Ex-Mann am Limit – Fluchtgedanken inklusive

Vor langer Zeit, als Gedanken wie Dunst durch die Köpfe schwebten, entflammte zwischen Johann und Mathilde ein bizarrer Streit. Mathilde, mit glühenden Augen, schleuderte Worte wie Pfeile: Du hast meine Geduld zerschmettert! Ihr Ruf hallte durch die Räume, während sie forderte: Unterschreib endlich die Papiere! Johann, ein Schatten am Fenster, knurrte: Deshalb bist du meine Vergangenheit. Du hast nie mein Herz erreicht. Die Kinder sind mein einziger Leitstern.

Mathilde, wie eine Marionette, konterte: Die Kinder werden tanzen, alles wird leicht! Meine Mutter kommt als Hüterin. Johann hauchte: Ein Vorwand. Mathilde schwebte weiter: Immer dasselbe! Ich reise für den Beruf, verstehst du das nicht? Johann nickte, als wäre er in Trance: Du wirst dort einen Fremden treffen, ihn heiraten und in einer anderen Welt bleiben! Ich verdiene keine Berge von Euro, um durch Deutschland zu irren, nur um die Kinder zu sehen!

Mathilde, nervös wie ein Spatz im Sturm, erwiderte: Ich will nirgendwo Wurzeln schlagen! Johann schrie, als ob die Wände zurückrufen würden: Du lügst! Sogar deine Mutter schleppst du mit du entführst die ganze Familie! Erzähl mir nichts von Rückkehr, wenn die Gelegenheit lockt. Ich lasse meine Kinder nicht in den Strudel deiner Abenteuer verschwinden!

Mathilde erinnerte ihn, als ob sie eine Uhr aufzieht: Nach der Scheidung blieben die Kinder bei mir. Drei Stück, falls du es vergessen hast! Sie fügte hinzu: Drei Kinder sind kein Geschenk für eine Frau. Ich reise nur für den Beruf! Trotzdem darf ich sie nicht aus den Augen verlieren. Während ich arbeite, wird meine Mutter mit ihnen durch Freizeitparks und an die Seen streifen.

Johann lächelte wie eine Porzellanfigur: Deine Mutter kann das auch hier. Du kannst fahren, wohin der Wind dich trägt. Mathilde flehte: Johann, sei kein Ungeheuer! Die Kinder haben Ferien, ich arbeite im Ausland, und dort blüht das Leben. Lass sie doch Sonne und Freude sammeln!

Johann beharrte, als ob er einen Zauber spräche: Sie brauchen keine Erholung, Spaß gibt es auch in Bayern! Wegen deiner fremden Liebschaften verliere ich mein Recht auf die Kinder nicht! Die Hälfte meines Gehalts fließt in ihre Zukunft das ist mein Anspruch!

Mathilde begann, als ob sie einen Zauberstab schwingt: Wenn es ums Geld geht Johann unterbrach, als ob er einen Bann bricht: Nein! Das ist nicht der Punkt! Ich will meine Kinder behalten! Mathilde fragte, als ob sie einen Spiegel vorhält: So stellst du es also dar? Johann bestätigte: Genau so! Ich verweigere die Zustimmung zur Ausreise!

Mathilde seufzte, als ob sie einen Stein ins Wasser wirft: Gut, dass ich das früh angesprochen habe. Ich wusste, es wird ein Irrgarten. Dich zu überzeugen ist wie Wind zu fangen? Johann nickte, als ob er einen Preis gewonnen hätte: Unmöglich. Mathilde fragte: Hast du eine neue Liebe? Johann war wie vom Blitz getroffen: Was soll das? Mathilde bestand darauf: Antworte als Ex-Frau! Johann gestand: Nein, mit halbem Gehalt wächst da nichts

Mathilde versprach, als ob sie einen Vertrag schließt: Das Gehaltsproblem lösen wir, sogar zu deinem Vorteil! Johann wurde misstrauisch, als ob er einen Schatten sieht: Was planst du? Mathilde erklärte: Wir gehen vor Gericht. Du beantragst, dass die Kinder während meiner Arbeit im Ausland bei dir leben. Dann zahlst du keinen Unterhalt mehr, und bekommst sogar die Hälfte meines Gehalts! Die Kinder bleiben, wie du willst, in Deutschland bei dir!

