lillis Wunsch feierte sie nur im engsten Kreis, doch für die Flitterwochen flog Kesch sie auf die Malediven – mit allem Luxus. Lilli hoffte auf einen Urlaub wie mit Vlad: Direktflug, gutes Hotel, touristische Unterhaltung. Doch Kesches Vorstellungen waren anders: Flug erster Klasse, Privatboot, VIP-Empfang auf dem Inselresort, eine große Villa mit Pool und eigenem Strand. Sie wunderte sich, was ihr Teddybär dafür zahlte, fragte aber nie nach Geld – sie wusste, dass da genug war. Kesch war fürsorglich, kümmerte sich um sie, achtete auf ihr Frühstück, deckte sie liebevoll zu. „Vlad war immer bissig, erniedrigte mich, wollte mich auf sein Niveau ziehen. Kesch dagegen lebt für mich,“ dachte sie. Vera war glücklich über den neuen Haushalt, lobte Kesch. Einzige Sorge: Lilli sah, wie ihr Mann sich eine Spritze setzte. „Was ist das?“ fragte sie. „Nur Insulin. Ich habe Diabetes, aber das ist kein Drama.“ Sie genoss den Luxusurlaub, störte sich aber daran, dass ihr Mann kein Surflehrer oder Tennis-Trainer war: „Vielleicht muss ich meinen Teddybär auf Diät und ins Fitnessstudio schicken.“ Er lehnte ab – Insulin, Stoffwechselprobleme, kein Muskelprotz. Lilli beschloss, ihn so zu lieben, wie er war. Zurück in Deutschland stürzte sich Lilli wieder in die Arbeit, suchte nach echter Liebe: Leidenschaft, starke Gefühle. Die Kollegen tuschelten: „Gehst du deinem Teddybär wirklich nicht fremd? So brav?“ Sie war loyal, wollte den guten Kesch nicht verletzen. Bei der Weihnachtsfeier hatte sie zu viel getrunken. Kollege Konstantin rief seinen Freund Arne an, um sie heimzubringen. Arne, ein sportlicher Schönling mit teurem Wagen, brachte sie nach Hause, bat um ihre Nummer und küsste sie stürmisch. Sie genoss diese neue, raue Liebe: Bei Arne wild, daheim zärtlich mit Kesch. Kesch arbeitete viel, bemerkte nichts. Doch eines Tages, im falschen Moment, stand Kesch plötzlich vor ihr und Arne im Schlafzimmer. Er wurde blass, brach zusammen. „Schnell, ruf den Notarzt,“ brüllte Lilli, spritzte ihm Insulin – doch vergeblich, der Arzt erklärte ihn für tot. Nach den Beerdigung kehrte Lilli heim, Vermutungen kreisten, ob Vera sie verraten hatte – aber sie schwieg. Keschs Tochter aus erster Ehe erschien mit ihrem Anwalt und setzte Lilli und Vera kurzerhand aus dem Haus, gab ihr einen Umschlag mit Geld und drei Tage Zeit. Lilli verzichtete auf Streit um das Erbe, zog zurück in die Wohnung von Vlad. Arne half ihr durch diese Zeit, sie trafen sich weiter unverbindlich. Doch irgendwann rief Konstantin an: „Lilli, setz dich – Arne hatte einen tödlichen Unfall …“ Sie war fassungslos: „Warum sterben alle meine Männer? Ich werde bald als Schwarze Witwe bekannt sein, meine Aura ist wohl pechschwarz …“ Eines Tages war Makarius in ihrer Sendung zu Gast. Er war aufmerksam, lud sie nach der Sendung ins Café ein. Makarius eroberte ihr Herz, sie wurde verliebt und erfüllt. „So fühlt sich echte Liebe an,“ jubelte sie. „Ich kann ohne ihn nicht leben – aber ich habe Angst um ihn.“ Sie recherchierte im Internet und fand heraus: Makarius zählt zu den reichsten Männern Deutschlands. Sie war schockiert, machte sich Sorgen – würde ihm auch etwas zustoßen? Später rief sie ihn an und erfuhr, dass Makarius im Krankenhaus war. Der Arzt beruhigte sie: Herzinfarkt, unter Kontrolle. Sie durfte ihn besuchen. Er nahm ihre Hände: „Ich liebe dich, Lilli – und wenn ich hier raus bin, will ich dich heiraten. Willst du?“ „Natürlich!“ flüsterte sie. Der Beginn eines neuen, echten Glücks – und vielleicht, zum allerersten Mal, keine Tragödie. Danke fürs Lesen, fürs Abonnieren und für Ihre Unterstützung. Viel Glück im Leben!
Die ärmste alte Dame im Stadtteil fand 300.000 Euro; als sie das Geld zurückbrachte, sagte der Besitzer, es fehlen über 100.000, und verwirrt musste sie zur Bank gehen, um einen Kredit aufzunehmen, um den Betrag zu vervollständigen.