Johann war fassungslos, als ob die Welt sich dreht: Bist du verrückt? Mathilde drohte, als ob sie einen Zauber aussprach: Sonst entziehe ich dir die elterlichen Rechte! Unterhalt reicht nicht, du kümmerst dich nicht! Seit drei Jahren hast du sie nie besucht!

Johann stand wie eine Statue. Mathilde lächelte wie eine Katze: Du kannst einfach die Papiere unterschreiben. Johann stammelte: Die Kinder bleiben bei mir. Mathilde nickte: Gut! Drei Monate bis zur Abreise, genug Zeit für alles. Und als Unterstützung schicke ich dir meine Mutter!

***

Allen war klar, dass Johann und Mathilde nie zu einer echten Familie werden würden. Ihre Seelen waren zu verschieden, ihre Verbindung ein Puzzle aus lauten Stimmen, leeren Versprechen und gewaltigen Plänen. Vielleicht hielt sie nur der Rausch der Jugend zusammen.

Bei der Hochzeit wetteten Freunde, wie lange das Band halten würde. Sie sagten es offen: Wie haltet ihr das aus? Die beiden störte das kaum. Sie stritten, versöhnten sich, Mathilde gab nach, Johann lenkte ein. Die Eltern hofften auf Harmonie und litten bei jedem Gewitter. Die jungen Leute aber jagten anderen Sorgen nach.

Mathildes Eltern schenkten ihnen eine Wohnung. Renovierung und Einrichtung wurden durch leidenschaftliche Versöhnungen verzögert. Im Chaos zu leben war wie ein Fasching, aber unbequem. Und wenn der Putz zwischen den Zähnen knirschte, war es wie Sand im Getriebe.

Als Mathilde schwanger wurde, musste alles schnell gehen. Johann, ein Mann der Tat, schaffte die Renovierung in zwei Wochen vor der Geburt der Tochter. Mathilde, mit Designerherz, wollte mehr, aber das Baby zwang sie zur Zufriedenheit.

Mit der Begeisterung kam die Ernüchterung. Johann renovierte, aber den Alltag überließ er Mathilde. Zement, Beton, Sägespäne das konnte er beseitigen, aber den Boden kehren? Niemals. Kleidung von Farbe und Staub reinigen kein Problem, aber die Waschmaschine bedienen? Unmöglich.

Kochen konnte Johann, aber er hasste es. So balancierten sie elf Jahre am Rand der Scheidung. Selbst Skeptiker mussten zugeben, dass auch so eine Familie funktioniert.

Im Laufe der Ehe kamen zwei weitere Kinder. Das machte alles noch rätselhafter. Die Trennung war wie ein Riss im Traum.

Johann packte seine Sachen, wünschte Glück und verschwand. Drei Jahre lang war er wie ausgelöscht. Die älteste Tochter war elf, der Sohn sieben, die jüngste drei und er vergaß sie alle. Nur die Überweisungen erinnerten an seine Existenz.

Niemand hätte an ihn gedacht, hätte Mathilde nicht das Angebot für eine zweimonatige Dienstreise ins Ausland bekommen mit märchenhaften Bedingungen. Sie durfte ein Haus beziehen, alle Kinder und eine Begleitperson mitnehmen.

Gut, dass Mathilde die Dokumente früh beantragte. Es stellte sich heraus, dass sie die Zustimmung des Vaters brauchte. Johann verweigerte sie. Es musste schnell gehandelt werden und er sollte für seine Vaterrolle zur Rechenschaft gezogen werden.

***

Wie jede Mutter sorgte sich Mathilde, die Kinder zwei Monate beim Vater zu lassen. Hätte Johann sich nach der Scheidung gekümmert, wäre es leichter gewesen, und die Gerichtsposse unnötig. Die Sorge blieb, aber die älteste Tochter, Annemarie, war schon vierzehn und eine große Hilfe.

Auch der Sohn und die jüngste Tochter waren keine Kleinkinder mehr zehn und sechs, sie konnten schon einiges und hörten auf Annemarie. Johann wurde gesagt, dass seine Ex-Schwiegermutter als Unterstützung bleibt. In Wahrheit war Frau Gertrud als Kontrollinstanz und Ratgeberin da.

Mit all ihrer Erfahrung sollte sie Johann auf Trab halten und nötigenfalls mit dem Jugendamt drohen. Für Johann bedeutete das zwei Monate, in denen andere Entscheidungen trafen und halfen aber Kinder bleiben eben Kinder.

Nach zwei Monaten kehrte Mathilde nach München zurück und kontaktierte zuerst ihre Mutter. Er hat zwanzig Kilo abgenommen, berichtete Gertrud, dunkle Ringe unter den Augen, die Nerven am Ende. Und er schuldet mir noch dreitausend Euro, es hat nicht gereicht. Mathilde fragte: Und die Kinder? Gertrud beruhigte: Sie sind glücklich! Sie haben Johann in drei Tagen erzogen. Als er sich beschweren wollte, habe ich ihm die Gesetze gezeigt.

Mathilde sah vor ihrem inneren Auge Müllberge, ungesundes Essen und endlose Unterhaltung. Gertrud versicherte: Annemarie hält sie in Schach! Und den Jungen zwingt sie sogar zum Lesen. Mathilde war erleichtert.

Mathilde wollte ihre Rückkehr geheim halten, doch Johann hatte eine regelrechte Suchaktion gestartet. Er bat Freunde, Nachbarn und Verkäufer, Bescheid zu geben, falls Mathilde auftauchte, und versprach sogar tausend Euro Belohnung nur um die Kinder zurückzubekommen.

Natürlich wurde Mathilde sofort verraten. Johann stürmte in die Wohnung, als Mathilde gerade zurückgekehrt war. Nimm sie zurück!, rief er, als sie die Tür öffnete. Mathilde lachte: Ich bin noch gar nicht richtig zurück! Ich bleibe nur eine Woche, dann wieder weg mein Vertrag läuft ein Jahr! Johann widersprach: Ich war bei deiner Arbeit! Die sagten, du gehst nicht mehr ins Ausland! Es war eine einmalige Reise!

Mathilde war erstaunt: Du warst bei meinem Chef? Johann nickte: Ich habe mit dem Direktor gesprochen. Also, nimm die Kinder! Wenn du eine Ausreise brauchst, bringe ich dir die Genehmigung persönlich! Nur nimm sie!

Mathilde schmunzelte: Wir waren vor Gericht, das Aufenthaltsrecht der Kinder wurde dir zugesprochen, ich zahle brav Unterhalt. Um das rückgängig zu machen, müsste ich klagen aber ich habe keine Zeit! Ich zahle lieber weiter und komme alle paar Wochen vorbei, wenn du nichts dagegen hast.

Johann wurde blass, schwitzte und drohte umzufallen. Mathilde spottete: Du bist Vater des Jahres! Hast im Gericht gewonnen, jetzt erzieh die Kinder! Ich werde eine gute Wochenend-Mutter, anders als du, der drei Jahre lang nie kam!

Johann flehte: Bitte, nimm sie! Ich kann nicht mehr! Ich schwöre, ich komme jedes Wochenende! Nur nimm sie! Sie haben mich völlig geschafft!

Füttern, Tränken, Unterhalten, Anziehen, Ausziehen, Putzen, Waschen Johann war bereit, in den Wald zu fliehen. Mathilde nickte: So habe ich gelebt! Und vom Ex-Mann kam nie Hilfe! Johann versprach: Ich helfe dir, nur erlöse mich!

Johann fiel auf die Knie und kroch zu Mathilde: Bitte! Vor Gericht war es ein Spektakel, die Familie landete beim Jugendamt: Mit Kindern spielt man nicht! Doch die Untersuchung zeigte, die Kinder sahen das Ganze als Abenteuer.

Am Ende hatten die Kinder wieder einen Vater vielleicht keinen perfekten, aber einen bemühten. Und als die Jahre vergingen, blieb kein schlechtes Wort über Johann. Er war nie Vater des Jahres, aber er gab sein Bestes.

Heute, beim Rückblick, begreife ich: Verantwortung lässt sich nicht teilen wie Geld. Sie verlangt Herz, Geduld und die Bereitschaft, Fehler einzugestehen. Das ist die Lektion, die mir das Leben erteilt hat.

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Homy
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